Kundenrezensionen von Murksy





Querfeldein
von Alex Capus
Arnold will an der schweizerischen Grenze seinen Traum verwirklichen: ein Gasthaus. Das kleine Dorf scheint dafür gut geeignet, wenn auch die teilweise eigenwilligen Bewohner ihre ganz persönliche Note in die Geschichte bringen. Das Projekt scheint gut zu funktionieren, Dinge wie die große Weltpolitik oder gar der drohende Krieg scheinen das Dorfleben nicht zu stören. Doch die Ruhe vor dem Sturm wird nicht ewig halten und eine Reihe von Ereignissen schüttelt Arnold und seine Familie durch.
Mit viel Lokalkolorit und einem ganz speziellen Charme wird die Geschichte erzählt. Neben den kauzigen Bewohnern sorgt ein immer wieder aufblitzender Humor für beste Unterhaltung. Und dabei geht das Buch auch in die Tiefe, die persönlichen Schicksale und die damalige Zeit prägen die Erzählung. Die Menschen wollen einfach nur leben, doch angesichts der Weltlage wird dies zunehmend schwerer. Mit Bauernschläue und festem Willen gelingt es den Figuren den Wirren zu trotzen. Und als Essenz des Ganzen stellt sich wieder einmal heraus, das die Liebe in der Lage ist, größte Hindernisse zu überwinden. Eine wirklich durchgehen hervorragend erzählte Geschichte mit historischem Hintergrund und auch wunderbar in unsere fragilen Zeiten zu übertragen.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.





Die Auster
von Yael Inokai
Die Putzfrau findet eines Tages die Leiche des Geschäftsführers in seinem Haus. Die Hände fehlen. Dass die über 70jährige Putzfrau zunächst anfängt zu putzen, macht sie zwar auch verdächtig, lässt die Polizei aber einigermaßen kalt. Nun beginnt die Putzfrau selber Nachforschungen anzustellen, vor allem als eine Verwandte des Toten auftaucht und der Notar den letzten Willen verkündet, dass die Putzfrau die Beerdigung vorbereiten soll.
Was dann folgt ist ein zum Glück sehr kurzer Roman, der einen Einblick in das Leben der Putzfrau gibt, sie begleitet, während sie Detektiv spielt und nebenbei das Begräbnis vorbereitet. Großartige Weisheiten bietet der stilistisch durchaus gut geschriebene Scheinkrimi allerdings nicht. Dass das Alter keine angenehme Sache ist, dass Einsamkeit nicht schön ist und Berlin die Hauptstadt der Einsamen ist, war mir auch vorher allzu bekannt. Ein berühmtes Kaufhaus in Berlin stand offensichtlich Pate für den Verantwortungsbereich des Toten. Die Auflösung des Mordfalles ist weder allzu dramatisch, noch reizen die offenen Fragen zum Nachdenken. Mich hat der Roman und seine Figuren nicht berührt, ich empfand weder Sympathien noch Mitleid mit den Personen und somit bleibt von diesem Stück Literatur mit angehauchtem Kriminalfall nicht viel in Erinnerung. Keine Perle in der Auster gefunden.
Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen unterliegt dem Urheberrecht.





Am Ende des Fortschritts
von Kohei Saito
Der Autor hält uns zunächst einmal den Spiegel vor und macht uns klar, dass der Kampf gegen den Klimawandel so gut wie verloren sei. Wir müssen uns anpassen, um zu überleben. Dazu gehört nach seiner Meinung eine radikale Abkehr vom Kapitalismus zu einer Diktatur der Ökologie. Nur dann sei es möglich, die Grundversorgung sicher zu stellen und den Kampf gegen die immer bedrohlicher werdende Umwelt zu gewinnen. Dazu sieht er vor, das Industrien den Kapitalisten genommen werden und unter Leitung des Proletariats gestellt werden. Zudem müssen radikal umweltschonende Technologien gefördert werden. Der Staat soll hier lenken und mit Hilfe von Produktionsplänen die Verteilung der Ressourcen steuern. Das kling alles sehr utopisch, ist es auch. Natürlich ist der Kapitalismus ungerecht. Wenn nur wenige Menschen über das Vermögen verfügen und die Welt fest im Griff mit Hilfe von Socialmedia und KI haben, sorgt das zwangsläufig für Spannungen. Der unrealistischen Weg, diese Reichen zu entmachten, müsste, so deutet es auch der Autor an, zur Not auch mit Gewalt gegangen werden. Denn eine Entkapitalisierung würde ganz sicher auch bedeuten, dass Regierungen gestürzt werden müssten. Wer glaubt wirklich, dass zum Beispiel eine amerikanische Nation, die letztendlich auf dem Kapitalismus fußt, plötzlich zum Sozialismus wechselt? Das weitaus größere Problem ist allerdings, dass nun einmal Rohstoffe nicht gleich auf der Erde verteilt sind und auch klimatische Bedingungen für unterschiedliche Lebensformen sorgen. Damit das vorgeschlagene System funktioniert, müssten alle Nationen an einem Strang ziehen. Woher nähme zum Beispiel ein rohstoffarmes Land wie Deutschland die Mittel, um sich komplett auf erneuerbare Energien umzustellen oder die geforderten Rechenzentren zu bauen. Die allerdings wiederum einen enormen Energieverbrauch hätten. Der Mensch kann nicht in die Zukunft sehen, Das lässt unser Gehirn nicht zu. Niemand kann sich selbst in der Zukunft vorstellen. Dies ist ein Schutzmechanismus, den unser Gehirn eingebaut hat. Ebenso wie das Gehirn uns eher optimistisch denken lässt, sonst würden wir niemals Fahrrad fahren lernen können, weil wir nach dem ersten Sturz keinen Mut mehr hätten. Unser Gehirn bewertet allerdings Fehlschläge viel geringer als Erfolge, was zum Beispiel die Spielsucht vorantreibt. Und das ist auch das Problem mit dem Klimawandel. Erst wenn wir ganz hautnah und schmerzhaft die Folgen persönlich erleben, werden wir die Gefahr erkennen, aber dann ist es wirklich zu spät. Die Hoffnungslosigkeit, die der Autor im ersten Teil des Buches beschreibt, ist leider Realität. Und für die Utopie eines weltumspannenden Sozialismus, der alle Menschen gleichermaßen versorgt, gilt das Gleiche.





Die Rache der Väter
von S. A. Cosby
Als ein homosexuelles Ehepaar brutal ermordet wird, ermittelt zwar die Polizei ergebnislos. Die Väter der getöteten beschließen, eigene Nachforschungen anzustellen. So bilden ein schwarzer und ein verkappter Redneck eine Zweckgemeinschaft und gehen auf Spurensuche. Das diese Kombination zu Reibereien führen wird, ist einer der Fäden, die sich durch diesen knallharten Thriller ziehen. Homophobie, Rassismus und Vorurteile werden thematisiert, nur das gemeinsame Ziel lässt die unterschiedlichen Männer zusammenarbeiten. Und dass sie dabei in ein Wespennest stoßen, ist geradezu obligatorisch.
Wer rasante Thriller mag, brutale Darstellungen von Gewalt verkraftet, wird dieses Buch verschlingen. Es gibt kaum Zeit, zu entspannen. Trotzdem schafft es der Autor, wenn auch unter Berufung auf so manches Klischee, die Probleme der heutigen Gesellschaft in den nervenaufreibenden Ablauf der Handlung einzuweben. Natürlich hat man ähnliche Rachethriller schon zur genüge gelesen, trotzdem ist es unterhaltsam, die zwei eigenbrötlerischen Väter dabei zu beobachten, wie sie etwas über sich und vor allem über ihre verstorbenen Söhne lernen, die mit ihrem Weg zu leben, den konservativen Pfad verlassen haben. Aber keine Angst, es wird weder die Moralkeule geschwungen, noch endet das alles kitschig. Der kompromisslose Thriller überwiegt und bestimmt den Weg des Racheduos.





Ein unglücklicher Tod
von Peter Grainger
Ich muss sagen, dass ich kein Freund von Krimireihen bin. In diesem Fall bin ich aber so begeistert, dass ich unbedingt einen neuen Fall von DC Smith lesen will.
Der etwas kantige Ermittler, der bei seinen Vorgesetzten nicht immer gut ankommt, soll einen Unfalltod bearbeiten, der kleine Ungereimtheiten aufweist. Was zunächst nach Routine aussieht, entwickelt sich zu einem tiefgreifenden Fall. Und der gewissenhafte Ermittler, der nicht locker lässt ist genau der richtige, um die richtigen Fragen zu stelle. Dabei tritt er auch gerne mal jemandem auf die Füße, wenn auch sanft und mit understatement.
Was mir an dem Buch hervorragend gefallen hat, war der Fokus auf guter, klassischer Ermittlerarbeit. Es wird weder überzeichnet, noch gibt es irgendwelche psychopathischen Mörder oder grausam zur Schau gestellte Opfer. Nein, ein tragischer Unfalltod, eher unspektakulär, aber in seinen Auswirkungen durch die Ermittlungen weitreichend, sorgt für Spannung. Alle Figuren wirken authentisch, auch der angenehme britische Humor kommt vor allem in den Sticheleien der Polizisten untereinander zum tragen. An diesem Buch wirkt alles glaubhaft, auf Gewalt und Action wird fast komplett verzichtet. Ein klassischer, großartiger Kriminalroman, hervorragend geschrieben, mit einem Ermittler, der neugierig auf mehr macht.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.





Widdersehen
von Leonie Swann
Wortspiele wie diese machen den Charme des neuen Schafkrimis aus. Ich gebe zu, dass ich skeptisch war. Eine Fortsetzung 20 Jahre nach Glennkill? Passend zur Verfilmung des Kultbuches? Das klang mir zu sehr nach Marketing und Gewinnoptimierung. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Der dritte Teil ist witzig und charmant geschrieben, die Einfälle um die Schafherde ideenreich und wenn dann die Schafe „Take a chance on mäh“ trällern, muss man einfach grinsen. Dazu kommt noch, dass die Geschichte raffiniert auch alltägliche Probleme wie Fremdenhass, Flucht und Integration aufgreift. Der Roman ist gewohnt kurzweilig, die Charaktere muss man einfach lieben und die Konfrontation der Schafe mit der menschlichen Existenz halten uns auch immer ein wenig den Spiegel vor. Eine wahrlich gelungene und gerechtfertigte Fortsetzung...mäh.





Penny, Prince und Ginny
von Brian Sewell
Der leider im September 2015 verstorbene Brian Sewell erzählt in seinem Buch von seiner Tier- und vor allem Hundeliebe. Der Titel nennt zwar nur drei Hunde, in seinem langen Leben hatte Sewell aber laut dem abgebildeten Stammbaum sechzehn. Das ist eine Menge und zeigt, wie vernarrt der bekannte Kunstkritiker in seine Hunde war. Oft war das Tierheim seine Anlaufstation, aber auch von Reisen brachte er Findlinge mit, die ihn viele Jahre begleiteten. Sewell schreibt auch bei allen seinen Hunden, denen jeweils ein kleines Kapitel gewidmet ist, vom Tod des Tieres. Das ist immer wieder traurig und zeigt, dass das Leben vergänglich ist. Aber Sewell liebte das Leben, genau wie seine Hunde und gibt uns vielleicht auch damit etwas Mut, Schicksalsschläge und Verluste zu überwinden. Besonders amüsant ist vor allem für Hundebesitzer die Aufzählung der Eigenheiten der verschiedenen Hunde. Und die langjährige Erfahrung mit seinen Tieren zeigt deutlich, wie unterschiedlich die Charaktere der Hunde waren. Es macht Spaß, den Lebensweg des Hundebesitzers zu begleiten, auch wenn die Freundschaft immer, im Verhältnis zum Menschenleben, von relativ kurzer Dauer ist. Sicher ist aber, das die Tiere bei Sewell ein schönes Leben hatten, geliebt wurden und ihr Hundedasein ausleben durften. Ein schönes, kleines und anrührendes Buch, das auch Nichthundebesitzer gut unterhalten kann. Londonkenner kommen auch auf ihre Kosten, werden doch kleine Eigenheiten der Bevölkerung oder örtliche Gegebenheiten erwähnt. Die Zeichnungen der Hunde im Buch sind einfacher Natur, passen aber gut zur Erzählung. Eine gelungene Rückschau auf ein Leben mit den besten Freunden des Menschen.
Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.





Insel der Ratten
von Jo Nesbø
Bevor ich das eigentliche Buch, also den Inhalt bewerte, will ich mich zu der, meiner Meinung nach fragwürdigen Vermarktungstechnik des Ullstein-Verlages äußern. Die Geschichte Insel der Ratten entstand zu Corona-Zeiten, das spiegelt sich in dem Szenario einer Viruserkrankung wieder, die zu einem Zusammenbruch der Zivilisation führt. Bereits 2021 erschien diese Dystopie in einem Sammelband. Aus dieser Kurzgeschichte wurde nun fünf Jahre später plötzlich ein Roman. Dazu nimmt man einfach ein kleines Format, knapp 12 auf 19 cm und packt das Ganze in extra dicke Umschlagpappe. Das ergibt dann ein Einzelbuch zu einem Preis von fast 20 Euro. Nun, Verlage sind Wirtschaftsunternehmen, keine Frage. Trotzdem finde ich diese Entwicklung erschreckend. Erst kürzlich las ich einen Kurzgeschichtenband eines bekannten Autors. Exakt diese Sammlung war bereits ein paar Jahre zuvor unter anderem Titel auf dem Markt. Ich bin gespannt, wann die oben erwähnte Sammlung von Nesbo übersetzt auf den Markt kommt, natürlich wieder mit der Insel der Ratten.
Genug gejammert. Die Geschichte, die Nesbo brillant präsentiert, handelt also vom Zusammenbruch der Zivilisation. Der Mensch wird zum sprichwörtlichen Tier. Es herrscht die Macht des Stärkeren, Gesetze werden nur noch sporadisch eingehalten oder überwacht. Wer Geld hat, versucht zu entkommen oder sich in festungsähnliche Anlagen zu flüchten. Nesbo erzählt schonungslos. Das muss er auch, denn nur so lässt sich die weitere Handlungsweise der Personen verdeutlichen. Trotz aller Brutalität und Unmenschlichkeit, gibt es Hoffnung. Es gibt Menschen, die den Glauben an Gerechtigkeit und Humanität nicht aufgeben wollen. Wie in allen Dystopien gibt es natürlich auch diejenigen, die nur auf ein solches Szenario gewartet haben, um ihre Perversionen und Allmachtsfantasien auszuleben. Der Leser bekommt den Spiegel vorgehalten. Wie würden wir reagieren? Natürlich ist es im bequemen Sessel einfach zu sagen, dass man gegen solche Anwandlungen gefeit ist. Die alte Fangfrage an Kriegsdienstverweigerer, wie sie im Falle eines Angriffes reagieren würden, lässt sich in der scheinbaren Sicherheit der vier Wände moralisch einwandfrei beantworten. Doch die Realität ist eine andere. In die Ecke gedrängt, bedroht, um die Existenz kämpfend, werden wir alle zu Tieren oder wie im Buch sinnbildlich zu Ratten. Man nehme unserer Gesellschaft nur 14 Tage den Strom und alles endet in Anarchie. Diesen inneren Kampf zwischen überleben wollen und dem Versuch, die Grundwerte unserer Demokratie und menschlichen Zusammenlebens zu schützen, wird zur Kernfrage des Buches. Was wäre wenn? Nesbo dreht geschickt an der Schraubzwinge, lässt gleich zwei Personen aus der Ich-Perspektive ihren eigenen Kampf führen und zeigt, das wir letztendlich alles gleich sind, egal ob arm oder reich. Wir sind Tiere, je nach Situation mehr oder weniger und müssen darum kämpfen, das zu verteidigen, was wir Menschlichkeit nennen.
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Bakterien - die heimlichen Helden
von Peter Wohlleben
Obwohl ich als Wissenschaftler nicht ganz unbewandert in der Thematik bin, war ich doch sehr überrascht, welche neuen Erkenntnisse die Forschung in den letzten Jahren über Bakterien gewonnen hat. Wohlleben gelingt es in seiner Art wieder hervorragend zu begeistern. Selbstverständlich wird es einige, wenn nicht gar viele, Leser geben, die ihm vor allem in der Frage, ob Bakterien denken oder bewusst handeln esoterische Ansätze vorwerfen werden. Trotzdem sind die Forschungsergebnisse, die unterhaltsam und leserfreundlich, sprich nicht zu wissenschaftlich präsentiert werden ein durchaus weltbildveränderndes Sammelsurium an teilweise kuriosen Entdeckungen. Bakterien, die in Gebieten entdeckt werden, die ganz sicher nicht mit Medikamenten überversorgt sind, und dennoch eine deutliche Antibiotikaresistenz zeigen. Oder Bakterien, die gegen Alkohol eine gewisse Unempfindlichkeit entwickeln. Bakterien, die manipulieren, sich mit anderen Lebewesen quasi verbünden oder gar Krieg gegen andere Arten führen. Interessant auch, dass ca. 99 Prozent aller Bakterienarten noch nicht entdeckt sind. Die Frage, wer die wahren Herrscher der Erde sind, stellt sich nach dieser informativen Reise in die Miniaturwelt auf jeden Fall. Einmal mehr ein Sachbuch, das begeistert, vielleicht in Teilen die Leserschaft spaltet, aber auf jeden Fall Einblicke in ein Forschungsgebiet gibt, das voller Überraschungen und Möglichkeiten steckt. Das einzige Manko des Buches sind die fehlenden Illustrationen. Vor allem für Leser, die mit dem Themengebiet weniger vertraut sind, wären einige Zeichnungen, zum Beispiel um Aussehen der Bakterien oder zum Zellaufbau, hilfreich gewesen.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.





Verlorene Schäfchen
von Madeline Cash
Nach den ersten Seiten der Geschichte will man die Familie Flynn dysfunktional nennen, was vielleicht eine Spur überzogen wäre. Aber Eltern, die sich auseinandergelebt haben, teilweise keinen Sinn mehr im Leben sehen, drei Töchter, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Namen und Geburtstage vergessen werden...man sieht das Krisenpotential. Madeleine Cash zaubert aus diesem Familienchaos eine teilweise absurde, witzige, stellenweise überzogene Satire, die im Stil an große Vorbilder wie Irving erinnert. Jede Seite ist voll mit humorvollen, klug konstruierten Sätzen, ein Lesevergnügen vom Anfang bis zum wunderbaren Ende. Dieser chaotische Familienroman ist dabei aber keineswegs nur skurril und satirisch. Die Autorin zeigt dabei eine Lebensweisheit, die man mit ihrem jungen Alter kaum verbinden kann. Vielschichtig und genau blickt sie in die Gefühlswelt der Personen und unter der witzigen Oberfläche finden sich viele Erkenntnisse, die der Leser beim ehrlichen Betrachten auch in seinem Leben finden kann. Ein äußerst gelungener Familienroman, der auch das eine oder andere Klischee der amerikanischen Lebensverhältnisse aufgreift. Für aufmerksame Leser zeigt das Buch auch noch kleine Feinheiten. Das Cover zeigt sowohl die heile Welt, als auch die aufziehenden Gewitterwolken. Und ein kleines Pünktchen über dem c symbolisiert die kirchliche Fliegenplage, herrlich.
Ein Roman, der gut unterhält und uns allen zeigen sollte, das es immer eine Lösung gibt. Vielleicht keine einfache, vielleicht keine, die alle absolut zufriedenstellt, aber auf jeden Fall eine Lösung, nach der es wert ist, zu suchen.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.









