Kundenrezensionen
Ecinev
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Sunbirds
von Penelope Slocombe
Torran, Sohn von Anne und Robert wird seit nunmehr 7 Jahren vermisst. Er spazierte aus einem Hotel in Indien und ward nicht mehr gesehen. Während Robert sich inzwischen mit dem Tod des Sohnes abgefunden hat, gibt Anne die Hoffnung nicht auf ihren Sohn wieder zu finden. Sie ist inzwischen schon Monate selbst in Indien. Die Cousine von Torran, Journalistin, hat dagegen neue Hinweise bekommen von einer ehemaligen Indien Aussteigerin. Sie reist ebenfalls nach Indien um mit Anne gemeinsam auf die Suche zu gehen. Doch möchte Torran überhaupt gefunden werden?
In den 70er Jahren haben sich viele junge Menschen auf den Weg in das Land gemacht und leben teilweise noch heute der Wirklichkeit entrückt ein glückliches Leben. Mit traumhaften Schilderungen wird die lange Wanderung in ein abgelegenes Tal im Himalaya geschildert und die vorsichtige Annäherung der beiden Frauen die sich nichts mehr zu sagen hatten. Es ist ein Buch der ruhigen Worte und einem offenen Ende. Denn ausgezogen den vermissten Sohn zu finden, findet Anne am Ende ihren eigenen Weg.
Franziska Fiske
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Sunbirds
von Penelope Slocombe
Sunbirds hat mich auf eine stille, sehr emotionale Reise mitgenommen. Es geht um Anne, die seit sieben Jahren nach ihrem Sohn sucht, der damals in einem indischen Bergdorf verschwunden ist. Diese Zeit hat sie verändert – sie hat fast alles verloren, was ihr einmal wichtig war: ihr Zuhause, ihre Ehe und ein Stück weit auch sich selbst. Als ihre Nichte Esther, die als Journalistin arbeitet, einen neuen Hinweis auf Torran findet, schöpft Anne zum ersten Mal seit Langem wieder Hoffnung. Zusammen machen sich die beiden auf den Weg in die abgelegenen Täler des Himalayas.
Was mich an dem Buch so berührt hat, war nicht nur die Landschaft, die unglaublich eindrucksvoll beschrieben wird, sondern vor allem Annes innere Entwicklung. Die Geschichte ist ruhig, nachdenklich und manchmal auch schmerzhaft ehrlich. Man spürt ihre Trauer, ihre Hoffnung, ihre Angst – und irgendwann auch ihre langsame Heilung.
Der Schreibstil ist sehr einfühlsam, manchmal fast poetisch, aber nie übertrieben. Es fühlt sich an, als würde man Anne ganz nah sein. Manche Stellen ziehen sich ein wenig, das muss ich ehrlich sagen, aber insgesamt hat mich die Geschichte sehr bewegt. Es geht nicht nur um die Suche nach einem Menschen, sondern auch darum, wie man mit Verlust lebt – und was es bedeutet, neu anzufangen, wenn man eigentlich gar nicht mehr weiß, wie das geht.
Mein Fazit:
Ein leiser, wunderschöner Roman über Schmerz, Hoffnung und das Wiederentdecken von sich selbst. Nicht perfekt, aber gerade deshalb echt und nah.
BarbaraM
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Sunbirds
von Penelope Slocombe
Sunbirds von Penelope Slocombe (Ullstein Verlag, 416 Seiten) ist ein stilles, eindringliches Buch – eines, das nicht laut werden muss, um tief zu wirken. Die Geschichte einer Familie, deren Sohn Torran nach Indien geht und nicht zurückkehrt, entfaltet sich mit großer Ruhe und Einfühlsamkeit. Es ist kein dramatischer Thriller, kein aufgeregtes Suchen mit finalem Höhepunkt – vielmehr begleitet man die Eltern, vor allem Anne, durch Jahre der Ungewissheit, durch Hoffnung und Zweifel, durch leise Erkenntnisse.
Immer wieder tauchen Hinweise auf, Spuren, die scheinbar zu Torran führen. Doch mit jeder neuen Etappe wird spürbarer, dass diese Suche vielleicht gar nicht zu ihm, sondern zu etwas Tieferem führt. Denn im Mittelpunkt steht nicht nur das Verschwinden des Sohnes – sondern Annes Weg zu sich selbst.
Ihre Entwicklung ist wunderbar beschrieben: behutsam, glaubwürdig, und voller innerer Bewegung. Aus der verzweifelten Mutter, die nicht loslassen kann, wird eine Frau, die lernt, das Unerklärliche nicht als Scheitern zu sehen. Anne macht schließlich Frieden mit der Möglichkeit, dass ihr Sohn nicht gefunden werden will – und wählt den Mut, ihren eigenen Weg weiterzugehen.
Penelope Slocombe gelingt mit Sunbirds ein stilles Meisterwerk – poetisch, bewegend, und voller menschlicher Wahrheit. Ein Buch, das nachhallt.
Murksy
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Sunbirds
von Penelope Slocombe
Das Buch Sunbirds handelt von einer Familie, die durch die Suche nach ihrem Sohn zerrissen ist.
Torran hat vor sieben Jahren Schottland verlassen, um nach Indien zu gehen. Die Eltern Robert und Anne hatten die Hoffnung, dass er nach einer Selbstfindungsphase zurückkehren würde. Doch der Sohn bleibt verschwunden. Indien, das für viele mystische Land, zieht Touristen und Pilger an, aber auch Aussteiger, die entweder nach einem neuen Weg zu leben suchen oder einfach nach dem Sinn des Lebens, was auch immer das bedeuten mag. Immer wieder kommt es leider auch zu Unglücken oder Verbrechen, so mancher Backpacker bezahlt seine Reise mit dem Leben. Getrieben von der Furcht verlässt Anne ihren Mann und reist nach Indien, eine jahrelange Suche beginnt. Nach einigen Jahren bittet Robert eine Verwandte der Familie, nach Indien zu fliegen, um Anne zu unterstützen. Es gibt neue Spuren. Während Robert vom Tod seines Sohnes überzeugt ist, klammert sich Anne an jeden noch so dünnen Strohhalm.
Das Buch spielt auf verschiedenen Ebenen. Jedes Kapitel handelt abwechselnd von den Personen dieses Familiendramas. Die Suche nach Torran wird somit zur Selbstfindung. Manchmal erscheint die Frage, ob der Sohn noch lebt oder nicht, die Nebensache in der Geschichte zu sein. Die Existenz des Torran wirkt wie Schrödingers Katze, solange man ihn nicht findet, existiert er in beiden Zuständen. Anne sucht nicht nur ihren Sohn, sondern auch die Antwort, warum der Sohn verschwunden ist. Sie ist geplagt von Selbstzweifeln, die vermutlich die meisten Mütter kennen. Habe ich meinen Sohn zu viel geliebt? Oder war es nie genug? Die Mutterschaft wird als Drahtseilakt dargestellt, das Glück als Gegenspieler zur Überforderung. Robert hingegen war zu
sehr mit seinem Beruf beschäftigt, um zu erkennen, welchen inneren Kampf seine Frau führte. Esther, die Cousine des Sohnes, versucht durch ihre Hilfe Wiedergutmachung zu erlangen. Sie hatte vor Jahren einen Artikel verfasst, der die Eltern zutiefst gekränkt hat. Esther sucht nach Vergebung und ihrem Platz in der Familie. So wird die Suche nach dem vermissten Sohn zu einer Selbstfindung und Befreiung auf verschiedenen Ebenen. Das magische und geheimnisvolle Indien bildet die Bühne für diesen Weg, der scheinbar ohne Ziel zu sein scheint. Spuren tauchen auf, verblassen wieder und wie ein ewiges Mantra reisen die Suchenden einem Schatten hinterher.
Das Buch der Autorin funktioniert hervorragend, da es sehr fein die psychologischen Nuancen der Figuren herausarbeitet. Man versteht den Zwiespalt der Mutter, fühlt mit. Aber ebenso lässt sich das Wesen der anderen Personen und ihre Gefühlswelt nachvollziehen. Wer hat sich noch nie selbst hinterfragt? Habe ich mein Kind richtig erzogen? Ist mein leben gut, so wie es ist? Und was bedeutet Glück für mich? Das Buch lässt einen nachdenken und grübeln, gibt vielleicht den einen oder anderen Anstoß, sich zu fragen, was ich will und ob ich weiß, was meine Nächsten wollen.
Diese Rezension ist eine Privatmeinung, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
begine
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Sunbirds
von Penelope Slocombe
Penelope Slocombe hat mit ihrem Roman, Sunbird, ein poetisches Debüt geschaffen.
Man wird eingefangen in die Suche Annes in Indien. Ihr Sohn Torran ist mit achtzehn Jahren nach Indien aufgebrochen und seit sieben Jahren sucht Anne jetzt dort ihren Sohn.
Der Roman ist perfekt gestaltet. Immer wieder kommt eine andere Person zu Wort. So erfährt man das ganze aus verschiedenen Perspektiven.
Torran hat mich geärgert. Es ist gemein, die Eltern so im Ungewissen zu lassen. Er hätte ja ab und an mal ein Lebenszeichen schicken können. Annes Suche wird immer beschwerlicher.
Das Ende findet ein erstaunlichen Abschluss. Da versteh ich Anne auch nicht.
Die Autorin hat alles wunderbar zusammen gefügt.
Indien hat sie total gut beschrieben. Das die Hippies in Indien ihren Treffpunkt hatten wusste ich ja, aber das so viele dort geblieben sind nicht.
Es war eine Poetische Lesereise.
@lust_auf_literatur
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Sunbirds
von Penelope Slocombe
Bei diesem Roman gab eindeutig das wunderschöne Cover den Ausschlag, ihn lesen zu wollen. Ja, ich bin ein oberflächlicher Mensch und Buchcover sind für mich schon entscheidend dafür, ob ich einen zweiten Blick auf ein Buch werfe oder nicht.
Aber auch die Kurzbeschreibung klang einigermaßen ansprechend, wenn auch vielleicht etwas abgenudelt. Die große Selbstfindung im Himalaya und „Eat, Pray, Love“ als Referenz? Ich war nicht wirklich sicher, ob der Roman was für mich ist.
Aber ja doch, der Roman war was für mich. Er hatte ein Wahnsinns Schmöker-Potential und ich bin total gerne darin versunken.
„Sunbirds“ ist das Debüt der Englischlehrin Penelope Slocombe und er ist sehr einfühlsam und emotional erzählt. Ihre Figur Anne ist seit sieben Jahren auf der Suche nach ihrem Sohn Torran, der damals in einem indischen Bergdorf verschwand. Inzwischen lebt sie selbst im Himalaya und hält nach Hinweisen Ausschau. Ihr Mann Robert, der nicht mehr glaubt, dass sein Sohn noch lebt, ist in Schottland geblieben.
Jetzt hat Annes Nichte Esther, eine Journalistin, neue Hinweise zum Verbleib Torrans erhalten und reist zu Anne in die abgelegene Bergregion. Esther, die als Kind eine Zeit bei Anne und Robert lebte, hatte vor einige Jahren einen sehr kritischen Artikel zu Torrans Verschwinden geschrieben, der zum Bruch der beiden Frauen führte.
Können sie sich während der gemeinsamen Suche wieder annähern?
In Slocombes Roman geht es nur vordergründig um das Verschwinden von Torran. Das Verfolgen der neuen Hinweise und die Suche dient vielmehr dazu die Psychologie und die Beziehungen der Figuren zu exponieren. Wenn du also auf Grund des Klappentextes eine Art Krimi mit stringenter Auflösung erwartest, wirst du wahrscheinlich enttäuscht sein.
Ich bin Anne und Esther gerne auf ihrer Reise gefolgt, und es gibt tatsächlich Hinweise, dass Torran noch lebt. Aber was würde das bedeuten?
Mir gefällt es besonders, wie Slocombe diesen Aspekt benutzt um die Erwartungen an Mutterschaft zu hinterfragen. Anne wird von Schuldgefühlen geplagt, dass sie für Torran keine ausreichend gute Mutter war und sein Verschwinden damit zusammenhängt.
Auch Esther glaubt das und sie hat ihre eigenen Gründe, warum sie von Anne enttäuscht ist.
Zwischen den beiden Frauen liegen viele alte Verletzungen, die während ihres erneuten Zusammentreffens aufbrechen.
Ebenfalls arbeitet Slocombe feinfühlig die Ambivalenz zwischen Bindung und Freiheit heraus und ebenso wie ein alternative Leben aussehen könnte.
“Aber dann fängt man an zu begreifen, dass auch eine andere Lebensweise möglich ist. Man kann die Fesseln seiner Bindungen durchtrennen. Man kann frei sein. Man kann ein Sunbird sein.«”
Als kleine Kritikpunkte könnte ich anführen, dass Annes und Esthers Leben und Reisen in einem finanziell luftleeren Raum stattfindet, was ich allerdings so in vielen Romanen lese und vielleicht kein echter Kritikpunkt ist. Weiterhin kann ich eine gewisse vereinfachte Darstellung dieser bergigen Region im Himalaya nicht von der Hand weisen.
Aber wie immer, wenn ich mit einem Roman eine gute Zeit hatte, kann ich die erwähnten potentiellen Kritikpunkten zwar wahrnehmen, aber auch großzügig überlesen.
„Sunbirds“ war für mich ein wunderbarer Roman über Mutterschaft, übers Loslassen, und über das Freisein mit all seinen Konsequenzen.
