Kundenrezensionen
Lesemama
empfiehlt:





Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
Zum Buch:
Anne-Lise macht ein paar Tage Urlaub in einem Hotel in der Bretagne. Dort findet sie im Nachtkästchen ein Manuskript, welches sie mangels Buch liest. Das Manuskript lässt sie nicht mehr los und sie sucht nach dem Autor. Sie schickt da Manuskript an eine Adresse, die sie darin findet.
Sylvestre, der Autor meldet sich mit einem Brief bei ihr und es beginnt ein Briefwechsel in dem sie die beiden immer näher kommen.
Meine Meinung:
Der Klappentext klang so berührend, es hätte ein Buch für mich sein können, wenn ich endlich in die Geschichte gefunden hätte.
Es ist nicht mein erster Roman der nur aus Briefen besteht und sowas hat durchaus seinen Reiz, aber hier konnten mich die Briefe einfach nicht packen. Es war ein sehr langatmig und trocken, ich wurde werde mit Anne-Lise noch mit Sylvestre warm. Die Idee, einen Roman nur in Briefen zu erzählen finde ich durchaus gut, aber dann bitte nicht so trockene, langweilige Briefe. Es dauerte alles viel zu lange.
Petra Sch.
empfiehlt:





Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
3,5 Sterne
April 2016: Anne-Lise findet in einem kleinen Hotel in der Bretagne ein Manuskript im Nachtkasten. Sie schickt es an die Adresse, die im Mittelteil des Textes angegeben ist, und so entspinnt sich ein reger Briefwechsel mit Sylvestre, dem Autor des ersten Teils des Textes. Doch wie kam das Manuskript, das Sylvestre vor ca. 30 Jahren verfasst hat, in das Hotel und wer hat die Geschichte zu Ende geschrieben sowie die Gedichte am Schluss verfasst?
Fast schon manisch macht sich Anne-Lise auf die Suche und verfolgt so die Reise des Manuskripts bis zu seinem Beginn.
Dabei lernt sie nicht nur jede Menge interessanter und wunderbarer Menschen kennen, sondern es entspinnen sich Liebesgeschichten und ein ganz neues Leben für den eigenbrötlerischen Sylvestre.
Meine Meinung:
Der Roman ist besteht nur aus Brief-Kommunikation (und fünf E-Mail-Korrespondenzen). Den Aufbau als reinen Brief-Roman fand ich total interessant. Die Geschichte beginnt mit Anne-Lises erstem Brief vom April 2016 und endet mit der gemeinsamen Silvesterfeier aller beteiligten Personen am 31.12.2016.
Anne-Lise ist altmodisch und möchte nur per Brief kommunizieren. Anne-Lises Freundin Maggy ist sogar noch altmodischer: sie hat nicht mal ein Handy, auch keinen PC.
Auch die Sprache ist etwas altmodisch, was das Lesen für mich anfangs etwas anstrengend machte, aber man gewöhnt sich daran. Nach einiger Zeit wurde es dann aber langatmig.
Anne-Lises übertriebener Bezug zu diesem Manuskript fand ich anfangs - genauso wie Sylvestre - etwas befremdlich.
Aber es ist eine wunderschöne Liebeserklärung zu einem Buch und wie es Anne-Lise beeindruckt hat. Und mir gefiel, wie der Weg des Manuskripts von hinten aufgerollt wird und man nach und nach in kleinen Stückchen den Weg nachvollziehen kann. Als man einmal kurzzeitig dachte, der Weg sei aus, da es keine weiteren Hinweise mehr gab, blieb mir schon das Herz stehen. Denn ich war schon so mittendrin und wollte natürlich auch unbedingt wissen, wer Sylvestres Geschichte zu Ende geschrieben hat.
Die handelnden Personen sind allesamt unterschiedlich und authentisch, alle sympathisch - nur Maggy fand ich zu stur, manchmal mit Scheuklappen behaftet und viel zu nachtragend. Das Leben ist viel zu kurz, um wegen Missverständnissen sich komplett abzuschotten und seine Fehler/Sturheit danach auch nicht einzusehen.
Sylvestre war anfangs nicht so greifbar, er lebt wegen einiger Schicksalsschläge einsam und zurückgezogen; und Anne-Lise mischt sich gern ins Leben anderer ein, da sie empathisch ist und das Leben aller immer verbessern möchte.
Super schön fand ich die Freundschaften, die sich entsponnen haben, und dass Sylvestres Geschichte so viele Leute berührt und deren Leben zum Besseren verändert hat.
Hier fand ich sehr schade, dass man als Leser überhaupt nichts von der Geschichte erfahren hat. Nur ein kurzer Auszug daraus wird einmal genannt. Deshalb konnte ich dessen positive Wirkung auf Menschen auch leider überhaupt nicht nachvollziehen.
Die Auflösung über den mysteriösen zu-Ende-Schreiber fand ich hingegen dann total nachvollziehbar und auch sehr emotional. Und dass dieses Manuskript doch noch das Leben nicht nur von Sylvestre in glückliche Bahnen gelenkt hat, fand ich wunderschön.
Fazit:
Ein Briefroman, der die Liebe zu Büchern, dem Lesen, dem Briefeschreiben aufzeigt, jedoch manchmal ein bisschen schwerfällig zu lesen war.
Gavroche
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Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
Bei einem Urlaub in der Bretagne findet Anne-Lise das Manuskripts eines Romans, das sie fasziniert. Beim Durchlesen hat sie jedoch festgestellt, dass das Ende des Romans von einer zweiten Person stammt. Den Autor findet sie aufgrund einer Adresse auf einem Zettel, der im Manuskript steckte, recht bald heraus. Allerdings hat dieser Sylvestre den Roman vor ungefähr 30 Jahren verfasst. Ein Briefwechsel zwischen Anne-Lise und Sylvestre beginnt. Ihre Freundin wird auch eingespannt für die Recherchen vor Ort. Nach und nach wird der Weg des Manuskripts offen gelegt und seine abenteuerliche Geschichte und wie die Lektüre seine LeserInnen beeinflusst und emotional ergriffen hat, wird deutlich gemacht.
Der Roman ist als reiner Briefroman konzipiert und so erfahren wir als LeserInnen nicht alles aus erster Hand. Ein sehr emotionaler, wunderschöner, für mich so typisch französischer Roman.
La Calavera Catrina
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Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
Anne-Lise macht Urlaub in einem bretonischen Hafenstädtchen und findet in ihrem Hotelzimmer ein zutiefst berührendes Manuskript. Durch ihr Engagement erhält der Autor sein, seit dreiunddreißig Jahren, verschollenes Werk zurück. Daraus entsteht ein Briefwechsel zwischen den beiden und es stellt sich heraus, dass ein unbekannter Autor das Manuskript weitergeschrieben und beendet hat. Anne-Lise macht sich auf die Suche nach dem unbekannten Verfasser und schreibt ihrer besten Freundin und dem Autor. Zudem korrespondiert sie mit Lesern des Manuskriptes: „Ich glaube zunehmend, Maggie, dass dieses Manuskript die Kraft hat, unsere Schutzmauern einzureißen. Seit es in Zimmer 128 aufgetaucht ist, verfolgen wir seinen Weg von Leser zu Leser, und sobald wir in seinem Namen sprechen, öffnen sich Türen und hellen sich Gesichter auf.“ Vgl. 51
Der Klappentext ist hier absolut zutreffend: Es ist ein Feel-Good-Briefroman mit melodischer Wortwahl und einem literarischen Rätsel, dessen Lösungssuche süchtig macht und berührende Geständnisse und schicksalhafte Begegnungen hervorbringt. Cathy Bonidan verbindet auf besondere Weise den Zauber des Briefeschreibens mit der Leidenschaft zur Literatur, die „verwundete Herzen aufbricht“ Vgl. 52. Außerdem fliegt man förmlich durch die kurzen Brief-Kapitel, die zwei bis vier Seiten umfassen. Das liegt aber auch an der charmant gewählten Schreibweise, die aus der Zeit gefallen scheint, aber wohltuend und teilweise sehr humorvoll ist, und natürlich den bezaubernden Figuren, die über sich hinauswachsen. Allen voran Anne-Lise, die mit ihrer beharrlichen Neugierde auch Grenzen überschreitet, um Positives zu bewirken. Aber auch ihre resolute Freundin Maggy, mit der sie sich seit Kindertagen verbunden fühlt oder der eigenbrötlerische Autor des Manuskriptes, der sich lieber in sein Schneckenhaus zurück zieht. Cathy Bonidan hat es geschafft, dass man sich den Figuren, ihren intimen Gedanken und Schicksalen, trotz der eingeschränkten Erzählweise, beim Lesen besonders nah gefühlt hat. Das erst ruhige und dann ansteigende Erzähltempo habe ich dabei als sehr angenehm empfunden. Das überraschende Ende konnte mich dann vollends begeistert. Damit hatte ich nicht gerechnet!
Fazit: Es geht um Liebe, Freundschaft und die unglaubliche Kraft von Geschichten, die Menschen zusammenführt. Ein Feel-Good-Roman, in den ich versinken konnte, während ich mich ganz auf die Briefe konzentriert habe. Jeder einzelne von ihnen entfachte eine gewisse Vorfreude, die sich zu einem stimmigen Gesamtbild entwickelt konnte. Ich kann diesen warmherzigen, humorvoll erfrischenden Briefroman sehr empfehlen.
Miro
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Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
Anne-Lise kann nicht gut einschlafen, ohne vorher ein paar Seiten gelesen zu haben. Auf der Suche nach Lektüre öffnet sie den Nachttisch in ihrem Hotelzimmer und siehe da, sie findet ein Manuskript, das jemand da vergessen haben musste.
Voller Begeisterung liest sie die maschinengeschriebenen Seiten und entdeckt irgendwo in der Mitte tatsächlich eine Adresse. Sie überlegt nicht lange und schickt das Manuskript mit einigen Zeilen zu seinem Besitzer zurück.
Dieser hatte sein unfertiges Buch allerdings vor 30 Jahren verloren! Und was noch mysteriöser ist: Jemand hat es fertig geschrieben.
Aus dieser kuriosen Tatsache entwickelt sich ein Briefwechsel und eine Dedektivgeschichte, die den Weg des Manuskripts rückwärts nachvollziehen wird.
Diese Spurensuche führt zu interessanten Begegnungen mit den verschiedensten Menschen, die das Manuskript auf diverse Arten berührt hat und manchmal zu lebensverändernden Entscheidungen geführt hat. Vergessen hat diese Geschichte niemand.
Und so schreiben sich alle Beteiligten Briefe in deren Zentrum Anne-Lise steht, die Initiatorin der Suche. Es scheint, dass diese altmodische Art zu kommunizieren, die Menschen einander viel näher bringt, als e-mails das jemals könnten. Die Worte werden bedächtiger gewählt und die Menschen geben offener Einblick in ihre Erfahrungen. Es sind Briefe, "die Klarheit ins Denken bringen und den Geist freimachen". (S. 265)
Mir hat es großen Spaß gemacht, dieser Reise zu folgen. Ich war skeptisch, denn um Briefromane habe ich bisher einen großen Bogen gemacht. Aber der Autorin ist es hervorragend gelungen, mich bei Laune zu halten. Die Briefe sind ansprechend, interessant und sorgen immer wieder Mal für Lacher mit feinsinnigem Humor.
Cathy Bonidan konnte mich wirklich begeistern mit diesem warmherzigen Roman. Ich empfehle es allen, die einfach ein schönes Buch lesen wollen, das ohne Kitsch auskommt. Es ist ein Buch für die kalten Tage, denn es zaubert den Leser*innen ein warmes Lächeln ins Gesicht!
J.K.
empfiehlt:





Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
Im Buch findet die Protagonistin Anne-Lise in einem Hotelzimmer ein Manuskript und sie kann nicht widerstehen, es zu lesen. Es beeindruckt sie sehr und da sie davon ausgeht, dass es der Autor es vergessen/verloren hat, schickt sie das Manuskript an die Adresse, die auf einer Visitenkarte in der Mitte der Seiten vermerkt ist. Über Umwege landet das Manuskript dann tatsächlich bei seinem Autor - Silvestre. Allerdings stellt sich heraus, dass dieser die Seiten vor 30 Jahren verloren hat - und auch überhaupt nur der erste Teil des Skriptes von ihm ist.
Nun ist Anne-Lises Spürsinn geweckt und sie möchte unbedingt wissen, wo das Skript die letzten 30 Jahre war und wie es genau in dieses Hotelzimmer gekommen ist.
Bei ihrer Recherche hilft ihr ihre beste Freundin Maggy, die sie schon seit Kindheitstagen kennt. Nach und nach lassen sich tatsächlich die vorigen Leser finden und alle verbinden mit diesem Manuskript gute Veränderungen in ihren Leben.
Es scheint unglaublich, aber ein Charakter ist einzigartiger und sympathischer als der andere. Ich mochte alle Personen unheimlich gern und fühlte mich fast wie ein Teil der Gemeinschaft, gar nicht als unbeteiligter Leser.
Es sollte noch erwähnt werden, dass dieses Buch nur aus Briefen besteht, die die Protagonisten sich gegenseitig schreiben und das macht einen großen Teil des Charmes dieses Buches aus. Die Autorin bringt die jeweilige Persönlichkeit in jedem Brief so gut herüber, dass ich die Leute praktisch vor mir gesehen habe, wie sie die Briefe verfassten.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und den Werbe-Slogan "Feel-Good-Buch" kann ich uneingeschränkt unterschreiben. Ich habe das Buch gleich mehreren Freundinnen empfohlen, es macht die Welt einfach ein klein bisschen besser!
yellowdog
empfiehlt:





Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
Cathy Bonidan hat mit Das Glück auf der letzten Seite einen zugänglichen Unterhaltungsroman geschrieben, der durch seine Multiperspektive, man könnte auch sagen kalleidoskopartige auffällt. Das wird erzeugt, indem die beteilgten Figuren sich Briefe schreiben. Es ist also ein Briefroman.
Die Handlung setzt 2016 ein, aber der Ursprung liegt 30 Jahre zurück, als der junge Sylvestre als aufstrebender Schriftsteller sein Romanmanuskript verlor. Jetzt ist es wieder aufgetaucht, und jemand anders hat den Romananfang des Manuskriptes zu Ende geschrieben. Wer und warum? Das ist die Frage. Dieser Ansatz ist eine reizvolle Idee. Die Suchs nach dieser rätselhaften Person beginnt.
Zusammengehalten wird das ganze durch Anne Lise Briard, die Frau, die das Manuskript fand und den Briefwechsel startete. Aber auch die Stories von ein paar Nebenfiguren tragen zum Plot bei.
Der Stil des Buches ist betont sanft. Für meinen Geschmack etwas zu weichgespült, aber das ist Geschmackssache.
Babsi_Ha
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Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
Im Buch „Das Glück auf der letzten Seite“ von Cathy Bonidan geht es um ein unvollständiges Manuskript. Das Buch fällt Anne-Lise in die Hände, woraufhin sie es dem eigentlichen Autor mit einem handgeschriebenen Brief per Post übermittelt. Nachdem dieser auf den Brief geantwortet hat, beginnt Anne-Lises über den Weg des Manuskripts Nachforschungen anzustellen. Über Jahre/Jahrzehnte verschwunden und durch so viele Hände gegangen…
Das Buch besteht rein aus Briefen, die die Protagnisten einander schreiben. Dachte ich mir Anfangs, dass die Geschichte noch an Spannung zulegen wird, war dem leider nicht so. Ich muss sagen, dass inmitten Stellen des Buches ein bisschen langwierig waren. Jedoch war der Text leicht zu lesen und die schöne Ausdrucksweise sehr angenehm. Die Charaktere waren allesamt gut dargestellt und man konnte sich gut in Anne-Lise als „Haupt-Charakter“ hineinversetzen.
Das Ende habe ich toll gefunden, sowohl Maggy und William, als auch Claire und Sylvestre sind auf den besten Weg ein Paar zu werden. Gemeinsam verbringen sie Silvester und sogar David bekommt Ausgang.
Abschließend kann ich sagen, dass es eine luftig leichte Geschichte war, mit den Briefen einmal etwas ganz anderes. Mir hat es gut gefallen, der vornehme Schreibstil war sehr ansprechend. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.
cosmea
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Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
Eine junge Frau namens Anne-Lise will ein paar Urlaubstage in der Bretagne verbringen und reserviert das Zimmer 128 im Hotel Beau Rivage. Dort findet sie zu ihrem großen Erstaunen ein altes Manuskript. Sie liest den Roman und ist sehr davon angetan. Dann schickt sie das Manuskript an die beigefügte Andresse. Wie sich herausstellt, hat Sylvestre, der Autor, seinen Text seit über 30 Jahren nicht mehr gesehen und weiß auch nicht, wer den Schluss verfasst hat. Beide beginnen mit den Nachforschungen, um herauszufinden, durch welche Hände der Roman gegangen ist und wie das alles zusammenhängt.
Bonidan wählt die ungewöhnliche Form des Briefromans. Wir lesen die Korrespondenz von einer wachsenden Zahl von Personen, die sich schreiben, zum Teil begegnen. Auf diese Weise werden immer mehr Indizien zusammengetragen, die den Leser die Geschichte zurückverfolgen lassen. Das Manuskript selbst bekommen wir nicht zu sehen. Dafür werden wir Zeugen von erstaunlichen Veränderungen: Menschen verlassen ihre selbstgewählte Isolation und nehmen wieder am Leben Teil, andere verlieben sich und fangen eine Beziehung an. Allerhand Geheimnisse aus der Vergangenheit kommen ans Licht. Am Ende ist das Leben aller Beteiligten ein anderes.
Ich habe den Roman gern gelesen, obwohl ich die wachsende Personenzahl teilweise etwas verwirrend fand und man anders als bei einer stringenten Handlung leichter den Überblick verliert, welche vielfältigen Verbindungen es zwischen einzelnen Figuren gibt. Mir gefällt der Roman, wobei mich die Autorin nicht erst davon überzeugen musste, dass Bücher Leben verändern. Sehr empfehlenswert.
Sago
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Das Glück auf der letzten Seite
von Cathy Bonidan
"Du weißt selbst am besten, dass Schriftsteller in der Regel äußerst neurotische und besondere Geschöpfe sind und man lieber ihre Romane lesen sollte als seine Tage mit ihnen zu verbringen. Das ist zwar nicht notwendigerweise besser, aber in jedem Fall weniger langwierig und riskant."
Es hat mich sehr gefreut, endlich mal wieder einen Briefroman zu lesen. Als Anne-Lise in einem Hotelzimmer auf ein anscheinend vergessenes Manuskript stößt, entbrennt in ihr die Neugier, den Autor zu finden. Gemeinsam mit Freundin Maggie macht sie tatsächlich Sylvestre ausfindig. Erstaunlicherweise stellt sich heraus, dass er selbst das Manuskript in jungen Jahren zwar geschrieben, aber nie vollendet hat. Nun entspinnt sich also die Suche nach dem geheimnisvollen zweiten Autor. Doch das Manuskript ist schon durch zahlreiche Hände gegangen und scheint das Leben der Lesenden stets sehr beeinflusst zu haben...
Bücher über Bücher lese ich oft besonders gern und dieses war keine Ausnahme. Es plätscherte fröhlich dahin wie viele dialogreiche französische Filme. Ein paar kleine Kritikpunkte, die den fünften Stern gekostet haben, sind mir allerdings aufgefallen. Auch wenn der elequente Stil überzeugt, hätte er viel viel besser ins 19. Jahrhundert gefasst. Die um die 50 Jahre alten Protagonisten wirkten dadurch und auch durch manche Handlungen eher wie über 70jährige. Und warum das Manuskript so einflussreich war, versickerte irgendwie im Sande. Hier hätte ich mir noch irgendeine, ruhig auch märchenhafte, Erklärung gewünscht.
