Kundenrezensionen
Kokoloreslot
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Dancing Queen
von Camila Fabbri
Paulinas liebloses Leben ist von deprimierender Gleichgültigkeit geprägt, von Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit. Ihr Ex-Freund, ihr Job und besonders das Gejammer ihrer Kollegin Maite ersticken sie. Trotzdem entschließt sie sich, einen Trip mit Maite nach Buenos Aires zu unternehmen, mit dem Ziel, Maites Vater zu besuchen. Durch einen schweren Autofall wird sie zum Stillstand gezwungen.
Die meiste Zeit bewegen wir uns mit gemächlicher Geschwindigkeit durch die Geschichte. Der letzte Abschnitt hält dann nochmal eine Wendung bereit, die deutlich rasanter erzählt wird. Das Ende kam für mich unerwartet und lässt Dinge offen.
Das Buch zeigt eindrucksvoll die authentische Fragilität von Paulina, versucht ein Lebensgefühl einzufangen, das durch den leicht lesbaren Stil noch zugänglicher wird. Ich finde das Buch mutig, denn die Schwere ist spürbar, teilweise ist es brutal und sehr traurig. Wer durchweg sympathische Charaktere braucht und Heiterkeit sucht, sollte lieber zu einem anderen Roman greifen. Alle anderen werden mit einem kurzweiligen Buch belohnt, das von Gegensätzlichkeit und den Wirren des Lebens erzählt.
cosmea
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Dancing Queen
von Camila Fabbri
Die Mittdreißigerin Paulina kommt erheblich verletzt in ihrem völlig zerstörten Auto wieder zu sich, neben sich ein unbekanntes, etwa 15jähriges Mädchen. Sie ist zunächst völlig orientierungslos und kann sich an nichts erinnern. Dann lesen wir Episoden aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart. Da gibt es den Ex-Freund Felipe, der nie an einer festen Bindung interessiert war, den Mischlingshund Gallardo, den Felipe ihr überlassen hat und ihre Arbeitskollegin Maite, die so etwas wie eine Freundin für sie ist. Auch Maite hat die Liebe ihres Lebens noch nicht gefunden und ist ständig auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten. Eines Tages fahren die beiden Frauen aufs Land, um Maites alten Vater zu besuchen. Bei der Gelegenheit lernen sie bei ihrer Geburtstagsfeier die 15jährige Lara kennen, die Paulina bittet, sie mit nach Buenos Aires zu nehmen. Auf der Rückfahrt passiert der Unfall, mit dem der Roman beginnt.
Das Buch bietet keine zusammenhängend erzählte Geschichte, sondern lediglich zahlreiche Fragmente mit Zeitsprüngen, die dem Leser die Orientierung nicht leichtmachen. Paulina ist eine Frau, die den Bezug zur realen Welt weitgehend verloren hat. In Gesprächen gibt sie wenig von sich preis, beantwortet auch einfache Fragen häufig mit „weder noch“ und ist einsam und traurig. Am Ende könnte die Begegnung mit der jungen Lara einen Neuanfang bedeuten, denn Paulina nimmt an sich das Helfersyndrom wahr und will sich um das Mädchen kümmern.
Mir hat der kurze Roman nach einer gewissen Eingewöhnungszeit auch sprachlich gefallen, und ich habe mich gern auf dieses Experiment eingelassen.
Franziska Fiske
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Dancing Queen
von Camila Fabbri
Camila Fabbris Dancing Queen beginnt mit einem packenden Einstieg: Paulina erwacht blutend und verwirrt in einem demolierten Auto, neben sich ein fremdes Mädchen. Die Frage, was passiert ist, zieht sich durch die Geschichte und gibt dem Buch eine unterschwellige Spannung, die einen nicht loslässt.
Nach und nach entfaltet sich Paulinas Leben, ihr tristes Dasein in Buenos Aires mit ihrem farblosen Exfreund Felipe, das Abenteuer eines Roadtrips mit der temperamentvollen Kollegin Maite und schließlich die Begegnung mit Lara, die mehr als nur eine Beifahrerin wird. Fabbri beschreibt dabei die inneren Konflikte, Hoffnungen und Desillusionierungen einer Generation, die zwischen Fragilität und Selbstbewusstsein balanciert.
Besonders beeindruckend ist Fabbris Schreibstil: lakonisch, rotzig und dabei poetisch, schafft sie es, die Sorgen und Sehnsüchte junger Frauen in einer oft gnadenlosen Gesellschaft einzufangen. Paulina wird zu einer faszinierenden Protagonistin, deren Suche nach Identität und Zugehörigkeit den Leser tief berührt.
Obwohl das Buch eher kurz ist, hinterlässt es einen bleibenden Eindruck. Die Mischung aus Melancholie und leiser Hoffnung macht Dancing Queen zu einem besonderen Leseerlebnis. Es ist eine kluge, relevante und feinfühlige Geschichte über Einsamkeit, Selbstfindung und den Mut, das eigene Leben in neue Bahnen zu lenken.
Fazit: Eine großartige, überraschende Lektüre. Trotz seiner Kürze ist das Buch inhaltlich bedeutend und emotional packend. Absolut empfehlenswert!
Lies_ein_Buch
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Dancing Queen
von Camila Fabbri
Zum Inhalt: Paulina kommt nach einem Autounfall zu sich, noch irritiert wo sie sich befindet, driftet sie ab in Erinnerungen. An ihren Ex, ihre Kollegin Maite und die Zufallsbekanntschaft mit der 15-Jährigen Lara.
Für eine Frau Mitte 30 wirkt Paulina irgendwie unstet, nicht wirklich gefestigt im Leben. Es entsteht immer wieder der Eindruck als wäre sie deutlich jünger, verloren im Leben und auf sich allein gestellt. In der Buchbeschreibung steht Paulina verkörpere das Lebensgefühl der Millenials. Zu dieser Gruppe gehöre ich auch und ich kann nur sagen: mein Lebensgefühl verkörpert sie nicht. Ich habe mich im dieser Geschichte überhaupt nicht wiedererkannt.
Die Geschichte es eher episodisch erzählt, sie einzelne Schlaglichter. Wieso ausgerechnet diesen Erinnerungen/Erfahrungen Bedeutung beigemessen wurde, erschließt sich mir nicht ganz. Teilweise wirkt es wie wahllos aneinandergereihte Anekdoten des Elends. Ich tue mich wirklich schwer das große Ganze dieser Geschichte zu sehen.
Themen wie Familie, Freundschaft, Beziehung, Kinderwunsch, Verlust und die davonlaufende Zeit werden angerissen, aber nichts davon so wirklich vertieft. Es wird ein eher mitleiderregendes Frauenbild erzeugt, was mich einfach nicht so wirklich erreicht hat. Da sich das Buch aber angenehm kurzweilig lesen lässt, bin ich schnell damit durch gewesen. Kann man machen, ist für mich aber kein Must-Read.
yellowdog
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Dancing Queen
von Camila Fabbri
Dancing Queen ist ein Roman aus Argentinien, der eine Frau in der emotionalen Krise zeigt.
Das Cover zeigt ein Auto und es beginnt auch mit einem schweren Autounfall. Die Protagonistin Paulina ist schwer verletzt, kann sich nicht bewegen, aber doch die Umgebung wahrnehmen. Dieser besondere Zustand bestimmt die Erzählweise.
Wechselnd auf der Fahrt ins Krankenhaus wird gezeigt, was vorher und danach passiert. Das ist ganz gut gemacht, obwohl mich der vorherrschende Erzählton nicht unbedingt anspricht.
Auch mit dem Ende kann man nicht ganz zufrieden sein. Irgendwie scheint etwas im Buch zu fehlen.
Dennoch gibt es von der Autorin Camila Fabbri gut gemachte Passagen. Das Buch hat was und man muss es nicht bereuen, dass Buch gelesen zu haben.
Über den Titel Dancng Queen, der auf ABBAs Song anspielt, habe ich mich gewundert, den der Roman hat nicht das Brave, dass dieser Song ausstrahlt.
Arambol
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Dancing Queen
von Camila Fabbri
"Nicht zu fassen, dass sie schon wieder so viel Lust zum Weinen hat."
Camila Fabbri entführt uns in "Dancing Queen" in die Gedankenwelt von Paulina Almada, die so grenzenlos und enorm chaotisch ist, dass sie mich damit sowohl fasziniert als auch absolut überfordert hat. Auch der Umgang mit ihrer einzigen Freundin Maite, mit der sie spontan zu einem schicksalhaften Roadtrip aufbricht, spiegelt Paulinas Unfähigkeit wider, Nähe dauerhaft zuzulassen.
Fabbris eigenwillige Erzähltechnik ist herausfordernd und gerät mehrfach zur Geduldsprobe: Der Roman verzichtet fast völlig auf eine zusammenhängende Handlung oder einen roten Faden; der fragmentierte Stil, erschwert den Zugang zum Buch.
Hinzu kommt Fabbris mitunter derbe und teils recht provokante Sprache, die stark polarisiert, jedoch Paulinas inneres Chaos treffend beschreibt.
Die Lektüre ist alles andere als leichte Kost, die Erzählung verliert sich zusehens in der Schilderung von Momentaufnahmen und Stimmungen.
Nachdem mich das erste Kapitel spektakulär mit einem Autounfall fesseln konnte, habe ich mir vom weiteren Verlauf des Romans wesentlich mehr erwartet. Dabei ist leider auch Paulina selbst eine wenig sympathische Figur, deren impulsives Verhalten es mir schwer gemacht hat, mich mit ihr zu identifizieren.
Am Ende ist "Dancing Queen" dann überraschend, sehr plötzlich irgendwie vorbei und lässt viele Fragen offen – zu viele.
Wer sich auf die besondere Atmosphäre und Fabbris außergewöhnlichen Stil einlassen kann, wird mit einem intensiven Porträt einer zerrissenen Protagonistin belohnt. Ich kann gut verstehen, dass man diesen Roman mögen kann; mich hat er nicht erreicht. Leider hat er irgendwie von allem etwas übertrieben zu viel und schafft es gleichzeitig nichtssagend zu bleiben.
Cxicken
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Dancing Queen
von Camila Fabbri
In dem Roman „Dancing Queen“ von Camila Fabbri geht es um das Leben von Paulina, einer 35-jährigen Millennial-Frau, die ziemlich unglücklich mit ihrem Leben ist. Der Einstieg ist ein Autounfall, bei dem Paulina sehr verwirrt ist. Nur langsam kommen Fragmente ihrer Vergangenheit hoch und wir lernen ihr Leben wirklich kennen.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Cover nicht sehr passend und auch nicht sonderlich ansprechend finde. Es wirkt ziemlich 0815 und die Frau auf dem Titelbild ist nur von Freiheit trotzend. Paulina hingegen lebt in ihren selbsterschaffenen Zwängen, die ihr die Gesellschaft nur noch weiter aufdrückt. Ich empfinde das Cover ziemlich konträr zu dem Inhalt.
Die Geschichte finde ich hinsichtlich der wenigen Seiten -176- ausreichend umfassend und ansprechend formuliert. Mit der Zeit ergeben die Puzzleteile aus Paulinas Erinnerungen ein allumfassendes Bild und die Entwicklung bis hin zu dem Unfall wird deutlich. Außerdem werden viele wichtige Themen angesprochen: unerfüllter Kinderwunsch, Vergewaltigungen, Angst vor dem Älterwerden und die Ausnutzung der Machtposition von Männern. Gewiss werde ich über einige Aspekte noch lange nachdenken. Ein anderer Aspekt ist die andere Kultur. Die Autorin kommt aus Argentinien und das Buch ist aus dem spanischen ins Deutsche übersetzt worden. Daher sind auch viele kulturelle Aspekte in dem Roman enthalten, die von dem deutschen abweichen. Das hat mir sehr gut gefallen.
Die Charaktere finde ich leider nicht alle gut ausformuliert. Paulina lernen wir am stärksten kennen, da sie die Protagonistin ist. Meike hingegen hat, meines Erachtens, nicht viel Persönlichkeit. Sie ist auf die Bestätigung von Männern aus und dauerhaft unglücklich verliebt. Das hat nicht so sehr viel Tiefe. Aber mehr kann man auch nicht von der geringen Seitenanzahl erwarten.
Durch die kurzen Kapitel und den angenehmen Schreibstil hat sich das Buch sehr leicht weggelesen.
Ich kann den Roman an alle Menschen empfehlen, die sich vielleicht in einer ähnlichen Lebenslage befinden oder sich besser in andere Personen reinfühlen wollen.
Tara
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Dancing Queen
von Camila Fabbri
„Dancing Queen“ ist der Debütroman der Autorin und Regisseurin Camila Fabbri.
Die Handlung beginnt dramatisch. Paulina erwacht nach einem Autounfall und weiß nicht wo sie ist und wohin sie wollte. Bei ihr ist die fünfzehnjährige Lara.
Die Beschreibung des Unfalls und Paulinas Gedanken sind sehr detailliert, so dass ich den Unfall direkt vor Augen hatte. Alles wird aus ihrer Perspektive erzählt. Sie ist Mitte dreißig und lebt mit ihrem Freund Felipe und ihrem Hund Gallardo in Buenos Aires.
Es ist interessant ihren Gedanken zu folgen, die zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her springen.
Die Kapitel sind kurz – 27 auf 176 Seiten – und tragen Überschriften, die neugierig machen.
Paulina war für mich keine sympathische Protagonistin, aber eine, die durch und durch authentisch wirkte und das Leben ihrer Generation einfängt.
Camila Fabbris Schreibstil wechselt zwischen Poesie, wundervollen Sätzen und abstoßenden Äußerungen. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie ist es der Autorin gelungen dies gekonnt zu verbinden, ohne dass mich dieser Bruch gestört hat. Im Gegenteil, er passte zu Paulina und ihren Gedanken über das Leben.
Mich hat das Buch durch seinen ungewöhnlichen Schreibstil überrascht und ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.
Reiseweise
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Dancing Queen
von Camila Fabbri
Der Roman beginnt mit einem Autounfall. Paulina erwacht, überall Blut, Schmerzen, ihre Sinne spielen verrückt, ein Hund läuft herum, man will ihr helfen. Dann folgt der erste Rückblick: Ihr Freund Felipe und sie befinden sich in einem lang andauernden, quälenden Beziehungsende.
Der ganze Roman ist aus Zeitsprüngen aufgebaut zwischen dem Autounfall, dem Ende der Beziehung von Paulina und Felipe und der Reise von Paulina und ihrer Freundin Maite aufs Land, um ihren Beziehungsproblemen zu entkommen. Und alles ist deprimierend - es geht um gescheiterte Beziehungen, um sexuelle Gewalt, um Monotonie, ums Scheitern, langweilige Jobs und Vereinsamung, verletztem Schweigen. Laut Jury, die das spanischsprachige Original des Romans prämiert hat, trifft das das Lebensgefühl von Frauen Mitte bis Ende Dreißig…was den Roman irgendwie noch deprimierender macht.
Kann man lesen, muss man aber auch nicht. Und schon gar nicht, wenn man in der falschen Stimmung dafür ist.
