Kundenrezensionen von Petra





Crown of War and Shadow
von J. R. Ward
Eine junge Frau die in ihrem Ort verachtet wird, deren Hilfe aber immer wieder in Anspruch genommen wird. Ein Söldner der für Geld tötet. Beide sind Ausgestossene in ihrer Gesellschaft. Gemeinsam sind sie auf der Flucht. Der Name der Autorin verspricht eine Spicy Geschichte mit viel Fantasy und Abenteuer.Genaus so liest sich der Klappentext und die Leseprobe.
Meine Erwartungen wurden schwer enttäuscht. Das Grundgerüst ist konfus, ich hatte Schwierigkeiten zu verstehen wo das Setting hin führen sollte. Dazu ist alles sehr langatmig erzählt. Die Wünsche und Gedanken der beiden wiederholen sich auf jeder zweiten Seite. Auch die Gefahren und Abenteuer wirken simpel. Krokodile sind nun mal Krokodile wenn man sie schon so genau beschreibt, auch wenn man sie anders benennt.
Es muss an der Übersetzung liegen, weil auch sehr viele Rechtschreibfehler und eine eigenartige Grammatik vorhanden sind. Vielleicht ist das Buch in der Originalsprache besser, das werde ich nicht beurteilen können.





Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht
von Heather Fawcett
Agnes will alle Katzen in der Stadt Montreal retten. Gemeinsam mit ihrer Schwester betreibt sie eine Katzenzuflucht, das funktioniert mehr schlecht als recht durch Spenden und der Vermittlung von Katzen an neue Menschen. Der Gedanke mehr wie 70 Katzen zu versorgen mit Futter, Medikamenten und sauberen Käfigen stelle ich mir als Mammutaufgabe vor.
Wie gut das da der Vermeiter ihrer neuen Behausung ein Magier ist. Agnes hat es zwar nicht so mit Magiern aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Dieser Magier ist aber auch besonders, etwas zerstreut, ungewollt hilfsbereit und nicht so gefährlich wie angenommen.
Es ist eine magische Geschichte in der es nicht nur von Katzen wimmelt.
Die ordentliche Agnes und der chaotische Magier sind ein eigenartiges Team. Kein Wunder das zwischen ihnen kribbett.
Die Geschichte wird als Cozy Fantasy beschrieben, mir gefällt die Umschreibung weil sie gut passt. Mit Magiern auch wenn sie Unheil anrichten kann man gut leben, denn Zauberkünstler sind etwas 'Ähnliches. Eine Katzenliebhaberin ist auch nicht so ungewöhnlich. Die Streitgespräche oder wie man ihre Unterhaltungen sonst nennen will, sind spannend und zum schmunzeln. Im Ganzen ein spannendes Abenteuer im Winter.





Schlafende Vulkane
von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson
Eine junge Frau wurde auf grausame Weise ermordet,ihr Kind ist verschwunden. Helga eine junge Ermittlerin wird mit d, er Leitung des Teams beauftragt, denn es ist für alle ein neues Thema in island wo es wenige verstörende Verbrechen gibt. Bjarni ein Verkehrspolizist mit sehr viel Ortskenntnis unterstützt sie erst bei der Suche nach dem Jungen und dann auch bei dem Fall der immer größere Deimensiionen bekommt.
Indasdieser neuen Serie von einem bekannten Schriftsteller mit einem neuen Partner, erfährt man mehr von den Interna hinter den Verbrechen. Es geht um Kompetenzen, Hierachien und natürlich auch ums Budget. Das Privatleben ist mehr im Hintergrund aber nicht weniger dramatisch. Da ist auffällig das die beteiligten Frauen anscheinend sehr kontrollierende oder fürsorgliche Männer haben bzw. Ex-Männer.
Der Fall ist spannend und grausam, der Täter ist zwar immer Sekunden schneller als die Ermittler aber die sind ihm erstaunlich schnell auf der Spur. Viel Instinkt und Beobachtungsgabe sind die Hilfsmittel dafür.
Fehler verzeiht der Fall nicht, das bekommt Helga am eigenen Leib zu spüren. Damit ist gut dargestellt das manche Vorschriften ihren Sinn und Verstand haben und auf eigene Faust zu arbeiten nicht immer ideal ist.
Ein gelungener Serienauftakt.





Dem Himmel entgegen
von Katja Maybach
Isabelle will Pilotin werden,, aber im Jahr 1963 haben Frauen im Cockpit nichts zu suchen, sie dürfen maximal gut aussehend und nett lächend als Stewardess arbeiten. Durch Zufall lernt sie Julian Kröger kennen,, der eine andere Einstellung hat und ihr helfen will.
Es geht in diesem Roman nicht allein um Isabelle und ihre beruflichen Träume, ihre Schwester Emanuelle die in Paris als Modeschöpferin arbeitet und um ihre Mutter Heloise. Dazu kommt ein brisantes Familiengeheimnis.
Ich konnte mit keiner der Frauen warm werden, es stand bei jeder sehr viel Ich im Vordergrund.. Ehrgeiz ist was natürliches und richtig aber hier wurden Entscheidungen getroffen die nicht für eine Frau allein von großer Tragweite war, aber auf die anderen wurde wenig Rücksicht genommen. Es ist nur zu deinem Besten. Eine fragwürdige Aussage. Der Roman hatte auch Bezüge zurück in die dreißiger Jahre. Das Klima wurde gut beschrieben, auch die Entscheidungen und Folgen passten. Für mich war das der beste Teil des Buchs. Die Jahre danach waren für mich überfrachtet, es geschah bei allen Frauen eine Menge und das gleichzeitig. Die Männer in dieser Geschichte blieben blass, sie waren allerdings ein sehr guter Hintergrund für die Frauen.
Ich mag die Autorin aber in diesem Fall, wäre weniger mehr gewesen.





Gans, Gans, Elch - Ein tierischer Zählspaß
von Kael Tudor
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, soviel Gänse, Elche und dann Mäuse wollen ein Eis. Sie sollen sich ordentlich aufstellen damit sie ihr Eis abholen können.
Aber dann steht ein Elch oder zwei in der Reihe für Gänse. Der Ordner hat alle Hände voll zu tun, die Elche in die andere Reihe zu bugsieren. Es klappt einfach nicht, am Ende taucht eine Maus auf.
Es war zum lachen, Gans eins, Gans zwei, Elch drei, dann kommt der Ordner.
Das Zählen wird einfach gemacht und auf lustige Art und Weise hat der Enkel gelernt das die Zahlen unabhängig von den Motiven sind. Wir hatten unsere Freude beim Zählen vor allem als dann die kleine Maus auftauchte und auch ein Eis wollte.
Vor lauter Tieren die für ein Eis anstanden, wollten wir dann auch eins. Oma eins, Opa zwei, Mama drei, Enkel vier, Katze fünf.
Das Buch lässt sich sehr gut in den Alltag integrieren. Schön das es erstmal bei sieben aufhört. Denn mehr wie sieben Gummibärchen gibt es nicht. Wir waren vorher bei fünf aber nun sind es sieben.





Retten wir das ABC!
von Paul Friedrich
Das war für mich gewöhnungsbedürftig, dem Kleinen hat es gefallen. Das ABC mal rückwärts nur weil das A wie Apfel nicht da ist- Lustige Reime zu den einzelnen Buchstaben, andere Beispiele dafür. P wie Popel. Die Bilder sind im Comic Stil gehalten. Am Ende taucht das A wie Apfel auf und bekommt einen Wutanfall weil das Buch ausgelsen ist von hinten nach vorn.
Die Bilder beschränken sich immer auf einen Buchstaben, im nächsten kommt dann ein oder zwei der Beispielwörter dazu ein neuer Reim und dann ein weiterer Buchstabe. Diese Wiederholungen bleiben haften.
Als Vorlesebuch um Kinder an das ABC heran zu führen ist es witzig und gut gemacht. Um das ABC zu lernen, scheint es mir aus Großmutter Sicht schwieriger. Aber man soll der Schule nicht vorgreifen. Ob man nun mit solchen Geschichten einen Fehler macht kann ich mir nicht vorstellen. Wir haben jedenfalls bei jedem Lesen gelacht und unseren Spaß gehabt und das ist für mich das Wichtigste an den Leserunden mit meinem Enkel.





Der Geschmack von Sommer und Karamell
von Anne Barns
Oma Henny hat eine Einladung nach Amrum bekommen. Sie möchte das ihre Enkelin Ella sie begleitet da sie mit 78
Jahren nicht mehr allein eine so weite Fahrt machen will. Da Ella als illustratorin überall arbeiten kann und zur Zeit Single ist fährt sie gerne mit.
Es ist der liebevoll familiäre Umgangston in den Büchern der Autorin der sofort für Entspannung sorgt. Dann kommt die Erholung am Meer, alle Bücher die ich bisher von ihr gelesen habe sind entweder an der Küste oder meistens auf einer der Inseln. beheimatet. Alle guten Dinge sind drei. In diesem Fall ist es Kuchen in allen Variationen. Windbeutel, Kirschkuchen, Waffeln, Nougatcreme oder Kirschmarmelade. Alles was Leckermäulchen und Süßschnäbel gerne essen. Am Ende sind immer ein paar Rezepte dabei.
In diesen Wohlfühlgeschichten sind immer ein paar Wahrheiten verpackt. Hier ist es der Küstenschutz, Informationen über Vögel oder das es auch gute Kinderheime zur Erholung in den sechziger Jahren gegeben hat.
Die Liebesgeschichte ist zurückhaltend erzählt.
Es ist einfach ein Buch für einen verregneten Nachmittag auf der Couch, mit Tee und etwas Süßem, anschließend ist die Laune wieder auf ihrem Höhepunkt.





Das Geheimnis des Geigenbauers
von Evie Woods
Devlins Freundin hat mal gesagt das sie gerne Geige spielen lernen würde. Also schenkt er ihr eine zum Geburtstag. Aber es ist doch nicht das richtige Geschenk. Nun hat er eine wunderschöne Geige die einen besonderen Eindruck macht und weiß nicht so richtig was er damit machen soll. Vertrauensvoll wendet er sich an seinen ehemaligen Lehrer und der kennt eine Sachverständige die die Geige beurteilen soll.
Eine Geige, drei Mensschen, zwischen ihnen entsteht eine besondere Beziehung. Die sich nicht mit Worten erklären lässt. Die Geige ha tanscheinend mystische Fähigkeiten.
Ich hatte eine Geschichte mit Nachforschungen usw. zu einer Geige erwartet, auch das sich dadurch zwischenmensjchliche Beziehungen auftun bzw. sich verändern.
Aber hier kam noch eine Portion Fantasy ins Spiel, zusätzlich etwsa Crime und natürlich Liebe, fertig war ein geschmackvoller buchiger Eintopf.
Nur die Figuren waren bis auf Gabrielle, die stark mit den Schatten der Vergangenheit zu kämpfen hatte, etwas naiv und ich hätte sie teilweise als Jugendliche betrachtet. Auch Devlin hatte Trauma aber seins wirkte nicht so bedeutend wie das von der Frau. Eher als ob keine andere Erklärung zur Verfügung stand. Der Lehrer der mit seiner Einsamkeit kämpft wirkt dagegen glaubwürdig.
Für mich war das etwas zuviel, weniger wäre mehr gewesen.





Hope Joanna
von Horst Evers
Die ehemalige Profi Sportlerin Hope Joanna Marlow ist jetzt Kommissarin in Berlin. Sie wird mit ihrem neuen Partner zu einem ungewöhnlichen Mord gerufen. Eine bizarre Persönlichkeit mit ebenso außergewöhnlichen Handelsobjekten und Kunden ist tot. Es folgen weitere Tote und die Zeit läuft davon denn die Rechten wollen die Deutungshoheit über die Verbrechen und die Macht in der Stadt.
Selten so bei einem Krimi gelacht. Das Buch ist gespickt mit Wortwitz und Situationskomik. Man denkt bei dem Namen sofort an einen sehr bekannten Song und hat ihn die ganze Zeit beim Lesen als Ohrwurm im Kopf. Aber auch die anderen Namen der Protagonisten sind als Anspielungen zu verstehen. Vor allem wenn einer sagt er hat eine Schwester mit einem solchen Namen und die hat einen Club gegründet für Menschen deren Namen andere zu Witzen herausfordert. Eine gelungenen Kritik an Flachwitzen auf Kosten anderer.
So geht es Seite für Seite, es sind viele altbekannte Sprüche darunter aber wer sie anbringt und wie darauf reagiert wird machen sie dann zu etwas Besonderen. Genau das gleiche gilt für die Situationskomik, man wird an Dick und Doof erinnert ( meine Generation kennt die beiden noch, für Jüngere einfach googlen ). Auch hier gilt wer und wo macht es einzigartig.
Die Morde sind schon fast Nebensache eher geht es darum die Rechten und ihren Anspruch daran, die allein seligmachende Lösung für alle Probleme zu haben, ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Das ändert nichts am Ernst der poliitschen Situation hier in Deutschland aber es ist eine Möglichkeit die Themen aus einer anderen Sicht zu betrachten.





Bis ans Meer
von Peggy Patzschke
Von pewie
Warum verhalte ich mich so? Dieser Frage geht eine Frau nach, die immer wieder ihre Beziehungen zerstört obwohl sie sich mit dem Partner wohlfühlt aber immer wenn es um ständige Nähe geht, zieht sie die Reissleine. Sie fragt ihre Mutter die auch Schwierigkeiten hat Nähe zuzulassen. Sie muss es wissen, daher forscht sie in den Briefen und Fotos ihrer Großmutter. Frieda ist mit der kleinen Erika am Ende des Krieges aus Schlesien geflohen, Mann und Sohn waren an der Front.Das es für Frieda und ihrer Tochter traumatische Erlebnisse waren ist klar, aber wie intensiv das kann man eigentlich im Heute und Jetzt nicht nachvollziehen. Die Autorin hat es anhand ihrer eigenen Familiengeschichte getan und es ist ihr gelungen ihr erlangtes Wissen durch dieses Buch an uns Leser weiter zu geben.
Sie erzählt in verschiedenen Zeitabschnitten aus Sicht von Frieda, Erika und der Enkelin im Heute wie sich ihre Leben angefühlt haben. Frieda erlebt glückliche Zeiten mit ihrem Karl, der Winter ist ihre liebste Jahreszeit. Aber genau bei Schnee, Eis und Kälte ist sie mit einem kleinen Kind auf der Flucht.
Das Schönste und das Schrecklichste liegen dadurch ganz dicht beieinander.
Frieda ist eine starke Persönlichkeit, so stark das zerbricht, Erika zieht sich als Erwachsene zurück, das Glück hat uns vergessen, sie traut sich nicht glücklich zu sein. Die Enkelin lernt es nicht anders. Ihr Vertrauen in schöne Zeiten ist nicht vorhanden im HIntergrund lauert die Frage was wird passieren damit dieses Glück verschwindet.
Intensiv und unter die Haut gehend ist diese Geschichte erzählt, die Bewunderung für Frieda ist groß, ich habe diese Kraft nicht hinterfragt, bis sie auf einmal nicht mehr da war. Dann habe ich verstanden wie diese Traumata auf folgende Generationen übertragen wird.
Es ist ein gutes Buch, auch weil es ein Thema aufgreift was ich bisher nur in Sachbüchern verfolgt habe. Da ist die Erzählerin mit ähnlich, bis auf ihre persönliche Erfahrung und ihre Zweifel bleibt sie die Journalistin und nicht unbedingt die Betroffene.









