Kundenrezensionen von PeLi





Ein unheimlich guter Mensch
von Kirsten King
„Ein unheimlich guter Mensch“ von Kirsten King ist genau die Art von Buch, bei dem man sich ständig denkt: "Was tut sie da bitte?!" und bei dem man trotzdem einfach nicht aufhören kann zu lesen.
Im Mittelpunkt steht Lillian, die nach einer komplizierten Beziehung emotional komplett aus der Bahn gerät. Anstatt Abstand zu gewinnen, verliert sie sich immer tiefer in ihren Gedanken, ihrer Wut und Entscheidungen, die zunehmend verrückter werden und irgendwann völlig aus dem Ruder laufen. Was anfangs fast noch wie normaler Herzschmerz wirkt, entwickelt sich schnell zu etwas deutlich Düstererem und völlig Chaotischem.
Was das Buch für mich so besonders gemacht hat: Lillian ist definitiv keine Figur, die man sofort ins Herz schließt. Sie kann kalt, nachtragend und ziemlich gemein sein, trifft fragwürdige Entscheidungen und überschreitet ständig Grenzen. Trotzdem konnte ich nicht aufhören und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen ,gerade, weil sie so unberechenbar und spannend ist.
Die Dialoge fühlen sich lebendig und real an, gleichzeitig zeigt das Buch auf ziemlich schonungslose Weise, wie schnell man sich in verletzten Gefühlen und ungesunden Dynamiken verlieren kann.
„Ein unheimlich guter Mensch ist so herrlich böse, eine absurde Abwärtsspirale, die unglaublich fesselnd ist mit einer Hauptfigur, der man im echten Leben lieber nicht begegnen möchte, die aber für mich als Leserin wahnsinnig faszinierend war. Für mich definitiv ein 5-Sterne-Buch.





The Artist
von Lucy Steeds
„The Artist – Die Farben des Lichts“ von Lucy Steeds ist ein Buch, das mich auf eine ganz besondere Weise berührt und nachhaltig beeindruckt hat. Zwar habe ich zu Beginn ein wenig Zeit gebraucht, um vollständig in die Geschichte hineinzufinden und mich mit dem Erzähltempo sowie den Figuren vertraut zu machen, doch genau dieses langsame Eintauchen hat sich letztlich als große Stärke des Romans erwiesen.
Nach und nach entfaltet sich eine unglaublich atmosphärische und feinfühlige Geschichte, die von der ersten leisen Ahnung bis hin zu ihrer vollen emotionalen Tiefe immer intensiver wird. Lucy Steeds schreibt mit einer eindringlichen, beinahe poetischen Sprache, die es schafft, Bilder im Kopf entstehen zu lassen und Emotionen greifbar zu machen.
Man spürt förmlich die Farben, das Licht und die Stimmungen, die den Roman durchziehen ,genau das macht den besonderen Zauber dieses Buches aus.
Die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet, sodass man schnell eine Verbindung zu ihnen aufbaut. Ihre Entwicklungen wirken authentisch und nachvollziehbar, was dazu führt, dass man mit ihnen mitfühlt, hofft und leidet. Gerade diese emotionale Nähe hat mich immer tiefer in die Geschichte hineingezogen, bis ich das Gefühl hatte, ein Teil davon zu sein.
Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin es schafft, Themen wie Kunst, Wahrnehmung und persönliche Entwicklung miteinander zu verweben, ohne dass es jemals überladen wirkt. Stattdessen entsteht eine harmonische Erzählung, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig wunderbar unterhält.
Als ich einmal richtig in die Geschichte eingetaucht war, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Seite für Seite wurde ich stärker gefesselt, und am Ende fiel es mir schwer, Abschied zu nehmen. Tatsächlich war ich ein wenig traurig, als ich die letzte Seite gelesen hatte, ein Gefühl, das für mich immer ein Zeichen dafür ist, dass ein Buch etwas ganz Besonderes ist.
Für mich ist „The Artist – Die Farben des Lichts“ ganz klar ein Lese-Highlight dieses Jahres. Ein Roman, der nicht nur erzählt, sondern spüren lässt und der noch lange nach dem Lesen nachwirkt.





Sie wollen uns erzählen
von Birnbacher Birgit
Die Handlung des Romans „Sie wollen uns erzählen“ von Birgit Birnbacher hat mich zunächst sehr angesprochen. Laut Klappentext stehen die Mutter Ann und ihr Sohn Ozzy im Mittelpunkt, die beide mit ADHS leben und sich in einer Welt behaupten müssen, die stark von Erwartungen und Normen geprägt ist.
Der Einstieg in die Geschichte ist gelungen und zieht sofort in den Bann. Am letzten Schultag vor den Ferien erhält Ozzy einen Brief seiner Lehrerin für seine Mutter. Aus Sicht der Schule hat er etwas sehr Schlimmes getan, aus seiner eigenen Perspektive jedoch handelte er aus Mitgefühl. Diese Diskrepanz sorgt für Spannung, vor allem, weil Ozzy große Angst davor hat, seiner Mutter davon zu erzählen, und die Situation zunächst hinauszögert.
Im weiteren Verlauf hatte ich allerdings das Gefühl, dass die im Klappentext angedeuteten Konflikte weniger intensiv ausfallen als erwartet. Zwar wird Ozzy als jemand beschrieben, der Schwierigkeiten in der Schule hat, doch bei einem Notendurchschnitt von 1,2 und der Empfehlung fürs Gymnasium, wirken diese kaum greifbar. Gleichzeitig ist er sozial eingebunden und hat Freundschaften, was den Eindruck verstärkt, dass seine Herausforderungen eher angedeutet als wirklich durchlebt werden.
Mir kam es zudem so vor, als wäre die Mutter deutlich stärker von ADHS geprägt als ihr Sohn. Ihre Art machte auf mich häufig den Eindruck, als würde man im Umgang mit ihr auf einem Pulverfass sitzen, sie schien im Kontakt mit anderen oft kurz davor, die Fassung zu verlieren, während Ozzy in manchen Situationen sogar als der Vernünftigere der beiden erschien.
Gerade in Bezug auf das Thema ADHS hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Der Roman vermittelt stellenweise den Eindruck, als würde ADHS vor allem mit liebenswertem Chaos und Individualität verbunden sein. Das mag ein Teil der Realität sein, doch die damit einhergehenden Schwierigkeiten, Spannungen und Herausforderungen bleiben für mein Empfinden zu sehr im Hintergrund.
Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass die Autorin keine einfachen oder klischeehaften Lösungen anbietet. Die Figuren dürfen in ihrer Eigenart bestehen, ohne dass alles glattgebügelt wird. Dennoch hat mich die Geschichte emotional nicht vollständig erreicht. Ich hätte mir gewünscht, stärker in die Gedankenwelt, die Impulsivität und auch die kreativen sowie herausfordernden Seiten von Menschen mit ADHS eintauchen zu können.
Für mich war letztlich sogar der Teil der Geschichte am spannendsten, der sich gar nicht unmittelbar mit dem Thema ADHS beschäftigt hat. Die Suche nach Anns Mutter sowie das Wiedersehen mit ihrer Schwester. Gerade diese Schwester, die ebenfalls eine sehr eigenwillige Art hatte und sich Ozzy gegenüber etwas wirklich Krasses erlaubte, hat der Handlung nochmal eine ganz andere Intensität gegeben. Dieser Abschnitt war für mich der fesselndste im ganzen Buch.
Allerdings hätte ich mir hier am Ende noch mehr Klarheit gewünscht, insbesondere, ob Ann ihre Schwester noch einmal zur Rede gestellt hat und wie diese darauf reagiert hat.
Auch wenn mich das Buch nicht in allen Punkten vollständig überzeugen konnte, habe ich es insgesamt gern gelesen und vergebe 4 von 5 Sternen.





Mit beiden Händen den Himmel stützen
von Tollkien Lilli
"Mit beiden Händen den Himmel stützen" von Lilli Tollkien hat mich emotional sehr gefordert. Der Schreibstil der Autorin hat mir dabei durchaus gefallen, ruhig, eindringlich und nah an den Figuren. Gerade diese sprachliche Feinfühligkeit macht es jedoch stellenweise besonders schwer, das Gelesene auszuhalten.
Immer wieder habe ich mich während der Lektüre gefragt, ob es tatsächlich möglich gewesen wäre, dass eine Männer-WG so unkompliziert ein kleines Mädchen als Pflegekind aufnehmen kann. Vielleicht waren die Regelungen früher weniger streng? Ich hoffe ehrlich gesagt sehr, dass es heute nicht (mehr) so einfach wäre. Dieser Aspekt ließ mich nicht los und sorgte bei mir für ein gewisses Maß an Skepsis.
Besonders hart war für mich Lales Kindheit. Der geschilderte Missbrauch und vor allem die Reaktion ihres Vaters, der ihre Ängste herunterspielt, obwohl sie offen ausspricht, dass sie Angst hat, haben mich tief erschüttert. Es war schwer zu ertragen, wie allein und schutzlos Lale in diesen Momenten war. Mehr als einmal musste ich das Buch zur Seite legen, weil sich mir beim Lesen buchstäblich der Magen umdrehte. Der Gedanke, dass viele Kinder im echten Leben ähnliche Erfahrungen machen müssen, macht die Geschichte noch bedrückender.
Das Ende empfand ich weniger hoffnungsvoll, als ich es nach dem Klappentext erwartet hatte. Für mich überwog letztlich ein Gefühl der Schwere und der Ernüchterung. Auch wenn es sicherlich nicht Anspruch des Romans ist, eine einfache oder tröstliche Lösung zu präsentieren, hätte ich mir einen etwas versöhnlicheren Ausklang gewünscht.
Insgesamt ist es ein sprachlich gelungenes, aber sehr belastendes Buch, das wichtige Themen anspricht und unter die Haut geht. Für mich persönlich war es jedoch eher deprimierend als hoffnungsvoll, daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.





Restsommer
von Kea von Garnier
Mit Restsommer legt Kea von Garnier ein beeindruckendes Debüt vor, das lange nachhallt.
Im Mittelpunkt steht Dominik, der nach dem Willen seines Vaters eines Tages das familieneigene Bestattungsinstitut übernehmen soll. Doch je näher das Ende seiner Schulzeit rückt, desto drängender werden die Fragen nach seinen eigenen Wünschen und Träumen. Als er sich zum ersten Mal verliebt, gerät sein bisher so vorgezeichneter Weg ins Wanken. Bleibt er auf vertrautem Boden, oder wagt er den Sprung ins Ungewisse?
Die Autorin erzählt Dominiks Geschichte mit großer Feinfühligkeit und einem sicheren Gespür für Stimmungen. Man spürt die Schwere, die auf ihm lastet, ebenso wie das zarte Aufblühen der ersten Liebe. Themen wie familiäre Erwartungen, Selbstfindung und Mut zur Veränderung werden mit leisen, aber eindringlichen Tönen behandelt. Ohne große Dramatik, aber mit viel emotionaler Tiefe schildert die Autorin Dominiks inneren Konflikt. Man spürt seine Zerrissenheit, seine Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben und die Angst, Erwartungen zu enttäuschen. Gerade diese leisen Zwischentöne machen die Geschichte so stark.
Für mich ist "Restsommer" ein echtes Highlight. Sehr gefühlvoll erzählt, manchmal schmerzhaft, aber durchweg wunderbar zu lesen. Ich hoffe sehr, dass man künftig noch viel von Kea von Garnier lesen wird.





Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
von Dita Zipfel
Der Anfang des Romans hat mir gut gefallen. Zwei Paare verbringen gemeinsam mit den beiden Kindern des einen Paares den Urlaub in einem Ferienhaus am Meer, das von dem sehr wohlhabenden Paar komplett finanziert wird. Die Ausgangssituation ist interessant, vor allem die spürbaren Spannungen zwischen den beiden Frauen. Sie mögen sich nicht besonders, beobachten einander kritisch, und diese unterschwellige Ablehnung sorgt zunächst für eine interessante, fast beklemmende Stimmung.
Mit fortschreitender Handlung wurde das Buch für mich jedoch zunehmend merkwürdig. Die Figuren verhalten sich immer seltsamer und wirken dabei zunehmend unsympathisch.
Die Dialoge und Handlungen sind oft so bizarr, dass mir das Lesen immer weniger Spaß machte. Auch kleine Details verstärkten dieses Gefühl der Distanz ,zum Beispiel, wie das Baby von allen Erwachsenen durchgehend genannt wird, das ist einfach nur sonderbar, das macht kein normaler Mensch.
Irgendwann kippt die Geschichte dann völlig ins Absurde. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Die Sache mit dem Nashorn habe ich überhaupt nicht verstanden und sie wirkte auf mich eher befremdlich als bedeutungsvoll.
Das Ende schließlich empfand ich als ebenso seltsam wie unglaubwürdig. Viele Fragen bleiben offen, ohne dass sich für mich ein schlüssiger Gesamteindruck ergibt.
Das ist schade, denn der Schreibstil ist durchaus interessant, und auch die angesprochenen Themen hätten viel Potenzial gehabt. Insgesamt konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.





Cozy baking time
von Theresa Haubs
Wenn es draußen kalt, grau und ungemütlich wird, sorgt Cozy Baking Time von Theresa Haubs für echte Wohlfühlmomente in der Küche. Das liebevoll gestaltete Backbuch ist perfekt für alle, die es sich in der dunklen Jahreszeit mit einem duftenden Kuchen, Kerzenlicht und einer heißen Tasse Tee gemütlich machen möchten.
Schon im Vorwort merkt man die Leidenschaft der Autorin fürs Backen. Theresa Haubs gibt einen sehr persönlichen Einblick in ihre Backroutine und teilt dabei ihre besten Tipps und Tricks. Von einfachen Back-Hacks über kreative Rezept-Upgrades bis hin zu praktischen Hinweisen, wie man viele Rezepte vegan abwandeln kann, ist alles dabei.
Besonders gelungen ist auch der Abschnitt zur Pannenhilfe, in dem erklärt wird, was man tun kann, wenn der Kuchen zerfällt, oder sich gar nicht aus der Form löst, eine tolle Unterstützung, vor allem für weniger geübte Bäckerinnen und Bäcker.
Der anschließende Rezeptteil ist übersichtlich aufgebaut und reich bebildert. Jedes Rezept wird von ansprechenden Fotos begleitet, die sofort Lust aufs Nachbacken machen. Die Bandbreite reicht von einfachen Alltagsrezepten über saisonale Lieblingsstücke bis hin zu klassischen Weihnachtsleckereien, alles mit einer modernen, liebevollen Note.
Besonders schön ist, dass die Zutaten leicht erhältlich sind und die Anleitungen unkompliziert beschrieben werden. So kann wirklich jeder ohne großen Aufwand köstliche Ergebnisse erzielen.
Ob Pistazienmuffins, Nussecken oder Schokoladenkuchen , in diesem Buch steckt jede Menge Inspiration für gemütliche Nachmittage und süße Genussmomente.





Weißes Licht
von Eric Puchner
Der Roman hat mich etwas zwiespältig zurückgelassen. Die erste Hälfte empfand ich als recht langatmig, da die Handlung nur langsam an Fahrt aufnimmt. Ab der zweiten Hälfte wurde es jedoch deutlich fesselnder, sodass ich wieder viel stärker in die Geschichte hineingezogen wurde.
Im Mittelpunkt steht Garrett, der in Montana ein eher unspektakuläres Leben führt. Neben seinem Job am Flughafen kümmert er sich um seinen kranken Vater und wirkt dabei oft in sich selbst zurückgezogen.
Erst als er Cece begegnet, spürt er, dass es noch mehr geben könnte, eine Ahnung von Nähe, Lebendigkeit und Aufbruch. Doch ihre Verbindung ist kompliziert, der Hochzeitstermin steht unmittelbar bevor und ausgerechnet Garrett soll die beiden trauen..
Zwischen den dreien entsteht ein Spannungsfeld aus Loyalität, Sehnsucht und Schuld, das weitreichende Folgen hat, nicht nur für ihre Freundschaft, sondern auch für die Menschen, die nach ihnen kommen.
Eric Puchner gelingt es, die Figuren vielschichtig darzustellen und ihre inneren Konflikte eindringlich spürbar zu machen. Die Atmosphäre schwankt zwischen Melancholie und Hoffnung und bleibt immer dicht und authentisch. Im Kern erzählt der Roman davon, wie Entscheidungen unser Leben prägen, wie tief unsere Wurzeln reichen und wie schwer es sein kann, dem Schicksal zu entkommen.
Trotz der gelungenen Themen, der sprachlichen Kraft und der komplexen Figuren konnte mich das Buch nicht ganz so restlos überzeugen, wie ich es mir erhofft hatte. Für mich bleibt Weißes Licht eine gute und lesenswerte, aber nicht überragende Lektüre.





3 Streuner und der sprechende Berg
von Anja Fröhlich
„3 Streuner und der sprechende Berg“ ist ein wunderschönes Kinderbuch, das mit einer Mischung aus Humor, Fantasie und spannenden Abenteuern überzeugt.
Schon auf den ersten Seiten merkt man, dass hier drei ganz besondere tierische Helden im Mittelpunkt stehen: die ehemaligen Straßenhunde King Kerl, Big Ben und Flirty. Ihre witzigen Dialoge und ihre ganz unterschiedlichen Charaktere machen die Geschichte lebendig und bringen einen beim Lesen immer wieder zum Schmunzeln.
Aber auch die niedliche Schildkröte "Schildegard" möchte ich nicht unerwähnt lassen, denn die haben meine Enkel und ich auch sofort ins Herz geschlossen.
Beim Vorlesen habe ich gemerkt, wie sehr die Kinder mitgefiebert haben. Sie waren sofort neugierig, wie es mit den drei Hunden und Schildegard weitergeht, und haben viele Fragen gestellt. Besonders schön finde ich, dass die Geschichte auf eine spielerische Weise wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Mut vermittelt. Auch wenn die Streuner manchmal in Schwierigkeiten geraten, halten sie doch immer zueinander, eine Botschaft, die Kinder sehr gut verstehen.
Die Illustrationen runden das Buch wunderbar ab. Sie sind detailreich, liebevoll gestaltet und unterstützen die Handlung perfekt. Gerade für Kinder ist es schön, immer wieder neue Kleinigkeiten in den Bildern zu entdecken.
Alles in allem ist „3 Streuner und der sprechende Berg“ eine rundum gelungene Geschichte, die nicht nur unterhält, sondern auch Werte wie Loyalität und Hilfsbereitschaft vermittelt. Ein tolles Kinderbuch zum Vorlesen oder Selberlesen, das sicher viele kleine (und große) Leserherzen erobern wird.





Einfach Weike - Nicht perfekt, aber genau richtig
von Regina Feldmann
Das Kinderbuch erzählt die Geschichte von Weike, die nach einem unfreiwilligen Umzug von der Großstadt aufs Dorf vor allem zwei Dinge im Kopf hat: möglichst schnell wieder wegkommen und bis dahin nicht zu den Außenseitern gehören. Doch das ist leichter gesagt als getan. Zwar gibt es auch hier die beliebten Cliquen mit ihren glitzernden Outfits (die für Weike eher aussehen, als hätte ein Einhorn darauf gekotzt), aber eigentlich sind die Nerds wieder deutlich netter, nur leider eben nicht so angesagt.
Die Geschichte behandelt wichtige Themen wie Freundschaft, Selbstfindung und den Mut, zu sich selbst zu stehen. Der Humor ist stellenweise charmant, und die Mischung aus Schachspielen, Tanzchoreografien und Dorfalltag ist durchaus originell. Trotzdem konnte mich die Lektüre nicht komplett begeistern. Die Handlung plätschert an manchen Stellen etwas vor sich hin, und weder Weike noch die Nebenfiguren sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Mir fehlte ein wenig die Tiefe oder Spannung, die mich länger fesseln könnte.
Für Kinder, die selbst gerade in einer Umbruchphase stecken oder sich mit dem Thema „Dazugehören“ beschäftigen, kann das Buch sicher inspirierend sein. Mich persönlich hat es eher mittelmäßig überzeugt, deshalb vergebe ich 3 Sterne.









