Kundenrezensionen
Lies_ein_Buch
empfiehlt:





Noch fünf Tage
von Helena Falke
Eine sterbende Frau klärt ihren eigenen Mord auf- was für eine geniale Idee ist das denn bitte?! Und das, wäre sie selbst zwischenzeitlich Hauptverdächtige ist. Da Protagonistin Lis ans Bett gefesselt im Krankenhaus liegt, ist der Handlungsrahmen super eng gefasst und spielt sich innerhalb weniger Tage ab. Das gibt dem ganzen eine gewisse Dringlichkeit und eine eindringliche Atmosphäre.
Lis rekapituliert nicht nur die Ereignisse der Mordnacht, sondern ihre komplette Beziehung zur Familie ihres Arbeitgebers, hinterfragt Entscheidungen und versucht Verbindungen zu den jüngsten Geschehnissen herzustellen. Familie Harman kommt dabei überhaupt nicht gut weg und dadurch ergeben sich verschiedene mögliche Motive für den Mord, was super spannend geplottet ist. Geld allen macht eben keine guten Menschen und besonders wie die Harman Lis mitgespielt haben, war wirklich unterirdisch.
Lis habe ich als starke, selbstbewusste Frau empfunden, die alles tut, um ihrer Tochter eine gute Zukunft zu ermöglichen, aber auch eine ordentliche Portion eigenen Ehrgeiz und ein gesundes Selbstvertrauen bezüglich ihres Könnens besitzt. Das macht sie zu einer tollen Protagonisten, deren Gedankengängen man gerne folgt.
So ein bisschen surreal ist die gesamte Situation natürlich schon, vor allem, dass Lis zwischenzeitlich Beschuldigte, aber auch Anklägerin und Ermittlerin ist. Und trotzdem die luxuriöse Behandlung eines VIPs erfährt. Die kulinarischen Ausschweifungen fand ich interessant zu verfolgen, auch wenn ich damit selbst nicht allzu viel anfangen kann.
Ich fand die knackige Erzählstruktur und die temporeiche Ermittlung sehr packend und habe durchaus mitgefiebert. War mal was anderes, mir hats gefallen.
Cellissima
empfiehlt:





Noch fünf Tage
von Helena Falke
Lis ist Köchin bei der milliardenschweren Familie Harman in Davos. Beim Silvesterdinner stirbt die gesamte Familie - durch Gift, das sich im Essen befand. Und auch Lis wurde vergiftet. Ihr bleiben nur noch wenige Tage. Innerhalb dieser wenigen Tage muss sie vom Krankenhausbett aus herausfinden, wer hinter diesem Giftanschlag steckt. Galt der Anschlag der Familie Harman und war Lis nur ein Kollateralschaden - oder galt der Anschlag Lis und war die Familie Harman nur ein Kollateralschaden?
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"Noch fünf Tage" ist eines dieser Bücher, die sich gut anhörten, mich dann aber leider überhaupt nicht überzeugten und sogar ziemlich enttäuschten.
Vorweg: Für mich ist es über weite Strecken eher ein Krimi als ein Thriller. Darüber könnte ich vielleicht noch hinwegsehen, wenn der Rest passen und überzeugen würde. Das ist aber leider nicht der Fall.
Helena Falkes Schreibstil ist weder besonders gut noch besonders schlecht - absoluter Durchschnitt eben.
Die Figuren kommen klischeebeladen daher. Sowohl die Figuren als auch die Handlung bleiben sehr oberflächlich. Mir fehlte komplett die Tiefe. Ich konnte keinerlei Verbindung zu den Figuren aufbauen. Weder der Aufbau des Falles noch seine Auflösung konnten mich fesseln. Es bleibt alles einfach viel zu blass und langweilig. So gibt es auch immer wieder Längen. Auch wirkt alles offensichtlich konstruiert. Mich konnte "Noch fünf Tage" leider in keiner Hinsicht überzeugen. Ich kann leider keine Empfehlung aussprechen.
Anjulia
empfiehlt:





Noch fünf Tage
von Helena Falke
Gourmet-Köchin Lis wird in fünf Tagen sterben. Sie wurde gemeinsam mit der Milliardärsfamilie Harman ermordet. Während die Mitglieder der Familie nach dem Silvesterdinner direkt gestorben sind, hat Lis nur eine kleine Menge des radioaktiven Giftes zu sich genommen, das sie nun langsam tötet. Sind fünf Tage genug Zeit, um den eigenen Mörder zu finden?
Das Konzept des Thrillers "Noch fünf Tage" von Helena Falke ist vergleichsweise originell. Lediglich bei einem anderen Jugendthriller habe ich erlebt, dass das Opfer selbst versucht seinen Mörder zu finden. Dort war das Ganze zugegebenermaßen etwas spannender umgesetzt. Hier ermittelt Lis hauptsächlich von ihrem Sterbebett aus. Motivation dafür ist lediglich die Zukunft ihrer Tochter Cosima. Ihre ständigen Begleiter sind Krankenpflegerin Esme und die Digitaluhr, eine stetige Erinnerung an die Zeit, die ihr verbleibt. Beim Lesen merkt man, dass Lis Köchin und keine Ermittlerin ist. Gedanklich arbeitet sie ihre Zeit als Angestellte der Harmans auf, taucht ein in eine Welt des Reichtums und der Mehrgänge-Menüs. Figuren werden von ihr verdächtigt und dann als Täter wieder verworfen. Hin und wieder zieht sich die Geschichte durch detaillierte Beschreibungen dabei in die Länge. Für mich war es kein Page-Turner. Insgesamt interessant erzählt, auch wenn ich mir mehr Spannung gewünscht hätte.
Odina
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Noch fünf Tage
von Helena Falke
Der Thriller „Noch fünf Tage" wurde von Helena Falke verfasst und erschien am 21. April 2026 im Suhrkamp Verlag. Das Buch umfasst 303 Seiten und das düstere Cover ist geheimnisvoll gestaltet. In der Geschichte geht es um Lis, eine Weltklasseköchin, die nach Davos gelockt wird, dort im Harman-Sitz beim Silvesterfest vergiftet wird und fünf Tage zu leben hat. Aus der Luxusklinik versucht sie, Zeit mit ihrer Tochter zu gewinnen und herauszufinden, wer hinter dem Anschlag steckt, während sie sich fragt, ob sie Kollateralschaden oder tiefer in die Intrigen der Superreichen verstrickt ist. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und erinnert an Einträge in einem Tagebuch. Ebenso wechseln Gegenwart und Vergangenheit sich ab. Die Spannung bleibt eher mittel bis leicht langatmig, überraschende Wendungen bleiben aus und der Täter war für mich früh erkennbar, wodurch der Nervenkitzel etwas einschläft. Die Figuren sind klar und übersichtlich gezeichnet, doch Lis kam mir emotional zu distanziert vor, wodurch ich keine enge Verbindung zu ihr aufbauen konnte; die übrigen Charaktere blieben ebenso blass. Insgesamt ist das Buch eher ein durchschnittlicher Krimi, dessen Grundidee zwar vielversprechend klingt, doch die Umsetzung trifft nicht ganz den gewünschten Treffer und überzeugt daher nicht dauerhaft.
ingri
empfiehlt:





Noch fünf Tage
von Helena Falke
Lis ist Köchin für eine sehr wohlhabende Familie und bereitet ein entsprechendes Festmahl für die Silvesternacht zu. Doch etwas läuft schief, die Familie samt Kinder wird durch einen Giftanschlag getötet. Auch Lis schwebt in Gefahr – denn einerseits bleiben auch ihr nur 5 Tage, da auch sie Gift aufgenommen haben dürfte und andererseits gerät sich in Verdacht, Täterin zu sein. Sie ist fest entschlossen den Fall zu klären auch um ihre Tochter Cosima zu schützen.
Erzählerin dieses Romans ist Lis, die vom Krankenbett aus ermittelt. In relativ kurzen Kapiteln, eingeleitet durch die jeweilige Uhrzeit der Handlung, bekommt man Einblick in Lis Gedankenwelt und Erinnerungen. Durch diesen Kniff hat man einerseits einen leichten Überblick und spürt, wie die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt, man ist mitten in der Spannung. Bedrückend ist vor allem auch die Angst um ihre Tochter, etwas das nachvollziehbar wirkt und authentisch ist.
Schrittweise, aber nicht unbedingt immer chronologisch erinnert sich Lis an verschiedenste Begebenheiten in der Vergangenheit- ihre Arbeit bei der Familie Harmanns, ihre Arbeit in der Spitzengastronomie und dem Universum, in dem sich Multimillionäre bewegen. Man erfährt wie die Familie Harmann zu ihren Nachbarn und Angestellten steht, und welche Rolle Lis für sie einnimmt. Schritt für Schritt ergeben diese Rückblicke Hinweise wie sich diese Geschichte zugetragen haben könnte.
Etwas fraglich für mich war, ob ich an Lis Stelle, meine letzten Tage ebenfalls mit Ermittlungen zubringen würde. Auch die Tatsache, dass Lis den Tod doch recht rasch akzeptiert hat – es fehlen die so bekannten 5 Phasen der Trauer – scheint etwas schwer glaubhaft. Natürlich hätte es keinen Zweck und die Zeit ist gedrängt und man möge vielleicht nach Gerechtigkeit trachten, allerdings hätte ich mir zumindest etwas mehr in diese Richtung erwartet.
Der Thriller ist empfehlenswert, wenn man Bücher mag, in denen sich die Spannung aus einem packenden Erzählstil ergibt und der Ausweglosigkeit und dem Stress der. Action reiche Szenen sind nicht enthalten, aber es war für mich dennoch ein Pageturner.
Hennie
empfiehlt:





Noch fünf Tage
von Helena Falke
Die Autorin Helena Falke wählt für ihren Thriller zwei Stilelemente, die ich in anderen Büchern schon gelesen habe. Zum einen ermittelt das Opfer im eigenen Fall, zum anderen ist die Zeit dazu der wesentliche Faktor. Das hat sowohl seinen besonderen Reiz als auch einen wesentlichen Nachteil.
Zum Geschehen: Lis Castrop, eine Köchin von Weltrang, wird gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber, der Milliardärsfamilie Harman, mit einer tödlichen Dosis Polonium 210 vergiftet. Das Festmahl in der Silvesternacht überlebt die vierköpfige Familie nicht. Lis bleibt noch eine Frist von fünf Tagen, die sie im Pflegebett und am Tropf verbringt. Da sie die einzige Zeugin ist, wird sie von der Polizei verdächtigt. So fühlt sie sich gezwungen, auch um ihre minderjährige Tochter zu schützen und eine gesicherte Zukunft für sie zu erreichen, selbst aktiv zu werden. Sie muss ihre Unschuld beweisen und den Mörder finden.
Ich fand diesen Ansatz spannend. Fünf Tage! Und diese Vergiftung! Wie würde sich diese Story abspielen? Meine Neugier war geweckt.
Die fünf Tage sind gleichzeitig die Überschriften: Tag 1, Tag 2... und dazu sind die Kapitel mit der digitalen Uhrzeit versehen. Es beginnt mit 04:38 und der Einlieferung von Lis in die Luxusklinik. Ich habe schnell ins Geschehen reingefunden und ich muss sagen, dass ich sehr erstaunt war, wie gefasst Lis ihrem sicheren Tod in fünf Tagen entgegensieht. Die Uhr mit der digitalen Zeitangabe in ihrem Krankenzimmer sieht sie zunächst als ihren Freund bzw. Verbündeten an.
Die Geschichte verliert sich leider recht bald in endlosen Beschreibungen des Umfeldes der Spitzenköchin, der verschiedensten exentrischen Speisen, Zutaten und Zubereitungsarten. Die Welt der Superreichen, der Lifestyle, der Luxus und ihre Befindlichkeiten, ihre Neurosen... Lis berichtet ausführlich aus der Vergangenheit. Und das bei diesem Zeitdruck! Durch ihre Erzählung konnte ich keine verdächtigen Menschen in ihrem Umfeld herausfiltern, bis auf einen, der zum Ende wie Kai aus der Kiste bei ihr am Sterbebett erscheint.
Das Ende empfand ich als sehr fragwürdig. Ich kann es nicht glauben, dass das real war. Ich interpretierte es für mich so, dass Lis sich in den Uhrzeiten mit Fragezeichen im Sterbeprozess befand und die Abläufe in ihrem Gehirn stattgefunden haben, nicht in der Realität. So konnte sie in Ruhe sterben.
Trotz des Ernstes der Lage, ist dieses Buch recht ruhig erzählt, unblutig. Es ist kein Thriller. Dafür fehlt etwas für mich ganz Wesentliches – der durchgängige Spannungsbogen. Vielleicht kann man es als Milieustudie bezeichnen. Ich hab es trotzdem gern gelesen und kann es empfehlen, aber meine Bewertung liegt bei drei von fünf Sternen.
Paul Kretzschmar
empfiehlt:





Noch fünf Tage
von Helena Falke
Als die milliardenreichen Harmans und ihre Kinder bei einem Silvesterfestmahl einem Giftanschlag zum Opfer fallen, überlebt vorerst nur die Spitzenköchin Liz, die einzige Zeugin. Aber ihr bleiben nur fünf Tage, um den Mord aufzuklären und ihre Tochter Cosima zu schützen.
Ein außergewöhnliches Setting, dessen Leseprobe bereits neugierig machte, versprach ein interessantes Leseerlebnis.
Der tagebuchartige Schreibstil, in dem die Uhrzeitangabe jedem Kapitel vorangestellt wird, und deren Verrinnen Liz dem Tod ständig näher bringt, ist ein geschickter Schachzug zur Spannungssteigerung.
Die Suche nach dem Täter ist kompliziert, da es, wie meist, eine Anzahl möglicher Verdächtiger gibt, und die Zeit unerbittlich drängt.
Leider lässt der Spannungsbogen zwischendrin ziemlich nach, da viele Nebensächlichkeiten in Bezug auf Kochkünste, Mode und das Leben der Superreichen einfließen, die die Handlung unnötig verlängern. Erst zum Ende zu offenbart sich immer deutlicher ein perfider Plan, der jedoch glücklicherweise in einem versöhnlichen Showdown endet.
Der herzzerreißende Abschied, der sterbenden Mutter von ihrer Tochter, ist hohe Schreibkunst und großes Kino.
Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und gebe gern eine Leseempfehlung.
Lilli33
empfiehlt:





Noch fünf Tage
von Helena Falke
Ein Wettlauf gegen die Zeit
Lis Castrop ist eine Spitzenköchin und sorgt als Privatköchin für das leibliche Wohl der schwerreichen Familie Harman. Doch beim Silvesterdinner geht etwas schief: Die Harmans sterben durch Gift im Essen. Auch Lis hat etwas davon abbekommen. Ihr Tod ist unausweichlich, doch es bleiben ihr geschätzt noch fünf Tage, um ihre Angelegenheiten zu regeln, vor allem die Zukunft ihrer zwölfjährigen Tochter Cosima, die Lis unmöglich dem alkoholkranken leiblichen Vater überlassen kann. Da Lis selbst unter Mordverdacht steht, sieht sie sich gezwungen, den wahren Mörder selbst zu ermitteln. Gar nicht so einfach, wenn man ans Krankenhausbett gefesselt ist und jeden Tag mehr abbaut. Doch Lis bekommt Hilfe von der Krankenschwester Esme …
Die Erzählung aus Lis’ Perspektive sorgt dafür, dass man sich gut mit ihr identifizieren kann. In der ihr verbleibenden Zeit erinnert sich Lis an Episoden aus ihrer Vergangenheit und der der Harmans, ruft sich Gespräche in Erinnerung, die irgendeinen Bezug zu dem Mord haben könnten. So lernen wir eine Menge Freunde und Feinde kennen, von denen etliche ein Mordmotiv haben könnten. Allerdings wirkt die Geschichte dadurch ein wenig zerhackt, da Lis sich mal an dies und mal an das erinnert.
Dadurch, dass sich die gesamte Handlung über fünf Tage nur in einem einzigen Krankenhauszimmer abspielt, hatte ich unterschwellig das Gefühl, dass nicht allzu viel passiert. Es sind allein Lis’ Erinnerungen, die die Handlung vorantreiben, aber kaum wirkliche Aktionen. Vor allem hat mich Lis’ Sorge um ihre Tochter berührt. Diese ist sehr authentisch dargestellt und sehr gut nachvollziehbar.
Eine gute Idee der Autorin ist das Voranstellen der jeweils aktuellen Uhrzeit bei jedem neuen Kapitel und die sehr häufige Erwähnung der noch verbleibenden Stunden bis zu Lis’ erwartetem Ende. So erlebt man als Lesende den Wettlauf gegen die Zeit hautnah mit, was für ein bisschen Spannung sorgt.
lectrice
empfiehlt:





Noch fünf Tage
von Helena Falke
Lis arbeitet bereits seit einigen Jahren für Familie Harman; die Familie verbringt Silvester auf ihrem Anwesen in Davos und Lis hat das Silvester-Menü gekocht - und dann ist die ganze Familie tot, vergiftet. Und auch Lis ist vergiftet, allerdings hat sie keine so große Dose abbekommen und nach Aussage der Sanitäter, die sie mitgehört hat, hat sie noch 5 Tage zu leben.
Welch eine furchtbare Situation, denn in diesen Tagen wird es ihr immer schlechter gehen. Sie selbst ist nicht mehr zu retten, aber sie tut alles, um ihrer Tochter eine gute Zukunft zu bieten und das geht am besten dann, wenn sie den Mörder findet. In der Klinik erhält sie Hilfe von der Pflegerin Esme, aber ist diese wirklich so selbstlos und unparteiisch? Andererseits muss Lis Vertraute finden.
Stellenweise recht ruhig, aber immer im Hintergrund die verstreichende Zeit und diese furchtbare Situation für Lis, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird.
Zum Ende hin wird es dann doch noch actionreich. Allerdings meiner Meinung nach eher ein Roman als ein Thriller.
