Kundenrezensionen von lesen=liebe





Licht ins Dunkel
von Steffen Gumpert
Licht ins Dunkel von Steffen Gumpert ist ein Graphic Novel für junge Comicliebhaberinnen und Rätselfreundinnen. Der Blick auf das Cover sagt: „Dieses Buch ist gruselig und abgefahren!“ Ich hätte es sehr cool gefunden, wenn man hier fluoreszierende Elemente eingepflegt hätte. Das hätte sowohl zum Layout als auch zum Titel super gepasst. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch grafisch einfach phantastisch.
Leider riechen diese Bücher, die auf diese Art gedruckt sind, immer etwas chemisch, und ich bekomme davon Kopfschmerzen. Keine Ahnung, woran das liegt.
Die Sprechblasen kommen mit sehr wenig Text aus. Das ist auch gar nicht notwendig, weil sich hinter den Illustrationen sehr viele Details verstecken. Jede Doppelseite endet mit einem Rätsel, die teilweise sehr schwierig und teilweise auch einfach sind. Rätseltechnisch wird hier einiges geboten. Ich finde das sehr kurzweilig, und es macht auch den Kindern große Freude. Die Auflösung gibt es direkt auf der Folgeseite.
Die Story ist in Ordnung und sehr passend für fortgeschrittene Leseanfänger*innen. Gruselig finde ich sie nicht, aber das hängt wahrscheinlich stark vom Kind ab. Alles in allem ein cooles Buch – da kann man nicht meckern.





Hilfe, zu viele Saurier!
von Mars-Leo Frei
Der Einstieg in die Geschichte ist wirklich großartig gelungen. Schon nach wenigen Seiten nimmt die Handlung richtig Fahrt auf, was uns besonders gut gefällt. Ein weiterer Pluspunkt: Die Bücher lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen, ohne dass man Vorwissen braucht.
Die Charaktere wirken sehr sympathisch, auch wenn Tommy anfangs etwas hochnäsig rüberkommt. Gerade deshalb waren wir sehr gespannt, ob sich zwischen ihm und Sören im Laufe der Geschichte eine echte Freundschaft entwickelt. Wir hatten ein gutes Gefühl. Der Spannungsbogen zieht schnell an, und der Abschnitt ist insgesamt äußerst unterhaltsam. Fine entpuppt sich dabei als wahres Wunderkind und ist für mich die stille Heldin der Geschichte. Ohne sie wären die Jungs ziemlich aufgeschmissen.
Das Ende ist herrlich chaotisch und hält einige Überraschungen bereit. Die Wortwitze sind wirklich lustig, allerdings für Kinder teilweise etwas schwierig zu verstehen.
Insgesamt ein sehr gelungenes Kinderbuch. Wir werden uns auf jeden Fall die anderen Bände besorgen.





Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse
von Kim Tomsic; Mark Parisi
Da mein Sohn schon alle Bände eines anderen berühmten Comicromans verschlungen hat, bin ich immer auf der Suche nach einer neuen Reihe, die ähnlich aufgebaut ist. Die ganze Wahrheit über die 5. Klasse eignet sich dafür wunderbar, ein neues Lieblingsbuch zu werden. Die Altersangabe finde ich passend. Für jüngere Kinder ist es aufgrund des Themas und der Lesemenge – glaube ich – noch nichts.
Die Geschichte wird abwechselnd von Charli und Alex erzählt, die eigentlich beste Freunde sind. Dieser Perspektivenwechsel ist besonders spannend und bringt etwas Neues im Vergleich zu den Comicromanen, die es bereits im Handel gibt. Die Geschichte ist sehr witzig, und die Missverständnisse und Verstrickungen sind wirklich zum Schmunzeln. Eigentlich ist es auch cool für die Kids zu sehen, dass es verschiedene Blickwinkel und Meinungen gibt, die berücksichtigt werden müssen. Die Comics und Kritzeleien passen gut zum Alter und zur Geschichte.
Alles in allem ist das wirklich ein cooler Comicroman.





Sport-Stars. Alles über Verstappen. Vom Rennfahr-Talent zum Megastar
von Simon Mugford
Mein jüngerer Sohn ist ein großer Formel‑1‑Fan und auch von Max Verstappen begeistert. Da für Max fleißig die Daumen gedrückt wird, war die Freude über dieses Buch besonders groß. Eigentlich wussten wir gar nicht viel über Max und sind wirklich beeindruckt von seiner Person. Eine beeindruckende Karriere, die in diesem Buch durch kurze Texte und Sprechblasen beschrieben wird. Die Seiten mit den Zahlen und Fakten sind zugegebenermaßen für Leseanfänger*innen etwas schwierig zu verstehen, aber grundsätzlich kann man diese Seiten auch überspringen bzw. nur das lesen, was von Interesse ist. Die Zeichnungen finden wir ebenfalls sehr gelungen. Uns stört es nicht, dass es keine realen Bilder bzw. Fotos gibt. Toll ist, dass es sich hier um eine Reihe handelt und auch andere Sportler vorgestellt werden. Mein Sohn liest sehr viel in diesem Buch. Perfekt zum Verbessern des Leseverständnisses.





Was wir über Leben auf der Erde wissen. Urknall, Weltall und wir alle.
von Ziggy Hanaor
Das Buch „Was wir über Leben auf der Erde wissen“ macht auf den ersten Blick einen sehr hochwertigen Eindruck, wozu die silbern glänzende Schrift des Buchtitels maßgeblich beiträgt.
Der erste Blick ins Buch hat uns dennoch sehr überrascht. Der Verlag ist bekannt für künstlerische Kinderbücher, und genau das findet man im Inneren. Für meine Kinder waren die außergewöhnlichen Illustrationen anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie fanden sie durchaus ansprechend.
Inhaltlich gefällt uns das Buch ausgesprochen gut. Positiv zu erwähnen ist, dass hier mit wenig Text sehr viele Informationen vermittelt werden. Man erfährt alles Wesentliche, ohne lange Erklärungen lesen zu müssen. So werden jüngere Kinder nicht überfordert. Andererseits bietet das Buch auch genügend Tiefe, um die Neugierde älterer Kinder oder auch Erwachsener zu wecken. Schön ist, dass viele philosophische Elemente eingebaut wurden. Wir haben das Buch gemeinsam gelesen und viel über die großen Fragen des Lebens gesprochen und nachgedacht.
Meine Kinder und ich sind begeistert von diesem Buch. Es wird immer wieder gerne zur Hand genommen, durchgeblättert und durchgelesen.





Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Flammensturm
von Mascha Matysiak
Das Fundbüro der verlorenen Schätze – Flammensturm ist der erste Band der neuen Erstleserreihe von Ravensburger. Lotta und Karlo verbringen einen aufregenden Tag im Freizeitpark. Durch das dynamische Konzept, bei dem der Leser bzw. die Leserin mitentscheiden kann, taucht man mitten ins Abenteuer ein.
Das Cover ist ganz nach unserem Geschmack: farbenfroh, detailreich und nicht zu kitschig. Auch die Illustrationen im Inneren passen perfekt zu diesem interaktiven Kinderbuch und sind zahlreich vorhanden. Das ist für ein Erstleserbuch unerlässlich, weil Kinder anfangs Bilder zur Unterstützung brauchen. Der Text ist angenehm zu lesen und gut zu verstehen. Die Schriftart wurde ideal für Leseanfänger*innen gewählt. Durch die vielen Entscheidungsmöglichkeiten kommt keine Langeweile auf. Die Kapitel sind sehr kurz, was Lesemuffeln gefallen wird. Beim Vorlesen bringen die vielen Entscheidungsmöglichkeiten allerdings etwas Unruhe ins Lesegeschehen.
Da ich zwei Kindern vorlese, fällt das Entscheiden nicht immer leicht. Die Kinder durften abwechselnd entscheiden – das war eine gute Lösung für uns. Die Geschichte an sich hätte etwas raffinierter sein können, aber man muss natürlich bedenken, dass hier Erstleser*innen die Zielgruppe sind.
Grundsätzlich eine schöne Idee, weil das Buch mehrmals gelesen werden kann und die Geschichte immer ein wenig anders verläuft.





Ninas Monster. Falsch geliefert
von Rüdiger Bertram
Ninas größter Wunsch ist, ein Monster als Freund zu haben. Da sie in der Schule oft gehänselt und ausgelacht wird, möchte sie ein starkes Monster an ihrer Seite haben, vor dem sich alle fürchten.
Ich habe das Buch gemeinsam mit meinen Söhnen (7 und 8) gelesen. Es ist eines dieser Bücher, die einen schon auf der ersten Seite abholen. Man kann sich gut in die Figuren hineinversetzen und ihre Gefühle und Wünsche nachvollziehen. Die Beziehung zwischen Oma und Nina berührt uns besonders. Oma nimmt Ninas Sorgen ernst und unterstützt sie mit viel Herz. Schön ist auch, dass Nina die Monster nicht verheimlichen und sich keine Ausreden ausdenken muss.
Auch Ninas Eltern sind toll. Sie haben zwar wenig Zeit für Nina, reagieren aber erstaunlich verständnisvoll und gelassen, als die Monster auftauchen. Viele Szenen haben uns zum Lachen gebracht.
Am Ende waren die Kinder sogar ein bisschen traurig, dass das Abenteuer schon vorbei war. Mein Sohn meinte: „Schade, dass wir das Buch schon fertig gelesen haben.“ Das sagt doch alles.





Hilda Hasenherz. Das Abenteuer am Drachenfels
von Tobias Goldfarb
Das dritte Abenteuer der HWir kennen bereits den ersten und zweiten Teil der mutigen Abenteuerhäsin. Die Fortsetzung wurde schon sehnsüchtig erwartet. Hilda hat mich – aus Erwachsenensicht – nicht sofort begeistert. Schwer zu beschreiben, aber der Text ging mir beim Vorlesen nicht ganz leicht von der Lippe, und die Geschichte wirkte etwas langatmig. Meine Kinder hingegen waren von Anfang an hin und weg. Wir haben auch die bezaubernden Hörspiele in Endlosschleife gehört, und schließlich ist auch bei mir der Funke übergesprungen. Wir hoffen sehr, dass es auch dieses Abenteuer bald als Hörspiel geben wird. Aktuell gibt es die Geschichte nur als Hörbuch.
Die Freude über dieses Buch war bei meinen Kindern riesig, und auch dieses Mal sind sie mehr als begeistert. Das Abenteuer auf der Adlerinsel ist spannend und vor allem lustig. Ganz nebenbei ist das Buch wunderschön illustriert. Hilda beweist auch in dieser Geschichte großen Mut und macht sich auf die Suche nach ihren Eltern. Auch ihre Weggefährten sind wieder dabei.
Großartig ist, dass hier ein Kind bzw. Hasenkind so viel Ansehen bekommt. Eine Geschichte, die Kinder stark macht und zeigt, dass man ruhig mutig sein darf. So wie es aussieht, wird sich Hilda bald ins nächste Abenteuer stürzen. Darüber freuen wir uns sehr.eldenhäsin





Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald
von Katrin Pokahr
Herr Hütchen bringt jeden Abend die Tiere des Waldes ins Bett – gewissermaßen das Sandmännchen des Waldes. Dabei wird er immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, die er mit seinem ruhigen und gelassenen Wesen mühelos meistert. Die Geschichten von Herrn Hütchen und seinen Tieren sind leicht verständlich, haben eine angenehme Länge und eignen sich wunderbar zum Vorlesen vor dem Schlafengehen. Wir haben jeden Tag zwei Geschichten gelesen. Besonders schön ist, dass jede Geschichte mit einem Gutenachtlied endet. Dieses Lied ist ein liebevolles Ritual, auf das die Kinder jedes Mal gewartet haben.
Herr Hütchen ist sehr geduldig, freundlich und voller Verständnis. Seine ruhige Art beruhigt nicht nur die Tiere in den Geschichten, sondern auch die kleinen Zuhörer*innen. Alle Charaktere sind liebevoll gestaltet, doch Herr Hütchen ist eindeutig der Star. Die Illustrationen sind wunderschön und machen das Buch zu einem kleinen Schatz.
Zu Beginn des Buches gibt es einen Plan – einen Weg durch den Wald –, auf den die Kinder nach jedem gelesenen Kapitel ein Bild kleben können. Die Ausschneidebilder findet man ganz hinten im Buch.
Wir kennen bereits Band 1 von Herrn Hütchen und sind ebenso begeistert vom zweiten Buch. Schön ist, dass sich das Eichelmännchen und sein Gefährte, der Wecker Klickklack, noch einmal vorstellen. So kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen und benötigt keinerlei Vorwissen. Ein sehr empfehlenswertes Buch mit warmherzigen Gute-Nacht-Geschichten.





Eine Oma für alle Fälle
von Christian Wichmann
Edgar wohnt in einem Mehrparteienhaus. Es sind Ferien, doch da seine Eltern arbeiten müssen, ist er viel allein. Das ändert sich schlagartig, als die neue Nachbarin Frau Koschitz ins Dachgeschoss zieht.
Selten hat uns ein Kinderbuch so begeistert wie dieses. Der Schreibstil ist locker, flockig und reißt den Leser mit. Es ist prall gefüllt mit Humor – die Kinder haben viel gelacht. Die Charaktere sind einzigartig. Edgar ist pflichtbewusst – ein Perfektionist – und hält sich präzise an seine Tagesabläufe. Die Oma für alle Fälle hingegen nimmt Regeln nicht so ernst und lebt jeden Tag, als wäre es der letzte. Die beiden ergänzen sich auf eine wunderbare Art und Weise. Auch die strenge Nachbarin Frau Manteufel ist unverzichtbar. Sie gibt der Geschichte zusätzlichen Pepp. Die Idee mit dem Glückskaugummi und dem abendlichen Reflektieren im Stiegenhaus ist einfach wunderschön. Wir lieben dieses Buch und hoffen, dass es bald eine Fortsetzung gibt.









