Kundenrezensionen
gerlisch
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Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
Die fünf Fürstentümer von Prismeï veranstalten jedes Jahr Jagdspiele auf der Insel Arc-en-ciel. Aus ihren Familien werden die Jäger ernannt und die Gejagten werden aus den Reihen der Bürgerlichen rekrutiert. Doch durch eine Manipulation bei der Auslosung, wird Laelia aus dem Hause le Bleu von einer Jägerin zur Gejagten und soll ausgerechnet von Laurent, ihrem Geliebten gezeichnet werden.
Die Fähigkeiten des „Zeichnens“, wenn ein Mitglied der Fürstentümer bei jemanden durch Berührung die Kontrolle über diese Person übernimmt, finde ich sehr erschreckend, aber von der Autorin bild- und wortgewandt interessant in Szene gesetzt.
Laelia ist als eine überaus starke, aber auch emotionale Protagonistin dargestellt. Wir begleiten sie auf ihrer Flucht vor den Jägern und ihren Erkenntnissen, was für sie auf dem Spiel steht. Nach und nach wird ihr klar, was für eine grausame Art der Versklavung ihre Fähigkeit bedeutet und verfolgen die Änderung ihrer Einstellung dazu.
Die Jagd nimmt sehr viel Raum ein, hier hätte ich gern noch mehr über das Leben der Charaktere erfahren. Für Abwechslung sorgten die magischen Wesen auf der Insel, diese sowohl Guten wie auch Bösen haben mich fasziniert.
Leicht knisternde Momente mit tiefen Gefühlen wechseln mit spannenden, fesselnden Szenen. Durch den Cliffhanger am Ende des Buches bleibt die Spannung auf die Fortsetzung hoch.
drachenzahn
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Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
Das Konzept dieser Welt ist wirklich überaus interessant. Es mischt „Hunger Games“ mit Themen wie Sklaverei (auch wenn der Begriff als solches nie in den Mund genommen wird) und Fantasy. Dabei kam ein überaus spannender und unterhaltsamer Jugendroman heraus, an dessen Ende man noch mehr lesen möchte und muss, da er leider auf einen Cliffhanger endet.
Um ihre Macht zu sichern, halten die Fürstenhäuser sogenannte Jagdspiele ab. Gejagt werden bürgerliche Teenager aus armen Familien. Den adeligen Jugendlichen wird jeweils einer als ihre Beute zugewiesen. Diesen müssen sie während einem zehntägigen Aufenthalt auf einer gefährlichen Insel fangen und „zeichnen“. Das bedeutet, dass sie ihn mit einer magischen Farbe aus ihren Fingern beschreiben. Die geschriebenen Worte beherrschen von da an den Bürgerlichen.
Laelia de Bleu wurde ihr ganzes Leben auf diese Jagd vorbereitet. Als sie nun ihren Gejagten per Los ziehen soll, findet sie sich selbst in der Rolle des Gejagten wieder. In dieser neuen Position beginnt sie ihr bisheriges Leben und all ihre Wertvollstellungen zu hinterfragen. Zu wem gehört sie eigentlich? Ist sie noch ein Jäger und eine Adelige? Wer will sie überhaupt sein? Und wem kann sie vertrauen?
Das Buch weist einige Wendungen auf und liest sich flüssig. Es wird nie langweilig. Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Einige Geheimnisse werden im Laufe der Geschichte aufgedeckt, aber es bleibt noch viel Stoff für den oder die Folgebände. Ab und an tauchen französische Begriffe und Sätze auf, die jedoch immer gleich übersetzt werden.
Ich für meinen Teil hatte sehr viel Spaß beim Lesen und freue mich bereits auf den nächsten Band im Februar.
Sago
empfiehlt:





Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
Das Wort Pageturner habe ich lange nicht verwendet und verbinde es sonst eher mit Thrillern. Dieses Buch hat sich für mich aber tatsächlich als Pageturner entpuppt. Die Autorin hat hier einfach alles richtig gemacht und hat mich durchweg begeistert.
Die junge Adlige Laelia gehört einer Dynastie an, in der die Herrschenden die Bürgerlichen mit ihrer Familienfarbe auf magische Weise zeichnen. Es gehört quasi zum Ritual des Erwachsenwerdens, einen Bürgerlichen so in einer Jagd zu unterwerfen und zum Diener zu machen. Doch als Laelia das Los ihres Gejagten ziehen will, geschieht das noch nie Dagewesene: Sie zieht selbst das Los einer Gejagten. Und ihr Jäger ist ausgerechnet ihr Freund Laurent.
Mit der Ankunft auf der Insel Arc-en-Ciel, auf der die Jagd traditionell stattfindet, nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf. Die Schilderung, wie Laelia sich in ihrer neuen Rolle zurechtfinden und erkennen muss, dass kaum etwas ist, wie es schien, ist rundum gelungen. Und auch das Worldbuilding, das nun um die farbenprächtige Insel erweitert wird, punktet auf ganzer Linie.
Laelia ist eine ebenso sympathische wie starke Protagonistin. Auch die Nebencharaktere sind plastisch ausgearbeitet, so dass man je nach ihrer Rolle schnell entsprechende Gefühle entwickelt.
Bis zum packenden Ende habe ich mitgefiebert und natürlich gibt es einen Cliffhanger, der noch ungeduldiger auf den zweiten Teil warten lässt. Wie ich gesehen habe, wird dieser vom Verlag erneut wunderschön gestaltet.
Anja
empfiehlt:





Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
Optisch gefällt mir dieses Buch unglaublich gut – aber auch der Inhalt hat mich überzeugt mit einer guten Mischung aus Spannung, Dramatik und Emotionen.
Eine der wichtigsten Entwicklungen der Story spoilert der Klappentext bereits – Laelia, eine Adlige, die zur Jägerin ausgebildet wurde, wird zur Gejagten. Ihr Jäger ist ihr Freund Laurent, mit dem sie sich eine gemeinsame Zukunft gewünscht hatte. Doch nun wird einer von ihnen unweigerlich zum Verlierer werden und sein bisheriges Leben aufgeben müssen.
Lias Los kommt nicht überraschend, die Umstände sind es dafür umso mehr. So sehr sie mit ihrem Schicksal hadert, das Los ist Gesetz und Lia fügt sich in ihre neue Rolle, bereit, dennoch für ihre Träume zu kämpfen und einen Weg zu finden, ihr Leben mit Laurent zum Guten zu wenden.
Es entwickelt sich zunächst eine recht typische Geschichte: Mädchen aus gutem Haus lernt Menschen kennen, die kein so privilegiertes Leben führen und zum ersten Mal macht sie sich Gedanken über ihre eigene Lebensweise und das System, das – wie zu erwarten – unfair gegenüber allen sind, die nicht den Fürstenhäusern angehören.
Aber dies ist nicht das Einzige, worüber Lia im Verlauf ins Grübeln gerät. Trotz ihrer Ausbildung stellt die Insel sie vor viele Schwierigkeiten, schließlich hatte sie gelernt, Spuren zu lesen, nicht sich zu verbergen. Sie muss ganz neue Strategien entwickeln. Lia versteckt sich, kundschaftet aus und wird in verschiedene Konflikte hineingezogen. Und sie schließt unerwartete Freundschaften. Je mehr sie erlebt und erfährt, desto mehr verändern sich ihre Wahrnehmung und ihre Ziele.
Da die Jagd auf wenige Tage und eine Insel begrenzt ist, kommt es immer wieder zu brenzligen, actionreichen und aufregenden Situationen beim Aufeinandertreffen von Jägern und Gejagten, sodass das Buch trotz zwischenzeitlich ruhigerer Passagen insgesamt durchweg sehr fesselnd ist.
Manche Entwicklungen sind vorhersehbar, andere Zusammenhänge kommen überraschend. Besonders im letzten Drittel steigen Tempo und Dramatik stark an und die Auflösung der Intrigen und Geheimnisse habe ich nicht kommen sehen.
Was ich noch nicht ausreichend beschrieben fand, ist das Magiesystem. Es gibt fünf Fürstenhäuser unterschiedlicher Farbe, die einen anderen Menschen zeichnen können und ihn damit zu ihrem Eigentum machen. Eigentlich haben die Farben unterschiedliche Kräfte: beispielsweise Einfluss auf den Körper, die Erinnerungen oder Emotionen… Bei den Zeichnungen, die stattfinden, hatte ich aber das Gefühl, dass diese Bereiche nicht klar voneinander abgegrenzt sind (wenn beispielsweise jemand etwas tun und es dann vergessen soll = Einfluss auf Körper und Erinnerung?). Daher hoffe ich, dass sich dies im nächsten Band noch etwas klarer darstellt.
Zudem hätte ich mir eine Karte gewünscht, um einen Eindruck von Größe und Lage der Länder zu erhalten.
Was mir richtig gut gefallen hat, sind die fantasievollen, detaillierten Beschreibungen der Insel, auf der die Jagd stattfindet. Dort gibt es lauter ungewöhnliche Tiere und Pflanzen, die die Teilnehmer zusätzlich in unerwartete Schwierigkeiten bringen und immer wieder für Überraschungen sorgen.
Das offene Ende ist so spannend, dass ich sehr neugierig auf die Fortsetzung bin.
Fazit
Spannende, ereignisreiche Jagd in einem fantasievoll ausgearbeiteten Schauplatz. Protagonistin Lia macht im Verlauf eine deutliche Entwicklung durch und hinterfragt ihr Leben und die Absichten ihres Umfelds. Intrigen und Verrat stehen (neuen) Freundschaften gegenüber und sorgen für so manchen dramatischen Konflikt. Das Land und das Magiesystem hätten ausführlichere Beschreibungen benötigt.
Buchchecker
empfiehlt:





Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
„Dynasty of Hunters“ ist ein fesselnder Dilogie-Auftakt, der in eine düstere und zugleich faszinierende Welt entführt, in der Traditionen und Machtspiele das Leben der Menschen bestimmen. Die Jagdspiele der fünf Fürstentümer, die seit Jahrhunderten einem strengen Schema folgen, stellen eine brutale Machtdemonstration dar: Hier sind die Adligen die Jäger, die Bürgerlichen die Gejagten und am Ende dieser grausamen Spiele wird der Verlierer dem Gewinner ein Leben lang untertan sein. ...
Die Geschichte wird aus der Perspektive von Laelia de Bleu erzählt, einer starken Protagonistin, deren Schicksal sich auf dramatische Weise wendet, als sie als Adlige selbst zur Gejagten wird und sich nun in einem gefährlichen Spiel aus Macht und Intrigen behaupten muss.
P. J. Ried gelingt es, mit ihrem flüssigen, lebendigen und detailreichen Schreibstil eine Atmosphäre zu schaffen, die sowohl spannend als auch emotional berührend ist.
Die Charaktere sind vielschichtig und gut ausgearbeitet, und Laelia sticht als starke und mutige Protagonistin hervor, die sich den Herausforderungen mit Entschlossenheit und Intelligenz stellt. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist packend und nachvollziehbar.
Die dystopische Welt, die Ried erschaffen hat, begeistert mit Panem-Vibes und bietet eine packende Mischung aus Action, Fantasy und Romantik. Wobei die Romanze sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern geschickt in die spannenden Ereignisse eingebettet ist.
Der gemeine Cliffhanger am Ende des Buches lässt mich nun gespannt auf die Fortsetzung warten. Die Kombination aus Romantik, Spannung und Intrigen macht das Buch, das Themen wie Liebe und Freundschaft, Verrat und Treue behandelt, zu einem absoluten Page-Turner.
Ryria
empfiehlt:





Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
Laelias Zukunft erscheint traumhaft und relativ gesichert: Nach der erfolgreichen Teilnahme bei den Jagdspielen erwartet sie die Hochzeit mit ihrem langjährigen Freund und der Thron ihres Fürstentums. Blöd nur, dass sie aus unerklärlichen Gründen plötzlich auf der Seite der Gejagten landet und sich alle Pläne in Luft auflösen.
Das Setting erinnert auf den ersten Blick natürlich an die Tribute von Panem: Jugendliche treten in einer Art Arena (hier einsame Insel) gegeneinander an, die Teilnahme wird durch Lose geregelt, in der Wildnis erwarten sie gefährliche Tiere und irgendwer ist mit dem ganzen System nicht mehr so wirklich einverstanden.
Darüber hinaus entwickelt sich die Geschichte aber schnell zu etwas ganz eigenem. Die Adeligen sind französisch angehaucht und benehmen sich größtenteils auch so wie diejenigen, die sich bei uns dann damals in der französischen Revolution "verantworten" mussten. Der Haken hier ist jedoch, dass jedes Adelshaus über eine andere Art von magischer Kraft verfügt. Dieses ganze System fand ich toll ausgearbeitet, verschiedene Farben, Blumen und Kräfte verleihen den Adligen eine zusätzliche angeborene Identität und Zugehörigkeit, die im Laufe der Geschichte auch auf die Probe gestellt wird.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Laelia erzählt und als Leser ist man genauso ratlos wie sie. So fragt man sich von Anfang an, was bei der Auslosung schief gelaufen ist, doch statt Antworten kommen nur immer mehr Fragen hinzu, was gut Spannung aufbaut - nichts läuft wie geplant, nichts ist so, wie es scheint.
Der Schreibstil ist hierbei angenehm zu lesen, zeitweise konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, aber auch die Kapitellänge erschien mir genau richtig.
Zu meinen Highlights zählten die Beschreibungen, sowohl der Landschaft, der Gesellschaft als auch der Charaktere. Diese kann man sich gut vorstellen, aber auch an Details zu ihren Hintergrundgeschichten wird nicht gespart. Statt einfacher Nebencharaktere erkundet der Leser die Insel zusammen mit authentischen Personen voller Sorgen, Ängsten, Stärken und Hoffnungen.
Auch die "Überlebenstricks" auf der Insel fand ich spannend zu lesen - ich hoffe zwar nie auf einer einsamen Insel zu stranden, aber immerhin hätte ich dann schon ein paar Ideen.
Zuletzt hervorheben möchte ich Laelia selber: Meiner Meinung ist sie ein absolut gelungener Hauptcharakter. Anstatt stur bei ihren Ansichten zu bleiben hinterfragt sie das, was ihr falsch vorkommt und entwickelt sich charakterlich im Verlauf der Handlung weiter.
Eternal-Hope
empfiehlt:





Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
"Dynasty of Hunters" ist für mich ein ganz besonderes Fantasy-Buch, das noch lange nachhallen wird. Gerade habe ich es atemlos beendet und werde mir direkt den zweiten Band, der nächstes Jahr erscheinen wird, vorbestellen.
Was liebe ich an diesem Buch so? Zuerst einmal die wunderschöne Aufmachung mit dem Farbschnitt und dem aufwändig und ansprechend gestalteten Cover, die es ein Vergnügen macht, das Buch anzusehen oder in der Hand zu haben. Aber das schönste Cover alleine wäre nichts ohne eine tolle Geschichte... und auch hier überzeugt "Dynasty of Hunters" auf allen Ebenen.
Nach der Beschreibung war ich mir nicht sicher, ob es nicht eine kitschige Liebesgeschichte sein würde, so wie es unter den als "Romantasy" gelabelten Büchern so einige gibt. Das ist nicht meines, ich bin deutlich mehr Fantasy- und Dystopie- als Romance-Fan. Umso glücklicher war ich, als ich feststellen konnte, dass es in diesem Buch so viel mehr um Freundschaft, Loyalität, Zusammenhalt und Gesellschaftskritik geht als um eine Romanze.
Worum geht es?
Laelia de Bleu wächst behütet als einzige Tochter der Hauptadelsfamilie der de Bleus auf, mit liebenden, umsorgenden Eltern und zwar ohne Geschwister, aber mit einer Cousine, Astoria, die ihr nah steht wie eine Schwester ("ma soeur"). Als Adelige und Thronerbin erhält sie ein umfangreiches Training, insbesondere in den für die sogenannte "Jagd" nötigen Fähigkeiten. Es gibt nämlich ein Initiationsritual, dem sich alle adeligen Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren unterziehen müssen, um in die adelige Gesellschaft aufgenommen zu werden: sie werden zehn Tage auf einer einsamen Insel ausgesetzt, gemeinsam mit bürgerlichen Jugendlichen. Jedem adeligen Jugendlichen ist ein bürgerlicher Jugendlicher zugeteilt, den er jagen und "zeichnen" soll. Zeichnen bedeutet, sich den anderen als lebenslanger persönlicher Diener untertan zu machen, unter Einsatz der magischen Kräfte der adeligen Jugendlichen, die sie über ihre Hände in einen anderen leiten können.
Je nach Farbe des Adelshauses unterscheidet sich, über welche Bereiche anderer Menschen man verfügen kann: die de Bleus (blau) kontrollieren den Körper, die de Rouges (rot) die Emotionen, die d'Ors (gold) den Geist, die de Verts (grün) die Erinnerungen, die de Blancs (weiß) Leben und Tod des Unterworfenen. Und dann gab es früher auch noch die nun ausgelöschten de Noirs, die die Fähigkeiten hatten, die Kräfte aller anderen Häuser zu kontrollieren und deren Zeichnungen zu verändern oder zu löschen. Diese hatten als einzige Mitgefühl mit den bürgerlichen Jugendlichen gezeigt und sich für die Abschaffung der Jagdspiele eingesetzt - für diesen Frevel (in den Augen der anderen Adelshäuser) wurden sie ausgelöscht und ihre Ländereien unter den anderen Häusern aufgeteilt.
Laelia ist schon seit einigen Jahren in einer Liebesbeziehung mit Laurent de Vert, nach den erfolgreichen Jagdspielen möchten sie heiraten. Doch dann geschieht das Unvorstellbare: bei der Ziehung wird Laelia nicht wie allen anderen adeligen Jugendlichen das Los einer Jägerin, sondern das einer Gejagten zugeteilt - und Laurent ist ihr Jäger.
So weit die bekannte Geschichte, die sich schon aus Einführung und Klappentext erschließt. Und jetzt hätte das eben eine schnulzige, dramatische Liebesgeschichte werden können... wird es aber nicht! Den Großteil des Buches macht die Zeit auf der Insel aus und - ohne inhaltlich zu viel vorab zu verraten - ich habe es einfach großartig gefunden, wie die kluge und sensible Laelia sehr schnell beginnt, diese Spiele zu hinterfragen, nun, da sie selbst in der Position der Gejagten ist. Wie wir mitbekommen, wie sie mehr und mehr kritisch zu denken beginnt und erkennt, Teil von was für einem unterdrückerischen Regime sie eigentlich ist/war. Wie sie sich den gejagten Jugendlichen annähert und sich mit diesen anfreundet.
Richtig großartig habe ich all die Freundschaften und die Verbundenheit und Loyalität unter den gejagten Jugendlichen gefunden - es ist wunderschön zu sehen, wie diese unter extremen Bedingungen zusammenhalten, füreinander einstehen und sich sogar füreinander opfern. Hier ist das Buch trotz der düsteren Hintergrundkulisse deutlich angenehmer zu lesen als z.B. "Die Tribute von Panem", das in einem ähnlichen, aber noch wesentlich unbarmherzigeren Setting spielt, in dem kaum wirklicher Zusammenhalt möglich ist, weil alle gegeneinander kämpfen. In "Dynasty of Hunters" hingegen sind Bündnisse möglich, sehr leicht auf jeden Fall unter den Jägern und den Gejagten, aber es gibt auch Überraschungen.
Ich mag es auch, wenn mich ein Buch - auch wenn es eine Romantasy-Dystopie wie diese ist - nicht nur unterhält, sondern auch zum kritischen Nachdenken anregt, über die im Buch beschriebene Gesellschaft und mögliche Parallelen zu real existierenden Gesellschaften. Sehr authentisch ist zum Beispiel dargestellt, wie die jagenden Jugendlichen von Vornherein einmal das Szenario kaum wirklich hinterfragen, nur die Gejagten tun das - wie es so oft auch real zu beobachten ist: die ganz oben, die über Privilegien verfügen und diese oft auch zum Schaden anderer einsetzen, sind sich dessen oft gar nicht bewusst, und das Mitgefühl mit Ausgebeuteten und Unterlegenen ist erst einmal meist gering. Außerdem wird gezeigt, wie sich die unterschiedliche Sozialisierung auch in der Körperhaltung und im Auftreten zeigt: Laelia hat selbst in der Rolle der Gejagten ein viel selbstbewussteres Auftreten und auch dadurch bessere Chancen als die bürgerlichen Jugendlichen, die sozialisiert wurden, sich zu unterwerfen, den Blick zu neigen und Opfer zu sein. Wobei auch das nicht von allen angenommen wird, es gibt auch eine Widerstandsbewegung...
Das Buch ist also auf vielen Ebenen nicht nur unglaublich spannend und unterhaltsam, sondern regt auch zum Nachdenken an. Fantasy-Dystopie vom Feinsten - klare 5 Sterne von mir und eine Leseempfehlung für alle, die für dieses Genre offen sind! Ich habe in diesem Genre schon länger nicht mehr so etwas Gutes und Berührendes gelesen!
Lies_ein_Buch
empfiehlt:





Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
Ich fand, dass der Klappentext schon super spannend und einnehmend klang, aber das ist ja überhaupt nichts gegen den Inhalt des Buches- Liebe, Verrat, Intrigen und ein Spiel, das zum bittern Ernst und Kampf uns überleben wird. Absolute Leseempfehlung.
Zum Inhalt: Lealia ist eine Adlige des Hauses de Bleu und besitzt die Fähigkeit durch Berührung andere zu zeichnen. Mit dem Jagdspiel sollen die jugendlichen Nachfahren sich ihren Platz in den Reihen der mächtigen Familien verdienen. Doch Lealia zieht nicht den Stein eines Jägers, sondern einer Gejagten.
Der Gewissenskonflikt in den Laelia gerät, hat mir richtig gut gefallen, denn nicht nur muss sie hinterfragen, wer ihre wahren Freunde sind, sie muss auch entscheiden, wer sie selbst sein will. Und ich finde die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchmacht wirklich bemerkenswert und beeindruckend.
Das Buch wirft natürlich auch viele Fragen rund um die Lebensweise der Adligen, das verschwundene Haus de Noir und die Intrigen rund um die Macht der Farben auf. Und das macht das ganze Buch wahnsinnig spannend und absolut packend, denn es wartet mit ein paar unerwarteten Wendung auf.
Ich hab am Ende richtig doll mitgefiebert und war absolut fassungslos, als ich bei der letzten Seite, dem letzten Satz angekommen bin. Das kann man doch nicht so stehen lassen. Ich brauche unbedingt und ganz dringend Band 2.
Dieses Buch bietet alles: einen tödlichen Wettkampf, tiefe Freundschaft, ganz viel Herzschmerz über all das Leid, das diese tollen Charaktere erfahren müssen, ein paar richtig üble Antagonisten und packende Twists.
atlaentis
empfiehlt:





Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
Das Cover finde ich einfach schon super ansprechend mit seinen Farben und der düsteren Stimmung, die passend zur Geschichte gewählt wurde. Auch der Farbschnitt ergänzt das Cover großartig und macht einen fabelhaften ersten Eindruck, der auch über den Großteil der Geschichte hinweg aufrechterhalten wird. Die grundlegende Idee mit der Jagd auf einer einsamen Insel mit äußerst merkwürdigen Tieren erinnert mich durchaus an Tribute von Panem, aber das Ganze mit den Farben zu verbinden, schafft dann doch eher zwei Lager und nicht eine Jeder-gegen-jeden-Stimmung. Den Einstieg finde ich bereits sehr spannend, da man rasant in die Handlung einsteigt und Lias Emotionen gut nachempfinden kann. Hier und da fand ich ihre Gedanken nach der Zeremonie aber dann ein wenig zu ausschweifend und hätte mir mehr Handlungen gewünscht, insbesondere, da mir das erste Ankommen auf der Insel dann doch ein wenig zu langatmig war. Dadurch hat man sich zwar das Leben und die Gefahren dort gut vorstellen können, aber leider ging es mir an dieser Stelle etwas zu schleppend voran. Ansonsten fand ich das Buch nämlich einfach großartig. Eine Vielfalt an Charakteren bringt den Leser zum Lachen, zum Mitfiebern und zum Bangen, wobei die Überraschungen gegen Ende hin immer mehr zunahmen. Da dachte man, man wisse, wie die Geschichte enden könnte und schon kam ein weiteres Detail dazu, das den gesamten Verlauf wieder durcheinanderwirbelte. Ich fand die Liebesgeschichte und die verschiedenen Freundschaften oder Verbündetenbeziehungen sehr authentisch geschrieben, wobei mich die Entwicklung der Charaktere auch sehr gefreut hat. Die düstere Atmosphäre während der Jagd wurde durch die einzelnen Verluste gut untermauert und hat ab der zweiten Hälfte des Buchs immer wieder der Spannung beigetragen. Auch die aufgedeckten Geheimnisse am Ende haben gemischt mit dem tollen Schreibstil das Buch in einen Pageturner verwandelt. Über den fiesen Cliffhanger gibt es ja wohl kaum mehr zu sagen, als dass ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil warte, denn das Ende kann ich so einfach nicht akzeptieren. Grundsätzlich also eine tolle Romantasy-Geschichte, die zu Beginn ein wenig schwächelte, aber dann doch noch an Fahrt aufnahm, mit unvorhersehbaren Wendungen zu einem Lesegenuss führte und neugierig auf die Fortsetzung macht.
spozal89
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Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
von P. J. Ried
Optisch hat mir "Dynasty of Hunters" gut gefallen und auch die Leseprobe hatte mich überzeugt. Leider war das Buch dann im Ganze nicht ganz so, wie ich es erwartet hatte.
An sich ist es kein schlechtes Buch, aber man muss schon weit über die Hälfte des Buches kommen, damit es spanned wird. Ich fand das es viele Ähnlichkeiten zu anderen Jagdspiel-Büchern hatte und manche Figuren waren mir einfach zu blass. Gut fand ich, dass es im Klappeninnenteil eine Auflistung der Häuser und Kräfte gibt, denn das hätte ich mir sonst nicht merken können.
Zu Beginn wird zwar auf die unterschiedlichen Adenshäuser eingegangen und auch deren unterschiedlichen Farben und Kräfte erwähnt, aber mir fehlte hier eindeutig auch mehr Informationen über die Magie und auch über die Regierung. Warum genau passieren diese Jagdspiele und was steckt dahinter. Da gab es für mich zu wenig Infos, damit ich den Kampf und den Konflikt so wirklich fühlen konnte. Zum Teil war die Geschichte sehr vorhersebar für mich. Toll fand ich dann aber wiederrum die Beschreibungen der Insel und die vielen fantastischen Pflanzen und Tiere. Das Ende bleibt wie erwartet offen, was Lust auf einen zweiten Band machen soll. Ich bin noch ein wenig hin und her gerissen, ob ich diesen lesen würde, denke aber aktuell eher nicht.
Das Buch ist nicht schlecht, aber so ganz hat es mich einfach nicht gepackt. Daher vergebe ich gute, drei Sterne.
