Kundenrezensionen
Rinoa
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Das Flüstern der Marsch
von Katja Keweritsch
Drei Generationen, vier Frauen: „Das Flüstern der Marsch“ ist ein großer Familienroman, ein Roman über Frauen, über Frauenschicksale und obwohl ich natürlich weiß, was Frauen insbesondere früher alles erdulden mussten, erschüttert es mich doch immer wieder, darüber zu lesen. Das Buch gibt aber auch Hoffnung, es zeigt, dass es besser werden kann, dass die jüngeren Generationen von den älteren lernen können. Dass sie ausbrechen können aus den ihnen auferlegten Fesseln, dass sie das Schweigen brechen und am Ende selbstbestimmter leben können.
Erzählt wird aus Sicht von Mona, ihrer Großmutter Annemie, ihrer Tante Janne und Freya, deren Rolle ich zunächst noch nicht einordnen konnte. Es gibt verschiedene Zeitebenen und teilweise auch recht große Zeitsprünge, was vielleicht verwirrend klingt, für mich durch die Angaben über dem jeweiligen Kapitel aber gut händelbar war.
Das Buch hat mich sehr berührt und insbesondere das Schicksal von Annemie hat mir mehr als einmal die Tränen in die Augen getrieben. Es sind Geschichten, die so oder so ähnlich zigfach stattgefunden haben und noch heute stattfinden, ich glaube, auch das hat die Lektüre für mich sehr emotional gemacht, selbst wenn ich vielleicht persönlich nicht betroffen bin.
Es ist wichtig, dass wir tagtäglich den Kreis durchbrechen, den wir - bewusst oder unbewusst - von den Generationen vor uns auferlegt bekommen haben, das ist für mich eine wichtige Botschaft des Buchs. Das klingt jetzt vielleicht nach schwerer Kost, aber das war es nicht. Der Autorin gelingt es sehr gut, solche Gedanken durch ihre Geschichte zu transportieren und zumindest bei und in mir hat das Buch auf jeden Fall etwas bewegt. Ich kann es wärmstens empfehlen.
Emmmbeee
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Das Flüstern der Marsch
von Katja Keweritsch
Dass selbst gemeinsame Erinnerungen von mehreren Personen völlig anders aufgerufen und wiedergegeben werden, ist bekannt. Sie können sogar regelrecht manipuliert werden. Und dass das Verschweigen in Familien mehr als nur häufig vorkommt, wissen wir alle.
Auch Doppelmoral wird überall gern praktiziert, denn die Meinung der Welt und erst recht die der Menschen um uns herum ist uns ungeheuer wichtig für unser Selbstwertgefühl. Auch wenn wir es besser wissen. Dass aber eine Großmutter so mir nichts, dir nichts verschwindet und ihr Mann, der Opa, sich anscheinend darüber keinerlei Gedanken macht, ist eher ungewöhnlich.
Um all diese Themen geht es im Roman „Das Flüstern der Marsch“. Das Narrativ wird von verschiedenen Personen getragen, so werden die Handlung und die einzelnen Beweggründe von verschiedenen Seiten beleuchtet und sind verständlicher.
Mir waren nicht alle Figuren von Anfang an klar, und das allmähliche Hintasten zu ihnen ist Teil der Spannung. Der persönliche Ich-Erzählstil in den Mona-Teilen wiederum macht deutlich, um wen sich die ganze Geschichte hauptsächlich dreht, wer die Hauptprotagonistin ist. Sie war mir von allen die am sympathischsten gezeichnete Figur. Ich musste aufpassen, um beim Lesen nicht von einem Strudel der Gefühle mitgerissen zu werden, so nahegehend ist alles geschildert, zu sehr konnte ich mich in diverse Situationen einfühlen.
Sehr gut gefällt mir auch die Beschreibung der Marschlandschaft, die ich persönlich nicht kenne. Beim Lesen hatte ich jedoch den Wunsch, sie einmal kennenzulernen. Das Coverbild strahlt zudem einen tiefen Frieden aus, hinter dem man gar nicht vermutet, wie schwer das Gewicht der Geheimnisse unter der Oberfläche lastet.
Ich habe das Buch mit Spannung gelesen, habe mit den Personen gelitten und empfehle es gern weiter.
Netti
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Das Flüstern der Marsch
von Katja Keweritsch
Ich würde dem Buch gerne 4,5 Sterne geben, aber das geht leider nicht.
Das Buch hat mir gut gefallen, besonders das letzte 1/3 des Buchs hat 5 Sterne verdient, da es mich sehr gefesselt hat und ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht.
Das Buch ist eine Familiengeschichte. Enkelin Mona kommt paar Tage vor dem runden Geburtstag ihres Opas zu ihm in die Marsch und muss feststellen, dass Oma spurlos verschwunden ist. Die ganze Familie wird zusammen getrommelt und kommt, alle Bekannten von Oma werden angerufen, die Polizei eingeschaltet, aber Oma bleibt verschwunden. Mona versucht selbst nachzuforschen und so kommen nach und nach einige Familiengeheimnisse zu Tage, mit denen man nicht gerechnet hat.
Die einzelnen Kapitel im Buch spielen zu verschiedenen Zeiten und handeln von verschiedenen, sich aber immer wiederholenden Personen wie Enkelin Mona, Oma Annemie, Schwägerin Janne, Tochter Sabine usw.
Man bekommt schnell einen Überblick, wer wer ist und wie das verwandtschaftliche Verhältnis ist. Man wird durch die mitspielende Personenmenge nicht erschlagen.
Das Buch war für mich nicht vorhersehbar. Immer wieder kamen Wendungen und Dinge auf, die mich überrascht haben. Natürlich rätselt man mit und versucht seine eigenen Theorien zu spinnen, aber doch war alles anders als ich dachte.
Zu den Personen im Buch bekommt man eine gute Bindung. Am meisten sind mir Enkelin Mona und Oma Annemie ans Herz gewachsen.
Das Buch regt zum nachdenken an, obwohl es ein Roman ist. Was können Geheimnisse in der Familie auslösen, wie ist es mit nicht erfüllten Hoffnungen und Erwartungen und wie hätte sich das Leben verändert, wenn man manchmal anders entschieden oder gehandelt hätte ?
Ein schöner, turbulenter Familienroman, der aber auch die Schattenseiten einer Familie aufweist , wo nicht alles rosarot ist. Viele haben ein Päckchen zu tragen. Die Geschichte hat mir gut gefallen und war durch die Suche nach Oma Annemie gut und interessant umgesetzt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, gebe dem Buch 4,5 Sterne und empfehle es gerne weiter.
Alo
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Das Flüstern der Marsch
von Katja Keweritsch
In „Das Flüstern der Marsch“ von Katja Keweritsch geht es um Mona, die zum Geburtstag ihres Großvaters in die Marsch reist. Doch dort erwartet sie eine überraschende Nachricht: Ihre Großmutter Annemie ist verschwunden. Nach und nach entfaltet sich ein geheimnisvolles Familiendrama, das weit in die Vergangenheit reicht und bei dem lange verborgene Wahrheiten ans Licht kommen.
Katja Keweritsch erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven von Frauen und über mehrere Zeitebenen hinweg. Anfangs wirkt das wie viele kleine Teile, die noch nicht zueinander passen. Doch am Ende fügen sie sich zu einem stimmigen Gesamtbild. Durch diese Erzählweise war ich das ganze Bücher über gefesselt und habe mich gefreut, wenn sich wieder ein Stückchen zusammengefügt hat. Sehr eindrücklich ist zudem die Beschreibung der Marschlandschaft. Sie schafft eine besondere Atmosphäre.
Das Buch ist zudem stark von feministischen Themen geprägt. Beim Lesen spürt man oft Wut darüber, wie mit den Frauen in der Geschichte umgegangen wird. Umso befriedigender ist es, ihre Entwicklung mitzuerleben und zu sehen, wie sie sich behaupten.
Ein spannender, vielschichtiger Roman, der Familiengeheimnisse, Landschaftsbeschreibungen und gesellschaftliche Themen gekonnt miteinander verbindet. 4,5/5 Sterne
Pearl
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Das Flüstern der Marsch
von Katja Keweritsch
Wo ist die Oma hin, das fragt sich die Familie, besonders Mona die Enkelin, als sie ihren Großvater zu seinem achtzigsten Geburtstag in der Marsch, wo alle aufgewachsen, sind besuchen. Der Opa regt sich komischerweise gar nicht auf das seine Frau plötzlich verschwunden ist und zweigt auch kein Emotionen. Mona beginnt sofort die erst erfolglose Suche nach ihrer Oma Annemarie. Und zieht deshalb auch wieder in Haus der Großeltern. Die Kapitel sind unterteilt einmal aus der Sicht von Mona der Enkelin, dann von der Großmutter Annemie und dann der Tante Janne. Janne ist sehr mit ihrer Familie überfordert und daher sehr unglücklich. Im Lauf de Handlung erfährt der Leser dann das es in der Familie verborgene Geheimnisse gibt in der auch Freya dazukommt, einem Doppelleben und sogar Missbrauch. Das Ende ist daher vorhersehbar.
Fazit:
Das hin und her in den einzelnen Kapitel stört etwas, und reißt die Handlung immer wieder auseinander. Eine Geschichte aber leider ihre Längen hat.
Petra
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Das Flüstern der Marsch
von Katja Keweritsch
Das Buch erzählt über vier Frauen die zu einer Familie gehören, dazu kommt eine fünfte wo der Zusammenhang erstmal offen bleibt. Jede Frau hat über einen langen Zeitraum ihren eigenen Erzählstrang allen gemeinsam ist, das sie mehr oder weniger ungewollt schwanger sind und mit der Situation überfordert. Sei es in den sechziger Jahren, minderjährig, in den neunzigern nach nur einer Nacht und in der Gegenwart mit dem falschen Partner. Sie stehen allein, unter Druck durch die Familie und "was sollen die anderen denken". Vor allem Mona die als jüngste anscheinend sich zuviel Verantwortung aufhalst. Genau wie Janne die mit drei kleinen Kindern sich zwischen Beruf und Familie aufreibt. Die Männer in diesem Roman sind das was man als Klischee betrachten könnte. Annemies Mann interessiert gar nicht das seine Frau verschwunden ist, alle suchen ihn interessiert nur sein achtzigster Geburstag, ascheinend war er immer schon so egoistisch. Dieses Ereignis ist der Aufhänger der Geschichte. Sehr intensiv beschreibt die Autorin die Gedanken, Gefühle und Handlungen der einzelnen Protagonisten. Es ist ein sehr eigener Stil, egal ob es ein Wutanfall ist, die Überlegungen will ich diese Schwangerschaft oder der Wind der einem beim Rad fahren ins Gesicht weht. Alles ist spürbar, die Frage habe ich das auch schon erlebt und wie bin ich damit umgegangen steht mit jeder Szene im Raum. Das Buch fordert diese Gedanken, nichts ist einfach, wenn sich am Ende Mona gegen das Männerdenken auflehnt und ihre Befreiung spürt, spürte ich sie auch obwohl ich glücklicherweise nie in dieser Situation war.
Pusteblümchen
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Das Flüstern der Marsch
von Katja Keweritsch
Karl Hansens 80. Geburtstag steht an und die Familie trifft sich in der Marsch. Als die Enkelin Mona eintrifft, ist ihre Großmutter Annemie verschwunden. Während Karl nur wenig Besorgnis zeigt, beginnt Mona mit der Suche. Dabei taucht sie nach und nach immer tiefer in die Geschichte ihrer Familie ein.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven in verschiedenen Zeitebenen erzählt.
In der Gegenwart berichten Mona und Janne, 1994 Freya und 1964 Annemie. Durch diese Wechsel erfährt man nach und nach immer mehr über die Familie. Es ist wie bei einem Puzzle, aus vielen Einzelheiten ergibt sich letztendlich ein stimmiges Gesamtbild.
Wie schon die vorherigen Bücher beschreibt Katja Keweritsch auch hier die Landschaft und die Natur der Marsch sehr bildhaft.
Es werden viele verschiedene Themen aufgegriffen. Es geht um Familie, die Rolle der Frau, Doppelbelastung, Missbrauch und vieles mehr. Dadurch ist der Roman keine einfache Unterhaltungslektüre, sondern einer der zum Nachdenken anregt.
begine
empfiehlt:





Das Flüstern der Marsch
von Katja Keweritsch
Das Flüstern der Marsch ist ein interessanter Roman von Katja Keweritsdch.
Die Autorin lässt ihre Geschichte über drei Generationen laufen. Es beginnt 2024, als Mona an der Geburtstagsfeier ihres Gro0vaters teilnehmen will.. Der wird achtzig Jahre alt.
Sie bemerkt, das ihre Gri0mutter verschwunden ist.Er benimmt sich ziemlich unbeteiligt, es könnte ja seinen Ruf als ehemaliger Bürgermeisterschaden könnte.
Er war dominierend in der Familie. Seine Frau bekam jeden Monat das Geld zugeteilt.
Dann gibt es Sprünge nach 2004, 1964 und 1994.
Die Personen werden alle vom Schicksal gebeutelt.
Wenn es keine richtige Liebe gibt, kann man sie auch nicht weitergeben.
Die Autorin schreibt alles sehr gefühlvoll. Sie lässt uns auch an der Fauna in der Marsch Teilnehmen. Man bemerkt ihre Liebe zu der Gegend.
Dieses Buch hat mich berührt und gefesselt.
