Kundenrezensionen
Rinoa
empfiehlt:





Der dunkle Sommer
von Vera Buck
Dies war mein erstes Buch von Vera Buck, über die ich schon viel Positives gehört habe. Den Schreibstil empfand ich sofort als sehr angenehm zu lesen, so dass ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe.
Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Tilda und dem Journalisten Enzo, dazwischen gibt es auch immer wieder Einschübe von früher, die aber zunächst noch so ein wenig in der Luft hängen bleiben. Erst nach und nach zeigt sich ein immer klareres Bild und die losen Fäden kommen zusammen.
Für meinen Geschmack war diese Erzählweise allerdings recht umständlich, insbesondere auch im Hinblick auf die Auflösung, die ich doch ein wenig zu konstruiert fand. Mich konnten die Geschehnisse einfach nicht fesseln, auch wenn ich durchaus wissen wollte, was denn nun passiert ist und auch das Setting zumindest auf dem Papier wirklich spannend fand.
Insgesamt hat mich die Geschichte einfach nicht berühren können und auch wenn er gut zu lesen war, hat der Schreibstil für mich eine gewisse Distanz geschafft, die ich leider nicht überwinden konnte.
Es ist in gewisser Weise der Funke nicht übergesprungen, ohne dass ich das an wirklich handfesten Dingen festmachen könnte. Am Ende ist es dann natürlich auch Geschmacksache, und meinen hat „Der dunkle Sommer“ nicht ganz getroffen, auch wenn es objektiv betrachtet sicher kein schlechtes Buch ist.
Michaela
empfiehlt:





Der dunkle Sommer
von Vera Buck
Tilda will in die Einsamkeit entfliehen und kauft in einem verlassenen Dorf auf Sardinien ein Haus um einen Euro. Was sie nicht weiß, in diesem Dorf ist vor ca. 40 Jahren etwas Schreckliches passiert. Der angenehme Schreibstil von Vera Buck lässt mich schnell in die Geschichte kommen und ich bin gespannt, wie die Geschichten von Tilda, Enzo und Franca zusammenspielen. Vor allem Francas Geschichte in der Vergangenheit zieht mich in den Bann. Im Mittelteil jedoch
wünsche ich mir, dass die ersten Verknüpfungen dargestellt werden. Auch habe ich das Gefühl, dass die Geschichte über einige Seiten nur so vor sich hinplätschert. Gegen Ende wird es dann wieder spannender, auch wenn die Auflösung etwas vorhersehbar ist. Daher bin ich etwas hin und her gerissen, habe mich im Großen und Ganzen jedoch gut unterhalten gefühlt und würde 'Der dunkle Sommer' durchaus als Urlaubslektüre empfehlen.
gerlisch
empfiehlt:





Der dunkle Sommer
von Vera Buck
Nach Wolfskinder und Das Baumhaus ist Der dunkle Sommer wieder ein überaus fesselnder und düsterer Thriller von Vera Buck. Worum geht es?
Tilda die sich nach einem Unglück nach Sardinien zurückgezogen hat, versucht in einem sogenannten Geisterdorf einen Neuanfang, kauft und renoviert ein von der Regierung für einen symbolischen Euro angebotenes Haus. Der Journalist Enzo versucht herauszufinden, was damals vor 40 Jahren dort passiert ist.
Die Erzählweise ist äußerst mitreißend und eindringlich, der Spannungsaufbau ist hervorragend gelungen. Die Geschichte wird aus den wechselnden Sichtweisen von Tilda, Enzo und Franca erzählt. Durch diese unterschiedlichen Blickwinkel wird die Story noch vielschichtiger und dynamischer. Die Kapitel enden oft mit einem Cliffhanger, was zusätzlich neugierig auf alles Nachfolgende macht.
Durch falsche Fährten wird der Leser immer wieder in die Irre geführt, sodass man bis zum Schluss im Dunkeln tappt. Die Rückblicke ins Jahr der Fußballweltmeisterschaft 1982 die die Kapitel aus Franca Sicht tragen zusätzlich zur Tiefe der Geschichte bei und bringen nach und nach die dunklen Geheimnisse ans Tageslicht.
Dieses Buch ist ein absolutes Muss für alle, die spannende und geheimnisvolle Geschichten mit Tiefgang lieben.
Dorsay
empfiehlt:





Der dunkle Sommer
von Vera Buck
Es beginnt mit einem verlockenden Inserat. Ein verlassenes Dorf in Italien soll wiederbelebt werden, deshalb werden Häuser zum symbolischen Preis um nur einen Euro angeboten. Die Architektin Tilda sehnt sich nach einem Neubeginn, somit kommt dieses Angebot für sie gerade zur rechten Zeit. Sie bricht mit der Vergangenheit, um ganz neu im sardischen Dorf Botigalli zu beginnen. Dieser Ort verbirgt viele Geheimnisse. Ist er denn wirklich komplett verlassen? Mysteriöse Dinge tun sich auf, zum Beispiel läuten in der verlassenen Kirche die Glocken. Tilda wird gewarnt, dass auf ihrem Haus ein Fluch lastet.
Wieder ein sehr spannender Thriller von der Autorin Vera Buck, sie versteht es, den Leser mit ihrer Erzählweise in eine atemberaubende Geschichte mitzunehmen. Kurze Kapitel, wendungsreiche Handlung aufregend bis zum Schluss.
JD
empfiehlt:





Der dunkle Sommer
von Vera Buck
"Der dunkle Sommer" ist ein Thriller, der mich extrem überrascht hat- und das im positiven Sinne. Von Beginn an hat mich das Buch gefesselt und in seinen Bann gezogen. Ich konnte es stellenweise gar nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Die Handlung ist in mehrere Stränge aufgeteilt, die sich am Ende zu einem Ganzen zusammenfügen lassen. Ich mochte die Figuren im Buch, die alle Charakter hatten und nicht nur schwarz oder weiß gekennzeichnet waren. Auch hat die Autorin die eine oder andere Überraschung für den Leser parat. Ich war am Ende des Buches echt ein bisschen traurig, dass die Geschichte zu Ende erzählt war, weil mich der Thriller wirklich sehr gut unterhalten hat. Für mich war das Buch vor allem eins: vollkommen rund- alles hat am Ende einen Sinn ergeben. Aus diesem Grund gibt es von mir die Höchstwertung.
Kwinsu
empfiehlt:





Der dunkle Sommer
von Vera Buck
Um ihrem eigenen Trauma zu entkommen, kauft sich Tilda in dem Geisterdorf Botigalli auf Sardinien ein Haus um einen Euro. Sie sehnt sich nach Einsamkeit, auch wenn diese schwer zu ertragen ist - besonders, weil in dem Dorf unheimliche Dinge vor sich gehen. Bald trifft sie auf den Journalisten Enzo, der den Urheber eines lang zurückliegenden Massakers in dem Dorf aufdecken möchte. Tilda bekommt ungebetenen Besuch von ihrem Bruder, der sich im Laufe der Zeit zu einer angenehmen Begebenheit entwickelt. Als dieser aber plötzlich spurlos verschwindet, beginnt nicht nur die Suche nach ihm, sondern auch die atemberaubende Aufdeckung der furchtbaren Wahrheit der Vergangenheit des Dorfes...
Vera Buck schafft in "Der dunkle Sommer" etwas, was nicht viele Thriller vermögen: die Geschichte fesselt, sie baut sich langsam zu einem dichten Konstrukt auf und vor allem wird sie äußerst schlüssig und in perfektem Tempo auserzählt. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wir folgen Tilda und Enzo in der Gegenwart und Franca, einer jungen Dorfbewohnerin, die das Massaker auf Botigalli hautnah miterlebt. Und dann lesen wir noch von einer Person, die sich lange nicht zu erkennen gibt.
Das Erzähltempo ist anfänglich recht gemächlich, steigert sich im Laufe des Romans aber immer mehr und weiß gekonnt zu fesseln. Besonders schön gelingt die Landschaftsbeschreibung, die einen gekonnt und bildgewaltig nach Sardinien und speziell nach Botigalli versetzt. Neben den unheimlichen, aber nicht widernatürlichen Geschehnissen aus der Vergangenheit, schildert die Autorin auch die Beziehungen der unterschiedlichen Figuren zueinander und über weitere Strecken könnte das Buch auch ein bloßer, intensiver Familienroman sein. Doch äußerst mitreißend wird das Rätsel um das Massaker und das langsame Aufklären der Hintergründe erzählt. Im Nachwort lässt uns die Autorin wissen, dass es reale, geschichtliche Vorbilder für die Geschichte gibt. Sie gibt uns Einblicke in kriminelle Machenschaften, die in Italien aufgrund enormer Armut lange Zeit gang und gäbe waren.
Mein Fazit: "Der dunkle Sommer" ist eine gelungene Kombination aus Familienroman und Thriller, die uns in ein recht unbekanntes Kapitel italienischer Geschichte mitnimmt, obwohl sie in der Gegenwart erzählt wird. Die Autorin entwirrt die komplexe Geschichte in perfektem Tempo und äußerst schlüssig und erzeugt wunderbare Kopfbilder vom schönen Sardinien. Eine absolute Leseempfehlung!
froschman
empfiehlt:





Der dunkle Sommer
von Vera Buck
Die deutsche Architektin Tilda bricht nach einem Unglücksfall alle Brücken zu ihrer Heimat ab und kauft sich auf Sardinien um einen Euro ein Haus in der Geisterstadt Botigalli, in der niemand mehr lebt, nachdem es bei einer Hochzeit zu einer Tragödie kam, bei der vor 40 Jahren alle teilnehmenden Gäste ums Leben kamen. Die Regierung will den Ort nunmehr wiederbeleben und hat diese 1-Euro-Aktion ins Leben gerufen – allerdings muss man das entsprechende Gebäude sanieren. Das Haus ist das letzte einer Sackgasse, nur mehr die Kirche ist wenige Meter höher gelegen.
Es stellt sich bald heraus, dass Tilda doch nicht die einzige Bewohnerin Botigallis ist, die Glocke in der Kirche läutet immer wieder. Der bettlägerige Silvio mit seiner Betreuerin Franca haben den Ort nicht verlassen, sie werden auch immer wieder vom Journalisten Enzo besucht, der die Wahrheit über den Vorfall von 1982 herausbringen will. Als Tildas Bruder Nino unerwartet auftaucht und bei ihr bleibt, gerät die Situation außer Kontrolle. Nino verschwindet plötzlich
Vera Buck hat diesen Thriller aus der Sicht von Tilda, Franca und Enzo geschrieben, Rückblicke in das Jahr 1982 mit den damals geltenden Rechtsbestimmungen machen das Buch besonders interessant und stimmen einen nachdenklich. Wichtig ist auch, das Nachwort zu lesen, da Teile des Buches auf wahre Begebenheiten beruhen.
Lesemaus
empfiehlt:





Der dunkle Sommer
von Vera Buck
Der Thriller „Der dunkle Sommer“ von Vera Buck hat mich von Anfang an gefesselt.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen, in 1982 und in der Gegenwart. Das Setting, ein verlassenes Dorf auf Sardinien, ist bedrückend, bildhaft und atmosphärisch beschrieben.
Im Mittelpunkt steht die Architektin Tilda, die italienische Wurzeln hat. Nach einem traumatischen Erlebnis flieht sie vor ihrer Vergangenheit und kauft ein verfallenes Haus in einem sardischen Geisterdorf. Dort stößt sie nicht nur auf die Spuren eines lange zurückliegenden Massakers, sondern auch auf dunkle Wahrheiten über sich selbst und die Menschen in ihrem Umfeld.
Die Geschichte ist durchgehend spannend, mit überraschenden Wendungen und einer vielschichtigen Handlung. Auch die Figuren sind tiefgründig und facettenreich gezeichnet. Ein rundum gelungener Thriller!
Julchentim
empfiehlt:





Der dunkle Sommer
von Vera Buck
"Der dunkle Sommer" von Vera Buck war für mich ein intensives Leseerlebnis, atmosphärisch, düster und stellenweise erschütternd.
Tilda, eine Architektin mit italienischen Wurzeln, kauft für einen symbolischen Euro ein altes Haus in einem scheinbar verlassenen Dorf auf Sardinien. Was zunächst wie ein mutiger Neuanfang wirkt, entpuppt sich bald als düstere Reise in die Vergangenheit, nicht nur die des Ortes, sondern auch ihre eigene. Schnell wird klar: Das Haus birgt mehr als nur bauliche Mängel.
Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen, wobei besonders die Rückblicke ins Jahr 1982 durch ihre Intensität hervorstechen. Francas Erlebnisse haben mich stark berührt, die sozialen Zwänge, das Schweigen, die Ungerechtigkeit. Gerade weil die Ereignisse auf wahren Begebenheiten basieren, bleibt einiges noch lange im Kopf.
In der Gegenwart wird Tildas Geschichte durch das Auftauchen ihres Bruders und das plötzliche Verschwinden weiterer Personen zunehmend bedrohlich. Enzo, der Journalist, bringt zusätzlich Spannung ins Spiel, auch wenn manche Entwicklungen zwischen den Figuren etwas konstruiert wirkten. Dennoch fand ich es spannend zu beobachten, wie sich Vergangenheit und Gegenwart immer enger verweben.
Der Roman lebt nicht von rasantem Tempo, sondern von seiner dichten Atmosphäre und den emotionalen Themen. Das ländliche Sardinien, die Hitze, das Schweigen der wenigen Dorfbewohner, all das sorgt für Gänsehaut. Die kulinarischen, sprachlichen und landschaftlichen Details sorgen zusätzlich für authentisches italienisches Flair.
Warum also "nur" 4 Sterne? Für einen Thriller war mir der Spannungsbogen stellenweise zu flach, manche Kapitel zogen sich ein wenig, und nicht alle Figuren haben mich komplett überzeugt. Trotzdem bleibt ein sehr lesenswerter Roman, der ein düsteres Kapitel sardischer Geschichte aufgreift, packend erzählt und dabei nie den Respekt vor dem wahren Kern der Ereignisse verliert.
Empfehlung für alle, die ruhige, atmosphärische Geschichten mögen – mit einem düsteren Geheimnis und einem Hauch echter Tragödie.
