Kundenrezensionen von Lealein1906





West of Wicked. Folge deinem Verlangen
von Nikki St. Crowe
"West of Wicked" hat mich insgesamt gesehen doch gepackt und ich bin gerne in diese neue Interpretation von Oz hineingetaucht. Es gibt war die eine oder andere Schwäche, aber ich gebe gerne 4 Sterne für das Buch.
Dass diese Oz-Geschichte eher düster und für Erwachsene ist, merkt man ziemlich schnell. So gibt es eine erste pikante Szene und der Tod der Hexe des Ostens ist etwas - nennen wir es spannender. Es fehlen auch der strahlende Sonnenschein und die grünen Wiesen aus der Kindergeschichte. Neben den bekannten Figuren gibt es auch einige neue Charaktere. So gibt es als ersten Perspektivwechsel ein Kapitel aus der Sicht von Cleo, die für die Hexe des Ostens gearbeitet hat. Der Großteil der Geschichte wird aus der Sicht von Dorothy erzählt, es kommen aber dann durchaus viele Personen zu Wort, ob die Hexe des Westens, der Blechmann, die Vogelscheuche, usw. Nett ist, dass jede Person ihr eigenes Symbol hat, das über den jeweiligen Kapiteln prangt. Oh, und im Einband des Buches gibt es eine schöne Karte, das mag ich immer gerne.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Leider gibt es im Mittelteil des Buches einige Längen und einige Szenen wirken etwas konstruiert, eher schwer nachvollziehbar. Zum Beispiel (ohne spoilern zu wollen), wenn man auf der Flucht erst einmal über einander herfällt... Dazu kommen viele Fragezeichen, die eigentlich im Laufe der Geschichte immer mehr werden. Erst gegen Ende lösen sich dann die ersten Sachen auf (das sorgt natürlich einerseits für Spannung, andererseits wäre man zwischendurch mal für ein paar Häppchen dankbar :D). Aber noch lange nicht alles. Deswegen bin ich schon gespannt auf den zweiten Band, auf den wir ja leider noch eine ganze Weile warten müssen. Ich empfehle das Buch an alle, die Neuinterpretation von Märchengeschichten mögen.





Die Briefträgerin
von Francesca Giannone
Ich habe dieses Buch quasi verschlungen, so begeistert war ich davon. Für „Die Briefträgerin“ gibt es deshalb auf jeden Fall fünf Sterne und eine herzliche Leseempfehlung. Ich war von Anfang bis zum Ende von der Geschichte gefesselt und hätte am liebsten noch viel mehr davon gelesen. Ich hoffe, es ist nicht das letzte Buch von Francesca Giannone, die auch in meinen Augen ein richtig tolles Debut gefeiert hat.
Bücher, die auf einer wahren Geschichte basieren, faszinieren mich immer sehr, tatsächlich war Giannones Urgroßmutter die erste Briefträgerin Italiens. Ich bin froh, dass sie diese Geschichte nun mit der Welt teilt, weil es sich um eine so starke Frau handelt, die stets für ihre Rechte gekämpft hat. Annas Geschichte hat mich Seite um Seite berührt. Wie sie in das ihr unbekannte Dorf kommt, wie sie versucht, ihre Freiheit zu behalten und ihre Prinzipien nicht zu verraten, wie sie aller Vorurteile zum Trotz den Job als Briefträgerin bekommt, wie sie sich für andere Frauen einsetzt.
Der Schreibstil ist wunderbar flüssig zu lesen, macht ihre Handlungen und Beweggründe nachvollziehbar. Es werden aber auch viele andere Schicksale mit in ihre Lebensgeschichte eingewoben, von anderen Familienmitgliedern und Dorfbewohnern, deren Geschichten ebenfalls sehr interessant und lesenswert sind. Nie wird es langweilig, man ist immer gespannt, wie es mit den Charakteren weitergeht, wie sich ihre Geschichten entwickeln. Die Ausschnitte, die erzählt werden, sind geschickt gewählt, sodass man ein gutes Gesamtbild erhält, ohne etwas zu vermissen, obwohl über eine so lange Zeitspanne berichtet wird.
Ich war wirklich ein bisschen traurig, dass das Buch zu Ende war und habe noch viel daran gedacht, hätte gerne noch mehr Kapitel gelesen. Aber jede gute Geschichte geht irgendwann zu Ende. Ich lege das Buch allen ans Herz, die gerne über starke Frauen lesen, über historische Begebenheiten, die auch noch heute inspirieren können und über menschliche Gefühle, die nicht immer nur die Sonnenseite beschreiben.





Kleine und große Wunder des Weltalls
von Gabby Dawnay
Schon das Cover zeigt, mit wie viel Liebe die Illustrationen in diesem Buch angefertigt sind und im Inneren geht es genauso bunt und liebevoll weiter. Das Versprechen auf dem Titel „Vorlesegeschichten mit ganz viel Sachwissen“ wird völlig erfüllt. Ich gebe für das Buch vier Sterne.
„Kleine und große Wunder des Weltalls“ ist in neun Kapitel unterteilt. Es geht um den Mond, die Erde, das Sonnensystem, die Planten, die Sonne, die Galaxie. Zunächst gibt es einige Seiten lang die Vorlesegeschichte, dann wird auf einer Seite noch einmal kompakt alles Wissenswerte aus dem Kapitel mit etwas mehr Text (aber trotzdem noch kurz und kindgerecht) zusammengefasst. Mit einem netten vierzeiligen Text wird dann zum nächsten Kapitel übergeleitet.
Die Aufteilung des Buchs gefällt mir sehr gut. Es ist alles sehr übersichtlich. Man kann je nach Alter des Kindes selbst entscheiden, ob man nur die Vorlesegeschichte vorliest, oder noch die Wissensseite mit dazu nimmt. Übrigens habe auch ich beim Lesen des Buchs noch einiges gelernt, es ist also durchaus für Erwachsene interessant. Die Sätze sind kurz und vermitteln das Wissen wirklich auf kindgerechte uns spielerische Weise.
Wie schon am Anfang angesprochen, gibt es ein großes Lob für die Illustrationen, die machen wirklich was her und laden die Kinder ein, ganz genau hinzuschauen. Die Farben sind super schön, Sonne, Mond und Planeten werden mit Gesichtszügen und schöner Mimik für Kinder schön dargestellt. Das Thema Weltall ist natürlich auch ein tolles Motiv.
Mein einziger Kritikpunkt: Die kursiven Absätze in den Geschichten sind in Reimform geschrieben, die anderen Absätze sind ebenfalls in vier Reihen geschrieben, reimen sich aber nicht. Tatsächlich wollte das in meinen Kopf aber beim Vorlesen nicht so rein, das fand ich etwas schwierig. Also sowohl der Wechsel zwischen normalen Sätzen und Reimen, als auch, dass die nicht kursiven Absätze eben ganz normale Sätze sind, man aber irgendwie zunächst automatisch versucht, sie als Reim vorzulesen und nicht wie einen normalen Satz von der Betonung her. Dort hätte man vielleicht nicht immer diese einem Gedicht anmutenden Form wählen müssen.
Aber im Großen und Ganzen finde ich das Buch wirklich wunderschön, vor allem von der Aufmachung her und eben wie das Wissen schon an die Kleinen vermittelt werden kann.





Die Känguru-Rebellion
von Marc-Uwe Kling
Wer rebelliert mit dem Känguru? Ich bin dabei! Ich bin seit Jahren großer Fan von den Känguru-Chroniken (auch wenn vielleicht nicht jedes Buch gleich überzeugend war) und freue mich deswegen über jede Fortsetzung. Wer die vorherigen Bände gelesen hat, weiß schon woran er ist: Bissige Kritik an der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage mit viel Humor in den Begebenheiten von Chronist Marc-Uwe Kling und dem Känguru erzählt. Es gibt wieder viel zu schmunzeln (schon mal die Sagenfiguren von Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter mit den Parteien verglichen?), lustig zugeordnete Zitate und Fettnäpfchen, in die getreten wird. Das Buch hat eine angenehme Länge, die Kapitel sind wie meistens eher kurz, sodass auch das Lesen kurzweilig bleibt. Neu ist, dass auch das Känguru selbst ein paar Kapitel zum Buch beisteuern durfte. Etwas schade fand ich, dass der Pinguin kein Comeback hatte, aber man kann nicht alles haben. Wie immer gab es Kapitel, die ich besser fand - aber das ist, denk ich, ganz normal, dass man sich für manche Sachen einfach mehr interessiert als andere. Als Nicht-Berliner habe ich immer ein paar Probleme bei den langen Texten von Hertha, die in diesem Buch mit ihrem Podcast recht oft vorkommt, aber es bringt halt auch eine authentische Note rein. Also ich hatte auf jeden Fall wieder viel Spaß beim Lesen, das Buch ist momentan einfach auch schön aktuell, und es gibt viele witzige Ideen (die man beim Lesen am liebsten direkt den anderen Personen im Raum erzählt. Und trotz allem Humor werden eben auch Denkanstöße zu Politik und Weltgeschehen gegeben. Ich gebe dem Buch sehr gute vier Sterne und bin einem sechsten Teil der Känguru-Reihe sicher nicht abgeneigt.





Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
von Annabel French
"Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam" hat mich sehr begeistert, ein Buch, dass man nur äußerst ungern aus der Hand legt. Ich habe die Tage mit Rosie, Max und den vielen Blumen sehr sehr genossen. Dafür gibt es 5 Sterne.
Das Beste an dem Buch ist definitiv die Beschreibung von Amsterdam, dem Hausboot und dem Blumenmarkt. Da will man sofort hinfahren und das alles selbst erleben. Auch sonst überzeugt der Schreibstil beim Lesen, ist sehr kurzweilig und passend zur Atmosphäre.
Kurz zum Inhalt Rosie zieht von London nach Amsterdam, um dort ihren Traum von einem Stand auf dem schwimmenden Blumenladen wahrzumachen. Doch es gibt mehr Hürden zu nehmen, als sie anfangs gedacht hat. Von Zulassungen, fiesen Marktbetreibern, einem muffeligen Nachbarn (ja, genau, besagter Max, harte Schale, weicher Kern, ob er geknackt wird?), Überschwemmungen, usw. Also langweilig wird es in diesem Buch nie.
Dazu wird noch einiges mehr von Amsterdam entdeckt, es geht natürlich viel um Liebe und um Rosies Gefühlsleben, die ein sehr positiver Mensch ist und immer nach vorne sieht. Das gibt auch dem Lesern ein bisschen Mut mit fürs einige Leben. Ich kann das Buch nur herzlich weiterempfehlen und schaue mir auf jeden Fall auch die anderen Bände der Reihe an.





Ein Zuhause im Frühling
von Julie Caplin
Wer einen schönen Wohlfühlroman für den Frühling sucht, ist mit diesem Buch genau richtig. Ich habe die Lektüre sehr genossen, war von Landschaft, Leuten und Details begeistert und gebe deswegen gerne 5 Sterne.
Ella passt für ein paar Monate auf das Cottage ihrer Patentante auf und kann sich so eine Auszeit von London nehmen. Dachte sie. Denn da wusste sie noch nichts von dem Hund und der (leicht aufdringlichen aber dafür sehr liebenswürdigen) Dorfgemeinschaft.
Ich bin ein absolutes Dorfkind und habe deswegen sehr gerne gelesen, wie Ella langsam die Vorzüge des Landlebens für sich entdeckt. Die Beschreibungen der Ortschaft und der Bewohner hat mir sehr gut gefallen, sowieso ist der Schreibstil der Autorin schön locker leicht, genau passend zu der Geschichte.
Die Charaktere sind wunderbar vielfältig von lebhaft, quirlig über übermotiviert bis hin zu eher grummelig. Apropos grummelig, da hätten wir noch Tierarzt Devon, der Ella ein paar Mal auf dem falschen Fuß erwischt. Aber da liegt auch ein Knistern in der Luft.... Und wenn dann noch Besuch aus London kommt, ein kleiner Skandal in der alten Beziehung aufgedeckt wird und Dorfaktivitäten anstehen, wird es sicher nicht langweilig - weder Ella noch den Lesern.
Ich kann nur nochmal sagen, dass mir die Country-Escapes-Reihe super gefallen hat und ich mir die anderen Bände sicher auch einmal anschaue.





Die Magnolientochter
von Tessa Collins
Ich kann von der Blumentöchter-Reihe einfach nicht genug kriegen. Kaum zu glauben, dass das schon Band 4 war und nur noch ein Teil auf uns wartet. Auch dieser Teil war wieder fantastisch zu lesen, vor der unfassbar schönen Kulisse von Neuseeland. Dazu kommt wieder ein spannendes Geheimnis, das aufgedeckt werden muss und natürlich ein bisschen Liebesgeschichte. Das Buch war schnell ausgelesen und verdient sich damit fünf Sterne.
Magnolia ist für den Umweltschutz tätig und sehr engagiert, wurde auch schon mehrmals für Aktionen festgenommen. Nachdem sie ein altes Flugticket ihrer verstorbenen Großmutter nach Neuseeland - der Heimat ihrer Mutter - findet, will sie wissen, was es damit auf sich hat und macht sich kurzerhand auf den Weg zu ihren Wurzeln.
Auch dieses Buch hier hat wieder einen zweiten Strang in der Vergangenheit, deren Verbindung mit der Gegenwart lange unklar ist. Dort liest man über eine Maori-Frau, die auf einer Farm arbeitet und sich dort verliebt. Magnolia lernt derweil Neuseeland kennen, folgt Spuren, lernt ihre Großeltern kennen, erfährt interessante Dinge über die Umweltprobleme in Neuseeland.
Auch wenn Magnolia in manchen Dingen vielleicht etwas zu drastisch ist, ist sie ein toller Charakter, der weiß, wo sie im Leben hinwill. Auch wenn diese Reise einiges auf den Kopf stellt. Es hat super viel Spaß gemacht, Neuseeland mit ihr zusammen kennenzulernen, man will einfach nur in den nächsten Flieger steigen.
Der Schreibstil ist wie immer sehr schön zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin, auch durch den Wechsel zwischen den zwei Geschichten, weil man immer wissen will wie es weitergeht.
Ich freue mich schon auf das Finale der Reihe, wenn es mit Nara nach Afrika geht, auch wenn ich, wie gesagt, kaum glauben kann, dass es dann schon vorbei ist.





Medea
von Rosie Hewlett
Ich liebe griechische Sagen schon seit ich ein kleines Mädchen bin. Deswegen war klar, dass ich diese neue Erzählung über Medea unbedingt lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist das Porträt einer starken Frau, die trotzdem nicht alle Gefahren hat kommen sehen. Wir lernen sie auf eine ganz andere Weise kennen, als es die Sagen vermitteln und genau das finde ich das Spannende. Ich gebe dafür gerne fünf Sterne.
Medea hat es aufgrund ihrer Kräfte von Anfang an nicht leicht, wird als Hexe bezeichnet, darf sich nur wenig mit ihren Geschwistern abgeben, viele haben Angst von ihr. Als Jason kommt, um das goldene Fließ zu holen, sieht sie ihre Chance zu Flucht aus ihrem alten Leben. Doch wird sie ihrem Schicksal je entkommen?
Ich habe diesen neuen Blick auf die alte Sage sehr genossen. Die Autorin hat sich auf eine sehr tiefe und emotionale Weise mit dem Charakter von Medea auseinandergesetzt und bringt das in dem Buch auch sehr gut herüber. Auch wenn Medea viele Dinge tut, die man nicht unbedingt gutheißen kann, die Autorin hat einen Weg gefunden, dass man sie trotzdem zu einem großen Teil verstehen kann, ihre Gefühle miterlebt, Ängste und Sorgen, Wut und Zorn durchlebt. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Buch war schnell ausgelesen.
Mir haben auch viele Nebencharaktere, zum Beispiel Atalante, gut gefallen. Sie haben die Geschichte auf jeden Fall bereichert.
Zusammenfassend kann man sagen, dass wir mit diesem Buch einen Blick in die Seele von Medea werfen können und so einiges der Sage in neuem Licht erscheint.
Ich freue mich auf weitere spannende Interpretationen von griechischen Sagen.





Aufgeben können die anderen
von Lena Johannson
„Aufgeben können die anderen“ ist wirklich ein wunderbares und wichtiges Buch, darüber, wie sehr Frauen darum kämpften mussten, um Sport in der Öffentlichkeit zu betreiben und auch an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Ich habe mich sehr gefreut, über dieses spannende Thema zu lesen und gebe auf jeden Fall fünf Sterne.
Alice hat früh das Schwimmen und später auch das Rudern für sich entdeckt. Doch immer wieder muss sie als Frau, die sich in der Öffentlichkeit sportlich betätigt, rechtfertigen und verspotten lassen. Doch das treibt sie nur noch mehr an. Ihr Ziel: dass jede Frau den Sport ausüben darf, den sie möchte, wann und wo immer sie möchte, und die Öffnung aller Sportarten der Olympischen Spiele für Frauen. Doch der Weg ist steinig und weit, zumal sie auch persönliche Unglücke zu verkraften hat. Führt von Frankreich nach England und wieder zurück.
Die Geschichte von Alice zu verfolgen, hat sehr viel Spaß gemacht, es sind gute Ausschnitte gewählt, um ihre Lebensgeschichte, ihre Motivation, ihren Kampf zu erzählen. Sie ist eine ganz besondere Frau, die ich davor noch nicht kannte, und ich bin froh, dass ich das nun tue. Sie ist ein Vorbild für alle.
Ich habe schon mehrere Bücher von Lena Johansson gelesen, ich mag ihren Schreibstil und ihre akribischen Recherchen, dass sie starke Frauengeschichten wieder lebendig werden lässt. Diese Lebendigkeit spürt man durch den ganzen Roman, fiebert mit Alice mit, ist erschüttert über das damalige Frauenbild in der Öffentlichkeit. Kaum vorstellbar, was für uns heutzutage einfach normal ist, ich danke diesen Frauen, die damals so mutig vorangegangen sind, und der Autorin, dass sie genau darüber schreibt.
Dieses Buch gibt allen Frauen Kraft, an sich und ihre Leistungen zu glauben und sich nicht unterkriegen zu lassen, ich kann das Buch deswegen nur herzlich weiterempfehlen und freue mich auf weitere Bücher in dieser Reihe „Sternstunden der Frauen“ und von Lena Johansson.





Bella Karamella - Achtung, zauberhafte Freundin!
von Gundi Herget
„Bella Karamella“ ist ein schönes Buch über Freundschaft und Süßigkeiten, das beim Lesen am Ende doch viel Spaß gemacht habt. Hinzu kommen zauberhafte Illustrationen. Dafür gebe ich sehr gute vier Sterne.
Eines Tages lernen sich Elfie und Naschhexe Bella Karamella kennen, nach einigen Startschwierigkeiten freunden sie sich an und haben verschiedene Missionen, zum einen für Bella Karamella einen neuen Zauberstab herstellen (den anderen hat sie aufgegessen), zum anderen Elfie in der Schule helfen, dort hat sie nämlich nicht den besten Stand. Doch dann stellen die beiden Bonbons her…
Ich muss zugeben, dass mich das Buch am Anfang nicht direkt überzeugen konnte. Dass Bella Karamella so uneinsichtig ist, wenn sie Elfie die Süßigkeiten wegisst, obwohl sie nur ganz wenige hat und dann sogar das Geschenk für die Mutter anknabbert. Das tut etwas weh im Herzen. Aber zum Glück habe ich weitergelesen. Denn sobald das erste Mal der Süßigkeitenladen „Leckerei“ auftaucht, nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und wird richtig herzlich. Da kann man dann gar nicht schnell genug weiterlesen.
Das Buch hat viele schöne und wichtige Themen für Kinder, wie Freundschaft und Unterstützung, Selbstbewusstsein bekommen, nicht immer dem ersten Eindruck glauben. Das ist super. Die Schrift ist recht groß, also für die Kinder dann auch zum Selbstlesen geeignet, oder natürlich zum Vorlesen. Mit 180 Seiten, ist es aber ein bisschen länger. Das ganze Buch ist farbig illustriert, fast auf jeder Seite gibt es zumindest kleine Bildchen oder auch große, die das Gelesene schön untermauern. Und natürlich bekommt man beim Lesen auch viel Lust auf Süßigkeiten (von denen man übrigens auch etwas über die Herstellung lernt).
Ich kann das Buch nur herzlich für Kinder weiterempfehlen.









