Kundenrezensionen
JennifersBooks
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Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
Von mir bekommt das Buch 3.5 Sterne!
"Im Bann des Erlkönigs" hat mich schon durch den Titel neugierig gemacht, weil ich die Ballade von Goethe sehr mag und Geschichten rund um den Erlkönig immer einen besonderen Reiz für mich haben. Mina Roth verbindet diese Sage mit Märchengestalten der Gebrüder Grimm und Sagengestalten wie dem Nöck, dem Seligfräulein oder der Wilden Jagd und erschafft eine eigene Welt voller Andraunen, die durch einen Schleier von der Menschenwelt getrennt ist. Diese Welt wird vom Erlkönig beherrscht, der mit seiner "Wilden Jagd" durch die Nacht reitet und dem alle Andraunen einen Treueschwur leisten müssen. Diese mythologische Grundlage fand ich faszinierend und atmosphärisch stark und genau das hat mich anfangs sehr angesprochen.
Zora als Protagonistin hat mich jedoch oft zwiespältig zurückgelassen. Sie ist sechzehn, nimmt bei Berührung die Gefühle anderer Menschen wahr und hat durch Tarotkarten und eine innere Stimme, die sich als ein drängendes "Sieh hin! Sieh hin!" äußert, eine besondere Wahrnehmung. Dazu lebt bei ihr eine Andraunin, eine Fee, die sie ganz unkreativ Fee nennt und die dringend Hilfe braucht, um den Weg zurück in den Knochenwald zu finden. Zora versteckt ihre Gabe vor anderen Menschen, weil sie Angst hat, für verrückt gehalten zu werden. Diese Ausgangslage fand ich interessant, aber Zoras ständige Nervosität, die sich durch das wiederholte Herumspielen an ihrem Infinity-Armband zeigt, wurde für mich mit der Zeit anstrengend. Anfangs war es nachvollziehbar, später wirkte es eher wie eine Störung.
Ihre Mischung aus Mut und Naivität hat mich ebenfalls beschäftigt. Sie möchte Fee unbedingt helfen und sucht deshalb Kontakt zu Andraunen, die sie normalerweise meidet, aber gleichzeitig handelt sie oft vorschnell und ohne sich über mögliche Folgen klar zu sein. Besonders an der Umbra Academy, einer Schule voller Andraunen mit unterschiedlichen magischen Fähigkeiten, tritt sie manchmal provozierend und vorlaut auf, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr Fragen stellt und sich aktiver darum bemüht, das Machtgefüge und die Regeln dieser Welt zu verstehen. An ihrer Stelle hätte ich versucht, so viele Informationen wie möglich zu bekommen.
Die Situation mit Silas und Kilian zu Beginn hat mich ebenfalls beschäftigt. Durch einen fehlgeleiteten Zauber sind Zora und Silas magisch miteinander verbunden, was dazu führt, dass Zora mit in die Welt der Andraunen muss. Silas, der Fürstensohn der Sitris, und Kilian, sein Leibwächter, gewinnen Zoras Vertrauen erstaunlich schnell, weil der eine hilflos und schön und der andere heiß und schön aussieht. Gleichzeitig misstraut sie Mathea und Viggo, den anderen Fürstenkindern, obwohl diese ihr von Anfang an deutlich machen, dass sie von ihr nichts wollen und nur mit Silas und Kilian Probleme haben. Für mich wirkte es seltsam, dass Zora sich hier so stark auf die Erzählungen von Silas und Kilian verlässt, obwohl die beiden viele Geheimnisse haben und ihr nur das Nötigste erklären. Sie warnen sie ständig vor den anderen Andraunen, geben ihr aber kaum Informationen, die ihr wirklich helfen würden. Das hat mich dazu gebracht, Mathea und Viggo glaubwürdiger zu finden als die drei Hauptfiguren.
Die Romanze zwischen Zora und Kilian hat für mich nicht funktioniert. Ich war froh, dass es kein Liebesdreieck mit Silas gibt, aber die Beziehung zwischen den beiden bleibt sehr blass. Kilian verschweigt viel und Zora verlässt sich zu sehr auf die Gefühle, die sie durch Berührung wahrnimmt. Dadurch entsteht kein echtes Vertrauen und die Entwicklung wirkt sehr künstlich. Ich hatte kaum Momente, in denen ich eine echte Anziehung gespürt hätte.
Mein Lesetempo war ungewöhnlich langsam. Das Buch hat nur 400 Seiten und 48 kurze Kapitel, aber ich habe fast drei Wochen gebraucht, um es zu beenden. Der Einstieg ist stark, man wird sofort mit den Sagengestalten konfrontiert und Zora ist schon in Kapitel vier an der Umbra Academy. Danach verliert die Handlung deutlich an Tempo. Zoras Nachforschungen zum Knochenwald treten lange auf der Stelle und auch im Schulalltag passiert wenig. Ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich lese, ohne das Gefühl zu haben, dass sich etwas bewegt. Erst ab Kapitel 25, also nach gut 50 Prozent des Buches, kommt wieder etwas mehr Dynamik in die Geschichte, weil Mathea und Viggo stärker eingebunden werden. Wirklich spannend wird es erst sehr spät, ungefähr ab 80 Prozent, wenn plötzlich viele Ereignisse in kurzer Zeit passieren und die Handlung sich spürbar verdichtet. Der Erlkönig selbst tritt nur zweimal auf, einmal bei der Treueschwur-Zeremonie und einmal am Ende an Zoras Krankenbett. Das fand ich schade, denn der Titel und die Grundidee hätten mehr Präsenz dieser Figur verdient.
Während ich gelesen habe, wurde mir immer klarer, dass mich die Welt zwar fasziniert, die Umsetzung aber nicht genug trägt, um mich für die Reihe zu begeistern. Die langsame Mitte, die unausgereifte Figurenentwicklung und die blasse Romanze haben mich so oft aus dem Lesefluss gebracht, dass ich für mich entschieden habe, diese Reihe nicht weiterzulesen, auch wenn Band 2 im Frühjahr 2027 erscheinen soll.
Fazit: "Im Bann des Erlkönigs" hat eine starke Grundidee, eine faszinierende Welt voller Sagengestalten und eine atmosphärische Grundlage, die mich sehr angesprochen hat. Gleichzeitig verliert die Geschichte durch eine lange Phase ohne spürbare Entwicklung, eine oft unüberlegte Protagonistin und eine wenig überzeugende Romanze an Kraft. Für mich ergibt das 3.5 Sterne, aber ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.
praja
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Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
Ich fühl mich immer scheiße, wenn ich ein Rezensionsexemplar schlecht bewerten muss. Bzw generell, wenn ich Bücher schlecht bewerte. Am Ende hat jemand sein Herzblut da reingesteckt und sich Mühe gegeben. Und man muss immerhin sagen, dass die Story an sich ganz nice war.
Es war halt nur so unfassbar vorhersehbar und die Protagonistin ist so unfassbar dumm und alle dummen Sachen, die sie macht, sind natürlich wie durch ein Wunder genau das, was den Plot vorantreibt, egal wie unlogisch das ist.
Und den Schreibstil fand ich auch schrecklich. Es wurde irgendwie ständig irgendwas beschrieben, was absolut nicht Storyrelevant war und der Satzbau war ne Vollkatastrophe.
Ich will eigentlich gar nicht mehr dazu sagen, denn vielleicht wird es dem nächsten besser gefallen. Aber meins war es leider gar nicht. Auch wenn die Story eigentlich perse nicht schlecht war. Man hätte das nur ein bisschen besser aufziehen müssen....
Aber bildet euch selbst ein Urteil!
Patricya
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Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
Beim Anblick des optisch absolut schönen Buches und aufgrund des Klappentextes habe ich mich wirklich aufs Lesen gefreut. Zora, welche seit ihrer Kindheit Wesen aus alten Sagen sehen kann, die sonst keiner sieht, möchte ihrer Freundin Fee helfen und landet schlussendlich in einer anderen Welt und an der Umbra Academy. Irgendwie geht hier anfangs alles viel zu schnell und wird auch seitens Zora überhaupt nicht weiter hinterfragt. Es werden auch zu viele verschiedene Charaktere erwähnt ohne wirkliche Einführung, so dass man den Überblick verliert. Die Beziehungen der Charaktere untereinander bleiben teilweise unklar, so fehlte es mir einfach insgesamt an Charaktertiefe.
Die Story hätte aufgrund des Academy Settings soviel mehr Potential gehabt.
Man erfährt aber relativ wenig über die magische Welt, die Magie im Allgemeinen und generell verschiedenste Zusammenhänge. Zora empfinde ich als sehr naiv und anstrengend. Auch die Beziehung zu Kilian war mir zu oberflächlich und konnte mich nicht abholen.
Da alles sehr schnell abgehandelt wird, konnte sich für mein Empfinden kaum Spannung aufbauen.
Es handelt sich bei dem Buch um Romantasy mit märchenhaften Elementen, welches meiner Meinung nach eher an eine jüngere Zielgruppe gerichtet ist.
Positiv zu erwähnen sind die tollen Zitate am Anfang der Kapitel, die gute Grundidee mit den märchenhaften Elementen und das Academy Setting.
Papierherz
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Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
Ich glaube, ich habe schon lange nicht mehr so schnell in eine Fantasywelt gefunden wie bei diesem Buch. Schon die ersten Seiten hatten etwas Geheimnisvolles und Düsteres, das mich sofort neugierig gemacht hat. Schattenwesen, alte Sagen, Magie und eine Schule voller Fabelwesen? Ich war direkt komplett gefangen.
Besonders die Idee mit den Wesen aus alten Mythen hat mir richtig gut gefallen. Die Welt rund um die Umbra Academy steckt voller Geheimnisse und ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, dass hinter jeder Ecke etwas Neues auf mich wartet. Ich wollte immer mehr über diese magische Welt erfahren und am liebsten selbst Teil davon sein.
Die Protagonistin hat mir unglaublich gut gefallen. Ihr ganzes Leben lang wurde ihr eingeredet, dass mit ihr etwas nicht stimmt, nur weil sie Dinge sehen kann, die andere nicht wahrnehmen. Umso schöner fand ich es, mitzuerleben, wie sie langsam erkennt, dass genau diese Gabe ihre größte Stärke ist. Ihre Entwicklung war spannend und emotional und ich habe richtig mit ihr mitgefiebert.
Auch die anderen Charaktere konnten mich überzeugen. Silas hat mit seiner chaotischen Art immer wieder für lockere Momente gesorgt, während Kilian genau der geheimnisvolle und schwierige Charakter ist, bei dem man unbedingt hinter die Fassade schauen möchte. Die Spannung zwischen den Figuren hat die Geschichte für mich noch interessanter gemacht.
Ich mochte besonders, dass das Buch nicht nur von Magie lebt, sondern auch von Vertrauen, Verrat und der Frage, wem man wirklich sein Herz schenken kann. Die Mischung aus dunkler Fantasy, Spannung und den kleinen romantischen Momenten war einfach perfekt.
Der Schreibstil hat mich richtig mitgenommen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, welche Geheimnisse noch aufgedeckt werden.
Claudia R.
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Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
Klappentext / Inhalt:
Eine Young Adult-Fantasy voller Magie, Intrigen und verbotener Gefühle.
Seit meiner Kindheit sehe ich düstere Wesen aus alten Sagen– Schatten, die sonst niemand wahrnimmt. Alle halten mich für verrückt. Bis eines Tages eine Fee erscheint und sagt: Ich bin die Einzige, die ihre Welt retten kann.
Ein missglückter Zauber führt mich in eine andere Realität. Ich lande an der Umbra Academy, einer Schule voller magischer Fabelwesen und dunkler Mythologie und das gemeinsam mit Silas, einem chaotischen Fürsten der Magiewesen. Dort soll mich Kilian trainieren: sein kalter gefährlicher Leibgardist.
Zwischen Machtspielen, Verrat und einer verbotenen Anziehung muss ich entscheiden, wem ich vertrauen kann – und wie viel ich für diese Welt und für mich selbst zu riskieren bereit bin.
1. Auflage mit Farbschnitt – nur solange der Vorrat reicht.
Cover:
Die Symbolik des Covers mit der Krone, dem Schwert, dem Geweih und den Blüten und Schmetterlingen finde ich sehr gut gewählt und umgesetzt. Das Cover und die Grafik dazu gibt Rätsel auf und wirkt so geheimnisvoll. Durch den dunklen Hintergrund wird auch hier schon eine gewisse düstere Atmosphäre erzeugt. Das Cover finde ich sehr interessant und gut gemacht und toll umgesetzt. Mich spricht das Cover an und es weckt bei mir die Neugier auf die Geschichte und das Buch.
Meinung:
Man wird in eine wundervolle faszinierende Fantasywelt entführt und erlebt ein spannendes märchenhaftes Abenteuer, welches von geheimnisvollen Wesen und Sagengestalten geprägt ist. Eine Geschichte voller Intrigen, Schicksal und Emotionen, die sich mehr und mehr entfalten.
Inhaltlich möchte ich hier nichts verraten, denn lesen sollt ihr hier am besten selbst und euch dann ein Bild vom Ganzen machen, daher halte ich mich mit inhaltlichen Details und Informationen zurück, um. nicht zu Spoilern.
Anfangs brauchte ich ein wenig, um in die Geschichte und Geschehnisse zu gelangen und mit den Charakteren warm zu werden, aber wenn man einmal drin ist, wird man von den sagenhaften Gestalten, den fantasievollen Wesen und der magischen düsteren Atmosphäre gefangen genommen.
Durch die Ich-Perspektive sind Gedanken und Emotionen recht nah und die Beschreibungen wirken sehr bildlich und gut vorstellbar. Die Geschichte ist kreativ und fantasievoll umgesetzt und hat dabei recht düstere und spannungsgeladene Ansätze.
Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Die Anfänge sind sehr schön gestaltet und gut hervorgehoben- Die Symbolik an den Anfängen ist schön gewählt und sticht hervor. Die Überschriften sind passend, verraten aber nicht zu viel, sondern werfen eher Fragen auf. Auch die kleinen Unterschriften, wie Zitate oder Sprüche regen zum Nachdenken an und machen neugierig auf folgendes. Gliederung und Gestaltung hat mir hier richtig gut gefallen. Man merkt, dass sich hier sehr viele Gedanken dazu gemacht wurde. Auch das Glossar ist toll und hilfreich umgesetzt und der Farbschnitt rundet das Ganze sehr schön ab.
Die Geschichte ist spannend und düster, aber auch emotional und geheimnisvoll. Ich wurde hier sehr gut unterhalten und bin schon sehr auf den nächsten Band gespannt.
An manchen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht und wäre gern auch noch näher an und in Charaktere vorgedrungen. Manches ging mir fast ein wenig schnell und so sind meine Erwartungen an die weiteren Entwicklungen hoch und meine Neugier auf mehr geweckt. Alles in allem aber klasse umgesetzt und besonders die Umsetzung und Gestaltung überzeugt. Die Geschichte ist spannend, emotionsreich und voller Lebendigkeit. Wenn man einmal im Geschehen und in den Charakteren ist, wird man vom Rest gefesselt.
Fazit:
Faszinierende, düstere und spannende Fantasygeschichte voller sagenumwobener Wesen, Rivalitäten und gefährlichen Emotionen.
Snookie
empfiehlt:





Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
„Im Bann des Erlkönigs“ dreht sich alles um Zora. Sie sieht Wesen, die für andere Menschen unsichtbar sind. Eine Fee sucht sie auf, da sie Hilfe braucht und Zora soll sie zurück in die magische Welt bringen. Auf ihrem Weg taucht Zora in eine Welt voller alter Magie, gefährlicher Wesen und dunklen Geheimnissen ein.
Zunächst einmal hat mich direkt das Cover und der Farbschnitt angesprochen. Angezogen wurde ich aber noch mehr vom Titel. Der erste Gedanke bei Erlkönig ist natürlich das Gedicht von Goethe und ich war gespannt auf die Interpretation dieser Figur im Buch. Das Buch bietet eine düstere, märchenhafte Atmosphäre und die Welt wirkt geheimnisvoll.
Das Buch beginnt direkt in der Handlung, was ich ansich einen guten Einstieg finde. Allerdings wurden gleich viele Wesen eingeführt ohne das man die Welt und die Zusammenhänge kennt. Auch im Verlaufe des Buches habe ich das Gefühl das viele Aspekte der Welt und ihrer Regeln recht vage sind und ich Zusammenhänge teilweise nur schwierig verstehen konnte. Gerade bei der Magie und den Hintergründen hätte ich mir mehr Erklärungen und Details gewünscht. Für mich gab es ab und an auch ein paar Logiklücken.
Den Schreibstil empfand ich am Anfang auch ein bisschen schwierig, da ich immer wieder aus dem Lesefluss kam, dies hat sich aber ab circa der Hälfte deutlich gebessert. Der Schreibstil war allerdings sehr bildhaft, wodurch man gut in die märchenhafte, dunkle Fantasy Welt eintauchen und sich alles sehr gut vorstellen konnte. Leider empfande ich auch das Erzähltempo schwierig. An manchen Stellen wurde alles recht langsam erzählt, wodurch die Handlung immer wieder ins Stocken geriet. An Stellen, wo ich mir mehr Tiefe und Beschreibung gewünscht hätte, war das Erzähltempo dann wieder zu schnell.
Auch die romantische Beziehung zwischen Zora und Kilian konnte mich nicht ganz überzeugen. Die Entwicklung der Gefühle wirkte auf mich nicht immer nachvollziehbar und hätte an dieser Stelle mehr Raum vertragen können um die emotionale Wirkung noch stärker zu entfalten.
Die Figuren ansich empfand ich als sehr positiv. Zora ist für mich eine starke Protagonistin, die mutig und sympathisch ist. Die anderen Charaktere bringen sehr unterschiedliche Facetten in die Geschichte ein. Eine Entwicklung der Charaktere ist spürbar und diese wirken auch authentisch für mich. Auch die Dynamik der Charaktere zueinander empfand ich als gut gelungen.
Insgesamt ist „Im Bann des Erlkönigs“ für mich ein solides Fantasybuch mit einer spannenden Grundidee, einer gelungenen Atmosphäre und interessanten Charakteren. Leider wurde meiner Meinung nach das Potenzial nicht vollständig ausgeschöpft.
Carolin
empfiehlt:





Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
Die Geschichte startet spannend, indem man mitten ins Geschehen hinein geworfen wird. Normalerweise mag ich solche Anfänge, weil sie einen neugierig auf die weitere Handlung machen, aber hier war dies für mich fast schon überfordert. Zu Beginn werden viele Begrifflichkeiten genutzt, die nicht hinreichend erklärt werden. Der Anfang wird dadurch zäh und man muss sich etwas durchkämpfen. Ein paar mehr Erklärungen oder ein Glossar hätten diesbezüglich gut getan. Die Hauptfiguren Zora, Kilian und Silas waren für mich nachvollziehbar, da diese Charaktere Tiefe entwickeln konnten. Leider kann man dies über übrige Charaktere nicht in gleichem Maße behaupten. Sie blieben oberflächlich und die Geschichte insgesamt dadurch meiner Einschätzung nach unter ihren Möglichkeiten. Die Geschichte hat durchaus Potential, aber Band 1 weist Schwächen auf, die mir den Lesespaß erschwert haben.
lectrice
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Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
Eine neue Academy, eine neue Anlehnung an einen Mythos, aber dieses Mal nicht eine Entlehnung der klassischen griechischen Mythologie, sondern ein Ausflug in die deutsche Legenden-Geschichte und zwar - wie der Titel schon verrät - zum Erlkönig. Zumindest bei mir war die Sage des Erlkönigs sofort präsent und wie sie hier adaptiert bzw. besser gesagt eingebaut worden ist in eine ganz eigene Geschichte, hat mir wirklich gut gefallen.
Zora ist nicht immer die übermenschliche Protagonistin, der alles leichtfällt, sondern eine, die auch mal an sich zweifelt und nicht immer alles weiß oder besser kann. Und auch der männliche Gegenpart Kilian hat mir gut gefallen. Die Stimmung an der Akademie ist düster, es werden gut Mythen mit interessanten Rätseln gemischt.
Dazu ein fesselnder Schreibstil und eine langsame Entwicklung der Geschichte - für mich ein toller Auftakt.
