Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
€ 19,60
Hardcover
versand- oder abholbereit in 48 Stunden
Düsterer Romantasy-Auftakt im Dark-Academia-Setting – mit exklusivem Farbschnitt & Charactercard in der 1. Auflage
2026 Magellan
400 Seiten
21.5 cm x 15.3 cm
ab 14 Jahre
Sprache: Deutsch
978-3-7348-5122-3
Hauptbeschreibung
Eine Young Adult-Fantasy voller Magie, Intrigen und verbotener Gefühle.
Seit meiner Kindheit sehe ich düstere Wesen aus alten Sagen– Schatten, die sonst niemand wahrnimmt. Alle halten mich für verrückt. Bis eines Tages eine Fee erscheint und sagt: Ich bin die Einzige, die ihre Welt retten kann.
Ein missglückter Zauber führt mich in eine andere Realität. Ich lande an der Umbra Academy, einer Schule voller magischer Fabelwesen und dunkler Mythologie und das gemeinsam mit Silas, einem chaotischen Fürsten der Magiewesen. Dort soll mich Kilian trainieren: sein kalter gefährlicher Leibgardist.
Zwischen Machtspielen, Verrat und einer verbotenen Anziehung muss ich entscheiden, wem ich vertrauen kann – und wie viel ich für diese Welt und für mich selbst zu riskieren bereit bin.
1. Auflage mit Farbschnitt – nur solange der Vorrat reicht
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2026 Magellan
400 Seiten
21.5 cm x 15.3 cm
ab 14 Jahre
Sprache: Deutsch
Illustriert von: L.J. Anderson; Axel Kuckuk
978-3-7348-5122-3
Weitere verfügbare Ausgaben:
Hersteller: Magellan GmbH & Co. KG
Dr.-Robert-Pfleger-Straße 6, 96052 Bamberg DE
E-Mail: produktsicherheit@magellanverlag.de, Telefon: 0951-16098-400




Eine Reise in die Welt der Andraunen
2026-08-09 15:27:00
"Im Bann des Erlkönigs" hat mich schon durch den Titel neugierig gemacht, weil ich die Ballade von Goethe sehr mag und Geschichten rund um den Erlkönig immer einen besonderen Reiz für mich haben. Mina Roth verbindet diese Sage mit Märchengestalten der Gebrüder Grimm und Sagengestalten wie dem Nöck, dem Seligfräulein oder der Wilden Jagd und erschafft eine eigene Welt voller Andraunen, die durch einen Schleier von der Menschenwelt getrennt ist. Diese Welt wird vom Erlkönig beherrscht, der mit seiner "Wilden Jagd" durch die Nacht reitet und dem alle Andraunen einen Treueschwur leisten müssen. Diese mythologische Grundlage fand ich faszinierend und atmosphärisch stark und genau das hat mich anfangs sehr angesprochen.
Zora als Protagonistin hat mich jedoch oft zwiespältig zurückgelassen. Sie ist sechzehn, nimmt bei Berührung die Gefühle anderer Menschen wahr und hat durch Tarotkarten und eine innere Stimme, die sich als ein drängendes "Sieh hin! Sieh hin!" äußert, eine besondere Wahrnehmung. Dazu lebt bei ihr eine Andraunin, eine Fee, die sie ganz unkreativ Fee nennt und die dringend Hilfe braucht, um den Weg zurück in den Knochenwald zu finden. Zora versteckt ihre Gabe vor anderen Menschen, weil sie Angst hat, für verrückt gehalten zu werden. Diese Ausgangslage fand ich interessant, aber Zoras ständige Nervosität, die sich durch das wiederholte Herumspielen an ihrem Infinity-Armband zeigt, wurde für mich mit der Zeit anstrengend. Anfangs war es nachvollziehbar, später wirkte es eher wie eine Störung.
Ihre Mischung aus Mut und Naivität hat mich ebenfalls beschäftigt. Sie möchte Fee unbedingt helfen und sucht deshalb Kontakt zu Andraunen, die sie normalerweise meidet, aber gleichzeitig handelt sie oft vorschnell und ohne sich über mögliche Folgen klar zu sein. Besonders an der Umbra Academy, einer Schule voller Andraunen mit unterschiedlichen magischen Fähigkeiten, tritt sie manchmal provozierend und vorlaut auf, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Ich hätte mir gewünscht, dass sie mehr Fragen stellt und sich aktiver darum bemüht, das Machtgefüge und die Regeln dieser Welt zu verstehen. An ihrer Stelle hätte ich versucht, so viele Informationen wie möglich zu bekommen.
Die Situation mit Silas und Kilian zu Beginn hat mich ebenfalls beschäftigt. Durch einen fehlgeleiteten Zauber sind Zora und Silas magisch miteinander verbunden, was dazu führt, dass Zora mit in die Welt der Andraunen muss. Silas, der Fürstensohn der Sitris, und Kilian, sein Leibwächter, gewinnen Zoras Vertrauen erstaunlich schnell, weil der eine hilflos und schön und der andere heiß und schön aussieht. Gleichzeitig misstraut sie Mathea und Viggo, den anderen Fürstenkindern, obwohl diese ihr von Anfang an deutlich machen, dass sie von ihr nichts wollen und nur mit Silas und Kilian Probleme haben. Für mich wirkte es seltsam, dass Zora sich hier so stark auf die Erzählungen von Silas und Kilian verlässt, obwohl die beiden viele Geheimnisse haben und ihr nur das Nötigste erklären. Sie warnen sie ständig vor den anderen Andraunen, geben ihr aber kaum Informationen, die ihr wirklich helfen würden. Das hat mich dazu gebracht, Mathea und Viggo glaubwürdiger zu finden als die drei Hauptfiguren.
Die Romanze zwischen Zora und Kilian hat für mich nicht funktioniert. Ich war froh, dass es kein Liebesdreieck mit Silas gibt, aber die Beziehung zwischen den beiden bleibt sehr blass. Kilian verschweigt viel und Zora verlässt sich zu sehr auf die Gefühle, die sie durch Berührung wahrnimmt. Dadurch entsteht kein echtes Vertrauen und die Entwicklung wirkt sehr künstlich. Ich hatte kaum Momente, in denen ich eine echte Anziehung gespürt hätte.
Mein Lesetempo war ungewöhnlich langsam. Das Buch hat nur 400 Seiten und 48 kurze Kapitel, aber ich habe fast drei Wochen gebraucht, um es zu beenden. Der Einstieg ist stark, man wird sofort mit den Sagengestalten konfrontiert und Zora ist schon in Kapitel vier an der Umbra Academy. Danach verliert die Handlung deutlich an Tempo. Zoras Nachforschungen zum Knochenwald treten lange auf der Stelle und auch im Schulalltag passiert wenig. Ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich lese, ohne das Gefühl zu haben, dass sich etwas bewegt. Erst ab Kapitel 25, also nach gut 50 Prozent des Buches, kommt wieder etwas mehr Dynamik in die Geschichte, weil Mathea und Viggo stärker eingebunden werden. Wirklich spannend wird es erst sehr spät, ungefähr ab 80 Prozent, wenn plötzlich viele Ereignisse in kurzer Zeit passieren und die Handlung sich spürbar verdichtet. Der Erlkönig selbst tritt nur zweimal auf, einmal bei der Treueschwur-Zeremonie und einmal am Ende an Zoras Krankenbett. Das fand ich schade, denn der Titel und die Grundidee hätten mehr Präsenz dieser Figur verdient.
Während ich gelesen habe, wurde mir immer klarer, dass mich die Welt zwar fasziniert, die Umsetzung aber nicht genug trägt, um mich für die Reihe zu begeistern. Die langsame Mitte, die unausgereifte Figurenentwicklung und die blasse Romanze haben mich so oft aus dem Lesefluss gebracht, dass ich für mich entschieden habe, diese Reihe nicht weiterzulesen, auch wenn Band 2 im Frühjahr 2027 erscheinen soll.
Fazit: "Im Bann des Erlkönigs" hat eine starke Grundidee, eine faszinierende Welt voller Sagengestalten und eine atmosphärische Grundlage, die mich sehr angesprochen hat. Gleichzeitig verliert die Geschichte durch eine lange Phase ohne spürbare Entwicklung, eine oft unüberlegte Protagonistin und eine wenig überzeugende Romanze an Kraft. Für mich ergibt das 3.5 Sterne, aber ich werde die Reihe nicht weiterverfolgen.




sorry, aber es war gar nicht meins
2026-08-09 10:09:00
Es war halt nur so unfassbar vorhersehbar und die Protagonistin ist so unfassbar dumm und alle dummen Sachen, die sie macht, sind natürlich wie durch ein Wunder genau das, was den Plot vorantreibt, egal wie unlogisch das ist.
Und den Schreibstil fand ich auch schrecklich. Es wurde irgendwie ständig irgendwas beschrieben, was absolut nicht Storyrelevant war und der Satzbau war ne Vollkatastrophe.
Ich will eigentlich gar nicht mehr dazu sagen, denn vielleicht wird es dem nächsten besser gefallen. Aber meins war es leider gar nicht. Auch wenn die Story eigentlich perse nicht schlecht war. Man hätte das nur ein bisschen besser aufziehen müssen....
Aber bildet euch selbst ein Urteil!




Tolle Idee mit Luft nach oben
2026-08-08 22:27:00
Die Story hätte aufgrund des Academy Settings soviel mehr Potential gehabt.
Man erfährt aber relativ wenig über die magische Welt, die Magie im Allgemeinen und generell verschiedenste Zusammenhänge. Zora empfinde ich als sehr naiv und anstrengend. Auch die Beziehung zu Kilian war mir zu oberflächlich und konnte mich nicht abholen.
Da alles sehr schnell abgehandelt wird, konnte sich für mein Empfinden kaum Spannung aufbauen.
Es handelt sich bei dem Buch um Romantasy mit märchenhaften Elementen, welches meiner Meinung nach eher an eine jüngere Zielgruppe gerichtet ist.
Positiv zu erwähnen sind die tollen Zitate am Anfang der Kapitel, die gute Grundidee mit den märchenhaften Elementen und das Academy Setting.