Kundenrezensionen von Franziska Fiske





Bestie
von Joana June
Ich war total gespannt auf dieses Debüt und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte von Anouk und Delia (bzw. Lilly) hat mich echt schnell reingezogen. Gerade dieser Gegensatz – die selbstsichere Influencerin und die schüchterne Mitbewohnerin, die eigentlich jemand ganz anderes sein will – fand ich super spannend.
Besonders mochte ich, wie sich die Beziehung zwischen den beiden entwickelt hat. Am Anfang dachte ich noch: „Oh je, das geht bestimmt schief.“ Aber dann merkt man, dass hinter beiden Figuren viel mehr steckt, als man zuerst glaubt. Das hat mich echt zum Nachdenken gebracht, auch über Themen wie Freundschaft, Selbstbewusstsein und wie sehr Social Media uns eigentlich beeinflusst.
Der Schreibstil ist angenehm, man fliegt schnell durch die Seiten. Klar, manches war etwas vorhersehbar, aber trotzdem wollte ich immer weiterlesen, weil ich wissen wollte, wie es mit Anouk und Lilly weitergeht.
Fazit: Für mich ein wirklich gelungenes Debüt mit wichtigen Themen, die sehr in unsere Zeit passen. Ich gebe 4 von 5 Sternen.





Das Beste sind die Augen Roman ¦ Der Sunday-Times-Bestseller ¦ Limitiert: Motivfarbschnitt exklusiv in der ersten Auflage. 03.07.2025. BB.
von Kim Monika
Ich bin begeistert von Monika Kims Debütroman „Das Beste sind die Augen“. Besonders beeindruckend sind die intensiven und eindrucksvollen Beschreibungen der Augen von Monika Kim – sie verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe und machen das Buch zu einem echten Highlight.
Der Roman erzählt die Geschichte von Ji-Won, die mit ihrer jüngeren Schwester und ihrer Mutter in einer kleinen, finanziell angespannten Wohnung lebt. Der Vater hat die Familie kürzlich verlassen, was alle tief getroffen hat. Die Geschichte entfaltet sich in einer Atmosphäre voller unterdrückter Gefühle, Stress und emotionaler Belastung. Besonders spannend ist, wie die Grenzen zwischen Realität und Wahnsinn verschwimmen, als Ji-Won eine krankhafte Obsession mit blauen Augen entwickelt. Dabei werden auch gesellschaftliche Themen wie Rassismus und Sexismus auf eine eindringliche Weise thematisiert.
Monika Kim schafft es, einen fesselnden feministischen Horrorroman zu schreiben, der Wut, Obsession und moralische Grenzen auf eine schockierende und zugleich tiefgründige Weise verbindet. Die Geschichte enthält eine weibliche Rache, die brutal und unvergesslich ist, und zeigt die dunkle Geburt einer Serienmörderin. Das Buch ist nicht nur spannend, sondern regt auch zum Nachdenken an.
Für Fans von Body Horror und Female Rage ist dieses Buch ein absolutes Muss. Es ist großartig, brutal und tiefgründig – ein Debüt, das Grenzen sprengt und gesellschaftliche Themen mit Gänsehaut-Horror verbindet.
Ich kann es nur empfehlen und freue mich schon auf weitere Werke von Monika Kim!





Sunbirds
von Slocombe Penelope; Somann-Jung Britt
Sunbirds hat mich auf eine stille, sehr emotionale Reise mitgenommen. Es geht um Anne, die seit sieben Jahren nach ihrem Sohn sucht, der damals in einem indischen Bergdorf verschwunden ist. Diese Zeit hat sie verändert – sie hat fast alles verloren, was ihr einmal wichtig war: ihr Zuhause, ihre Ehe und ein Stück weit auch sich selbst. Als ihre Nichte Esther, die als Journalistin arbeitet, einen neuen Hinweis auf Torran findet, schöpft Anne zum ersten Mal seit Langem wieder Hoffnung. Zusammen machen sich die beiden auf den Weg in die abgelegenen Täler des Himalayas.
Was mich an dem Buch so berührt hat, war nicht nur die Landschaft, die unglaublich eindrucksvoll beschrieben wird, sondern vor allem Annes innere Entwicklung. Die Geschichte ist ruhig, nachdenklich und manchmal auch schmerzhaft ehrlich. Man spürt ihre Trauer, ihre Hoffnung, ihre Angst – und irgendwann auch ihre langsame Heilung.
Der Schreibstil ist sehr einfühlsam, manchmal fast poetisch, aber nie übertrieben. Es fühlt sich an, als würde man Anne ganz nah sein. Manche Stellen ziehen sich ein wenig, das muss ich ehrlich sagen, aber insgesamt hat mich die Geschichte sehr bewegt. Es geht nicht nur um die Suche nach einem Menschen, sondern auch darum, wie man mit Verlust lebt – und was es bedeutet, neu anzufangen, wenn man eigentlich gar nicht mehr weiß, wie das geht.
Mein Fazit:
Ein leiser, wunderschöner Roman über Schmerz, Hoffnung und das Wiederentdecken von sich selbst. Nicht perfekt, aber gerade deshalb echt und nah.





Wo die Moltebeeren leuchten
von Ulrika Lagerlöf
Von bookworm_franzi
Das Buch hat mich total überrascht – auf eine gute Art. Ich mochte die zwei Zeitebenen sehr: Einmal die Geschichte von Siv, die 1938 ganz allein in die Wälder geschickt wird, um eine Truppe Waldarbeiter zu bekochen – ohne Strom, mitten im Nirgendwo. Und dann 2022 Eva, die in ihr Heimatdorf zurückkommt und dabei auf ein altes Familiengeheimnis stößt.
Sivs Geschichte hat mich besonders berührt. Es ist irgendwie schön und traurig gleichzeitig, wie sie dort draußen nicht nur Freiheit entdeckt, sondern auch Gefühle für jemanden entwickelt, die damals alles andere als einfach waren. Und dass sie Nila begegnet – ein Sámi – fand ich auch total interessant, weil man so einen kleinen Einblick in eine Kultur bekommt, über die ich ehrlich gesagt vorher kaum was wusste.
Evas Teil hat etwas gebraucht, bis er mich richtig abgeholt hat, aber dann war ich voll drin. Nach und nach fügen sich die Puzzlestücke zusammen und man merkt, wie sehr Vergangenheit und Gegenwart hier miteinander verwoben sind.
Was ich richtig mochte, war die Stimmung im Buch. Diese weite, raue Natur in Nordschweden – man hat das Gefühl, man ist selbst da draußen im Schnee. Und obwohl die Themen teilweise schwer sind, war es irgendwie tröstlich und warm erzählt.
Fazit: Ein ruhiges, aber sehr bewegendes Buch über Liebe, Familie, Geheimnisse und das Gefühl von echter Freiheit. Nicht kitschig, sondern echt. Ich kann’s nur weiterempfehlen. 5 von 5





Be My Shelter (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card)
von Lana Rotaru
„Be My Shelter“ von Lana Rotaru erzählt die Geschichte zweier grundverschiedener Menschen, die durch eine ungewöhnliche Challenge lernen, über ihren eigenen Schatten zu springen. Kaira ist der Inbegriff von Perfektionismus – sie jongliert Studium, Job, Ehrenamt und Familie und stellt ihre eigenen Bedürfnisse stets hinten an. Cooper dagegen ist das komplette Gegenteil: Er lebt in den Tag hinein, hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und lehnt Verpflichtungen kategorisch ab. Als die beiden gezwungen sind, zusammenzuwohnen, geraten sie immer wieder aneinander, bis eine spontane Wette ihr Leben auf den Kopf stellt.
Die Grundidee des Buches ist durchaus interessant, und das Potenzial für eine emotionale und tiefgründige Liebesgeschichte ist vorhanden. Leider konnte mich die Umsetzung aber nicht überzeugen. Die Handlung zieht sich über weite Strecken, sodass es schwerfällt, wirklich mit den Figuren mitzufühlen. Besonders Kairas ständiger Druck und ihr Perfektionismus wurden zwar realistisch dargestellt, doch ihre Entwicklung blieb für mich eher oberflächlich. Auch die Chemie zwischen ihr und Cooper konnte mich nicht richtig packen – die Dialoge wirkten oft gezwungen, und die emotionale Tiefe, die ich mir gewünscht hätte, blieb aus.
Zwar gibt es einige schöne Momente und Ansätze, doch insgesamt fühlte sich das Buch für mich eher anstrengend an. Es fehlte der mitreißende Funke, der mich hätte fesseln können.





Nachtflut
von Stina Westerkamp
Rezension zu Nachtflut von Stina Westerkamp
Nachtflut verspricht von Anfang an eine beklemmende Atmosphäre: Ein herannahender Sturm, eine Evakuierung, ein dunkles Geheimnis und eine steigende Bedrohung. Elisa gerät in einen Albtraum, als sie sich mit ihren Nachbarn im Haus wiederfindet – während draußen das Wasser steigt und entflohene Häftlinge ihr Unwesen treiben.
Die Ausgangslage ist spannend, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Zwar gelingt es der Autorin, eine gewisse Grundspannung aufrechtzuerhalten, doch die Charaktere und deren Handlungen wirkten stellenweise nicht ganz nachvollziehbar. Einige Wendungen fühlten sich vorhersehbar an, während andere Passagen sich etwas zogen.
Insgesamt ein solider Thriller mit starker Atmosphäre, der jedoch sein volles Potenzial nicht ausschöpft. Wer eine kurzweilige Lektüre mit düsterem Setting sucht, kann dennoch einen Blick wagen.





Dancing Queen
von Camila Fabbri
Camila Fabbris Dancing Queen beginnt mit einem packenden Einstieg: Paulina erwacht blutend und verwirrt in einem demolierten Auto, neben sich ein fremdes Mädchen. Die Frage, was passiert ist, zieht sich durch die Geschichte und gibt dem Buch eine unterschwellige Spannung, die einen nicht loslässt.
Nach und nach entfaltet sich Paulinas Leben, ihr tristes Dasein in Buenos Aires mit ihrem farblosen Exfreund Felipe, das Abenteuer eines Roadtrips mit der temperamentvollen Kollegin Maite und schließlich die Begegnung mit Lara, die mehr als nur eine Beifahrerin wird. Fabbri beschreibt dabei die inneren Konflikte, Hoffnungen und Desillusionierungen einer Generation, die zwischen Fragilität und Selbstbewusstsein balanciert.
Besonders beeindruckend ist Fabbris Schreibstil: lakonisch, rotzig und dabei poetisch, schafft sie es, die Sorgen und Sehnsüchte junger Frauen in einer oft gnadenlosen Gesellschaft einzufangen. Paulina wird zu einer faszinierenden Protagonistin, deren Suche nach Identität und Zugehörigkeit den Leser tief berührt.
Obwohl das Buch eher kurz ist, hinterlässt es einen bleibenden Eindruck. Die Mischung aus Melancholie und leiser Hoffnung macht Dancing Queen zu einem besonderen Leseerlebnis. Es ist eine kluge, relevante und feinfühlige Geschichte über Einsamkeit, Selbstfindung und den Mut, das eigene Leben in neue Bahnen zu lenken.
Fazit: Eine großartige, überraschende Lektüre. Trotz seiner Kürze ist das Buch inhaltlich bedeutend und emotional packend. Absolut empfehlenswert!





Sing mir vom Tod
von Ivy Pochoda
Ivy Pochoda legt mit Sing mir vom Tod einen intensiven und düsteren Roman vor, der die Leser:innen in die Abgründe menschlicher Psyche und zwischenmenschlicher Beziehungen eintauchen lässt. Im Zentrum stehen Florence »Florida« Baum und ihre ehemalige Zellengenossin Diosmary »Dios« Sandoval, zwei Frauen, die sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen müssen – oder von diesen eingeholt werden.
Die Geschichte lebt von ihren vielschichtigen Charakteren. Besonders faszinierend ist die Dynamik zwischen Florida und Dios: Während Florida sich als Opfer ihrer Umstände sieht, enthüllt Dios eine dunklere, unbequeme Wahrheit über ihre Zellengenossin. Die zentrale Frage, wie viel Dunkelheit auch in vermeintlichen Opfern schlummert, zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung und verleiht ihr Tiefe.
Ein großes Plus des Romans ist die Perspektive der Ermittlerin Lobos, die ebenfalls mit Gewalt und inneren Konflikten zu kämpfen hat. Ihre Kapitel sind besonders packend und geben dem Buch zusätzliche Spannung. Die trostlosen Straßen von Los Angeles, in denen die Handlung ihren Höhepunkt findet, werden lebendig und schaffen eine düstere, fast filmische Atmosphäre.
Zu Beginn braucht die Geschichte etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen, aber sobald man in die komplexen Verstrickungen der Figuren eintaucht, ist das Buch ein echter Pageturner. Pochoda versteht es meisterhaft, Spannung aufzubauen, und hält die Leser:innen bis zum packenden Showdown in Atem.
Fazit: Sing mir vom Tod ist ein fesselnder Roman über Obsession, Schuld und das Dunkle in uns allen. Obwohl der Einstieg etwas zäh ist, entschädigen die tiefgründigen Charaktere und die mitreißende Handlung dafür voll und ganz. Absolut lesenswert für Fans von psychologisch anspruchsvollen Thrillern!





When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige, feministische Fabel für Fans von Die Unbändigen
von Kelly Barnhill
*When Women Were Dragons* von Kelly Barnhill entführt uns in eine alternative Realität, die so vielschichtig wie fesselnd ist. Im Zentrum steht Alex Green, ein junges Mädchen, das in einer scheinbar vertrauten Welt lebt – mit einer Ausnahme: das Jahr 1955 brachte eine unvergleichliche Transformation mit sich, als Hunderttausende Frauen buchstäblich zu Drachen wurden. Diese Massenverwandlung ist geheimnisumwoben, und Alex findet sich in einer Gesellschaft wieder, die das Ereignis totschweigt.
Barnhill verwebt meisterhaft das Fantastische mit tiefen, gesellschaftskritischen Fragen und Feminismus. Alex’ Reise ist geprägt von den Spuren, die die Verwandlung ihrer Tante Marla hinterlassen hat, während ihre Mutter – wie viele andere Frauen – sich nicht verwandelte. Fragen der Identität und des Schweigens, der Entscheidung und der Rebellion sind überall präsent. Alex kämpft mit einer schützenden Mutter, einem abwesenden Vater und einem systematischen Vertuschen ihrer Tante. Ihre Cousine Bea ist der verbotenen Wahrheit auf unheilvolle Weise verfallen, was Alex in eine gefährliche, spannende Auseinandersetzung mit der Geschichte und den eigenen Wurzeln bringt.
Die Sprache ist eindrucksvoll, lyrisch und voller Kraft – sie zieht uns tief hinein in die Psyche der Charaktere und das komplexe Universum der Geschichte. *When Women Were Dragons* ist sowohl gesellschaftlich relevant als auch magisch: eine Hymne an die weibliche Selbstermächtigung, verpackt in ein fantasievolles und berührendes Werk, das lange nachhallt. Ein absolut empfehlenswertes Buch für alle, die starke, einzigartige Geschichten lieben.





Das Fenster zur Welt
von Sarah Winman
"Das Fenster zur Welt" von Sarah Winman ist eine mitreißende Erzählung, die die Leser auf eine emotionale Reise durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs und darüber hinaus mitnimmt. In dieser einfühlsamen Geschichte treffen zwei ungleiche Seelen aufeinander: Ulysses, ein junger Soldat voller Hoffnung und Tatendrang, und Peg, eine erfahrene Kunsthistorikerin, die sich leidenschaftlich für die Erhaltung von Kunstschätzen einsetzt.
Die Begegnung zwischen Ulysses und Peg an einem einzigen Abend verändert ihr Leben für immer. Durch die Augen der Kunsthistorikerin öffnet sich Ulysses eine neue Perspektive auf die Welt und ihre Schönheit, die er zuvor nie wahrgenommen hatte. Diese unerwartete Begegnung wirft Fragen auf und hinterlässt tiefe Spuren in ihren Herzen.
Nach dem Krieg kehrt Ulysses nach London zurück, mit der Hoffnung auf einen Neuanfang. Doch die Erinnerungen an die Zeit in Florenz lassen ihn nicht los. Getrieben von dem Wunsch nach einem Leben voller Abenteuer und Freiheit, beschließt er, nach Italien zurückzukehren. Doch er ist nicht allein - er nimmt Pegs Tochter Alys, den alten Cress und sogar den sprechenden Papagei Claude mit auf seine Reise.
In "Das Fenster zur Welt" verwebt Sarah Winman auf meisterhafte Weise Themen wie Liebe, Freundschaft, Verlust und die Suche nach Identität. Mit ihrem warmherzigen Schreibstil und ihrer feinfühligen Darstellung der Charaktere entführt sie die Leser in eine Welt voller Emotionen und menschlicher Tiefe.
Winmans Roman ist ein wahrer Wohlfühlroman, der das Fernweh weckt und die Sehnsucht nach Abenteuer und Freiheit in uns allen anspricht. Ihre Geschichte erinnert uns daran, dass es nie zu spät ist, einen Neuanfang zu wagen, selbst wenn man sich selbst dafür zu alt oder verloren fühlt. "Das Fenster zur Welt" ist ein Buch, das man nicht nur liest, sondern das einen lange Zeit begleitet und inspiriert. Es ist eine Hommage an die Schönheit des Lebens und die Kraft der menschlichen Verbindung.









