Kundenrezensionen
JennifersBooks
empfiehlt:





Weavingshaw
von Heba Al-Wasity
"Weavingshaw" ist für mich ein Auftakt, der lange nachhallt. Heba AlWasity erschafft eine Welt, die nicht nur düster wirkt, sondern durch ihre vielen Ebenen unglaublich real erscheint. Der Gothic-Vibe liegt über jeder Szene, ohne jemals übertrieben zu wirken. Bürgerkriege, Armut und Gewalt bestimmen den Alltag und gleichzeitig fließen Themen wie Migration, Asyl und kulturelle Konflikte so fein und unaufdringlich ein, dass man sie erst nach und nach bewusst wahrnimmt. Genau das macht diese Welt für mich so stark: Sie ist bedrückend, glaubwürdig und voller Zwischentöne. Der Fantasy-Aspekt mit Dämonen und Geistern verstärkt die düstere Stimmung zusätzlich und sorgt dafür, dass die Geschichte immer spannend bleibt.
Leena habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist klug, stur, loyal und hat eine Art, Dinge zu hinterfragen, die ich sehr mochte. Besonders gut fand ich, dass sie St. Silas anfangs misstraut und versucht, Abstand zu halten. Sie bleibt meist standhaft, lässt sich nicht einschüchtern und hält an ihren Prinzipien fest auch wenn sie sich über St. Silas, ihren Bruder oder ihren Vater manchmal so sehr ärgert, dass man sie nur zu gut versteht. Diese Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit macht sie für mich zu einer der greifbarsten Figuren, die ich seit Langem gelesen habe.
St. Silas wirkt zu Beginn wie jemand, der nichts an sich heranlässt. Kühl, kontrolliert, fast unnahbar. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher wird, dass hinter dieser Fassade viel mehr steckt. Die kleinen Einblicke in seine Vergangenheit, die man nur häppchenweise bekommt, haben mich jedes Mal neugierig gemacht. Und ich mochte sehr, wie vorsichtig er sich Leena öffnet - und wie sehr sie ihn aus dem Gleichgewicht bringt, ohne es selbst zu merken.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist für mich eines der Highlights. Sie entwickelt sich langsam, glaubwürdig und ohne künstliche Dramatik - Slow Burn in seiner besten Form. Die Spannung entsteht durch Blicke, kleine Gesten, Schlagabtausche und unausgesprochene Gedanken. Es gibt keine unnötigen spicy Szenen, die den Fluss der Handlung stören würden. Stattdessen wächst etwas, das sich echt anfühlt. Besonders schön fand ich, dass Leena mehr Einfluss auf St. Silas hat, als beide wahrhaben wollen.
Die wechselnden Perspektiven von Leena und St. Silas runden die Geschichte für mich ab, und auch Nebenfiguren wie Leenas Bruder Rami oder Bösewicht Lord Hargreaves bekommen Raum. Diese zusätzlichen Stimmen zeigen, wie vielschichtig die Welt ist, und geben Einblicke in Konflikte, die weit über die persönliche Ebene hinausgehen. Das Ende ist ein echter Cliffhanger, der an der denkbar gemeinsten Stelle abbricht. Bis Band 2 erscheint, dauert es noch neun Monate (ET: 25.02.2027) - aber ich warte gern, um wieder in diese fantastisch düstere Welt einzutauchen.
Fazit: "Weavingshaw" ist ein atmosphärisch dichter Reihenauftakt, der mich mit seiner Welt, seinen Figuren und seiner ruhigen, aber intensiven Erzählweise vollkommen überzeugt hat. Die Mischung aus düsterer Stimmung, gesellschaftlichen Untertönen und einer fein aufgebauten Slow-Burn-Romance hat für mich genau die richtige Tiefe. Ein absolut gelungenes Debüt, das mich sehr neugierig auf den nächsten Teil macht.
Peachybookdreams
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Weavingshaw
von Heba Al-Wasity
- Als großer Fan von gotischen Geschichten stand Weavingshaw ganz hoch oben auf meiner Leseliste. Leider konnte es mich nicht ganz so sehr fesseln, wie erhofft.-
Der Schreibstil hat mir an sich gut gefallen. Für meinen Geschmack hätten die optischen Beschreibungen zur Umgebung und den Räumlichkeiten noch etwas detaillierter sein können, denn gerade die gotische Architektur bietet da tolle Beschreibungsmöglichkeiten. Was mich gestört hat, war das Pacing. Die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich hauptsächlich damit, dass Leena bei St. Silas arbeitet und versucht, aus ihm schlau zu werden. Das hat die Geschichte schon ziemlich in die Länge gezogen. Die zweite Hälfte ist da deutlich actionreicher, und befasst sich auch endlich mit Weavingshaw. Es gab viele Subplots (die politische Lage, Rückblicke von Geistern, die Blackcoats, die Wake, und was es mit den Dämonen auf sich hat, etc.), aber es wird häufig zwischen diesen Punkten hin und her gesprungen, weshalb sich leider auch hier bei mir nicht wirklich Spannung aufgebaut hat. Auch der Schauer-Aspekt ist mit der Zeit etwas schwächer geworden.
Leena wagt alles, um ihren Bruder zu retten, denn sie trägt die alleinige Verantwortung für seine Genesung. Für die rettende Medizin beichtet sie ihr streng gehütetes Geheimnis - dass sie Geister sehen kann - an den Saint der Stille. Damit ihr Silas hilft, muss sie ihm bei seinen Beichten über anwesende Geister Bericht erstatten. Dass sie sich vor dem Saint nicht klein macht, hat sie mir gleich sympathisch. Trotz ihres Muts kämpft sie immer wieder mit dem Gefühl, nicht dazuzugehören, nicht nur wegen ihrer Gabe, die bei den Leuten für Getuschel sorgt, sondern auch wegen ihres Migrationshintergrunds. Leenas Erfahrungen und die Kombination aus realen und fiktiven Problemen sind der Autorin wirklich gut gelungen.
Saint Silas hat mich an eine düstere Version von Mister Darcy erinnert. In der ganzen Stadt ist er berüchtigt für seine grausamen Strafen an jene, die ihm belügen. Seinen Charakter fand ich super mysteriös und undurchsichtig, was mir sehr gefallen hat. Mit der Zeit lernt man, wieso er die Geheimnisse anderer sammelt, dennoch werden seine Taten dadurch nicht gerechtfertigt. Sein Charakter bekommt zwar mehr Nuancen, trotzdem bleibt er noch immer moralisch grau.
Die Annäherung der beiden ist wirklich sehr langsam, aber bei so vielen Büchern, die als Enemies to Lovers vermarktet werden, himmeln sich die Protagonisten gleich bei der ersten Begegnung an. Das war glücklicherweise hier nicht der Fall. Es gab einen Auslöser, wodurch sich die beiden anvertrauen, dennoch hat es mich etwas gewundert, dass Silas sich dadurch fast gänzlich geöffnet hat. Trotzdem bleibt die Beziehungsentwicklung schleichend. Es war spürbar, wie sich die beiden nacheinander sehnen, nur um dann doch noch nicht den Schritt zu wagen. Dieses leise, konstante Knistern hat es geschafft, dass ich trotz Kritikpunkten sehen möchte, wie sich die Beziehung im nächsten Band entwickelt.
Fazit: Obwohl mich die Geschichte nicht in allen Aspekten abholen konnte, würde ich das Buch dennoch jedem Fan von düsteren Fantasy-Geschichten empfehlen. Die einzelnen Elemente der Geschichte haben mir gefallen, aber mit dem langen Pacing hat es nur wenig Spannung in mir erzeugt. Wegen der Protagonisten und ihrer Dynamik werde ich dennoch dem zweiten Band eine Chance geben. 3-3,5 Sterne
Buchseelensammlerin
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Weavingshaw
von Heba Al-Wasity
Das Cover von Weavingshaw ist schön gestaltet, wobei mir Personen auf Buchcovern eigentlich nicht so gefallen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und detailreich. Mich stört allerdings, dass ständig die Welt, die für mich ähnlich wie Europa nur mit anderen Namen dargestellt ist, erklärt wird und zu viele verschiedene Orte erwähnt werden, weshalb man beim lesen schnell den Überblick verliert.
Die Protagonisten Leena und der undurchsichtige Saint waren in der Leseprobe noch sehr interessant, allerdings fand ich im weiteren Verlauf des Buches keinen Zugang mehr zu den beiden. Bei Leena fand ich dann eigentlich nur noch ihre Fähigkeit Geister zu sehen spannend, ansonsten wirkte sie eher blass. Für mich sind die Charakteren leider langweilig und nicht gut ausgearbeitet.
Ich habe das Buch abgebrochen. Für mich war Weavingshaw leider nichts, was natürlich Geschmackssache ist. Mir persönlich fehlten das Worldbuilding und interesannte Protagonisten mit Tiefe.
Meli
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Weavingshaw
von Heba Al-Wasity
St. Silas bietet Geld für Geheimnisse, aber nach einem Geständnis verändern sich die Menschen. Als Leena sehr verzweifelt ist und dringend ein Medikament für ihren Bruder braucht, lässt sie sich trotzdem auf einen Deal ein und verrät St. Silas, dass sie Geister sehen kann. Doch St. Silas kann jemanden mit dieser Fähigkeit gut gebrauchen und sorgt dafür, dass Leena für ihn arbeitet.
Mit ihrer ungewöhnlichen Gabe wurde Leena schon zur Außenseiterin und hat nicht viel mehr als ihren Bruder, für dessen Wohl sie sich nun in Gefahr begibt. Für den Saint muss sie ihre Fähigkeiten anders und intensiver nutzen als bisher, will aber auch nicht zu viel preisgeben, damit er nicht noch mehr Macht über sie hat.
St. Silas hat schon Aufgaben für Leena, aber er bleibt sehr mysteriös und verrät Leena kaum etwas über sich und seine Motive. Aber auch wenn er kalt und distanziert wirkt, merkt man sofort, dass er Leena gegenüber einigermaßen freundlich ist und sie beschützen möchte - auch wenn Leena selbst das vielleicht nicht so wahrnimmt.
Es ist alles immer sehr geheimnisvoll und mit den Geistern und anderen Bedrohungen auch ein wenig unheimlich. Das Abenteuer ist an sich schon spannend und auch die Dynamik zwischen den Protagonisten hat mir gut gefallen, trotzdem konnte mich die Geschichte nie so ganz packen und ich kann nicht genau sagen, woran das liegt.
pandas_bücherblog
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Weavingshaw
von Heba Al-Wasity
Das Cover ist wirklich schön, obwohl ich eigentlich kein Fan von Menschen auf Cover bin.
Der Schreibstil von Heba Al-Wasity ist angenehm flüssig und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Die Welt wird bildhaft beschrieben, ohne dass es zu überladen wirkt, und gerade diese leicht düstere, fast schon melancholische Grundstimmung zieht sich konstant durch das Buch.
Nach der Leseprobe war für mich klar, dass ich das Buch unbedingt lesen muss, weshalb ich mir die wunderschöne Farbschnittausgabe gesichert habe. :)
Ich bin gut in die Geschichte reingekommen, auch wenn der Einstieg eher ruhig gehalten ist und sich vieles erst nach und nach entfaltet. Leena mochte ich als Protagonistin sehr gerne. Sie ist keine typische Heldin, aber gerade das mochte ich so an ihr. Sie ist stark, sehr empathisch und gleichzeitig entschlossen, wenn es um ihren Bruder geht. Ihre Motivation war für mich durchgehend nachvollziehbar und hat der Geschichte eine emotionale Basis gegeben. Man merkt, dass sie oft zwischen Angst, Pflichtgefühl und ihren eigenen Zweifeln steht, was sie für mich greifbar gemacht hat.
Mit St. Silas hatte ich am Anfang ein paar Schwierigkeiten. Er bleibt lange Zeit eher distanziert und schwer einzuschätzen, wodurch ich länger gebraucht habe, bis ich wirklich Zugang zu ihm gefunden habe. Gerade weil er so wenig von sich preisgibt, wirkt er stellenweise fast schon zu kühl. Mit der Zeit wird sein Charakter aber deutlich greifbarer, und genau diese langsame Entwicklung hat letztlich gut zur Geschichte gepasst.
Die Dynamik zwischen den beiden lebt von Misstrauen, unausgesprochenen Gedanken und kleinen Momenten. Das hat mir zwar grundsätzlich gut gefallen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Liebesgeschichte präsenter gewesen wäre. An ein paar Stellen hätte ich mir etwas mehr emotionale Tiefe gewünscht, gerade im Mittelteil.
Was das Worldbuilding angeht, fand ich die Grundidee spannend - vor allem die Mischung aus dem düsterem Setting, den gesellschaftlichen Themen und Leenas eher ungewöhnlichen Fähigkeit, Geister zu sehen. Gleichzeitig war es für mich nicht immer ganz einfach, mich komplett im Geschehen zurechtzufinden. Manche Aspekte wurden nur kurz angeschnitten oder werden erst recht spät aufgeklärt, was mich einerseits neugierig gemacht hat, andererseits aber auch kurzzeitig den Lesefluss bremsen kann.
Die Handlung lebt stark von ihren Geheimnissen und davon, dass sich nach und nach alles zusammensetzt. Es gibt immer wieder neue Hinweise und kleinere Wendungen, die einen bei der Stange halten. Allerdings hatte die Story für mich im Mittelteil ein paar Längen, in denen sich die Geschichte etwas im Kreis gedreht hat, bevor sie gegen Ende wieder deutlich an Fahrt aufgenommen hat.
Das Ende lässt einige Fragen offen, weshalb ich mich schon sehr auf die Fortsetzung freue.
Fazit:
„Weavingshaw“ ist ein atmosphärisch starker Auftakt mit einer düsteren Welt, interessanten Figuren und einer langsam aufgebauten Spannung. Nicht alles hat mich komplett überzeugt, vor allem im Mittelteil und bei der emotionalen Tiefe gab es für mich kleine Schwächen, aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und neugierig auf die Fortsetzung gemacht.
4/5 Sterne
Julchentim
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Weavingshaw
von Heba Al-Wasity
Weavingshaw hat mich komplett abgeholt. Ich liebe Bücher mit alten, unheimlichen Anwesen, Geistern, dunklen Geheimnissen, verwitterten Moorlandschaften und genau dieser Mischung aus Gefahr, Sehnsucht und unterschwelliger Spannung, und dieses Buch hat davon wirklich alles.
Die Atmosphäre war unglaublich stark und dicht. Dieses Haus, diese düstere Stimmung, die Geheimnisse hinter jeder Ecke, dazu Geister, Dämonen und ein Mann, bei dem man nie ganz weiß, ob er Monster oder einfach nur zutiefst verletzt ist. Einfach genau mein Ding.
Leena habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist stark, aber nicht auf diese übertriebene Art, sondern ruhig, klug und mit viel Herz. Und St. Silas? Ehrlich, dieser Mann lebt von ungelösten Blicken, Geheimnissen und purem inneren Chaos. Diese langsame Annäherung zwischen den beiden war fast schlimmer als jeder offene Romance-Plot, weil die Spannung einfach so gut geschrieben ist.
Was mich aber noch mehr beeindruckt hat, war, wie viel mehr dieses Buch eigentlich ist. Es geht nicht nur um Gothic Fantasy und Romance, sondern auch um Ausgrenzung, Herkunft, Flucht, Zugehörigkeit und darum, wie Menschen behandelt werden, wenn sie als fremd gesehen werden. Das war super eingewoben und hat der Geschichte viel Tiefe gegeben.
Und dann dieses Ende! Ich war fest davon überzeugt, ich lese einen Einzelband. Falsche Annahme. Die letzte Seite hat mich einfach sprachlos zurückgelassen und jetzt brauche ich dringend Band zwei.
Für mich war das genau die Art von Gothic Fantasy, die ich liebe. Langsam, atmosphärisch, emotional und mit genau der richtigen Menge an Schmerz. Absolute 5 Sterne.
Anjulia
empfiehlt:





Weavingshaw
von Heba Al-Wasity
Leena hat ein Geheimnis: Sie sieht Geister. Um ihrem Bruder das Leben zu retten, verkauft sie dieses Geheimnis an Saint Silas, den Saint der Stille, der jedes echte Geheimnis großzügig vergütet. Tatsächlich will Silas Leenas Gabe für sich selbst nutzen, um Kontakt zu einem Toten aufzunehmen, und zwingt sie zu einem weiteren Pakt.
Weavingshaw von Heba Al-Wasity ist ein herausragendes Buch aus dem Bereich der gothic Romantasy. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Es ist eins dieser Bücher, in denen man noch ein Kapitel lesen möchte, und dann die halbe Nacht um ist. Die Autorin legt viel Wert auf Stimmung und Setting der Geschichte. Morland erinnert mich an das historische England zur Zeit der industriellen Revolution. Leena hat als Migrantin mit Ungerechtigkeiten zu kämpfen. St. Silas ist geheimnisvoll, undurchschaubar hat durch die Geheimnisse, die er sammelt, eine gewisse Macht. Seine Handlungen sind tatsächlich morally grey. Welches Ziel er hat und welches Geheimnis er verbirgt, offenbart sich im Laufe der Geschichte. Das Verhältnis zwischen Silas und Leena ist zunächst von Machtungleichgewicht geprägt, und geht dann Richtung Slow Burn Romance. Mir hat die Anziehungskraft zwischen beiden gut gefallen. Als Auftaktband ist die Geschichte nicht in sich abgeschlossen, weshalb ich aufgrund des offenen Endes auf die Fortsetzung gespannt bin.
