Fremde

Fremde

von Belle Burden

€ 25,70

Hardcover

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Die Geschichte einer Ehe - Der gefeierte #1-New York Times-Bestseller
2026 Luchterhand Literaturverlag
304 Seiten
221 mm x 145 mm
Sprache: Deutsch
978-3-630-87873-7

Trailer zum Buch

Hauptbeschreibung

Das gefeierte Memoir aus den USA: vom plötzlichen Ende einer glücklichen Ehe und vom Mut zum Neuanfang. »Belle Burden erkundet die Verletzlichkeit vieler Frauen.« Joyce Carol Oates »Genau das haben viele erlebt: Der eigene Partner wird plötzlich zu einem völlig Fremden.« Oprah Winfrey

»Es war eine große Liebesgeschichte, eine für die Ewigkeit. Er wollte die Ehe, er wollte mich. Dann wollte er beides nicht mehr.«

An einem kühlen Märztag 2020, zu Beginn der Pandemie, verkündet Belle Burdens Ehemann ohne Vorwarnung, dass er sie verlässt. Zwanzig Jahre sind sie verheiratet. Zuvor haben sie im Ferienhaus der Familie auf Martha's Vineyard einen ganz normalen Tag verbracht: Feuer im Kamin gemacht, Whiskey Sours getrunken, Hähnchen gegrillt. Plötzlich wird aus dem zuverlässigen Ehemann und Vater ein Mensch, den sie kaum wiedererkennt. Er verlässt ihr gemeinsames Leben wie ein Schauspieler, der sein Kostüm ablegt. Mit fünfzig bricht für Belle Burden eine Welt zusammen. Mitten im Schock und Schmerz der Trennung muss sie erfahren, wie naiv es war, ihrem Mann blind zu vertrauen. Kennt man den Menschen, den man liebt, wirklich? Während sie auf schonungslos ehrliche Weise nach der Wahrheit sucht, erwächst in ihr eine beeindruckende innere Stärke. Aus der schüchternen, scheuen Belle, die sich in die Rolle einer traditionellen Ehefrau und Mutter wie selbstverständlich eingefunden hatte, wird eine Frau, die die Kontrolle über ihr Leben zurückgewinnt.


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Hardcover
Die Geschichte einer Ehe - Der gefeierte #1-New York Times-Bestseller
2026 Luchterhand Literaturverlag
304 Seiten
221 mm x 145 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Charlotte Breuer
978-3-630-87873-7


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Belle Burden gelang mit »Fremde« ein Sensationserfolg. Das Buch stand in den USA 2026 monatelang auf der Bestsellerliste der New York Times. Belle Burden studierte in Harvard und an der New York University School of Law und leistete als Pro-bono-Anwältin Rechtshilfe für jugendliche Einwanderer. Sie stammt aus einer wohlhabenden New Yorker Familie. Ihre Großmutter Babe Paley war eine Mode-Ikone des 20. Jahrhunderts und gehörte zum Freundeskreis von Truman Capote und Jacqueline Kennedy. Ihr Vater entstammt der Vanderbilt-Dynastie. Belle Burden lebt mit ihren drei Kindern in New York City. Charlotte Breuer übersetzt Literatur aus dem Englischen, u.a. von Chloe Benjamin, Elizabeth George, Chetna Maroo und Kate Morton.

Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Straße 28, 81673 München DE
E-Mail: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Kann Liebe blind machen? Was zu beweisen wäre ... 2026-08-14 14:55:00
von evaki
Respekt oder besser Hut ab, vor soviel Mut zur Wahrheit! Wollen wir's nicht zu kompliziert machen. Fakt ist, dass es in den besten Familien kriseln kann. Gründe dafür lassen sich endlos aufzählen. Welche Alarmglocken vielleicht schon vor der Ehe anspringen, worauf zu achten ist und wie wir darauf reagieren könnten, erzählt uns Belle Burden in unaufgeregtem Ton mit vielen eigenen Beispielen. Warum die wunderbare Liebe uns trotzdem den Blick trüben kann, erfahren wir gleich mit. Dass ein Ende mit Schrecken dabei besser ist als ein Schrecken ohne Ende, ist nicht nur ein altes Sprichwort, es hat anscheinend schon Zuviele getroffen, als dass man es verneinen würde. Es bleibt der Wunsch, dass dieses warnende Buch möglichst viele Frauen vor bösen Überraschungen schützen möge und ihnen Mut macht, ihre Liebe auszuleben ohne auf ein dickes Ende zu treffen.
Subjektive Sicht auf eine Trennung 2026-08-11 07:46:00
Belle Burden ist Anfang 50, seit 20 Jahren mit ihrem Mann James verheiratet, hat mit ihm drei Kinder und wähnt sich in der perfekten Beziehung und im perfekten Leben. Geldsorgen hat die Familie keine, durch ein großzügiges Treuhandvermögen von ihrer Seite (sie stammt sowohl mütterlicherseits als auch väterlicherseits von vermögenden und berühmten Familien ab, wie sie selbst erwähnt) und ein sehr gutes Einkommen von ihm im Finanzbereich, ist die Familie finanziell so gut abgesichert, dass man sich nicht nur eine schicke Wohnung in New York, sondern außerdem noch ein Ferienhaus auf Martha's Vineyard direkt am See leisten und dieses mit dem Wasserflugzeug anfliegen kann, die Kinder teure Privatschulen besuchen und auch für ihr Studium schon finanziell vorgesorgt ist.

Belle selbst hat, wie ihr Mann, ursprünglich Jura studiert und ist Anwältin, arbeitet aber seit vielen Jahren aufgrund der Kinderbetreuung nur noch wenige Stunden ehrenamtlich in diesem Bereich, indem sie minderjährigen Geflüchteten dabei hilft, ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht und eine Green Card zu bekommen. James arbeitet jede Woche sehr viele Stunden und es ist keine Seltenheit, dass er auch die Wochenenden mit Arbeit verbringt, dennoch hält Belle ihn für einen zugewandten Ehemann und großartigen Vater, auch wenn aus meiner Sicht wohl relativ wenig tatsächliche Vertrautheit zwischen den Eheleuten da war, allein schon aufgrund der wenigen miteinander verbrachten Zeit. Wichtig ist aber jedenfalls der schöne Schein nach außen, man geht zu gesellschaftlichen Anlässen, ist Mitglied elitärer Clubs und dreht sentimentale Erinnerungsvideos der besonderen Momente aus der Kindheit des eigenen Nachwuchses.

Als im Frühjahr 2020 die Corona-Pandemie auch die USA trifft, zieht die Familie sich in ihr Haus auf Martha's Vineyard zurück und beobachtet wie jedes Jahr ein Adlerpärchen dabei, sein Nest ganz in der Nähe zu bauen. Zwar verunsichert durch die Nachrichten von der Pandemie, aber doch sich selbst in privater Sicherheit wähnend, schlägt es bei Belle wie eine Bombe ein, als ein unbekannter Mann sie anruft und behauptet, ihr Mann habe eine Affäre mit seiner Frau.

Als Belle James zur Rede stellt, leugnet er es nicht, gibt aber keine genaueren Hintergründe an. Erst meint er, es sei unbedeutend und er werde bei seiner Familie bleiben, doch kurz darauf entscheidet er sich für die definitive Trennung und zieht aus. An den Kindern zeigt er ab diesem Zeitpunkt noch weniger Interesse als bisher, interessiert sich kaum für deren Erziehung, will ihnen keinen Platz in seiner neuen Wohnung einräumen und sie maximal einmal wöchentlich kurz zum Abendessen treffen.

Außerdem stellt sich heraus, dass er finanziell nicht ganz so großzügig ist, wie von Belle erhofft, und aufgrund eines alten Ehevertrages darauf besteht, seine hohen Einkünfte und die daraus resultierenden hohen Ersparnisse alleine für sich reklamieren und außerdem die Hälfte an den Immobilien zu fordern, die mit dem Geld aus Belles Herkunftsfamilie angeschafft wurden, aber für die sie ihn großzügig mit eingetragen hat. Belle fühlt sich zutiefst verletzt und ungerecht behandelt und so beginnt ein zäher Scheidungskampf mit Klage und Gegenklage.

Bei diesem Buch handelt es sich, wie schon angedeutet, nicht um einen Roman, sondern um eine wahre Geschichte. Jedenfalls so weit, wie die Sichtweise einer Person auf einen Konflikt, der mindestens zwei Personen betrifft, die Wahrheit sein kann. Es ist also eine ursprünglich auf Tatsachen beruhende Perspektive einer Partei auf einen Scheidungskonflikt. Dabei verwendet die Autorin, wie sie in der Vorbemerkung angibt, ihren eigenen echten Namen und die Klarnamen ihrer Großeltern, Eltern, Stiefmutter, ihres Bruders und ihrer Schwägerin, während sie offenbar für ihren Ex-Mann und die Kinder Pseudonyme gewählt hat. Ob das diese bei dieser offenen Darstellung schützen kann oder jeder mit Interesse daran nach einer kurzen Internetrecherche auch diese identifizieren kann, sei dahingestellt.

Ursprünglich veröffentlichte die Autorin einen Zeitungsartikel über die Trennungsgeschichte, diesem stimmte ihr Ex-Mann nach eigenen Angaben im Buch zu. Ob er diesem Buch auch zugestimmt hat, wissen wir nicht. Nachdem sie ihre Geschichte aus ihrer Sicht erzählt hat, geht sie am Ende des Buches noch auf den Vorwurf ein, mit diesem öffentlichen Waschen von privater Schmutzwäsche nicht nur ihrem Ex-Mann, sondern auch ihren Kindern zu schaden und dass eine gute Mutter das nicht mache, und meint, ihren Kindern damit sogar etwas Gutes zu tun, indem sie die Generationen lange Kette öffentlichen Schweigens von Frauen angesichts des Betruges ihrer Männer unterbrochen habe und damit ihren Kindern ein Vorbild sei.

Literarisch handelt es sich aus meiner Sicht um kein Meisterwerk. Das Buch ist relativ simpel erzählt und es ist eindeutig die subjektive Sichtweise einer einzigen Person. Die Charaktere bleiben relativ blass, weder von James noch von den drei Kindern habe ich mir ein wirkliches differenziertes Charakterbild machen können, auch von den meisten anderen erwähnten Figuren nicht. Ich vermute, dass das daran liegt, dass es nicht die größte Stärke der Autorin zu sein scheint, andere wirklich wahrzunehmen, was sich auch daran zeigt, wie sehr sie sich in ihrem Partner getäuscht hat (den sie offenbar hauptsächlich nach Attributen wie groß, erfolgreich und Sicherheit versprechend ausgesucht hat).

Hinter der Geschichte liegt ein wirklich interessantes Thema, bei dem ich mir gewünscht hätte, dass es noch näher beleuchtet würde und das die Autorin nur an wenigen Stellen andeutet: während Belle selbst aus einer berühmten und reichen Familie kommt, was sicher auch Nachteile, aber im finanziellen Bereich viele Vorteile mit sich bringt, musste sich ihr Mann James fast alles selbst erarbeiten und hatte deshalb nie das Gefühl finanzieller Selbstverständlichkeit, das sie kannte. Das zeigt sich zum Beispiel an einer Szene am Anfang, als er kritisiert, dass sie Restaurantrechnungen begleicht, ohne Gesamtbetrag oder Details auch nur anzuschauen, oder auch später, als er versucht, sparsam zu sein und sie als verschwenderisch kritisiert.

Hätte die Autorin an diese Stelle und an weitere mögliche Konfliktlinien näher hingeschaut, hätte noch ein viel interessanteres Buch dazu entstehen können, wie Klassenunterschiede zweier Partner die Partnerschaft zu zerreißen drohen... oder auch, wie man als Paar konstruktiv damit umgehen kann (wenn sie das dann gelernt hätte). Interessiert hätte mich an vielen Punkten auch sehr die Sichtweise von James. Ist er wirklich einfach der treulose Ehemann, als der er im Buch wegkommt oder hat er sich schon lange in dieser Beziehung ungesehen und unverstanden gefühlt, vielleicht sogar immer wieder versucht, aktiv daran zu arbeiten? Wir wissen es nicht. Dargestellt wird er als treuloser, egoistischer Ehemann, der sich weigert, nähere Erklärungen abzugeben.

Belle erzählt jedenfalls ihre Befreiungsgeschichte, die nun damit enden soll, dass sie zwei Mal einen Kurs zum kreativen Schreiben besucht, dann den Artikel und nun das Buch veröffentlicht hat. Somit ist nun ihr Mädchentraum von der Karriere als Autorin in Erfüllung gegangen.

Was ich für mich aus dem Buch, neben einer durchaus unterhaltsamen Geschichte, mitnehme, weiß ich noch nicht... vielleicht ist es für mich hauptsächlich eine Geschichte über Privilegien, die blind machen, und über das, was man nicht sehen will? Als Vorbild für Selbstermächtigung kann ich Belle rein aufgrund dieses Buches nicht überzeugend finden.

In den USA war das Buch ein Bestseller und stand monatelang auf der Bestsellerliste der New York Times. Dazu hat vielleicht neben der Bekanntheit der Familie der Autorin (auch über ihre Hochzeit wurde schon öffentlich in den Zeitungen berichtet) auch beigetragen, dass wahre Trennungsgeschichten interessant zu lesen sind. Ob man sich persönlich von dem Buch viel verspricht und mitnehmen kann, entscheide jeder selbst, von mir gibt es diesmal keine ausdrückliche Leseempfehlung.
ein schmerzhafter Weg in ein neues Leben 2026-08-08 19:33:00
von PeLi
„Fremde“ von Belle Burden ist ein autobiografischer Roman, der mich beim Lesen immer wieder beschäftigt hat. Es ist eine sehr persönliche und schonungslose Geschichte über das Ende einer zwanzigjährigen Ehe, über Vertrauen, Enttäuschung und darüber, wie man sich ein gemeinsames Leben und einen Menschen vielleicht ganz anders vorgestellt hat, als er tatsächlich war.

Besonders der Umgang des Ehemannes mit der Trennung hat mich teilweise richtig wütend gemacht. Ich habe mich beim Lesen oft gefragt, wie er sich so verhalten und seine Familie nach so vielen gemeinsamen Jahren derart zurücklassen konnte. Gleichzeitig hat mich auch Belle selbst manchmal zur Verzweiflung gebracht. An einigen Stellen fand ich sie unglaublich leichtsinnig, beispielsweise im Umgang mit dem Ehevertrag oder mit ihrem geerbten Vermögen. Vertrauen ist sicherlich eine wichtige Grundlage einer Ehe, aber ein bisschen mehr Vorsicht hätte ihr meiner Meinung nach nicht geschadet. Vermutlich wird sie das im Nachhinein selbst anders sehen.

Was mich allerdings sehr beeindruckt hat, ist ihre Entwicklung. Aus der eher zurückhaltenden Frau, die sich ganz selbstverständlich in ihre Rolle als Ehefrau und Mutter eingefügt hat, wird nach und nach eine Frau, die ihr Leben wieder selbst in die Hand nimmt. Dabei beschönigt sie weder ihre eigenen Fehler noch ihre Gefühle, und gerade diese schonungslose Ehrlichkeit macht das Buch für mich so authentisch.

„Fremde“ ist kein leichtes oder fröhliches Buch. Die Geschichte ist stellenweise bedrückend und hat mich emotional durchaus mitgenommen. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb – hat sie mir sehr gut gefallen. Ich fand es spannend und berührend zu verfolgen, wie Belle Burden versucht, nach einer völligen Erschütterung ihres bisherigen Lebens wieder zu sich selbst zu finden.
Ein nachdenklich stimmendes, ehrliches und sehr persönliches Buch über Vertrauen, Enttäuschung und die Kraft, die man manchmal erst dann entdeckt, wenn das eigene Leben plötzlich aus den Fugen gerät.