Kundenrezensionen von BarbaraM





Kosmos SchlauFUX Fußball,
von Birk Grüling
Ich bin wirklich begeistert von dem Buch „Fußball“ von Dirk Grünling. Für mich ist das Konzept nahezu unschlagbar: Kinder werden hier nicht einfach nur mit Informationen „gefüttert“, sondern wirklich ernst genommen und dazu eingeladen, sich auf ihre ganz eigene Art Wissen rund um den Ball anzueignen. Genau das macht dieses Buch so besonders.
Erschienen ist das Buch im Kosmos Verlag und gehört zur Reihe SchlauFUX. Auf unglaublichen 64 Seiten stecken hier nicht nur jede Menge fundierte Informationen, sondern auch herrliche Fotos, die das Gelesene lebendig machen und zusätzlich begeistern.
Besonders gut gefallen mir die klar strukturierten Kategorien, die durch gleichbleibende Icons sofort erkennbar sind. Das sorgt für Orientierung und macht es auch jüngeren Leserinnen und Lesern leicht, sich zurechtzufinden und gezielt in Themen einzutauchen, die sie gerade interessieren.
Inhaltlich lässt das Buch für mich keine Wünsche offen. Es deckt wirklich alles ab, was man über Fußball wissen kann: von den Anfängen des Spiels über große Superstars und Vereine bis hin zu Taktik, kuriosen Fakten und spannenden Einblicken in den Frauenfußball. Auch Themen wie Fußball auf verschiedenen Kontinenten, die Bundesliga, wichtige Trophäen und Pokale, die Rolle der FIFA sowie Fußball im Fernsehen und Radio werden anschaulich behandelt.
Ich habe das Gefühl, dass hier ein echtes Gesamtpaket entstanden ist. Es ist so umfassend, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass irgendetwas Wichtiges fehlt. Mein kleiner Fußballexperte wird dieses Buch ganz sicher nicht mehr aus der Hand legen. Für alle fußballbegeisterten Kinder ist es aus meiner Sicht eine absolute Empfehlung.





Ferri
von Gertraud Mesner; Beate Welsch
Ich habe das Kinderbuch „Ferri – Mutig ist, wer Hilfe holt!“ von Gertraud Mesner gelesen und finde, dass es ein sehr wichtiges und zugleich sensibles Thema aufgreift: Mobbing. Die Geschichte ist in einer einfachen und klar verständlichen Sprache geschrieben, sodass auch jüngere Kinder gut folgen können.
Im Mittelpunkt steht der kleine Fisch Ferri, der eigentlich ein glückliches Leben führt – bis er plötzlich ohne erkennbaren Grund von anderen geärgert und schließlich richtig gemobbt wird. Für mich war besonders eindrücklich, wie nachvollziehbar seine Gefühle dargestellt werden. Es ist gut zu verstehen, dass ihn diese Situation stark belastet und sogar krank macht.
Ich finde es sehr realistisch, dass Ferri sich zunächst nicht traut, mit seinen Eltern darüber zu sprechen. Umso wichtiger ist die Rolle des Wals, der alles beobachtet hat und sich Ferri geduldig zuwendet. Mir gefällt besonders, wie er versucht zu erklären, warum andere sich verletzend verhalten könnten, gleichzeitig aber ganz klar macht, dass Mobbing niemals in Ordnung ist. Die Botschaft, dass jeder genau so richtig ist, wie er ist, wird dabei sehr schön vermittelt.
Meiner Meinung nach ist das Buch besonders wertvoll, weil es Kinder dazu ermutigt, sich Hilfe zu holen und zeigt, dass das ein mutiger Schritt ist. Da das Thema sehr ernst ist, halte ich es für wichtig, das Buch gemeinsam mit Kindern zu lesen und anschließend darüber zu sprechen.
Auch die Illustrationen haben mir sehr gut gefallen, da sie das Gelesene wunderbar unterstützen. Besonders hilfreich finde ich zudem die Impulse im hinteren Teil des Buches, die sich an Eltern und pädagogische Fachkräfte richten und den Umgang mit dem Thema Mobbing vertiefen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich manche Kinder in Ferri wiederfinden, aber auch, dass einige ihr eigenes Verhalten in den mobbenden Meerestieren erkennen.
Insgesamt halte ich „Ferri – Mutig ist, wer Hilfe holt!“ für ein einfühlsames und wichtiges Kinderbuch, das einen wertvollen Beitrag zur Prävention leistet.
Ich spreche eine klare Leseempfehlung mit gleichzeitiger und/oder anschließender Nachbesprechung aus.





So weit oben
von Susanne Straßer
„So weit oben – Eine lustige Reihengeschichte zur Sprachförderung“ von Susanne Straßer hat uns von Anfang an begeistert. Schon beim ersten Anschauen war klar: Dieses Set lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern dazu, die Geschichte wirklich gemeinsam zu erleben. Es besteht aus 10 Bildkarten, 10 Textkarten und 10 Rätselkarten und regt Kinder auf spielerische Weise dazu an, selbst sprachlich aktiv zu werden und in die Geschichte einzutauchen.
Ich war wirklich erstaunt, wie jede einzelne Karte sofort zum Erzählen animiert. Natürlich mussten wir immer wieder alle Tiernamen aufzählen, und meine Kleine klatscht jedes Mal begeistert in die Hände und kichert vor sich hin, wenn ein weiteres Tier dazukommt und sich die Figuren so lustig aufeinanderstapeln. Diese kleinen Momente sind einfach unbezahlbar.
Auch die 10 Rätselkarten haben uns total überzeugt. Sie sind liebevoll gestaltet und gar nicht so leicht zu lösen, sodass man automatisch ganz genau hinschaut und mitfiebert. Der Ehrgeiz, die Rätsel zu knacken, war bei uns jedes Mal riesig.
Natürlich wurde auch sofort eingefordert, die Geschichte nochmals und nochmals zu lesen – und inzwischen träumen wir tatsächlich alle von so einem leckeren Kuchen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, die Geschichte auch in der Schule mit Grundschülern oder im Kindergarten zu besprechen. Im Anschluss lässt sich so kreativ damit weiterarbeiten – ob beim Weiterspinnen der Geschichte, beim Nachspielen, Vertonen oder beim Gestalten eines eigenen Kunstwerks.
Die klaren und ausdrucksstarken Illustrationen machen die Figuren dabei besonders lebendig. Für uns ist dieses Kartenset eine wundervolle Möglichkeit, Geschichten gemeinsam zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und ganz nebenbei die Freude an Sprache zu wecken.
Eine absolute Empfehlung von uns für alle, die Geschichten nicht nur lesen, sondern gemeinsam erleben möchten.





Fritzi Furchtlos
von Katja Reider
Das Bilderbuch „Fritzi Furchtlos – Von einer, die auszog, das Fürchten zu lernen“ von Katja Reider und Thorsten Saleina hat uns supergut gefallen, und wir haben Fritzi sofort ins Herz geschlossen. Sie ist eine wunderbare kleine Hauptfigur, mit der man sich schnell verbunden fühlt.
Besonders begeistert haben uns die wunderschönen Illustrationen. Alle Figuren sind mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, und vor allem die unterschiedlichen Mimiken sind super gelungen. Man kann die Gefühle der Charaktere direkt in ihren Gesichtern ablesen, was die Geschichte gleich lebendiger macht.
Auch die Botschaft des Buches wird sehr einfühlsam und kindgerecht vermittelt. Wir haben uns sehr mit Fritzi gefreut, dass sie durch Fiete doch noch gelernt hat, sich zu fürchten. Es ist schön zu sehen, wie Gefühle durch andere Menschen sichtbar werden und wie wir uns manchmal erst durch sie unserer eigenen Emotionen bewusst werden. Genau das macht diese Geschichte so besonders.
Die Idee mit dem Angstausschlag fanden wir superlustig. Diese Szene hat bei uns für ein dickes Grinsen im Gesicht gesorgt. Humor und Tiefgang sind hier wunderbar miteinander verbunden, ohne dass es zu schwer oder belehrend wirkt.
Für uns ist dieses Buch ein ganz wundervolles Bilderbuch mit einer wichtigen Botschaft über Gefühle, Freundschaft und gegenseitige Unterstützung. Es regt zum Nachdenken an, lädt zum gemeinsamen Gespräch ein und macht dabei einfach richtig viel Spaß. Ein echtes Herzensbuch!





Obacht!
von Kerstin Hau
Für mich ist Obacht ein wahres Kunstwerk. Schon beim ersten Durchblättern war ich tief beeindruckt von den unglaublich schönen Zeichnungen, die trotz ihrer Schlichtheit eine enorme Wirkung entfalten. Die Farbwelt aus Weiß, Grau, Schwarz und Orange ist so minimalistisch und gerade deshalb so ausdrucksstark. Nichts lenkt ab, alles wirkt bewusst gesetzt. Besonders das Orange fühlt sich wie ein emotionaler Lichtpunkt an, der dem Buch eine besondere Tiefe verleiht.
Ich liebe es, wie viel Raum die Illustrationen lassen, um selbst zu fühlen, zu denken und zu entdecken. Sie überfordern nicht, sondern laden ein, genau hinzuschauen und immer wieder Neues wahrzunehmen. Diese Ruhe und Klarheit machen das Buch für mich so besonders.
Besonders berührt hat mich die zentrale Botschaft: den Mut zu haben, mit dem Unbekannten in Kontakt zu treten. Diese Idee wird so feinfühlig und kindgerecht vermittelt, dass sie weit über ein gewöhnliches Kinderbuch hinausgeht. Sie spricht auch mich als Erwachsene an und erinnert daran, offen, neugierig und mutig zu bleiben.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dieses Buch als kleines Theaterstück mit Kindern aufzuführen, weil die Bilder und die Geschichte so viel Atmosphäre und Emotion transportieren. Gleichzeitig habe ich auch vor, Obacht mit meiner Klasse zu lesen, da es sich hervorragend eignet, um Gespräche über Gefühle, Neugier, Ängste und Offenheit anzuregen.
Für mich ist Obacht ein wunderschönes, tiefgründiges Kinderbuch, das lange nachwirkt. Es verbindet Minimalismus mit großer Aussagekraft, Fantasie mit Gefühl und Leichtigkeit mit Bedeutung. Ein Buch, das ich immer wieder gern zur Hand nehme werde und von Herzen weiterempfehle.





National Geographic Kids - Die tollsten Tierbabys aus aller Welt
von Maya Myers
Mir hat das Buch „Die tollsten Tierbabys aus aller Welt“ aus der Reihe National Geographic Kids supergut gefallen. Die vielen Fotos – teilweise auch großformatig – sind wunderschön und laden richtig zum Staunen ein.
Die Texte sind nicht überladen, enthalten aber dennoch viele interessante Informationen. Besonders schön finde ich, dass die kleinen Leser immer wieder direkt angesprochen werden, zum Beispiel beim Fennek mit der Frage: „Was hörst du, wenn du nach draußen gehst?“ oder beim gelbbraunen Kofferfisch: „Kennst du andere Dinge, die kastenförmig sind?“ Dadurch wird das Buch sehr lebendig und regt zum Mitdenken an.
Besonders gut haben mir und meinen Kindern die Belugamutter und ihr dunkelgraues Kalb gefallen. Die Frage, welche unterschiedlichen Geräusche meine Kinder machen können, hat für unglaublich viel Spaß gesorgt – es wurde gezeigt, ausprobiert und ganz viel gelacht.
Auch die kleine Säule mit dem Faktenwissen zu jedem Tier gefällt mir richtig gut: kompakt, übersichtlich und dennoch sehr informativ.
Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass das Buch aufgrund seiner Größe und seines Gewichts für jüngere Kinder nicht gut zum eigenständigen Entdecken geeignet ist. Zum gemeinsamen Betrachten oder Vorlesen eignet es sich jedoch hervorragend.
Insgesamt ist es ein tolles Sachbuch, das Wissen vermittelt und dabei viel Freude macht.





Anna und die Wut
von Christine Nöstlinger
Ich habe „Anna und die Wut“ von Christine Nöstlinger und Anke Kuhl mit großer Begeisterung gelesen. Besonders gut gefällt mir der klare und direkte Text. Er spricht die kleinen Leserinnen und Leser unmittelbar an, ohne Umwege und ohne Schnörkel. Genau das macht das Buch so stark – man fühlt sich sofort ernst genommen und verstanden.
Im Mittelpunkt steht Anna, die manchmal so wütend wird, dass sie gar nicht mehr weiß, wohin mit all ihren Gefühlen. Ihre Wut ist groß und mächtig, sie wirbelt alles durcheinander und reißt andere mit. Doch schnell merkt Anna, dass es nicht funktioniert, die Wut einfach freien Lauf zu lassen – am Ende steht sie ganz schön alleine da. Gleichzeitig ist auch das Herunterschlucken keine Lösung. Zum Glück hat Annas Opa eine wunderbare Idee, wie sie lernen kann, mit der Wut besser umzugehen.
Sehr eindrücklich wird damit gezeigt, dass man mit seinen Gefühlen umgehen lernen muss, und dass es völlig in Ordnung ist, wütend zu sein – solange man Wege findet, diese Energie zu kanalisieren.
Die Neuinterpretation ist in meinen Augen äußerst gelungen. Besonders mag ich die farbliche Unterlegung der Wut in den Illustrationen – sie macht die Gefühle sichtbar und für Kinder nachvollziehbar.
Für mich ist „Anna und die Wut“ ein rundum gelungenes Kinderbuch, das wichtige Themen verständlich, ehrlich und zugleich liebevoll vermittelt. Große Leseempfehlung!





Die Ewigkeit ist ein guter Ort
von Tamar Noort
Tamar Noorts Roman „Die Ewigkeit ist ein guter Ort“ hat mir insgesamt gut gefallen. Auch wenn ich mit der Protagonistin Elke nicht ganz warm geworden bin, fand ich ihre innere Suche nach Orientierung und Halt im Glauben sehr berührend und nachvollziehbar.
Elke steht nach ihrem abgeschlossenen Theologiestudium an einem entscheidenden Punkt: Eigentlich soll sie das Pastorenamt ihres Vaters übernehmen, doch sie ist selbst voller Zweifel. Zwischen Tradition und eigener Identität, zwischen Glaubenskrise und Sehnsucht nach Sinn, wirkt sie oft zerrissen. Besonders der Tod ihres Bruders, über den in der Familie kaum gesprochen wurde, prägt ihr Ringen um Glauben und Selbstverständnis nachhaltig.
Was das Buch für mich so stark macht, ist die Mischung aus Tiefe und Leichtigkeit. Noort gelingt es, existenzielle Themen wie Verlust, Glaubenszweifel und familiäre Erwartungen sensibel und nachdenklich darzustellen, ohne den Text schwer werden zu lassen. Im Gegenteil, die Geschichte ist auch von feinem Humor durchzogen und lässt einen immer wieder schmunzeln.
„Die Ewigkeit ist ein guter Ort“ ist ein Roman, der zum Innehalten und Reflektieren anregt. Er zeigt, dass die Suche nach sich selbst und nach einem persönlichen Glauben nicht geradlinig verläuft, sondern voller Umwege, Zweifel und leiser Momente ist.
Ein Buch, das nachwirkt – nachdenklich stimmt, aber zugleich tröstlich und sogar leichtfüßig erzählt ist.





Anna oder: Was von einem Leben bleibt
von Henning Sußebach
Henning Sußebach gelingt es in Anna oder: Was von einem Leben bleibt, das Leben seiner Urgroßmutter auf eindrucksvolle Weise nachzuzeichnen. Beim Lesen bin ich gerne in Annas Welt eingetaucht und habe die facettenreiche Darstellung ihres Lebens sehr geschätzt. Besonders bemerkenswert finde ich, wie klar und reflektiert Sußebachs Sprache ist. Sie macht das Buch zugleich zugänglich und tiefgründig.
Hervorzuheben ist in meinen Augen auch die selbstkritische Reflexion des Autors: Er zeigt nicht nur, was er in Anna sehen möchte, sondern macht auch transparent, dass seine Deutung immer auch von eigenen Vorstellungen und Interpretationen geprägt ist. Dadurch entsteht eine Nähe, die die Geschichte lebendig und authentisch wirken lässt.
Ein weiterer großer Pluspunkt für mich ist die eingeflochtene geschichtliche Einordnung. Sie gibt dem Buch zusätzliche Tiefe und verortet Annas Lebensgeschichte in ihrem historischen Kontext. Dadurch entsteht ein rundes Gesamtbild, das nicht nur ein individuelles Leben erzählt, sondern auch einen Blick auf die Zeitgeschichte eröffnet.
Für mich ist „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ eine sehr bereichernde Lektüre – eindringlich, reflektiert und bewegend.





Gute Nacht, Zoo
von Sophie Schoenwald
Wenn ich „Gute Nacht, Zoo“ von Sophie Schoenwald vorlese, beginnt für uns beide ein ganz besonderer Abendmoment. Auf jeder Doppelseite darf mein Kind ein Tierkind entdecken, das sich an Mama oder Papa schmiegt und langsam einschläft. Besonders mag ich die Szene mit dem Faultier, das sich an die Brust kuschelt – da sehe ich uns selbst ein kleines bisschen wieder.
Der kleine Elefant hält sich fest am großen Rüssel, das Giraffenkind bettet seinen Kopf auf ein weiches Wolkenkissen und die Nilpferdfamilie gähnt uns so herzlich entgegen, dass wir automatisch mitgähnen müssen.
Die Geschichte ist so eindeutig und einfühlsam geschrieben, dass mein Kind sofort versteht, was passiert. Ich merke jedes Mal, wie es mit jeder Seite ruhiger wird – oft kuschelt es sich an mich, während wir den Tieren beim Einschlafen zusehen.
Auch die Illustrationen von Günther Jakobs gefallen mir sehr. Die gedeckten, harmonischen Farben sind nicht überladen und schaffen eine wohltuende Ruhe. Gerade am Abend passt das perfekt – es wirkt fast so, als würden die Bilder selbst ein kleines Schlaflied singen.
Für mich ist „Gute Nacht, Zoo“ ein sehr gelungenes Vorlesebuch und super geeignet für die allabendliche Bettroutine. Es schafft einen Moment voller Nähe und Geborgenheit.









