Kundenrezensionen
Jaqueline Brabec
empfiehlt:
Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Mitten im Schwarzwald liegt das Hotel »Zum alten Forsthaus«, das seine besten Tage längst hinter sich hat. Nur wenige Gäste verirren sich in das zunehmend verfallende Haus. Umso überraschender, dass sich Daniela, eine schutzbedürftig wirkende Fremde, dauerhaft einquartiert. Lisa, die erwachsene Tochter des Besitzers, nimmt sich ihrer an. Während Daniela aufblüht und sich schnell in die Dorfgemeinschaft eingliedert, wenden sich enge Vertraute von Lisa ab – zuletzt sogar ihr Ehemann. Als schließlich der Herbst Einzug hält, die Tage kälter und die Schatten im grünen Tal immer dunkler werden, beginnt Lisa zu ahnen, dass ihre Welt auseinanderzubrechen droht.
Fazit: Tiefsinnig, mit scharfem Blick und psychologischer Raffinesse! Eine absolute Leseempfehlung!
PMelittaM
empfiehlt:





Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Als Lisa Daniela kennenlernt, die gerade ins Hotel von Lisas Vater eingecheckt hat, ahnt sie noch nicht, dass diese ihr bald alle Menschen, die sie mag, entfremden würde.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, vor allem aus den Lisas und deren Ehemann Simon. Dadurch lernt man diese Charaktere nicht nur aus ihren eigenen Blickwinkeln, sondern auch aus denen der jeweils anderen kennen. Daniela erhält keine eigene Perspektive, was aber auch nicht passend wäre. Leider bin ich keinem Charakter wirklich nahe gekommen, obwohl ich Lisas Gedankengänge manchmal gut verstehen konnte.
Gut gefallen hat mir, dass die Schwarzwälder Landschaft eine Rolle spielt, das hat Atmosphäre und sie kann ich mir sehr gut vorstellen. Simon ist zudem Förster, und kommt zu Beginn der Geschichte von einer Reise in den Białowieża-Urwald in Polen zurück. In seinen Kapiteln erfährt man manches über Wälder.
Der Roman hat mich schnell gepackt. Danielas Auftauchen bringt ein ungutes Gefühl mit sich, das sich immer mehr verstärkt. Ich war gespannt, wie sich das auflösen würde, ob Lisa eine Chance bekommen würde, gegen die andere Frau zu bestehen, und mir hat gefallen, wenn sie das Gespräch mit anderen gesucht hat, was sie allerdings leider nicht immer tat. Sicher hätte man vieles viel schneller bereinigen können. Sprechen Menschen wirklich so wenig mit denen, mit denen sie Beziehungen haben, oder ist das nur in Romanen, Serien und Filmen so, um die Spannung zu erhöhen und das Publikum zu halten? Bei mir geht das manchmal nach hinten los, und ich ärgere mich, aber hier hatte ich zumindest das Gefühl, dass Lisa es versucht.
Im letzten Drittel oder Viertel des Romans hat er mich allerdings dann wieder etwas verloren. Ich mochte gar nicht die Entwicklung rund um Simon, da habe ich mich gefragt, wie realistisch das sein kann, zumindest anhand dessen, was man über die jeweiligen Hintergründe erfährt. Und auch das Ende kam mir zu schnell, zu einfach und erschien mir auch nicht ganz realistisch, sogar etwas unangenehm. So hat mir der Roman am Ende doch noch eine gewisse Enttäuschung beschert.
Recht lange hat mich der Roman sehr gespannt lesen lassen, hat sich für mich aber dann doch weniger nachvollziehbar entwickelt, so dass ich am Ende nicht wirklich zufrieden war, und daher nur 3 Sterne vergebe.
Sina
empfiehlt:





Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Mitten im Schwarzwald liegt das in die Jahre gekommene Hotel »Zum alten Forsthaus«. Die wenigen Gäste, die hier Einzug nehmen, sind Stammgäste. Umso erstaunter ist Lisa, die Tochter des Inhabers, als sie erfährt, dass eine allein reisende Frau sich einquartiert hat und auch während einiger Unannehmlichkeiten darauf besteht zu bleiben.
Lisa erfährt, dass die Frau sich in ihrem kleinen Ort ein neues Leben aufbauen möchte und bietet ihre Unterstützung an. Kurz darauf beginnt ihr eigenes Leben mehr und mehr aus den Fugen zu geraten…
Die erste Hälfte des Buches hat mich komplett in seinem Bann gehalten. Das Setting im Schwarzwald zusammen mit einer dichten Atmosphäre voll düsterer Vorahnung machten das Lesen hier zu einem großen Spaß. Auch die kurzweiligen Kapitel mit regelmäßigen Perspektivenwechsel und der klare Erzählstil der Autorin beeinflussen den Lesefluss positiv.
Ab der zweiten Hälfte ist meine Begeisterung jedoch leider in Enttäuschung übergegangen.
Mit der Enthüllung um die Identität der ominösen Neuen hat nicht nur die Spannung stark abgenommen, zudem ist die Geschichte auch in eine Richtung abgerutscht, die mir einfach viel zu klischeehaft war. Ab hier bedienen die Figuren lediglich stereotypische Rollenbilder und die Handlung wird für meinen Geschmack zu unrealistisch. Das “Happy End” hat dem Ganzen leider auch noch die Krone aufgesetzt.
Trotz meiner Kritikpunkte würde ich weitere Bücher der Autorin lesen, da sie gerade zu Beginn des Romans unter Beweis gestellt hat durchaus gut Schreiben zu können und es versteht, Spannung und Atmosphäre aufzubauen.
Rinoa
empfiehlt:





Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Ich hatte durchaus gewisse Erwartungen an das Buch, nachdem mir zuletzt „In blaukalter Tiefe“ von der Autorin wirklich sehr gut gefallen hat. Am Anfang war ich daher etwas enttäuscht oder besser gesagt ernüchtert, weil diesmal der Funke nicht so recht überspringen wollte.
Gerade Lisas Perspektive war eher eine Aneinanderreihung von Aktivitäten, was mich nicht direkt gelangweilt hat, aber auch nicht unbedingt total unterhaltsam war. Erst mit der Zeit kam dann diese subtile Spannung auf, die mir beim letzten Buch so gefallen hatte und dann war ich auch richtig gefesselt.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, das mag ich sowieso gerne, weil es einen besseren Überblick über die Geschehnisse, aber auch das Innenleben der Personen gibt und man Situationen dadurch umfassender einschätzen kann.
Die Autorin schafft es immer besonders gut, das Zwischenmenschliche darzustellen, mit behutsamem Blick auf die Gefühle ihrer Protagonisten. Und über allem liegt eine feinsinnige Spannung mit verschiedenen Beziehungsgeflechten auch und insbesondere toxischer Art, das fand ich wirklich sehr packend zu lesen und auch die Entwicklung der Figuren mitzuverfolgen.
Nach kurzen Startschwierigkeiten hat mir „Schattengrünes Tal“ am Ende wirklich gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der oder die leise Spannung und psychologischen Tiefgang mag.
rosetheline
empfiehlt:





Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Ein traditionsgeführtes Hotel im Schwarzwald in einem Dorf. Jeder kennt dort jeden und alles nimmt ganz normal seinen Lauf. Doch eines Tages taucht eine mysteriöse Fremde namens Daniela auf, die Hilfe zu brauchen scheint. Lisa, die Tochter des Hotelbesitzers hilft ihr daraufhin und Daniela baut sich Stück für Stück ein neues Leben in dem Dorf auf. Das Ganze geht so weit, dass Lisa sich nach und nach ersetzt fühlt. Wer ist Daniela und warum ist sie in dieses Dorf gekommen? War alles nur ein Zufall oder steckt doch mehr dahinter?
Kristina Hauff hat eine Geschichte erschaffen, die ein atmosphärisches Bild des Schwarzwaldes einfängt. Zwar sagte Hauff auf einer Lesung auf der ich war, dass ihre Romane überall spielen könnten, doch hat mir dieses Setting sehr gut gefallen und wird im Roman auch noch ein bisschen mehr im Hinblick auf den Klimawandel ausgeweitet.
Die Geschichte beginnt sehr seicht und man bekommt als Leser*in zunächst vor allem etwas über die Protagonisten und Nebenfiguren mit. Mit der Zeit baut sich dann immer mehr Spannung auf. Die ersten zwei Drittel des Buches haben mir daher gut gefallen, doch danach wurde mir das Handeln einiger Figuren Stück für Stück zu unrealistisch und glich zu sehr klischeehaften Telenovelas mit viel Drama.
Trotzdem kann ich mir vorstellen noch ein weiteres Buch von Hauff zu lesen und zu schauen, ob dies immer ihre Art zu schreiben ist. Sprachlich und atmosphärisch fand ich "Schattengrünes Tal" nämlich gut.
Zusammenfassend gebe ich daher 2,75 Sterne.
Lesestern
empfiehlt:





Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Schattengrünes Tal war meine erste literarische Begegnung mit der Autorin Kirsten Hauff, die bekannt ist für ihren psychologisch- feinsinnigen Schreibstil.
Ihr neuer Roman spielt in einem düsteren Winkel des Schwarzwalds und ist bei hanser blau im Sommer 2025 erschienen.
In " Schattengrünes Tal" tauchen wir ein in die Beschreibung eines schon in die Jahre gekommenen alten Hotels, das in einem abgelegenen engen Tal liegt und dessen Besitzer sich gegen jede Modernisierung wehrt.
Dort lernen wir die Hauptprotagonistin Lisa kennen, die sich neben ihrem eigenen Job für ihren Vater Carl und seinen Wunsch, das alte Familenhotel zu erhalten, aufopfert.
Ihrem Mann Simon, der als Förster eher ein ruhiges Dasein fristet, passt dies nicht, ist aber unfähig darüber zu reden
Als im Hotel ein geheimnisvoller Gast auftaucht, gerät die beschauliche Welt von Lisas Familie aus den Fugen und alte Geheimnisse werden offenbar...
Mein Leseeindruck:
Man beginnt zu lesen und wird wie ein Sog in diese Geschichte gezogen.
Mit psychologischem Feingespür entfaltet sich das Szenario, erzählt aus 4 Perspektiven, bildhaft vor Augen des Lesers. Man spürt geradezu, wie es unter den Schichten brodelt und sich ein Sturm zusammen braut.
Dreh- und Angelpunkt ist die geheimnisvolle Fremde, die plötzlich eines Tages im alten Hotel auftaucht und sich in Lisas Familie und Umfeld einzunisten beginnt...
Ihrem Charme und Charisma kann sich keiner entziehen und innerhalb kurzer Zeit dringt sie in die Dorfgemeinschaft ein und langjährige Beziehungen und Freundschaften beginnen zu bröckeln.
Mein Fazit:
Eine Geschichte, die scheinbare Idyllen entlarvt und aufzeigt wie Intrigen, Machtspiele und Narzismus zerstörerisch wirken und vertraute Strukturen sprengen.
Ecinev
empfiehlt:





Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Das in die Jahre gekommene Hotel 'Zum alten Forsthaus' kämpft um jeden Gast. Umso erstaunter sind Lisa und ihr Vater als eine alleinstehende Frau nach einem Zimmer fragt und länger bleiben möchte. Was führt Daniela in das abgelegene Nest, was hat sie vor? Lisa, wie immer besorgt um das Wohlergehen der Gäste, gelingt der Kontakt zu Daniela und merkt nicht, wie sie von dieser manipuliert wird. Sie fügt sich nahtlos in das Dorfgeschehen ein und hilft bald mit im Hotelalltag.
Dagegen steht es mit der Ehe von Lisa und Simon, einem Förster, nicht zum besten. Simon ist wortkarg und hat nur wenig Sinn für die Aufopferung von Lisa.
So nimmt Daniela immer mehr Platz ein im Leben von Lisa und bald wird klar was sie wirklich hierher geführt hat.
Der Schreibstil ist ruhig mit einer subtilen Grundspannung. Leider gibt es doch einige Längen in der immer wieder kehrenden Beschreibung der Situationen und wirkt stellenweise recht konstruiert. Die Personen werden psychologisch gut dargestellt. Das Ende ist allerdings recht aprupt und hat mich etwas verwundert zurückgelassen.
Kwinsu
empfiehlt:





Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Lisas Leben ist ganz ok, zwar hat die Ehe mit Simon die besten Jahre schon hinter sich und ihr sturer, alter Vater Carl will einfach nichts an dem immer maroder werdenden Hotel, das seinen Glanz längst verloren hat, ändern, aber sie gibt sich mit wenig zufrieden. Dann jedoch betritt Daniela die Bühne. Die eigenartige Frau ist Lisa nicht so recht geheuer, doch als diese es schafft, Lisas Umfeld immer mehr für sich einzunehmen, lässt sie sich mehr und mehr auf sie ein. Hätte sie sich doch lieber auf ihre Bauchgefühl verlassen...
Die erste Hälfte des Buches macht echt Spaß zu lesen - der Schreibstil ist sehr kurzweilig, es wird ein gewisser Spannungsbogen aufgebaut, die Autorin baut atmosphärische Bilder auf, man kann Lisas Zweifel und ihr schlechtes Bauchgefühl was Daniela betrifft gut nachvollziehen, genauso wie die nicht mehr so frische Beziehung zu ihrem Mann und den Ärger über ihren Vater, der einfach nicht sieht, dass die gute alte Zeit im Hotel längst vorüber ist und vollkommen unwillig ist, sich auf Neues einzulassen. Schnell lesen lässt sich die Geschichte auch, weil sie in kurzen Kapiteln immer verschiedenen Figuren folgt. Und man verfällt rasch in Spekulationen, was es mit dieser ominösen Daniela wohl auf sich hat und wie sich das Erzählte wohl weiterentwickeln wird. Soweit so gut.
Als dann aber im zweiten Teil des Buches fast jede Vermutung dann tatsächlich eintritt und dann auch noch ein Geschlechterstereotyp nach dem anderen bedient wird, hat sich der Spaß für mich aufgehört und ich musste mich einigermaßen ärgern. Schwanzgesteuerte Männer, rachsüchtige, manipulative und als Gegentyp naive Frauen, Frauen, die alles mit sich machen lassen und zur Krönung noch ein Happy End auf allen Ebenen. Alles bleibt oberflächlich, die Figuren haben keinerlei Tiefe, leider stelle ich mir persönlich so eine gute Geschichte nicht vor. Schade, es hatte vielversprechend begonnen.
Mein Fazit: Schattengrünes Tal beginnt vielversprechend mit einem kurzweiligen Schreibstil und einem schnell einsetzenden Spannungsboden, bedient aber rasch sämtliche Geschlechterstereotypen und ist sehr vorhersehbar. Wem das nicht stört, könnte das Buch gefallen.
Alo
empfiehlt:





Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Kristina Hauff entführt ihre Leserinnen und Leser in ihrem dritten Buch „Schattengrünes Tal“ in den Schwarzwald. Schon der Schauplatz vermittelt eine bedrückende Atmosphäre, die von Beginn an spürbar ist.
Eine Fremde checkt in ein Hotel, das seine besten Jahre lange hinter sich hat, ein. Die Frau hat wahrscheinlich etwas Schlimmes erlebt, gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass sie ein Geheimnis verbirgt. Hauff entwickelt daraus ein Kammerspiel, das von subtiler Spannung lebt. Nach und nach bröckelt die Fassade der Figuren, und die düstere Stimmung des Schwarzwalds verstärkt das Gefühl, dass ein großes Unglück bevorsteht.
Besonders stark gelingt der Autorin die Gestaltung der Atmosphäre: Die Spannung baut sich leise, fast unmerklich auf, bis man unweigerlich in den Bann gezogen wird. Das Ende fällt im Vergleich etwas ab, es wirkt hastig erzählt und kann mit dem sorgfältigen Aufbau nicht ganz mithalten. Dennoch schmälert dieser Punkt das Lesevergnügen nicht entscheidend.
Fazit: Schattengrünes Tal ist ein psychologisch dichtes, atmosphärisch starkes Buch, das Fans von subtiler Spannung und dunklen Stimmungen begeistern dürfte. Ich habe nun auch Lust die anderen Romane von Kristina Hauff kennenzulernen. 3,5/5 Sterne
katis zettelchen
empfiehlt:





Schattengrünes Tal
von Kristina Hauff
Ein kleiner Ort im Schwarzwald, alteingesessene Familien, Familienquerelen, Freud und Leid und ein neuer weiblicher Gast im Hotel. Hauff führt gut in ihre Geschichte ein, die Umgebung, Tal und Berg, die Charaktere. Geschickt wird unterschwellig Spannung aufgebaut, die Beziehungen der Personen zueinander angelegt, es liest sich flüssig und schnell und macht Spaß. Als sich die Lage zuspitzt und es dramatischer wird, bleiben Handlung und Figuren leider etwas oberflächlich und klischeehaft. Es ist immer noch ein netter Roman im Schwarzwald, aber der Anfang versprach mehr. Empfehlenswert als schnelle Sommerlektüre.
