Kundenrezensionen von drachenzahn





Triceratops Honigpops 1: Die Sache mit dem Saurier
von Angelika Niestrath
Diese warmherzige Dinosauriergeschichte begeistert mit liebenswerten Figuren, verrückten Einfällen und wunderschönen, farbenfrohen Illustrationen. Vor allem junge Dinofans ab etwa fünf Jahren dürften an diesem Buch viel Freude haben.
Eigentlich verbringt Jasper seine Ferien nur widerwillig bei seinem Onkel, seiner Tante und seiner Cousine Emma. Durch einen Zufall verwandelt sich jedoch ein alter Wecker in eine Zeitreisemaschine, mit deren Hilfe ein verletzter Triceratops in die Gegenwart gelangt. Gemeinsam mit der ehemaligen Lehrerin Amelia pflegen und schützen sie den Dinosaurier Honigpops. Doch das arme urzeitliche Tier leidet unter schrecklicher Langeweile. Um Abhilfe zu schaffen, bringt Jasper ihm schließlich das Sprechen und Fahrradfahren bei.
Unsere fünfjährige Tochter brauchte etwas Zeit, um in die Geschichte hineinzufinden. Der Beginn war etwas zäh, die Beschreibungen zu langwierig und es passierte zunächst zu wenig. Zudem war das zickige und beleidigende Benehmen von Emma eher befremdlich als witzig. Erst mit dem Auftauchen des Triceratops gewinnt die Handlung deutlich an Tempo und Humor. Die Vorstellung, wie dieses riesige Tier sich auf ein Fahrrad schwingt, ist wirklich überaus amüsant. Auch der Sprachfehler ist recht liebenswert, wobei mein Kind mitunter eine zusätzliche Übersetzung gebraucht hat.
Ein Highlight sind die Illustrationen. Viele Bilder erstrecken sich über eine ganze Seite, manche sogar über eine komplette Doppelseite. Die Mischung aus klassischen Illustrationen, Sprechblasen und farblich hervorgehobenen Wörtern lockert den Text zusätzlich auf und dürfte besonders Leseanfänger ansprechen.
Insgesamt handelt es sich um eine fantasievolle und humorvolle Geschichte, die nach einem etwas verhaltenen Einstieg mit originellen Ideen und einem liebenswerten Dinosaurier überzeugt.





Juli im Land der Zeitgeister
von Wieland Freund
Als plötzlich alle 253 Uhren im Haus ihrer Großmutter um Punkt 14:30 Uhr stehen bleiben, ahnt die fast elfjährige Juli sofort, dass etwas nicht stimmt. Noch seltsamer ist allerdings, dass auch ihre Oma mitten in einer Bewegung wie eingefroren wirkt. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Uhrmacher Thaddäus und dem katzenähnlichen Zeitgeist Trim gelangt Juli durch eine alte Standuhr in das Land der Großen Uhr. Es erwartet sie eine fantastische Welt, in der Wälder, Städte und Flüsse auf einem riesigen Ziffernblatt angeordnet sind und die Zeiger am Himmel ihre Bahnen ziehen. Doch die Zeit ist aus dem Takt geraten, und nur Juli und ihre ungewöhnlichen Begleiter können sie wieder in Bewegung setzen.
Die größte Stärke des Buches ist zweifellos seine außergewöhnliche Welt. Wieland Freund erschafft einen Schauplatz voller origineller Ideen, skurriler Figuren und überraschender Einfälle. Mal begegnet man exzentrischen Hexen, mal seltsamen Zeitgeistern oder Häusern, die sich den gewohnten Regeln widersetzen. Die Geschichte erinnert dabei stellenweise an klassische fantastische Kinderbücher und weckt gelegentlich Assoziationen zu Michael Endes „Momo“ oder Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“, entwickelt jedoch einen ganz eigenen Charakter.
Besonders gut gefallen haben mir die zahlreichen Details, die das Uhrenland lebendig wirken lassen. Die Karte auf den Vorsatzseiten erleichtert die Orientierung und macht Lust darauf, Julis Reise Schritt für Schritt zu verfolgen. Auch die stimmungsvollen Kapitelillustrationen tragen viel zur besonderen Atmosphäre bei.
Der Einstieg fiel mir allerdings nicht ganz leicht. Der Leser wird ohne viele Erklärungen direkt in die Handlung geworfen, und manche Zusammenhänge bleiben zunächst bewusst im Unklaren. Dadurch benötigt die Geschichte etwas Zeit, bis man sich in dieser ungewöhnlichen Welt zurechtfindet.
Dennoch überwiegen für mich eindeutig die positiven Aspekte. „Juli im Land der Zeitgeister“ ist ein fantasievolles, spannendes und ideenreiches Abenteuer über Freundschaft, Mut und den Wert der Zeit. Auch wenn es meine Erwartungen nicht vollständig erfüllen konnte, hatte ich viel Freude beim Lesen. Für Kinder ab etwa neun Jahren ist dieses Buch eine klare Empfehlung.





Monstrologica
von Martin Maudsley
Wer sich für Monster, Fabelwesen und mystische Kreaturen begeistert, wird an diesem Buch kaum vorbeikommen. Es lädt zu einer spannenden Reise rund um den Globus ein und stellt neben bekannten Wesen auch zahlreiche eher unbekannte Gestalten der Sagenwelt vor, darunter Kitsune, Tokoloshe, Peryton oder den furchteinflößenden Adaro. Dadurch entdeckt man immer wieder Neues und bekommt einen faszinierenden Einblick in die Mythen unterschiedlichster Kulturen.
Die Kreaturen sind in die drei Bereiche Monster, Bestien und Fabelwesen gegliedert. Jede Doppelseite widmet sich einer einzelnen Gestalt. Besonders beeindruckend sind die großformatigen Illustrationen, die jeweils eine komplette Seite einnehmen. Sie sind farbenfroh, detailreich und leicht unheimlich, ohne dabei abschreckend zu wirken. Allein deshalb blättert man immer wieder gern durch das Buch. Die zweite Seite liefert spannende Hintergrundinformationen zu Herkunft, Aussehen und den überlieferten Geschichten der jeweiligen Kreatur. Ergänzt werden die Texte durch kleinere Illustrationen und interessante Fun Facts.
Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Sachbuch und Fantasie. Obwohl das Buch von geheimnisvollen Wesen erzählt, bleibt es stets informativ und erklärt, aus welchen Kulturen und Überlieferungen die einzelnen Gestalten stammen. So lernt man ganz nebenbei eine Vielzahl unterschiedlicher Mythen und Legenden kennen. Die außergewöhnlichen Illustrationen regen die Fantasie an und machen das Buch zu einem echten Blickfang. Immer wieder entdeckt man neue Details oder bleibt an einer besonders gelungenen Darstellung hängen. Dadurch eignet sich das Buch nicht nur zum Lesen, sondern auch hervorragend zum Stöbern und immer wieder neuen Entdecken.
Insgesamt ist dieses Buch weit mehr als ein gewöhnliches Monsterlexikon. Es verbindet spannende Informationen mit einer außergewöhnlichen Gestaltung und ist damit eine klare Empfehlung für alle, die sich für Sagen, Mythologie und fantastische Wesen begeistern.





Magische Spiegel - Kinderspiel ab 5 Jahre
von Kseniya Kuznetsova
Der „Magische Spiegel“ ist ein originelles Lernspiel, das Kindern auf spielerische Weise das Thema Symmetrie näherbringt. Bereits Vorschulkinder ab etwa fünf Jahren können damit erste Erfahrungen sammeln, aber auch in der Grundschule lässt sich das Spiel gut einsetzen, etwa als Ergänzung im Mathematikunterricht.
Das Spiel enthält mehrere farbenfrohe Wimmelbilder, die mit ihren kantigen Formen und kräftigen Farben an Werke von Picasso erinnern. Darauf sind verschiedene Motive versteckt, von denen jeweils nur eine Hälfte zu sehen ist. Erst mithilfe eines Spiegels wird das vollständige Bild sichtbar. So lernen Kinder ganz nebenbei das Prinzip der Achsensymmetrie kennen.
Es gibt zwei verschiedene Spielvarianten. In der ersten besitzt jeder Spieler eine eigene Bildkarte und sucht die auf kleinen Aufgabenkärtchen vorgegebenen Motive. Hier spielt jeder weitgehend für sich. Mein Kind empfand diese Variante allerdings gelegentlich als frustrierend, wenn auf der eigenen Karte die gesuchten Motive nur schwer oder gar nicht zu finden waren, während andere schneller Erfolg hatten.
Die zweite Spielidee hat uns deutlich besser gefallen. Alle spielen mit derselben Bildkarte und müssen die fehlende Bildhälfte zunächst gedanklich ergänzen. Erst anschließend wird mit dem Spiegel überprüft, ob die Vermutung richtig war. Dadurch spielt man gemeinsam, und alle haben dieselben Voraussetzungen.
Die pädagogische Idee hinter dem Spiel gefällt mir ausgesprochen gut. Wahrnehmung, räumliches Vorstellungsvermögen und das Verständnis für Symmetrie werden sinnvoll gefördert. Der eigentliche Spielablauf wiederholt sich jedoch recht schnell, sodass der Wiederspielreiz bei uns eher begrenzt war. Nach einer Partie dauerte es einige Zeit, bis unser Kind erneut spielen wollte.
Insgesamt ist „Magische Spiegel“ ein gelungenes Lernspiel mit einem interessanten Konzept, das sich besonders für den Einsatz im Kindergarten oder in der Grundschule eignet. Als abwechslungsreiches Familienspiel konnte es uns jedoch nur bedingt überzeugen, da sich das Spielprinzip auf Dauer etwas wiederholt.





National Geographic Kids - Lexikon der Meere
von Christina Wilsdon
Mit dem „Lexikon der Meere“ erhalten Kinder, aber auch Erwachsene einen faszinierenden Überblick über die vielfältige Welt der Ozeane. Das Buch vermittelt nicht nur Wissenswertes über Tiere und Pflanzen, sondern erklärt auch zahlreiche Zusammenhänge rund um das Meer. Es lädt zum Entdecken, Staunen und immer wieder zum Nachschlagen ein.
Das Lexikon ist in mehrere größere Themenbereiche gegliedert, darunter „Ozean“, „Leben im Ozean“, „Ozean in Bewegung“, „Wetter“, „Tiefseeforschung“, „Der Mensch und das Meer“ sowie „Entlang der Küste“. Jede Doppelseite widmet sich einem eigenen Thema und verbindet gut verständliche Sachtexte mit Fotografien oder Illustrationen. Meist nimmt ein großes Bild eine ganze Seite ein, gelegentlich werden jedoch auch mehrere kleinere Abbildungen zu einer abwechslungsreichen Collage zusammengestellt.
Inhaltlich überzeugt das Buch auf ganzer Linie. Die Themenvielfalt ist beeindruckend und die Informationen sind verständlich aufbereitet. Etwas weniger gelungen empfinde ich persönlich die Gestaltung. Der durchgehend hellblaue Hintergrund lässt die Seiten auf Dauer etwas eintönig wirken. Hinzu kommt, dass einige der großformatigen Fotografien nicht ganz so scharf erscheinen und der umfangreiche Fließtext auf der gegenüberliegenden Seite gerade für jüngere Leser etwas abschreckend wirken könnte. Positiv fällt hingegen die Rubrik „Schon gewusst?“ auf, die den Text auflockert und interessante Zusatzinformationen liefert. Besonders gut gefallen haben mir die Doppelseiten mit mehreren Bildern, da sie abwechslungsreicher wirken und den Text übersichtlicher gliedern.
Trotz kleiner gestalterischer Schwächen ist das „Lexikon der Meere“ ein inhaltlich hervorragendes Nachschlagewerk, das die faszinierende Welt der Ozeane verständlich und umfassend vermittelt. Wer sich für das Meer, seine Bewohner und die Zusammenhänge unseres blauen Planeten interessiert, wird an diesem Buch viel Freude haben.





National Geographic Kids - Abenteuer einer Wildtierärztin
von Gabby Wild
Wir hatten uns sehr auf dieses Buch gefreut. Es ist durchaus interessant, hochwertig gestaltet und lädt zum Entdecken ein. Allerdings weckt der Titel Erwartungen, die das Buch nur teilweise erfüllt. Wer spannende Abenteuer einer Wildtierärztin erwartet, wird vermutlich etwas enttäuscht sein. Tatsächlich liest es sich vielmehr wie ein umfangreiches Tierlexikon, in das nur gelegentlich Erlebnisse von Dr. Gabby Wild eingestreut werden.
Das Buch ist nach Kontinenten gegliedert. Auf jeweils einer Doppelseite wird ein Tier näher vorgestellt – beispielsweise Pinguine, Riesenschildkröten, Capybaras oder Tapire in Süd- und Mittelamerika. Ergänzt werden diese Tierporträts durch interessante Sonderseiten, etwa über das Verhältnis der Ureinwohner zu Lamas und Alpakas, Thailands Elefanten oder die ersten Menschen Neuseelands. Dadurch hebt sich das Buch angenehm von einem klassischen Tierlexikon ab und vermittelt immer wieder spannende Einblicke in Natur und Kultur.
Die Tiere werden dabei jeweils als „Patienten“ vorgestellt. Neben Informationen zu Lebensraum, Ernährung, Familie, Gefährdung und besonderen Merkmalen findet sich auf jeder Doppelseite die Rubrik „Gabby erzählt!“. Diese ist zwar unterhaltsam und informativ, sie dreht sich jedoch nur selten um tiermedizinische Behandlungen oder um Anekdoten der Tierärztin, sondern meist um allgemeine Besonderheiten der jeweiligen Tierart.
Besonders gelungen sind die zahlreichen großformatigen Farbfotografien. Sie setzen die Tiere eindrucksvoll in Szene und machen das Buch auch optisch zu einem echten Erlebnis. Die Bilder sind hochwertig, detailreich und laden immer wieder zum längeren Betrachten ein.
Insgesamt ist dieses Buch ein wunderschön gestaltetes Tierbuch mit vielen spannenden Informationen über die Tierwelt unseres Planeten. Wer sich für Tiere begeistert, wird hier viel Neues entdecken. Die angekündigten Abenteuer einer Wildtierärztin spielen allerdings nur eine Nebenrolle, sodass Titel und Inhalt nicht ganz zueinander passen.





Let's talk about - Frieden und Kriege. Dein Eintragebuch
von Cora Bieß; Berghof Foundation
Dieses Buch ist derzeit leider wieder besonders aktuell und notwendig. Auch Kinder sollten verstehen, was in unserer Welt passiert und den Ursachen auf den Grund gehen. Besonders gelungen ist, dass die Heranwachsenden sich nicht nur passiv mit dem Thema beschäftigen, sondern aktiv einbezogen werden. Sie sollen ankreuzen, Pro und Kontra diskutieren, Schlagzeilen formulieren, ein Quiz absolvieren, eigene Erfahrungen reflektieren oder sich etwas vorstellen.
Der Band teilt sich in vier größere Kapitel. Das erste beleuchtet näher, was Kriege sind, wie sie entstehen, aber auch wie verhindert oder beendet werden können. Im Kapitel „Flucht und Migration“ werden außerdem die Folgen gewaltsamer Konflikte thematisiert. In „Frieden und seine Voraussetzungen“ geht es darum, wie Frieden geschaffen sowie gesichert werden kann und wie es möglich ist, im Alltag Frieden herzustellen. Im letzten Teil gehen wir dem persönlichen „Konfliktverhalten“ auf die Spur. Warum sind Konflikte wichtig? Wie geht man konstruktiv mit ihnen um und wie gelingt ein gerechtes und friedliches Miteinander.
Das Buch wird für 12-Jährige empfohlen, aber ich denke, bereits Grundschüler verstehen die Inhalte und können die vorgeschlagenen Aktivitäten erfüllen. Ich kann mir auch vorstellen, dass das Buch im Ethikunterricht Verwendung findet. Man findet wirklich viele Texte, die sich gut einsetzen und durch die bewusste Aktivierung auf den Seiten leicht mit verschiedenen kreativen und produktiven Methoden verbinden lassen.
Insgesamt ist dieses Buch sowohl für die private Auseinandersetzung als auch für den Einsatz im Unterricht geeignet. Die Texte sind sachlich und ausgewogen formuliert, vermeiden Vereinfachungen und eröffnen verschiedene Perspektiven auf ein komplexes Thema. Ein wichtiges und zugleich gut zugängliches Buch für junge Leser. Empfehlenswert!





Südkorea
von Christin Bohnke
Dieses Buch fängt die besondere Ausstrahlung Südkoreas auf beeindruckende Weise ein. In großformatigen, detailreichen Illustrationen wird der Leser in die faszinierende Welt dieses asiatischen Landes hineingezogen. Obwohl Südkorea nur etwa ein Drittel der Größe Deutschlands besitzt, hat es mit seiner Kultur längst Menschen auf der ganzen Welt begeistert. K-Pop, Manhwa und K-Dramen gewinnen auch im Westen immer mehr Fans.
Auf jeder Doppelseite wird ein neues Thema näher beleuchtet. So erfährt man unter anderem Spannendes über die „Meerjungfrauen“ von Jeju, die koreanische Schrift, den Aberglauben, die dort ansässigen Glaubensvorstellungen, Taekwondo, den Schulalltag oder die Bedeutung des Alters in der koreanischen Gesellschaft. Auch die Landschaft und Tierwelt des Landes werden vorgestellt. Die Texte sind klar und leicht verständlich geschrieben, sodass auch Kinder ab etwa zehn Jahren gut folgen können.
Besonders beeindruckend sind die großformatigen, farbigen Illustrationen. Sie füllen jeweils eine ganze Doppelseite und laden zum genauen Hinsehen und Entdecken ein. Die Darstellungen wirken lebendig und authentisch, ohne dabei kitschig zu sein. So erwischt man sich immer wieder dabei, dass man durch die Seiten blättert und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will.
Das Buch ist eine wunderbare Einladung, Südkorea näher kennenzulernen und vielleicht einmal tatsächlich zu besuchen. Es begeistert sowohl Fans der koreanischen Kultur als auch Leser, die dieses faszinierende Land erst noch entdecken möchten. Ich kann insofern sowohl das Land als auch das Buch nur empfehlen.





Die Märchenponys, Band 1 - Schneewittchen hat jetzt vier Hufe
von Nicole Roling-Brügging; Nadine Schreiber
Der Auftaktband dieser Reihe bringt frischen Wind in die klassische Ponyhofgeschichte. Statt gewöhnlicher Pferde stehen hier bekannte Märchenfiguren im Mittelpunkt, die von einer Fee in Ponys verwandelt wurden. Mit viel Magie, Humor und einer großen Portion Fantasie entsteht so eine unterhaltsame Geschichte, in der vor allem Freundschaft, Mut und Zusammenhalt eine wichtige Rolle spielen.
Im Zentrum des ersten Bandes steht Schneewittchen. An ihrer Seite sind Rapunzel, Dornröschen, Aschenputtel, Froschkönig Frido, die kleine Meerjungfrau Nixe und Hans im Glück. Jede Figur besitzt ihren ganz eigenen Charakter und wird auch in zahlreichen wunderschönen Schwarz-Weiß-Illustrationen so eindeutig dargestellt, dass man sie gut auseinanderhalten kann. Trotz der vielen eingeführten Figuren gelingt es der Geschichte, den Überblick zu bewahren und die Leser nicht zu verwirren.
Die Geschichte selbst ist recht einfach gestrickt, wird aber genau den Geschmack von achtjährigen Pferdenarren treffen. Obwohl sie wahrscheinlich vordergründig an Mädchen orientiert ist, könnten sicher auch Jungen ihren Spaß mit dem Band haben. Die Ausgangsidee des Buches ist, dass mehrere Märchenfiguren keine Lust mehr auf ihr Leben im Märchenreich hatten. Da verwandelte sie die Fee Endora kurzerhand in Ponys und versetzte sie auf einen Märchen-Ponyhof. Um wieder zurück zu kommen, muss jeder von ihnen eine gute Tat vollbringen. Da dies als Tier natürlich schwerer zu erreichen ist, bekommt jeder eine andere, zunächst geheim gehaltene Zauberkraft.
Im Laufe der Geschichte möchte Schneewittchen dem Mädchen Mila dabei helfen, ihre Scheu vor Pferden abzulegen, damit diese einen Vortrag für die Schule meistern kann. Die Probleme von Mila und ihrer Freundin Jonna sind dabei lebensnah und nachvollziehbar, sodass sich Kinder im Grundschulalter gut mit ihnen identifizieren können.
Mit Augenzwinkern erzählen Nadine Schreiber und Nicole Roling-Brügging eine amüsante Geschichte über Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen. Ein wunderschönes Buch für junge Pferdefreunde!





Tiere und Pflanzen lebensgroß
von Daniela Strauß; Dr. Hannes Petrischak; Holger Haag; Felix Weiss; Katrin Hecker
Das Buch „Tiere & Pflanzen lebensgroß“ ist ein wunderschön gestaltetes Nachschlagewerk für die ganze Familie. Jede Tier- oder Pflanzenart wird auf einer, manchmal auch auf zwei Seiten vorgestellt. Besonders beeindruckend sind die originalgroßen Abbildungen, durch die man einen sehr guten Eindruck davon bekommt, wie die einzelnen Arten tatsächlich aussehen. Bei manchen Darstellungen habe ich zwar das Gefühl, als würden die Größenverhältnisse nicht ganz passen, allerdings variiert die tatsächliche Größe vieler Tiere und Pflanzen in der Natur ohnehin.
Die heimische Flora und Fauna wird übersichtlich nach Jahreszeiten gegliedert vorgestellt. In kurzen, gut verständlichen Kapiteln erfährt man beispielsweise im Frühling mehr über die zurückkehrenden Zugvögel, während im Sommer verschiedene Schmetterlinge im Mittelpunkt stehen. Im Herbst geht es um Tiere und Pflanzen, die sich auf die kalte Jahreszeit vorbereiten, und im Winter richtet sich der Blick vor allem auf Standvögel und Nadelbäume.
Neben den zahlreichen Informationen zu den einzelnen Arten enthält das Buch auch viele praktische Tipps für Naturfreunde. So wird erklärt, welche Nisthilfen sich für Vögel eignen, wie man Insekten in den Garten locken oder Tiere beim Überwintern unterstützen kann. Auch Anleitungen zur Herstellung von Vogelfutter sind enthalten. Ein besonderes Extra ist die Möglichkeit, mithilfe der kostenlosen App Kosmos Plus die Stimmen vieler Tiere anzuhören und so die Natur noch intensiver zu erleben.
Insgesamt ist „Tiere & Pflanzen“ ein liebevoll gestaltetes und informatives Naturbuch, das zum Entdecken, Nachschlagen und genaueren Beobachten der heimischen Tier- und Pflanzenwelt einlädt.









