Kundenrezensionen
signalhill
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
"Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" von Christien Brinkgreve ist kein Roman, sondern ein analysierender Rückblick einer Professorin und Ehefrau auf das Leben mit ihrem (nun schon verstorbenen) Mann, hier nur A genannt. Dieser stand selbst in der Öffentlichkeit und dürfte vielleicht vielen Niederländern bekannt sein, auch, wenn hier sein Name nicht genannt ist. Der Orginaltitel "Beladen huis" scheint mir doch passender, denn das immer voller werdende, zugestellte, vernachlässigte Haus ist eine Metapher für die Ehe und Beziehung der Brinkgreves. Das schöne Cover mit dem Blumenstrauß stellt für mich keine Verbindung zum Thema das Buches dar.
Das Buch, eine Reminiszenz der Autorin an die vielen gemeinsamen Ehejahre mit ihrem Mann, startet interessant und liest sich wirklich gut. Nach ca. zwei Dritteln dreht sich alles allerdings nur noch im Kreis, wird redundant, die Autorin wird mir auch zunehmend unsympathischer. Der Versuch, ihre Liebe zu ordnen, scheint mir immer mehr wie eine Abrechnung mit A, der schwermütig war und immer mehr zu einem "Stinkstiefel" mutierte. Doch zu einer komplizierten Ehe gehören immer zwei, und so hätte auch Frau Brinkgreve entweder die Reißleine ziehen können oder etwas ändern können. Stattdessen hat sie sich ihrem Mann und damit auch ihren Kindern immer mehr entzogen, sei es durch die Flucht ins Ferienhaus oder in ihr Schreibzimmer. Kurioserweise hat sie mit ihrem Ehemann im eigenen Haus dann Emails geschrieben, doch die Leidtragenden waren am Ende wohl am meisten die Kinder.
Das Buch wurde, so scheint es mir, immer mehr zu einer Abrechnung mit ihrem Mann und zugleich zu einer Entschuldigung für ihre Kinder. Hätte A gewollt, dass dieses Buch geschrieben wird? Sicher nicht. Sollen seine Freunde und Bekannten und alle Lesenden, die ihn außerdem kannten, dies wirklich über ihn erfahren, noch dazu nach seinem Tod, wo er sich weder rechtfertigen noch dieses Buch verhindern kann? Es scheint mir nicht fair von Brinkgreve, dieses Buch, das sehr privat ist, zu veröffentlichen. Es hätte in der Familie bleiben sollen.
Dabei scheint es gang und gäbe in der Familie, Bücher über ebendiese zu schreiben, denn Brinkgreve hat sowohl ein Buch über ihren Vater, als auch über ihre Mutter verfasst. A wiederum hat über seine früh verstorbene Schwester Dokie geschrieben. Beide schreiben/schrieben auch wissenschaftliche Texte, sodass auch dieses Buch den Anschein einer wissenschaftlichen Arbeit hat, denn es werden immer wieder Sekundärtexte zitiert, was hier überhaupt nicht passt und den Lesefluss stört.
Die Autorin selbst ist eine ambivalente Person. Einerseits rühmt sie sich damit, eine der ersten Professorinnen zu sein, sie hat sich u.a. dem Feminismus verschrieben, doch im eigenen Heim hat sie sich völlig untergeordnet und lebt nicht das, was sie in der Öffentlichkeit oder an der Universität progagiert. Es stört mich auch, dass der Verstorbene, der nicht mehr besonders liebenswert war, nach seinem Ableben Raum in Brinkgreves Leben findet, zuvor aber kaum noch. So ordnet sie Dinge, die ihm wichtig waren, stellt Möbel um, hängt sein Bild auf. Vorher ist sie aber nur noch vor ihm geflohen.
Ich hatte während des Lesens eigentlich darauf gewartet, dass die Autorin auch in die Zukunft schaut, diese Reminiszenzen hinter sich lässt, einen echten Neuanfang wagt, aus dem Erlebten einen Schluss oder gar einen Schlussstrich zieht, doch nichts von alledem passiert. Ist dieses Buch also eher eine Entschuldigung an ihre Kinder, die vielleicht nach einer Trennung besser hätten leben können? Ein Ratgeber für Frauen, denen es ähnlich geht, ist "Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" jedenfalls nicht.
Obwohl meine Rezension hier doch sehr kritisch ausfällt, ließ sich das Buch größtenteils gut lesen. Ob man es veröffentlichen hätte sollen, möchte ich dennoch sehr in Frage stellen.
L.
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
In diesem sehr persönlichen Werk geht es um Christien Brinkgreve, die grade ihren langjährigen Ehemann verloren hat und nun vor den Scherben ihres vergangenen Lebens steht. Wort wörtlich ist sie nun allein mit dem Chaos in dem Haus, das nun ihr gehört.
Einem Chaos aus Erinnerungen, Erlebnissen und geprägt von den jeweiligen Eigenheiten. Besonders schön fand ich wie ehrlich die Autorin mit ihrer Situation und wie sie diese zu bewältigen versucht, umgeht. Wie sie uns LeserInnen mitnimmt und wir Schicht für Schicht weitere Informationen über ihr Leben bekommen.
Schade ist jedoch, dass die Trauerarbeit und vor allem die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem was sie erlebt nicht dem entspricht was ich erwartet habe. Da sie ja Soziologin ist, hatte ich angenommen dass sie die ein oder andere Erkenntnis, die sie aufgrund ihrer beruflichen Erfahrung gemacht hat, mit ihrer aktuellen Situation in Verbindung bringt und wir LeserInnen auch einen subtilen Mehrwert ihrer Erfahrungen mitbekommen.
Der Schreibstil ist sehr locker und leicht, obwohl diesen schweren Themas. Das Buch ist zügig durchgelesen und hallt leicht nach.
Lila
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
In diesem sehr persönlichen Werk geht es um Christien Brinkgreve, die grade ihren langjährigen Ehemann verloren hat und nun vor den Scherben ihres vergangenen Lebens steht. Wort wörtlich ist sie nun allein mit dem Chaos in dem Haus, das nun ihr gehört.
Einem Chaos aus Erinnerungen, Erlebnissen und geprägt von den jeweiligen Eigenheiten. Besonders schön fand ich wie ehrlich die Autorin mit ihrer Situation und wie sie diese zu bewältigen versucht, umgeht. Wie sie uns LeserInnen mitnimmt und wir Schicht für Schicht weitere Informationen über ihr Leben bekommen.
Schade ist jedoch, dass die Trauerarbeit und vor allem die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem was sie erlebt nicht dem entspricht was ich erwartet habe. Da sie ja Soziologin ist, hatte ich angenommen dass sie die ein oder andere Erkenntnis, die sie aufgrund ihrer beruflichen Erfahrung gemacht hat, mit ihrer aktuellen Situation in Verbindung bringt und wir LeserInnen auch einen subtilen Mehrwert ihrer Erfahrungen mitbekommen.
Der Schreibstil ist sehr locker und leicht, obwohl diesen schweren Themas. Das Buch ist zügig durchgelesen und hallt leicht nach.
Eternal-Hope
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
Christien Brinkgreve hat lange Jahre als Soziologieprofessorin an niederländischen Unis geforscht und gelehrt und ist nun in Rente. Wie jeder nach 3 Sekunden googeln herausfinden kann, war ihr verstorbener Mann Arend Jan Heerma van Voss. Da nützt es auch nichts, dass sie diesen in diesem autobiografischen Rückblick mit A. abkürzt, anonym wird so eine wahre Geschichte über ein öffentlich bekanntes Paar nicht sein.
Nun ist A. also verstorben und Christien blickt auf ihr Leben und auf die Beziehung mit ihm zurück. Leider lässt sie dabei kaum ein gutes Haar an ihm: durch ihre Augen erleben wir einen ziemlich unsympathischen Mann, der von ihr gefordert hatte, ihr eigenes Haus zu verkaufen, der für die unangenehme Atmosphäre in dem neuen gemeinsamen Haus von ihr als hauptverantwortlich angesehen wird und der sie auch in ihrem Selbstwert eher schwächt und sie beruflich nicht unterstützt. Warum das Buch "Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" heißt, ist mir ein Rätsel, denn von Liebe war für mich zumindest von Seiten der Autorin im Rückblick auf ihren verstorbenen Mann für mich wenig zu spüren.
Sich selbst betrachtet die Autorin weit weniger kritisch und man hat fast den Eindruck, als ob ihr ihre bemerkenswerte Karriere als Soziologieprofessorin mit Schwerpunkt auf Geschlechterbeziehungen gegen alle Widerstände gelungen wäre. Am interessantesten waren für mich noch die Einblicke in die frühe Zeit der Frauenberufungen auf Professuren und darauf, wie wenig Platz für die Verbindung von Mutterschaft und Karriere war, damals wohl noch ein Stück mehr als heute:
"Musste man sich als arbeitende Frau aller Kinderspuren entledigen, zerstörte mna mit Brei auf der neuen Bluse das sorgfältig aufgebaute Image innerhalb der männlichen ARbeitswelt? Sollte man bei der Frage nach einem Kinderwunsch, die bei Bewerbungsgesprächen unverfroren gestellt wurde, lügen? Man konnte beides kombinieren, Kinder und Arbeit, das war ein Gewinn, aber es waren die Frauen, die sich verbiegen und ihre wichtigsten Eigenschaften zurückstellen mussten, um das zu bewerkstelligen." (S. 59)
Zu diesem Thema gibt es einige durchaus interessante Reflexionen und historische Einblicke. Den Großteil nimmt allerdings der Rückblick auf die Beziehung zu ihrem verstorbenen Mann ein, und dieser ist, wie gesagt, in vielem sehr gnadenlos. Wie der Verstorbene wirklich war, können wir Lesenden nicht beurteilen. Ich wünsche aber keinem, das auf so eine Art öffentlich auf ihn zurückgeblickt wird. Fast schon fühlt sich das Buch für mich wie eine späte Rache einer verbitterten Frau an, wofür auch immer.
Anjulia
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve ist ein sehr persönlicher, autobiographisch geprägter Roman, in dem die Autorin versucht, ihre Ehe zu analysieren und Teile ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. Das Ausmisten des gemeinsamen Hauses nach dem Tod des Ehemannes nimmt sie dazu als Anlass. Nicht alles war schlecht in der Ehe, aber vieles wird durch die Depression des Ehemannes überlagert. Nicht zu Unrecht fragt sich Christien, warum sie A ( der Name des Ehemannes wird lediglich in abgekürzter Form verwendet) nicht verlassen hat. Nach einer Phase der Verliebtheit, in der man vielleicht glaubte, sich gegenseitig heilen zu können, folgte Entfremdung und ein Nebeneinander, statt einem Miteinander. Schon zu Beginn der Beziehung ist klar, dass Christien zu dem etwas älteren A aufblickt und ihn bewundert. Trotz ihrer beruflichen Karriere, bleibt ihr Rollenbild in der Familie klassisch. Sie lässt sich von ihrem Mann klein halten und versucht wenig Raum einzunehmen. Aufgrund ihres Berufes als Soziologin ist dies für mich fast ein Paradoxon. Ab einem gewissen Punkt im Buch, wiederholen sich Christiens Gedanken und Erzählungen. Es ist kein leichtes Buch, weder vom Stil noch inhaltlich. Teilweise muss ich mich doch bemühen, den Reflexionen zu folgen. Gleichzeitig ist die Stimmung teilweise so bedrückend und beklemmend, wie das Haus, das Christien versucht auszumisten. Hineinversetzen konnte und wollte ich mich in diese Familie nicht wirklich. Trotzdem hat das Buch es geschafft, mich nachdenklich zu stimmen, vor allem darüber, wie langjährige Beziehungen nicht verlaufen sollten.
Marie aus E.
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
Das mit 192 Seiten eher schmale Büchlein hat es in sich. Die geringe Seitenzahl sollte nicht täuschen - man kann es nicht mal so eben schnell zwischendurch lesen.
Es geht um Christien und ihren Mann A., der gerade verstorben ist.
Christien entrümpelt das gemeinsame Haus, das in den letzten Jahren zunehmend vernachlässigt wurde und sich gar nicht mehr nach einem Zuhause angefühlt hat.
Und mit der Herstellen der äußeren Ordnung geht auch ein inneres Groß-Reinemachen einher.
Der großen Liebe, die sie und A. (es bleibt im Buch bei dem einen Buchstaben) verbunden hat, folgte mit der Geburt der Kinder eine zunehmende Entfremdung. Geendet hat es mit der Pflege des todkranken Ehemanns, voraus ging eine Kommunikation via E-Mail, jede und jeder aus seinem Zimmer.
Gekämpft haben die Beiden um ihre Ehe, zahlreiche Therapeuten-Stunden besucht, gebracht hat es aber nichts.
Wobei - es gab auch andere Momente, man kann es nicht reduzieren auf ein absolutes Scheitern.
Augen öffnend war auch die Rolle, die Christien einnehmen musste oder eingenommen hat. Obwohl sie als Professorin einen anspruchsvollen Job hat, war sie doch komplett zuständig für Familie und Kinder und hat sich in diese Rollenzuweisung eingefügt.
Sie reflektiert, hadert und kann aber auch die guten Zeiten und Momente erkennen.
Kein leicht zu lesendes Buch, aber mit einer interessanten Thematik.
Wirklich nah wurde mir Christien allerdings nicht, es war ein Lesen aus der Distanz.
Chris
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ hat mich viel stärker berührt, als ich erwartet hätte. In wenigen, intensiven Tagen gelesen, blieb es lange nach der letzten Seite in mir nachhallen.
Brinkgreve beschreibt, wie sie nach dem Tod ihres Mannes nicht nur das gemeinsame Haus entrümpelt, sondern auch die Geschichte ihrer Ehe und ihre Liebe sortiert. Sie erzählt von ihrem Leben als erfolgreiche Professorin und vierfache Mutter an der Seite eines Mannes, der oft negativ und vermutlich depressiv war – und stellt sich rückhaltlos die Frage, warum sie geblieben ist, wie sich ihre Beziehung im Lauf der Jahre verschoben und verschlechtert hat und ob es „andere Wege“ gegeben hätte.
Besonders berührend fand ich, wie sie über alte E-Mails und Briefe nicht nur Verletzungen, sondern auch fast vergessene schöne Momente zurückgewinnt. Dieses Buch ist kein leichter Trost, sondern ein ehrlicher, unsentimentaler Blick auf Trauer, Liebe und die Grauzonen einer langen Beziehung – und gerade deshalb wirkte es sehr stark auf mich.
Bücherfreundin
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
In ihrem Buch "Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" erinnert sich die Niederländerin Christien Brinkgreve, emeritierte Professorin für Soziologie, an ihre langjährige Ehe mit dem Journalisten Arend Jan Heerma van Voss, den sie in ihrem Buch "A" nennt.
Es ist ein kalter Tag im März 2022, die Beerdigung ihres Mannes liegt gerade hinter ihr, als die Ich-Erzählerin Christien feststellt, wie verwahrlost ihr Haus ist. Es wirkt unordentlich und ist vollgestopft mit unzähligen Büchern, Zeitschriften und allerlei Krimskrams. Nach den langen Jahren, in denen sie sich um ihren kranken Ehemann kümmerte, beginnt sie nun mit den dringend notwendigen Arbeiten. Das Aufräumen und Aussortieren fällt ihr anfangs schwer, es weckt nicht nur schöne Erinnerungen an ihre gemeinsamen Jahre.
Als Christien und A sich in den späten Siebzigern kennenlernen, ist die junge Frau fasziniert von der Intelligenz und dem Humor des Juristen, der als Chefredakteur tätig ist. Sie verlieben sich ineinander und verbringen glückliche Jahre, nach der Hochzeit werden die beiden Söhne geboren. Christien, inzwischen Professorin für Frauenforschung, ist glücklich in ihrem Beruf und fühlt sich wertgeschätzt. Der häusliche Alltagsstress mit zwei Kleinkindern überfordert sie trotz der Unterstützung durch ein Kindermädchen und die beiden Töchter aus A's erster Ehe zusehends. A ist stolz auf seine erfolgreiche Frau, hatte aber heimlich darauf gehofft, dass sie sich nach ihrer Dissertation hauptsächlich ihm widmen würde. Die Ehe ist nicht mehr glücklich, das Paar ist zu verschieden, hat unterschiedliche Interessen. A, geprägt durch den frühen Tod seiner Schwester, ist melancholisch und launisch. Als er mit 64 Jahren pensioniert wird, stürzt seine Welt vollends ein, er fühlt sich überflüssig. Christien kommt mit seinem Pessimismus und seinen düsteren Stimmungen nicht zurecht und zieht sich immer mehr zurück.
Mit schonungsloser Offenheit und klaren Worten beschreibt die Autorin ihre unglückliche Ehe und die zunehmende Entfremdung. Ich mochte Christien und habe nicht verstanden, dass die selbstbewusste Professorin sich ihrem dominanten Mann unterordnete, sogar auf sein Drängen hin ihr Haus verkaufte, das sie liebte, um in das Amsterdamer Zentrum zu ziehen.
Ich habe das intelligente Buch, in dem die Autorin ihr Leben mit A Revue passieren lässt, trotz mehrerer Wiederholungen sehr gern gelesen, es hat mich berührt und erschüttert. Christiens innere Konflikte konnte ich gut nachvollziehen, sie zweifelt an ihrer Entscheidung, dieses Buch zu schreiben, fragt sich, ob sie als Mutter das Recht dazu hat. Während des Schreibens hinterfragt sie auch ihre Rolle in der Beziehung und in der Familie, und sie stellt sich die Frage, warum sie ihren Mann nicht verlassen hat.
"Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" ist ein sehr mutiges und sehr persönliches Buch, in dem es neben Trauerbewältigung und Aufarbeitung der Vergangenheit auch um Feminismus, Enttäuschung, Verzweiflung - und Liebe geht.
Absolute Leseempfehlung!
yellowdog
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve ist ein ruhiges Buch, dass eine Frau nach dem Tod ihres Mannes zeigt. Man ist dicht an ihren Gedanken.
Immer wieder sind Erinnerungen an ihre lange gemeinsame Zeit eingebunden. Vom ersten Kennenlernen, heiraten, Kinder bis zur Erkrankung und Pflege des Mannes. Auch ein Jahr nach dem Tod hat die Erzählerin noch nicht mit dem Ereignis abgeschlossen.
Sprachlich bin ich nicht überzeugt, aber Stimmungen werden erzeugt. Es ist ein soziologischre Ansatz zum Thema Verlust und Verarbeitung.
LesenIstLeben
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Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
von Christien Brinkgreve
„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ von Christien Brinkgreve ist ein anspruchsvoller, autobiografischer Roman über das Leben und die Ehe mit all seinen Facetten.
Christien Brinkgreve ist eine niederländische emeritierte Professorin für Soziologie. Neben der Forschung publizierte sie u.a. zu den Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Besonders die Themen Soziologie der Frau, ihre Stellung in der Gesellschaft sowie die Zusammenhänge in Beziehungen finden sich in dem Roman wieder.
Nach dem Tod ihres Mannes räumt Christien Brinkgreve ihr Leben und im wahrsten Sinne des Wortes „ihr Haus voller gemeinsamer Erinnerungen“ aus. In diesem Prozess des Auf- und Ausräumens begleiten wir die Autorin in ihre Vergangenheit und werfen einen Blick das Hier und Jetzt.
Auf der einen Seite gefällt mir die gewählte Ich-Perfektive gut. Auch die beschriebenen Emotionen und Gedankengänge, die wissenschaftlichen Zusammenhänge und Gesellschaftlichen Zwänge werden klar formuliert und sprechen mich an. Auf der anderen Seite fällt es mir schwer durch die Anonymität der Personen und die immer wiederkehrenden Gedankenschleifen, einen guten Zugang zu dem Buch zu finden. Die Personen in ihrem Leben bleiben mir fern, eine Identifikation kann ich so leider nicht erleben.
Das Buchcover ist mir gleich aufgefallen. Die verschieden farbigen und auch in Form unterschiedlichen Blumen sind sehr ansprechend gestaltet. Auch die Gestaltung der Innenseiten ist sehr gelungen.
Abschließend lässt sich sagen:
„Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ von Christien Brinkgreve ist ein besonderes Buch für eine besondere Zeit im Leben. Für mich ist es nicht das richtige Buch zur richtigen Zeit.
