Kundenrezensionen
Daggy
empfiehlt:





Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Auf dem Cover sehen wir Ela im Raumanzug in ihrem Rollstuhl sitzen. Ela möchte unbedingt Astronautin werden und deshalb freut sie sich sehr auf den Ausflug ins Planetarium. Zusammen mit ihrem Freund Ben macht sie sich auf den Weg und da Ela eine sehr stürmische Rollstuhlfahrerin ist, ist es für Ben nicht leicht mit ihr Schritt zu halten. Ela hat viele kluge Fragen an die Dame im Planetarium, die sogar eine Antwort auf die Frage „Kann ich im Weltraum Rollstuhl fahren?“ weiß. Neben dem Erzähltext gibt es Bilder von Frauen und eine kurze Biografie, die erklärt, was sie mit der Raumfahrt zu tun haben. In der Nachbarschaft von Ela gibt es eine „olle Tante“, die meint sie müsse Ela klar machen, dass ihr Traum vom Weltraum für sie immer ein Traum bleiben wird. Doch Elas Mama ist da ganz anderer Meinung und sie bestärkt ihre Tochter in ihrem Wunsch. Die Nacht verbringt Ela bei Ben und die beiden schlafen unterm Sternenzelt und planen, wie Ela sich auf das Astronautin-Werden vorbereitet. Erstaunlich welche tollen Ideen die beiden da austüfteln.
Die beiden Kinder verbindet eine echte Freundschaft, wieso Ela im Rollstuhl sitzt, wird nicht erklärt, aber für ihre Umgebung stellt das keinerlei Problem dar. Ein neu gebautes Baumhaus erhält einen „Fahrstuhl“ und in allem anderen ist Ela sehr selbstständig unterwegs.
Das Buch erklärt ganz deutlich, dass man immer Ziele haben sollte, und man sollte alles dafür tun sie zu erreichen, es ist aber auch nicht falschen einen Plan B zu haben. So überlegt Ela am Ende, dass sie auch z.B. Raumschiffe bauen könnte.
Ein tolles Buch, dass nicht nur Menschen mit Einschränkungen Mut macht alles auszuprobieren und aufzugeben. Zusätzlich kann man auch einiges über die Raumfahrt und den Sternenhimmel lernen, besonders auf den letzten Seiten gibt es einige Sachinformationen. „Fragen rund um Ela“ geben noch Informationen zu Person dieses mutigen Mädchens.
Anja
empfiehlt:





Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Die Idee des Buches – Mädchen im Rollstuhl möchte Astronautin werden – hat mich bei der Verlagsvorschau direkt angesprochen. Und das Buch hat mir wirklich gut gefallen.
Ela und ihr Freund Ben lieben den Weltraum und den Sternenhimmel. Da die zwei sich über ihr Lieblingsthema austauschen („Wusstest du, dass…?“), sind ganz viele Informationen in die Handlung eingebunden. Teilweise kommen hier viele Fakten innerhalb weniger Sätze – ein paar Themen davon werden im Anhang des Buches erneut aufgegriffen und etwas ausführlicher erklärt.
Nach einem Ausflug zum Planetarium beschließt die lebenslustige und wissbegierige Ela, dass sie Astronautin werden will. Nachdem ihr mehrfach gesagt wird, dass es aufgrund der hohen Anforderungen schwierig werden könnte, entwerfen Ben und Ela einen Trainingsplan, um Elas Fähigkeiten und Wissen zu testen und auszubauen. Die Kinder sind dabei sehr kreativ und Ela meistert viele Aufgaben. Aber ganz problemfrei verläuft die Vorbereitung nicht… Ela ist niedergeschlagen – und wird ganz toll aufgefangen und bestärkt, an ihren Zielen festzuhalten.
Es ist eine Geschichte über Träume, für die es sich zu arbeiten lohnt. Über Rückschläge und die Erkenntnis, dass viele Wege ans Ziel führen können. Und über eine Freundschaft voller Verständnis und Unterstützung.
Warum Ela im Rollstuhl sitzt, wird in der Geschichte nicht erwähnt. Im Anhang wird das Thema kurz aufgegriffen – dass man nicht immer auf alles Antworten bekommt und kein Recht auf persönliche Informationen anderer Menschen hat.
Ela meistert ihren Alltag und lässt sich von kaum etwas abhalten. Teilweise ist es ihr Umfeld, das meint, ihr Einschränkungen vorgeben zu wollen oder sie auf den Rollstuhl reduziert. So fragt ein Schaffner im Zug, wo der Rollstuhl denn raus wolle… Ben und Ela reagieren auf diese unpassende Bemerkung ziemlich cool.
Aber natürlich gibt es trotzdem Situationen, in denen Ela auf Hindernisse stößt – und nicht jedes alles lässt sich aus eigener Kraft überwinden.
Die Gestaltung des Buches ist sehr ansprechend. Es gibt viele farbige Grafiken und bunte Überschriften. Der Schreibstil ist insgesamt leicht verständlich.
Im Anhang gibt es noch einige Fakten zum Weltraum, der Raumfahrt (im Wandel) und Planeten.
Ein zweiter Anhang beschäftigt sich mit Fragen rund um Ela und ihr Verhalten. Dabei werden die kleinen LeserInnen teilweise direkt angesprochen und zu ihren eigenen Erlebnissen und Wünschen befragt.
Fazit
Die Welt ist im Wandel. Was heute nicht geht, könnte in 10 oder 20 Jahren bereits möglich sein. Und wenn etwas nicht auf direktem Weg geht, hilft vielleicht in kleiner Umweg.
Die Geschichte von Ela bestärkt darin, sich von Hindernissen nicht abhalten zu lassen, gibt ganz viele Fakten zum Thema Weltraum und Raumfahrt und Einblicke in das Leben mit Behinderung (fast) ohne dabei belehrend daherzukommen.
Dana
empfiehlt:





Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Für Ela ist die Sache ganz klar: Eines Tages wird sie als Astronautin ins Weltall fliegen. Sie interessiert sich sehr für Planeten, Sterne und die Dinge, die Weltraumfahrer so können und leisten müssen. Auch ihr bester Freund Ben ist fasziniert von dem Thema und so hat sie immer jemanden, mit dem sie sich austauschen und gemeinsam recherchieren kann. Allerdings glauben in Elas Umfeld nicht alle so bedingungslos daran, dass das Mädchen ihren Traum auch verwirklichen kann, dabei führen ja so viele Wege ans Ziel.
Mir hat die Thematik dieses Kinderbuches wirklich gut gefallen. Schon allein wie wichtig es ist, an Träume zu glauben und darauf hinzuarbeiten. Selbst wenn es nicht immer leicht ist und man vielleicht auch mal Umwege gehen muss oder Dinge sich erst ändern und wandeln müssen damit es eine Chance gibt, so muss man doch nicht direkt aufgeben. Und dann auch noch kombiniert damit, dass die Protagonistin Ela im Rollstuhl sitzt und damit natürlich die eine oder andere Hürde hat, die andere vielleicht nicht haben, um ihre Ziele zu erreichen. Doch Ela lässt sich dadurch nicht davon abhalten, ganz fest an ihren Traum zu glauben, irgendwann als Astronautin im Weltall zu sein. Schön war es, dass sie in ihrem Vorhaben unter anderem von Ben und ihrer Familie tatkräftig unterstützt und auch bei Fehlschlägen oder Schwierigkeiten aufgefangen wird.
Innerhalb der Geschichte sind viele fachliche Informationen rund um Planeten, Sterne, Astronauten und so weiter eingebunden. Um es alles direkt aufzunehmen, ist es vermutlich ein wenig viel, besonders an der Stelle, als die Kinder im Planetarium sind. Dort ballt sich das Wissen doch sehr. Allerdings könnte man es ja auch immer wieder nachschauen oder im Anhang des Buches nachlesen, in dem viele Dinge noch mal etwas ausführlicher aufgeführt sind.
Dass man beim Lesen der Geschichte gleich noch einen Lerneffekt hat, fand ich aber gut gemacht.
Ansonsten ist der Schreibstil leicht verständlich und mitnehmend gestaltet. Ich mochte die Dynamik in der Geschichte sehr gern. Die Freundschaft der beiden Kinder steht immer wieder im Fokus und auch wie wichtig es ist, an Träume zu glauben, selbst wenn der erste Anlauf vielleicht nicht gleich klappt.
Farbenfrohe Illustrationen machen die Handlung zusätzlich lebendig und lassen die Geschehnisse gut vorstellbar werden. Man hat ein genaues Bild von den Figuren und die Einbindung von Aspekten aus der Raumfahrt oder der Astrologie allgemein macht auch dieses Thema gleich noch etwas greifbarer.
Dass man zum Beispiel nicht erfährt, warum Ela im Rollstuhl sitzt, könnte zunächst etwas irritieren, allerdings fand ich, spielte es beim Lesen der Geschichte eigentlich auch keine Rolle, wieso die Situation für das Mädchen so ist. Am Ende des Buches wird auch kurz darauf Bezug genommen, dass es innerhalb der Handlung nicht weiter aufgegriffen wird. Der Mittelpunkt der Geschichte war für mich aber auch nicht die Ursache für Elas Handicap, sondern wie mutig, lebensfroh und motiviert sie trotz allem an jeden Tag herangeht, wie viel Unterstützung sie bekommt und wie selbstverständlich manche Sachen für sie sind, die für andere irgendwie erst mal schwierig erscheinen oder sie unangenehm berühren, weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. An der einen oder anderen Stelle kann man von der jungen Protagonistin noch was für sich selbst mitnehmen.
Fazit
Ein schönes Kinderbuch, das mir in der Kombination aus Sachinformationen rund um den Weltraum, einer tollen Freundschaft, einer mutigen, lebensfrohen Protagonistin, die an ihre Träume glaubt und schönen Botschaften.
lesen=liebe
empfiehlt:





Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Ela ist ein riesengroßer Weltraumfan. Nach dem Besuch im Planetarium steht ihr Entschluss fest: Sie will Astronautin werden. Leider bekommt Ela nicht von allen Seiten Unterstützung. Sie sitzt nämlich im Rollstuhl. Für Ela und ihrem besten Freund Ben ist das jedoch kein Hindernis.
Als Ela das All eroberte ist ein wirklich cooles Kinderbuch. Erstens wird viel Wissen über das Weltall vermittelt und zweitens wird auf das Thema, Menschen mit Behinderung, eingegangen. Für meine Kinder war es schön zu sehen, dass man im Leben alles schaffen kann, wenn man an sich selbst glaubt. Die Geschichte hat meinen Kindern sehr gut gefallen, zumal wir auch schon oft im Planetarium waren und meine Kinder auch kleine Weltraumfans sind. Was ich ein kleines bisschen schade finde ist, dass das Buch aufgrund der Farbwahl des Covers, den Anschein macht, als wäre es auf Mädchen ausgerichtet. Es ist aber ganz und gar kein Mädchenbuch. Ich weiß, dass alle Farben für alle da sind, aber leider ist das auch heutzutage noch immer ein großes Thema.
Sheilo
empfiehlt:





Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Nachdem Ela eine beeindruckende Zeit in einem Planetarium verbracht hat, steht für sie fest, dass sie Astronautin werden möchte. Zusammen mit ihrem Freund Ben stellt sie eine Checkliste mit Aufgaben zusammen, die sie zur Vorbereitung abarbeiten muss. Eine spannende und amüsante Ferienzeit zusammen mit ihrem Freund Ben nimmt damit seinen Beginn...
"Als Ela das All eroberte" ist für mich ein wunderbares Kinderbuch. Es zeigt uns, dass man trotz Hindernissen im Leben nie seine Träume aufgeben soll. Ben und Ela besitzen eine tolle Freundschaft, obwohl manchmal auch ein wenig Kreativität gefragt ist, da Ela im Rollstuhl sitzt. Die Geschichte zeigt uns, dass wir Menschen mit Behinderung nicht grundsätzlich anders behandeln sollten und sie von sich aus ihre eigenen Grenzen aufzeigen und wir dann entsprechend unterstützen können.
Ich liebe den humorvollen Schreibstil des Buches sehr und meine Kinder sind ebenfalls begeistert. Die Illustrationen im Buch sind einfallsreich und wunderschön, sie sind ein echter Blickfang auf den Seiten.
Insgesamt ist dieses Buch ein wundervolles Kinderbuch, welches neben dem Wissen rund ums All den Kindern so viele wichtige Informationen im Umgang mit behinderten Menschen vermittelt. Ich kann es daher sehr empfehlen.
Linelovesreading
empfiehlt:





Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Dieses Buch ist ein Buch, was einfach jeder lesen sollte, egal wie alt.
Die Geschichte zeigt auf eindrückliche Weise, welche Grenzen es im Leben für Menschen mit Behinderung gibt. Gleichzeitig zeigt das Buch aber auch, dass man alles schaffen kann, wenn man nur fest genug daran glaubt.
Die Umsetzung der Geschichte ist sehr gut gelungen. Es wird sehr sensibel erzählt, was Ela alles erlebt und womit sie kämpfen muss. Da merkt man einfach, dass der Autor selbst eine Behinderung hat und weiß, worum es geht.
Die Hauptperson wird sehr mutig und stark dargestellt, was vor allem Kindern mit Behinderung helfen kann, selbstbewusster zu werden.
Die Illustrationen sind sehr farbenfroh und lustig. Sie lockern das Buch etwas auf und helfen dabei, sich alles ganz genau vorzustellen. Sie ergänzen die angenehm kurzen Texte.
Einfach ein sehr wertvolles Buch, das ich jedem ans Herz legen kann.
Kapitel60
empfiehlt:





Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Als Ela das All eroberte, erschienen bei Carlsen, ist ein Kinderbuch ab 6 Jahren und umfasst ca. 93 Seiten.
Worum geht’s?
Ela hat einen Traum. Sie möchte Astronautin werden. Dass sie im Rollstuhl sitzt, soll sie bei ihrem Vorhaben keinesfalls entmutigen. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Ben rockt sie die Galaxie.
Cover, Illustrationen und Schreibstil
Das Cover ist kunterbunt und man möchte das Buch direkt aufschlagen. Auch die Illustrationen im Inneren sind bunt und bestehen zum Teil aus Kritzeleien und Notizen von Ela. Wenn Ela in ihrem Notizbuch blättert, dann werden die Buchseiten kariert. Ein sehr nettes Detail. Der Schreibstil ist grundsätzlich einfach, dennoch werden viele anspruchsvollere Wörter verwendet. Solche, die man bzw. Kind nicht jeden Tag hört.
Fazit
Das Buch ist sehr gut gemacht. Eigentlich handelt es sich um alltägliche Situationen, die durch das Thema Weltraum aufgewertet werden. Dem jungen Publikum hat die Geschichte sofort gefallen und sie waren sehr interessiert am Weltraum und vor allem an Ela. Natürlich ist die Frage aufgekommen, warum sie im Rollstuhl sitzt. Das wird auf den letzten Buchseiten genau erläutert und ich finde es persönlich etwas schade, dass wir das erst so spät gesehen haben. Am Ende gibt es nämlich einige Fragen zum Weltraum, über die man mit den Kindern diskutieren kann, aber auch Fragen zu Menschen mit Handicap und wie man damit umgeht. Ein wichtiges Thema, raffiniert in eine süße Geschichte verpackt und obendrein noch mit super Weltraum Content. Ein rundum gelungenes Kinderbuch.
Lesendundspielenddurchsleben
empfiehlt:





Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Kennt ihr das, dass ihr ein Buch lest, dass so genau euren eigenen Werten und Vorstellungen, die ihr euren Kindern mitgeben wollt, entspricht? Für mich ist Ela so ein Buch. In dem Buch geht es um ein aufgewecktes Mädchen mit großen Träumen. Ela möchte das All erobern und vielleicht Astronautin werden. Sie freut sich irrsinnig auf den Besuch in der Sternwarte und lernt dort eine Frau kennen, Raumfahrtechnik studiert. Die Frau erzählt von Sternbildern, der Milchstraße, aber auch den Pionierinnen im Bereich der Raumfahrt. Sie weiß - sie möchte auch so etwas machen, und ins All...
Was mich so berührt hat an dem Buch, was Ela selbst. Was sie sich alles anhören musste, ist so aus dem Leben gegriffen und teils sehr übergriffig. Menschen, die es eigentlich gut meinen, wenn sie fragen: "Wo will der Rollstuhl denn raus?", die sie animieren, sich andere, passendere Träume zuzulegen aufgrund ihrer Einschränkung... Einerseits tat es weh, sowas zu lesen, andererseits zeigt es so viel von der Lebensrealität von Menschen, die in irgendeiner Art und Weise nicht "der Norm" (die es ja gar nicht gibt) entsprechen. Was das Ganze aber so bestärkend machte, war Ela selbst und auch die Familie und ihre Freunde, die sie unterstützen, die ihre Träume nicht klein reden, die Ideen haben, um ihrem Traum näher zu kommen. Ich fand das so schön!
Was das Buch bietet, sind neben vielen Fakten über das Weltall mit seinen Planeten und der Geschichte der Weltraumfahrt, viele bestärkende Sätze, die einen ermuntern, sich nicht von den Regeln von heute einschränken zu lassen. Was heute möglich ist, war vor 20 Jahren undenkbar (als Beispiel werden nicht nur die Astronautinnen genannt, sondern auch die 1,65 m Regel für Astronaut:innen, die lange galt). Wer weiß, was in 20 Jahren möglich sein wird? Bis dahin gilt es, kreativ zu sein und selbst zu überlegen, wie die Welt von morgen aussehen wird, um diese dann auch selbst so mitzugestalten, dass das möglich wird. Ein geniales Buch, das definitiv in jede Schulbibliothek gehören sollte!
Bibibabby
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Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Ich habe mich so über dieses buch gefreut. Das cover hat meinen Sohn sofort begeistert und auch der Klappentext klang sehr toll. Nach der Lektüre bin ich einfach enttäuscht. Die Geschichte an sich ist gut, ABER...
Was mich Gestört hat sind abwertende und unnötige Nebenkommentare in den ersten Kapiteln. Es hätte wirklich nichts gekostet, diese auszulassen.
Schon im ersten Kapitel, als Ela mit der Bahn fährt: die Ansage im Bahnhof ist unverständlich, die Toiletten muffeln und der Schaffner macht eine unbeholfene Bemerkung über den Rollstuhl. Okay. Ein bisschen unerwartet, aber vielleicht wollen die Autoren zeigen, wie schwierig das Leben für Rollstuhlfahrer ist?
Im nächsten Kapitel wird nebenbei erwähnt, dass die Lehrerin während der Vorstellung im Planetarium eingeschlafen ist. Die Anmerkung trägt gar nichts zur Handlung bei, außer sich über die arme Lehrerin lustig zu machen (die im Rest des Buchs nicht wieder auftaucht).
Im dritten Kapitel wird über die Nachbarin berichtet. Die "olle Tante" schenkt Ela immer blöde Sachen: Glitzerkram, Krankenhaus-Figuren, Bücher über einen Jungen im Rollstuhl. Ihre Mutter hat natürlich der NACHBARIN den Unterschied zwischen "gut gemeint" und "gut gemacht" erklärt, aber letztere scheint nicht kapiert zu haben. Deswegen muss Ela die Geschenke dann "aufwendig verlieren". Auch die "olle Tante" versucht natürlich Ela davon zu überzeugen, dass sie nicht Astronautin werden kann, doch an der Stelle konnte ich nur daran denken, wie unsympathisch und beinahe verwöhnt und egozentrisch Ela ist.
Ich finde es wirklich schade, weil die Geschichte eigentlich sehr schön ist.
Anno
empfiehlt:





Als Ela das All eroberte
von Raúl Krauthausen; Adina Hermann
Schaut euch mal das Cover genau an. Ist euch denn sofort aufgefallen, dass die Austronautin im Rollstuhl sitzend schwebt? Mir nicht. Doch warum benötigt Ela einen Rollstuhl? Dies wird tatsächlich nicht so ganz klar- muss es aber auch nicht. Mit der körperlichen Beeinträchtigung der Protagonistin Ela wird in dieser Geschichte sehr achtsam umgegangen. Sie agiert ganz selbstverständlich und dies zeigt in meinen Augen deutlich wie gut sie integriert ist. Kinder machen weit weniger Aufhebens darum, wie Erwachsene es manchmal tun. Auch Ela und ihr Freund Ben lassen sich nicht von vermeidlichen Hindernissen und „wohlmeinenden“ Nachbarinnen abhalten und hecken nach einem Besuch im Planetarium einen 8-Stufen-Plan aus um Ela auf ihr künftiges Leben als Astronautin vorzubereiten. Kreativ gehen die beiden Kinder gemeinsam jede ihrer selbst ausgedachten Tests an und zeigen dabei, dass mit Freundschaft, Mut und Selbstvertrauen alles zu schaffen ist.
Dr. Insa Thiele-Eich, selbst Astronauten-Anwärterin steuerte für diese Geschichte viele interessante und spannende Fakten rund um das All bei, die in die Geschichte eingewoben präsentiert und in einem Glossar am Ende des Buches nochmal näher thematisiert werden. Doch auch die Position der Frauen in dieser noch sehr männerdominierten Domäne wird durchleuchtet. Neben sich ändernden Vorschriften werden z.B. auch Frauen vorgestellt, die trotz ihrer Beteiligung an berühmten Raumfahrten oder/und verantwortungsvollen Aufgaben, den meisten wohl unbekannt sein werden.
Gut, dass sich dies mehr und mehr ändert und zukünftig weder Geschlecht noch körperliche Beeinträchtigungen für die Laufbahn ausschlaggebend sein werden.
Die Ganzheitlichkeit dieser Geschichte gefiel mir unglaublich gut! Der Grundtenor ist durchweg positiv. Und obwohl die Benachteiligungen klar angesprochen wurden, überwiegt Freundschaft und Mut. Toll!
