Kundenrezensionen
Anja
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
Ein Sturm bringt Dorothy von ihrem Zuhause in Kansas in ein magisches Land. Dorothy gelingt dort das Unmögliche – sie tötet eine Hexe. Dadurch gerät sie in den Fokus verschiedener Bewohner von Oz – die einen feiern sie als Heldin, die anderen wollen sie tot sehen. Und Dorothy? Die möchte eigentlich nur nach Hause…
Kaum hatte ich das Buch begonnen, ist mir bewusst geworden, wie schlecht ich den Zauberer von Oz kenne. Dementsprechend kann ich nicht allzu viele Vergleiche zwischen dem Original und West of Wicked ziehen.
Vom Verlag wird es angepriesen als düstere und sexy Version. Das eine mag zutreffen, über das andere lässt sich wohl streiten.
Die Geschichte wird aus zahlreichen Perspektiven geschildert, teilweise in der Ich-Perspktive, teilweise in der personalen Perspektive. Die unterschiedlichen Ereignisse an verschiedenen Orten und Gedanken der einzelnen Figuren haben mir gut gefallen. Trotz der oft kurzen Kapitel und vielen Wechsel fügen sich die Passagen problemlos zusammen.
Mit Dorothy hatte ich meine Schwierigkeiten. Verständlicherweise ist sie nach ihrer Ankunft in Oz verwirrt und überfordert. Sie sucht nach Hilfe und Unterstützung. Diese erhält sie von „der Vogelscheuche“ – einem Mann ohne Erinnerungen, den sie verletzt findet. Die zwei schließen sich zusammen und bestreiten den Weg gemeinsam. Sie haben kaum Zeit miteinander verbracht, da ist Dorothy bereits bereit, ihm blind zu vertrauen. Zudem ist er sooo gutaussehend, dass sie direkt zu schwärmen beginnt und eifersüchtig auf andere Frauen wird. Hier soll wohl der „sexy“-Teil der Umsetzung beginnen. Ich empfand Dorothys Verhalten eher als naiv und konnte die plötzlich aufkommenden Gefühle nicht nachempfinden.
Für mich hatte das Buch ein paar Längen. Gleichzeitig gibt es aber auch immer wieder spannende Momente, häufig auch aus den unterschiedlichen Perspektiven resultierend, die Absichten einzelner Figuren offen legen, und dabei gleichzeitig zahlreiche Fragen aufwerfen.
Zum Ende hin nehmen Spannung und Dramatik immer weiter zu. Einige der Wendungen habe ich nicht kommen sehen.
Allerdings bleiben am Ende auch unglaublich viele Fragen offen bzw. werden über das Buch hinweg bisher kaum welche überhaupt beantwortet.
Fazit
Die Magie und Geheimnisse sowie Intrigen und Verrat bringen Spannung in der Geschichte, die durch vorhandene Längen ausgebremst wird. Dorothys Verhalten konnte ich dabei nicht immer nachvollziehen.
Claudia R.
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
Klappentext / Inhalt:
+++ Erstauflage als wunderschön gestaltete Schmuckausgabe mit Farbschnitt, aufwendig bedrucktem Einband – nur, solange der Vorrat reicht +++
Düster und sexy – Bestsellerautorin Nikki St. Crowe zeigt uns eine Version von Oz, wie wir sie noch nie gesehen haben!
Dorothy Gale weiß nicht, woher sie kommt. Sie weiß noch, dass sie sich während eines Sommersturms in der tristen Prärie von Kansas nach Hause wünschte und an eine Frau klammerte, die nicht ihre Mutter war. Sie übergab Dorothy an zwei Fremde und flehte sie an, sie aufzunehmen. Sie erinnert sich nicht mehr genau an die Frau, aber sie erinnert sich an das Blut in ihrem Gesicht.
Inzwischen ist Dorothy älter und jagt dem Hochgefühl ihrer Liaison mit Edward hinterher, doch seine Heiratsanträge sind nicht genug. Sie will herausfinden, wer sie wirklich ist und wie sie diesem tristen Leben entkommen kann.
Dann fegt ein Wirbelsturm durch die Nacht und bringt Dorothy in ein in Schatten gehülltes und verfluchtes Land, das viel weiter entfernt ist, als Dorothy es sich je vorgestellt hat. Um wieder nach Hause zu kommen, muss sie einen Zauberer aufsuchen und einem tückischen Pfad folgen, auf dem bereits dunkle Gefahren, machthungrige Hexen und ein verfluchter Attentäter auf sie lauern …
Dich erwarten diese Tropes:
Dark Fairytale Retelling
Morally Grey Characters
Forbidden Love
Hidden Identity
Lost Memories
Wicked but with roadtrip vibes
Cover:
Das Cover ist fantastisch und kreativ umgesetzt. Es wirkt geheimnisvoll und zugleich auch etwas düsterer und bewegender. Die grünen färben, die Schlieren und die Mohnblumen fügen sich sehr gut ein. Optisch finde ich es fantastisch umgesetzt.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um eine Neuinterpretation von der Zauberer von Oz und ich mag die Geschichte um Dorothy und das Land Oz sehr. Hier lernt man eine ganz andere Seite kennen und ich finde Märchenadaptionen und Adaptionen von Klassikern immer sehr spannend und habe mich daher auch auf diese sehr gefreut und war gespannt.
Wer das bunte Land Oz aus dem Klassiker liebt, sollte gewarnt sein, denn dies hier ist düsterer und in Schatten gehüllt, Machtspielereien und so manche Ungereimtheiten sorgen hier für Spannung und Unterhaltung.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und es lässt sich recht gut und flüssig lesen. Eins zwei Dinge haben sich mir. nicht gleich erschlossen und ich brauchte ein wenig um tiefer in die Charaktere hineinzufinden, aber in Summe fand ich die Neuinterpretation ganz interessant und gut umgesetzt. Die Sichtweise von Dorothy wird hier sehr gut und in der Ich-Perspektive erzählt. Nach und nach treten auch die anderen Charaktere hinzu, wobei man Dorothy stets am nächsten ist. Durch die Ich-Perspektive kann man ganz gut eine Beziehung zu ihr aufbauen, für ihr Alter wirkt sie jedoch manchmal fast zu naiv, was aber auch durchaus zu ihr und ihrer Rolle passt.
Spannung wird nach und nach aufgebaut und den Geschehnissen und Ereignissen kann man auch recht gut folgen. Die Beschreibungen sind bildlich, so dass man sich das Ganze recht gut vorstellen kann.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind sehr gut erkennbar und auch sehr schön herausgearbeitet. Gliederung und Gestaltung haben mir hier sehr gut gefallen. Auch der zauberhafte Farbschnitt rundet das Ganze sehr schön ab.
Die Geschichte ist spannend und interessant umgesetzt und als Adaption eines Klassikers gut gelungen. An das Original kommt es für mich jedoch nicht heran, aber es zeigt eine ganz neue und andere Seite, die mir auch sehr gefallen hat und auch Sophie einiges zu bieten hatten.
Fazit:
Spannende und düstere Neuinterpretation eines Klassikers.
Anjulia
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe ist ein düsteres, erwachsenes Retelling von der Geschichte "Der Zauberers von Oz". Eine erwachsene Dorothy wird von einem Wirbelsturm in das Land Oz geweht, tötet die Hexe des Ostens und macht sich auf die Suche nach dem Zauberer von Oz, um wieder nach Kansas zurückzukommen. Tatsächlich orientiert sich dieser Dark-Romantasy-Roman stark am Original und ist trotzdem ganz anders. Beim Titelzusatz " Folge deinem Verlangen" dachte ich eigentlich, dass Dorothys Romance mehr im Vordergrund stehen würde. Bis auf zwei spicy Szenen ist das Buch diesbezüglich aber eher zurückhaltend. Insgesamt konnte mich die Liebesgeschichte leider auch emotional nicht erreichen. Das Buch wechselt mehrfach die Erzählperspektive. Gerade die Nebenfiguren, wie die Vogelscheuche und der Blechmann, sind dabei gut und kreativ umgesetzt. Leider fehlt es der Geschichte an Tempo. Die Handlung zieht sich und konnte erst auf den letzten Seiten mein volles Interesse wecken. Das Buch ist insgesamt nicht in sich abgeschlossen und lässt mich mit vielen unbeantworteten Fragen zurück. Irgendwie hatte ich leider das Gefühl, dass die Autorin die großartige Vorlage nicht ganz zu nutzen weiß.
Barbara
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
West of Wicked war für mich der Einstieg in die Fantasy-Welt. Ich dachte mir, dass dies ein guter Anfang wäre zumal ich sowohl Wicked als auch der Zauberer von Oz kenne. Und es war tatsächlich so, es war für mich nicht übertrieben unrealistisch, aber doch mit Elementen die die Fantasie anregen. Auch fand ich es toll, dass die Geschichte zuerst in der realen Welt spielte und langsam immer mehr Fantasy-Elemente hinzukamen.
In West of Wicked geht es um Dorothy die ein eher armes Leben auf dem Land führt ohne viel Spektakel. Als ein Sturm übers Land fegt befindet sie sich plötzlich in einer magischen Welt in welcher sie sofort anerkannt wird, da sie eine der großen Hexen tötete, die die Menschheit dort schon lange tyrannisiert hat. Auf ihrer Suche nach einem Heimweg lernt sie die „Vogelscheuche“ kennen und verliebt sich in ihn, ahnt aber nicht wer wirklich hinter ihm steckt.
Das Buchcover sprach mich direkt an, besonders der schöne Farbschnitt, auf welchen man auch schon die geflügelten Affen und das Smaragdschloss erkennt. Auch das Inlay hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig, mit vielen direkten Reden kam ich flüssig durch das Buch. Dorothy war mir sehr sympathisch, die anderen Charaktere nachvollziehbar dargestellt. Besonders gut hat mir gefallen, dass sie zu jeder Zeit an ihren Hund Toto dachte und sich trotz der verwirrenden Umstände immer um ihn sorgte und ihn nie zurück lies.
Alles in allem kann ich das Buch für jeden empfehlen, dem Wicked oder der Zauberer von Oz schon ein Begriff ist - auch für Fantasy-Anfänger wie mich ;)
Lealein1906
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
"West of Wicked" hat mich insgesamt gesehen doch gepackt und ich bin gerne in diese neue Interpretation von Oz hineingetaucht. Es gibt war die eine oder andere Schwäche, aber ich gebe gerne 4 Sterne für das Buch.
Dass diese Oz-Geschichte eher düster und für Erwachsene ist, merkt man ziemlich schnell. So gibt es eine erste pikante Szene und der Tod der Hexe des Ostens ist etwas - nennen wir es spannender. Es fehlen auch der strahlende Sonnenschein und die grünen Wiesen aus der Kindergeschichte. Neben den bekannten Figuren gibt es auch einige neue Charaktere. So gibt es als ersten Perspektivwechsel ein Kapitel aus der Sicht von Cleo, die für die Hexe des Ostens gearbeitet hat. Der Großteil der Geschichte wird aus der Sicht von Dorothy erzählt, es kommen aber dann durchaus viele Personen zu Wort, ob die Hexe des Westens, der Blechmann, die Vogelscheuche, usw. Nett ist, dass jede Person ihr eigenes Symbol hat, das über den jeweiligen Kapiteln prangt. Oh, und im Einband des Buches gibt es eine schöne Karte, das mag ich immer gerne.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Leider gibt es im Mittelteil des Buches einige Längen und einige Szenen wirken etwas konstruiert, eher schwer nachvollziehbar. Zum Beispiel (ohne spoilern zu wollen), wenn man auf der Flucht erst einmal über einander herfällt... Dazu kommen viele Fragezeichen, die eigentlich im Laufe der Geschichte immer mehr werden. Erst gegen Ende lösen sich dann die ersten Sachen auf (das sorgt natürlich einerseits für Spannung, andererseits wäre man zwischendurch mal für ein paar Häppchen dankbar :D). Aber noch lange nicht alles. Deswegen bin ich schon gespannt auf den zweiten Band, auf den wir ja leider noch eine ganze Weile warten müssen. Ich empfehle das Buch an alle, die Neuinterpretation von Märchengeschichten mögen.
Buchseelensammlerin
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
West of Wicked ist, soviel ich weiß, der erste Band einer Trilogie.
Das Cover zum Auftakt der Oz-Retelling-Reihe ist Geschmackssache. Mir persönlich gefallen Menschen nicht auf Cover, egal ob gezeichnet oder Fotos. Ansonsten ist das Cover aber recht schön und passend zur Story gestaltet
West of Wicked liest sich zu Anfang leicht und flüssig. Im weiteren Verlauf ändern sich die Erzählweisen, was das Lesen deutlich erschwert und die Leichtigkeit nimmt. Dazu fand ich die Geschichte jetzt auch nicht so düster wie erhofft.
Dorothy war für mich zudem sehr naiv und ich fand beim lesen leider keinen Zugang zu ihr. Auch die Lovestory war für mich nicht überzeugend, sondern eher nervig. Liegt für mich an den nicht gut ausgearbeiteten Charakteren.
Ich hatte überlegt das Buch abzubrechen, hab mich aber dagegen entschieden und wurde mit dem Plottwist gegen Ende des Buches ein bisschen entschädigt. Band 2 werde ich jedoch nicht lesen.
praja
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
„West of Wicked“ war für mich irgendwie genau das, was ich erwartet habe… und gleichzeitig auch wieder nicht. ????
Man merkt SOFORT, dass das Buch komplett auf Atmosphäre, Spannung und dieses düstere, verführerische Oz-Feeling setzt. Und genau das hat bei mir auch richtig gut funktioniert. Dieses verfluchte, kaputte Oz hatte stellenweise echt etwas richtig Fiebertraum-artiges und ich mochte total, wie vertraute Elemente aus „Der Zauberer von Oz“ genommen und in etwas deutlich dunkleres verwandelt wurden.
Dorothy ist hier definitiv keine klassische „unschuldige Heldin“ und generell sind die Figuren eher morally grey unterwegs. Dazu kommen verlorene Erinnerungen, Geheimnisse, Machtspiele und natürlich eine ordentliche Portion Anziehung zwischen den Charakteren. Gerade die Dynamik mit dem verfluchten Attentäter hatte schon echt Potential und war für mich mit das stärkste am Buch.
ABER… ich muss auch sagen, dass mir an manchen Stellen etwas Tiefe gefehlt hat.
Die Welt und die Stimmung waren super interessant, aber ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass die Story schneller sein wollte als sie eigentlich schon war. Manche Entwicklungen gingen ziemlich abrupt und emotional hätte da für mich noch mehr drin sein können. Vor allem weil das Setting eigentlich SO viel Potential bietet. Teilweise wirkte es eher wie ein Auftakt, der erstmal Lust auf mehr machen soll, statt wie ein Band, der schon komplett überzeugt. Einige Szenen waren dafür aber wiederum richtig intensiv und haben mich komplett weiterlesen lassen. ????
Lies_ein_Buch
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
Bin ja generell Fan moderner und düsterer Adaptionen bekannter und beliebter Märchen und Geschichten. Wicked/ Der Zauberer von Oz hat ja in der letzten Zeit durch die Neuverfilmung sowieso schon einen neueren Anstrich bekommen, aber auch diese deutlich düstere, erwachsenere Version gefällt mir richtig gut.
Ich finds richtig cool, dass hier die originalen Figuren auftreten, wenn auch teilweise in leicht abgewandeltem Gewand. So findet man sich schnell in der Geschichte zurecht, wird aber trotzdem überrascht, weil nicht alles 1:1 übernommen wurde. Dadurch hing ich quasi an den Seiten und hatte ne richtig gute Zeit mit diesem Buch.
Die Sprache ist teilweise ziemlich derb, was in hartem Kontrast zum Original steht. Auch geht es ziemlich brutal und gewalttätig zu. Muss man mögen, ich find hier passts rein. Gewalt/Sex stehen hier schon ziemlich stark im Fokus, tatsächliche Handlung steht da eher im Hintergrund. Es passiert tatsächlich gar nicht mal so viel. Weder vor Dorothy Reise nach Oz, noch auf dem Weg zum Zauberer. Vielmehr arbeitet hier die Atmosphäre und die Spannung rund um die geheimnisvollen Identitäten und Interessen der jeweiligen Personen für die Geschichte.
Glaube tatsächlich, dass der Blechmann fast schon die für mich interessanteste Figur war. Dorothy war eher leicht gestrickt und irgendwie hatte ich mir von ihr insgesamt mehr erhofft als nur den Wunsch nach sexuellen Abenteuern und der Suche nach dem Weg heim um einen langweiligen Typen zu heiraten, den sie nicht liebt. Für einen zweiten Band würde ich mir hier mehr Charakterentwicklung erhoffen.
Ist kurzweilig, liest sich locker runter und unterm Strich hat mir der düstere, moralisch fragwürdige Anstrich gut gefallen.
lectrice
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
Ein wunderschönes Cover und der Farbschnitt ist noch schöner - und bei dem Titel war ich sofort neugierig.
Und es gibt eine Karte - ich liebe Karten in Büchern, vor allem bei Fantasy-Büchern schaue ich sie mir immer wieder an.
Dorothy wurde als Kind auf einer Farm in Kansas abgegeben - sofort habe ich die Bilder des Films im Kopf - und mittlerweile ist Dorothy erwachsen. Edward, der Sohn der Nachbarn, ist in sie verliebt. Aber Dorothy träumt immer wieder von einer Welt voller Farben, ohne harte Farmarbeit. Und da kommt ein Sturm auf und wirbelt Dorothy mit ihrem Hund Toto auf und davon in eine andere Welt.
Wer jetzt denkt, ach, ich weiß schon, wie es weitergeht, dem sei gesagt: nein, weißt du nicht, denn Nikki St. Crowe hat ihre ganz eigene Welt geschaffen, angelehnt an Oz, aber das war nur der Ausgangspunkt.
Ich fand es gut, dass es nicht so spicy war, denn das ist ehrlich gesagt nicht so mein Fall, hier war das Maß angemessen.
Eine interessante Welt, ein gelungener Einstiegsband, der Lust auf die Fortsetzung macht.
JennifersBooks
empfiehlt:





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
Ich gebe dem Buch 3.5 Sterne.
"West of Wicked" ist ein Retelling von "Der Zauberer von Oz" – und genau mit diesem Wissen bin ich an die Geschichte herangegangen. Optisch hat mich das Buch sofort begeistert. Das Cover wirkt in echt noch viel eindrucksvoller, der Farbschnitt ist wunderschön gestaltet und die Innenseiten mit Karte und Spruch machen direkt Lust, in diese düstere Version von Oz einzutauchen. Auch der Aufbau mit dem Wechsel aus kurzen und längeren Kapiteln hat mir gut gefallen und sorgt für einen angenehmen Lesefluss.
Was mich zu Beginn am stärksten abgeholt hat, war der Blick in Dorothys Gedankenwelt. Ihre innere Leere, die Beklemmung, das Gefühl, in einem Leben festzustecken, das sie Em und Henry (ihre Zieheltern) zuliebe nicht infrage stellen darf – all das ist sehr greifbar. Gleichzeitig spürt man ihre Schuldgefühle und ihre Sehnsucht nach etwas Größerem, das sie sich kaum zu denken traut. Die verschiedenen Perspektiven im Buch fand ich ebenfalls spannend, weil sie der Geschichte mehr Tiefe geben und Figuren wie Cleo oder andere Wegbegleiter interessanter machen. Die Gedankenwelt der Charaktere bleibt für mich einer der stärksten Aspekte des Buches.
Trotzdem verläuft die Handlung insgesamt recht schleppend. Oft hatte ich das Gefühl, Dorothy würde eher einen gemütlichen Ausflug machen als sich in einer gefährlichen, unbekannten Welt zu bewegen. Die düstere Atmosphäre, die das Buch verspricht, kommt nur punktuell durch und baut sich erst spät wirklich auf. Dazu kommt, dass Dorothy für meinen Geschmack recht naiv handelt. Sie lässt sich emotional viel zu schnell auf andere Figuren ein, obwohl ihr Charakter und der Beginn des Buches eigentlich etwas anderes andeuten. Diese Naivität hat mich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen.
Viele Szenen wirken zudem übermäßig konstruiert oder an manchen Stellen sogar deplatziert. Es gibt Momente, die sich nicht organisch aus der Handlung ergeben, sondern eher wie eingeschobene Elemente wirken, die die Geschichte künstlich strecken. Trotz der vielen interessanten Figuren und Ansätze kommt die Handlung einfach nicht richtig in Schwung. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass Band 1 vor allem ein Trittstein für Band 2 ist – als würde die eigentliche Geschichte erst dort beginnen. Fast alles spielt sich entlang des gelben Ziegelwegs ab, und am Ende ist Dorothy noch nicht einmal ansatzweise in der Smaragdstadt angekommen. Der Handlungsaufbau bleibt für mich daher der größte Schwachpunkt.
Genretechnisch hat sich das Buch für mich häufig eher nach Young Adult angefühlt als nach New Adult. Das liegt zum einen an der Art, wie Beziehungen und Emotionen dargestellt werden, zum anderen daran, dass die wenigen Figuren relativ klar bestimmten Rollen zugeordnet sind. Zwar gibt es Szenen mit Blut, Messern und auch intime Momente zwischen einzelnen Charakteren, insgesamt bleibt die Darstellung aber überraschend harmlos und weniger intensiv, als ich es bei einem düsteren Retelling erwartet hätte. Die Figuren in Oz hätten für meinen Geschmack ruhig bedrohlicher, unheimlicher und insgesamt dunkler gezeichnet sein dürfen – dann hätten auch bestimmte Wendungen stärker und weniger vorhersehbar gewirkt.
Trotz dieser Kritikpunkte gibt es Elemente, die mich neugierig gemacht haben – besonders die Andeutungen rund um die Welt, die Figuren und die Geheimnisse, die noch im Hintergrund lauern. Einige Charaktere haben definitiv Potenzial, im nächsten Band stärker zu glänzen, und bestimmte Fragen möchte ich unbedingt beantwortet sehen.
Fazit: West of Wicked ist optisch ein Highlight und hat erzählerisch viele spannende Ansätze, die aber nicht immer konsequent genutzt werden. Die Atmosphäre baut sich langsam auf, manche Entwicklungen wirken konstruiert und die Handlung bleibt über weite Strecken erstaunlich ruhig. Für mich ist Band 1 ein solider Einstieg mit Luft nach oben – ein Buch, das neugierig macht, aber noch nicht sein volles Potenzial als düsteres Retelling ausschöpft.
