Kundenrezensionen von praja





The Poison Daughter
von Sheila Masterson
Harlow besitzt eine ziemlich tödliche Gabe: Jeder Mann, den sie küsst, stirbt. Ihre Familie weiß das natürlich für ihre eigenen Zwecke zu nutzen, während Harlow selbst nachts Jagd auf Männer macht, die anderen Gewalt antun. Das funktioniert so lange ziemlich gut, bis ausgerechnet Henry ihren Kuss überlebt. Noch ungünstiger: Er ist ihr neuer Verlobter und weiß nun ziemlich genau, was Harlow so treibt.
Allein bei der Grundidee war ich hooked. Ich mochte, dass Harlow keine klassisch gute Heldin ist, sondern wütend, teilweise skrupellos und definitiv auch mal moralisch fragwürdige Entscheidungen trifft. Gleichzeitig war sie aber greifbar und ich konnte sehr gut nachvollziehen, woher das alles kommt und warum sie so geworden ist.
Auch die Dynamik mit Henry hat in meinen Augen gut funktioniert, gerade weil die beiden sich wirklich lange nicht vertraut haben und beide ihre eigenen Ziele verfolgt haben. Dazu kommen dann eine ganze Menge Geheimnisse, Familienintrigen, Magie und eine düstere Welt, in der jeder noch irgendwas zu verbergen hat. Einige Wendungen habe ich kommen sehen, andere dafür überhaupt nicht. Bei der Länge des Buches wäre es aber auch verwunderlich gewesen, wenn alles vorhersehbar gewesen wäre.
Und das ist dann tatsächlich auch mein größter "Kritikpunkt": Es waren fast 900 Seiten. Das ist schon eine ordentliche Ansage. An sich sind viele Seiten ja erstmal cool, aber eben nur, wenn es durchweg packend ist. Besonders in der Mitte hätte man meiner Meinung nach echt einiges an Seiten sparen können. Es hat sich gezogen wie Kaugummi. Am Ende ist dafür gefühlt mal wieder alles auf einmal passiert.
Trotzdem hat mich die Geschichte echt gut unterhalten.
Aber bitte nächstes Mal gerne weniger Seiten. Ich hasse es zwar auch, wenn man viel Geld für nur 200 Seiten ausgibt und dann nichts kommt, aber viele Seiten, wenn der Inhalt das nun mal leider nicht hergibt, sind dann auch nicht geil!





Play+ Mein lustiges Spielbuch Wut im Bauch - ab 2 Jahre
von Maria Höck
Irgendwie ist es super seltsam ein Kinderbuch zu bewerten :D
Eine Freundin von mir hat seit einiger Zeit ein Kind und da sind natürlich auch Kinderbücher voll das Ding! Der Kleine ist irgendwas zwischen 1 und 2 - um ehrlich zu sein, weiß ich es gar nicht sooo genau. Da ich selber keine Kinder hab, ist das irgendwie halt einfach eine Zahl die sich nicht so richtig mit dem Kind vereinbaren lässt.
Aber egal. Fazit: der Kleine liebt das Buch! Vermutlich weil Dinge zum anfassen immer super sind und man es getrost auch mal runterschmeißen kann, lachen kann und dann gehts weiter, ohne dass es direkt kaputt ist :D
ich glaub in dem Alter ist das größte Problem, dass Dinge schnell auch wieder uninteressant sind, wenn sie nicht gerade Geräusche machen. Aber der Faktor, dass es eben keine Dünnen Buchseiten, sondern was zum betatschen und spielen ist, machts halt richtig gut!





Ein Haus aus Salz und Tränen
von Erin A. Craig
Ich mochte das Buch insgesamt echt gerne, vor allem wegen der Atmosphäre. Das Anwesen an den Klippen, das Meer, die ganzen Todesfälle und dieses ständig leicht unheimliche Gefühl haben einfach richtig gut zusammengepasst. Teilweise wusste ich selbst nicht mehr so genau, was jetzt eigentlich real ist und was nicht und genau das fand ich ziemlich cool.
Die Story an sich hat mich auch gut unterhalten, allerdings fand ich das Tempo etwas komisch verteilt. Gerade zwischendurch hat es sich für mich teilweise ziemlich gezogen und dann passiert gegen Ende plötzlich gefühlt alles gleichzeitig. Da hätte ich mir gewünscht, dass man das ein bisschen besser verteilt.
Mit den ganzen Schwestern hatte ich anfangs auch meine Probleme. Es sind einfach verdammt viele Namen und manche sind für mich dadurch ein bisschen blass geblieben.
Das Setting und die düstere, märchenhafte Stimmung haben für mich aber echt viel rausgeholt. Kein Highlight, aber definitiv ein gutes Buch und gerade atmosphärisch wirklich stark.





Queen of Faces – Die Königin der tausend Gesichter
von Petra Lord
Ich hatte bei dem Buch echt hohe Erwartungen und wurde zum Glück nicht enttäuscht. Die Idee, dass Körper einfach gekauft und gewechselt werden können, fand ich richtig spannend und gleichzeitig erschreckend. Vor allem wie stark Geld darüber entscheidet, wer gesund sein darf und wer nicht, hat mich beim Lesen beschäftigt.
Die Welt und das Magiesystem fand ich richtig cool und auch Ana mochte ich total. Sie macht Fehler, trifft fragwürdige Entscheidungen und genau dadurch wirkte sie für mich echt. Generell mochte ich, dass hier nicht alles klar gut oder böse ist.
Ganz ohne Kritik gehts aber nicht. Gerade am Anfang kommen extrem viele Begriffe und Infos auf einmal und teilweise war mir auch einfach zu viel gleichzeitig los. Ein bisschen mehr Ruhe hätte manchen Dingen gutgetan.
Ich lese aktuell echt viel und brauche deshalb endlich mal nicht mehr gefühlt 10 Jahre für ein Buch, aber hier war ich trotzdem verhältnismäßig schnell durch. Das sagt eigentlich schon einiges. :D
Die Mischung aus Fantasy, dystopischen Vibes, Academy Setting und den gesellschaftlichen Themen fand ich richtig stark. Für ein Debüt echt beeindruckend und ich will definitiv wissen, wie es weitergeht.





Don't let me fall
von Kelsie Rae
Ich hätte wirklich niemals gedacht, dass ich irgendwann mal freiwillig eine Sports Romance lese. ???? Das war für mich immer so ein Genre, an dem ich ziemlich entspannt vorbeigelaufen bin. Und jetzt sitze ich hier und will mehr davon. Also irgendwas ist da wohl schiefgelaufen. :D
Ich mochte Ash und Colt zusammen echt gerne und gerade dieses ganze "eigentlich dürfen wir nicht"-Ding hat mich überraschend gut abgeholt. Dazu kam, dass sich das Buch super locker lesen ließ und ich teilweise wirklich einfach durch die Seiten geflogen bin. Die wechselnden Perspektiven mochte ich auch sehr, weil man dadurch beide Seiten der Geschichte mitbekommen hat.
Ash war mir manchmal ein bisschen zu naiv und bei Logan hätte ich sie zwischendurch gerne einmal kräftig geschüttelt, weil der Typ wirklich eine wandelnde Red Flag ist. ???? Dafür mochte ich Colts Entwicklung im Laufe der Geschichte umso mehr.
Was mich tatsächlich gewundert hat: Für eine Sports Romance gab es gar nicht sooo viel Sport. Aber vielleicht war genau das für meinen Einstieg ins Genre gar nicht schlecht.
Hat mich auf jeden Fall komplett überrascht, richtig gut unterhalten und jetzt hab ich Bock auf mehr Sports Romance. Das hatte ich so auch nicht auf meiner 2026-Bingokarte.





The Arcane Arts
von S. D. Coverly
Ich war mir anfangs echt nicht sicher, ob das was für mich ist. Dark Romance lese ich zwar ab und an mal, aber ist jetzt nicht so mein liebstes Genre.
Naja. Leider bin ich ein absolutes Cover-Opfer und genau deshalb hab ichs dann mitgenommen. Und am Ende war ich wirklich gut unterhalten, also absolut keine Fehlentscheidung, die ich da getroffen habe! :D
Die Welt war richtig cool. Ich mochte das Magiesystem, die Rituale und den düsteren Touch von allem. Die Atmosphäre war der Hammer.
Die Dynamik zwischen Ellsbeth und Rawlins war interessant, aber ich bin mit dem Machtgefälle zwischen den beiden nicht soooo gut klargekommen.
Teilweise hat sich vielleicht auch deshalb das Buch für mich dann sehr gezogen.
Ich hätts cool gefunden, wenn die Story um ihre Schwester noch mehr Raum bekommen hätte. Ich hab mich da etwas gefühlt wie damals bei Phantasma. Am Anfang noch ein wichtiger Punkt und plötzlich irgendwie kaum noch präsent. Oder eben zu wenig. Irgendwie ist das zwischendurch voll untergegangen.
Auch zwischen den Protas hätte ich mir stellenweise mehr Spannung gewünscht.
Vielleicht ist das hier einfach mein persönliches Gefühl, weil mir ihre Dynamik nicht so gut gepasst hat und sich das deshalb auch weniger nach Spannung angefühlt hat, aber mir persönlich wars auf jeden Fall zu wenig.
Es hat mich aber wirklich gut unterhalten. War für mich kein Highlight, aber ein durchaus gutes Buch.





Im Bann des Erlkönigs
von Mina Roth
Ich fühl mich immer scheiße, wenn ich ein Rezensionsexemplar schlecht bewerten muss. Bzw generell, wenn ich Bücher schlecht bewerte. Am Ende hat jemand sein Herzblut da reingesteckt und sich Mühe gegeben. Und man muss immerhin sagen, dass die Story an sich ganz nice war.
Es war halt nur so unfassbar vorhersehbar und die Protagonistin ist so unfassbar dumm und alle dummen Sachen, die sie macht, sind natürlich wie durch ein Wunder genau das, was den Plot vorantreibt, egal wie unlogisch das ist.
Und den Schreibstil fand ich auch schrecklich. Es wurde irgendwie ständig irgendwas beschrieben, was absolut nicht Storyrelevant war und der Satzbau war ne Vollkatastrophe.
Ich will eigentlich gar nicht mehr dazu sagen, denn vielleicht wird es dem nächsten besser gefallen. Aber meins war es leider gar nicht. Auch wenn die Story eigentlich perse nicht schlecht war. Man hätte das nur ein bisschen besser aufziehen müssen....
Aber bildet euch selbst ein Urteil!





00-Laschet
von David Safier
Ich habe das Buch eher spontan am Bahnhof für eine längere Zugfahrt gekauft – also genau für so einen Moment, in dem man nebenbei liest, müde ist und definitiv keine Kapazitäten für komplexen Shit hat x.x
Dafür hat es wirklich perfekt funktioniert. Die Geschichte ist locker, kurzweilig und so leicht geschrieben, dass man schnell durchkommt, ohne sich groß konzentrieren zu müssen. Der Humor ist teilweise ziemlich absurd und überzogen, aber genau das hat mich während der Fahrt überraschend gut unterhalten :D
Unter normalen Umständen hätte mich das Buch vermutlich trotzdem nicht besonders gepackt. Dafür ist es einfach zu weit von dem entfernt, was ich sonst gerne lese, und der Humor ist schon sehr speziell. Als unkomplizierte Lektüre für unterwegs war es aber super und hat genau das gemacht, was es sollte: mich unterhalten und die Zugfahrt deutlich angenehmer machen.





The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart
von Saskia Louis
Ich greife normalerweise eher zu Fantasy, Romantasy oder Geschichten, die etwas düsterer und dramatischer sind. Eine leichte RomCom ist deshalb nicht unbedingt das Erste, was bei mir im Warenkorb landet. In letzter Zeit probiere ich aber bewusst häufiger Bücher außerhalb meiner Comfort Zone aus – vor allem dann, wenn privat ohnehin genug los ist und ich einfach etwas brauche, das mich unterhält und nicht noch zusätzlich erschlägt.
Genau dafür hat diese Geschichte erstaunlich gut funktioniert. Die Dynamik zwischen Stella und Rowan, ihre Gegensätze und besonders die schlagfertigen Dialoge haben mir richtig Spaß gemacht. Ich musste häufiger grinsen, als ich erwartet hätte :D Gleichzeitig war das Buch nicht nur locker und süß. Gerade Stellas Entwicklung und die Frage, wie sehr man sich selbst in einer Beziehung verlieren kann, haben der Geschichte mehr Tiefe gegeben.
Nicht jede Entscheidung konnte ich vollständig nachvollziehen, und an manchen Stellen hätte ich mir etwas weniger Hin und Her gewünscht. Trotzdem mochte ich die Mischung aus Humor, Gefühlen und Selbstfindung sehr. Für mich war es genau die richtige Art von Buch, um einmal aus meinem üblichen Lesegeschmack auszubrechen und für ein paar Stunden einfach abzuschalten.





Counting Days
von Steffi Kuhlmann
Eigentlich ist das gar nicht die Art von Buch, zu der ich normalerweise greifen würde. Gerade in letzter Zeit lese ich aber bewusst öfter außerhalb meiner Comfort Zone. Wenn privat viel Stress zusammenkommt, probiere ich manchmal einfach etwas Neues aus, um mich abzulenken und für ein paar Stunden aus meinen eigenen Gedanken herauszukommen.
Dieses Buch hat mich dabei emotional deutlich stärker getroffen, als ich erwartet hatte. Es war für mich nicht immer leicht zu lesen, und ich konnte auch nicht jede Entscheidung oder jedes Gefühl der Figuren vollständig nachvollziehen. Aber die Stellen, in denen ich mich selbst oder bestimmte Emotionen wiedererkannt habe, haben mich dafür umso mehr bewegt. Manche Momente gingen mir wirklich nahe und haben mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt.
Es war keine durchgehend leichte Lektüre, aber eine sehr intensive und emotionale Erfahrung. Gerade deshalb bin ich froh, dass ich mich darauf eingelassen und etwas außerhalb meines üblichen Lesegeschmacks ausprobiert habe.









