Kundenrezensionen
Maxie Bantleon aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck
empfiehlt:
Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
Hilfe, solche Eltern wie Jens und Lotte Wiig wünscht man keinem Kind – gnadenlos wird beinahe jede Minute im Leben ihrer zweijährigen Tochter Poppy vermarket und Instagram-tauglich gemacht bzw. in Lottes Mama-Blog verwurstet. Für Jens zählt dabei nur das Geld, seine eigentliche Motivation ist, dass sie – nein, er selbst – besser verdienen als sein älterer Bruder, der Arzt ist.
Privatsphäre? Was ist das?
Doch seit einiger Zeit wird das scheinbare Familienidyll von einem Stalker bedroht, und dann verschwindet das kleine Mädchen auch noch spurlos aus dem Garten der Großeltern.
Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, auch dieser medienwirksam von Jens inszeniert.
Kristine Getz hat einen spannenden Krimi geschrieben, der das Attribut „Pageturner“ wohl verdient. Von der Entführungsgeschichte mal ganz abgesehen, liegt das eigentliche Drama ganz woanders. Hier möchte ich nicht zu viel verraten, aber in der erweiterten Familie Wiig, also nicht nur bei Jens und Lotte, sondern auch bei den Großeltern, liegt so einiges im Argen, und auch Lottes Vergangenheit ist nicht so heil wie die Welt, die sie jetzt präsentiert.
Zwischen den einzelnen Kapiteln finden sich immer wieder Beiträge von Lottes Followerinnen aus dem „Mama-Forum“; diese sind zum Teil erschreckend naiv in ihrer Begeisterung für das exponierte Leben der kleinen Poppy, haben mich aber oft auch sehr amüsiert, was sich wiederum von den Beiträgen aus einem Pädophilen-Forum des Darknet nicht behaupten lässt. Das war großteils erschreckend abstoßend.
„Poppy“ ist tatsächlich ein Krimi, der zum Nachdenken anregen kann, denn Kinder, deren Leben sich in allen Facetten online abspielt, gibt es ja zuhauf. Und auch wenn man es gar nicht glauben mag, gibt es vermutlich genug Eltern wie Jens und Lotte, die sich gar nicht vorstellen können, dass nicht alle Menschen „da draußen“ lieb und harmlos sind.
gerlisch
empfiehlt:





Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
Lotte hat tausende Follower auf ihrem Instagram-Blog. Sie und ihr Mann Jens vermarkten dort ihre 2jährige Tochter Poppy ud verdienen somit eine Menge Geld. Als Poppy plötzlich aus dem Haus der Großeltern verschwindet, gerät ein Stalker in Verdacht. Oder handelt es sich hier um ganz andere Hintergründe?
"Poppy" ist der erste Thriller der Autorin Kristine Getz, ihr Schreibstil ist flüssig und hat mich sofort gepackt. Die Story wurde super aufgebaut und das Thema Social Media und seine Gefahren ist brisant und bildet einen hochaktuellen Rahmen für diesen Thriller.
Durch die Perspektivwechsel und verschiedene Einschübe vom Mama-Blog, einem Pädophilenforum oder auch Meldungen der Polizei baut sich konstant die Spannung auf. Interessant fand ich die unterschiedlichen Charaktere. Allen voran die Polizistin Emer Murphy, die eigentlich mit einem Burn out krankgeschrieben ist, sich aber aus eigener Kraft ohne Medikamente aus ihrem seelischen Tief herausholen will und sich voll in die Ermittlungen mit einbringt. Bei ihr und ihrer Großmutter entpuppt sich nach und nach ein übersinnlicher Touch, den ich allerdings nicht gebraucht habe. Emers Kollege Mons scheint ein sympathischer Charakter zu sein, schade, dass er so blass und eher im Hintergrund blieb.
Erschreckend fand ich die Vergangenheit von Poppys Mutter Lotte, die nach und nach in der Geschichte zu Tage trat. Durch das Erlebte erschien sie mir sehr zart, verletzlich und ohne Durchsetzungsvermögen, zeigte dann aber Stärke als es darauf an kam.
Ein spannend geschriebener Debüt-Thriller mit Luft nach oben.
Marie aus E.
empfiehlt:





Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
Das Buch hat einen spannenden Inhalt: wie viel Öffentlichkeit verträgt ein Privatleben?
Lotte ist eine bekannte Influencerin und verdient viel Geld mit dem öffentlich zur Schau stellen ihrer kleinen Tochter Poppy. Als die Kleine nach einem Post verschwindet, wird es spannend. Hängt die Entführung mit der einer anderen Kindesentführung zusammen?
Gut gefallen hat mir die brisante Grundthematik Social Media, Kommerz, Schweinwelt und Eingriffe in Persönlichkeitsrechte Minderjähriger.
Auch den grundsätzlichen Buchstil, in dem die Erzählung immer wieder durchbrochen wurde durch die Kommentare der Follower, fand ich gut.
Mit der Ermittlerin Emer wurde ich allerdings nicht richtig warm.
Diese ist wegen psychischer Probleme krankgeschrieben und die Einblicke in ihr Leben waren mir zu dürftig oder uninteressant. Dazu kam noch ein übersinnliches, mystisches Element, das war so gar nicht mein Fall.
Die Auflösung war dann unerwartet, vielleicht nicht ganz glaubwürdig, aber nichtsdestotrotz fand ich sie gelungen.
Gute Unterhaltung mit kleinen Abstrichen.
Petra Sch.
empfiehlt:





Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
Lotte Wiig und ihr Mann Jens fahren anlässlich Lottes Geburtstag in ein Spa. Die 2jährige Tochter Poppy ist einstweilen bei Jens' Eltern. Doch Poppy ist keine normale 2jährige, sie sieht aus wie eine Puppe und ist ein berühmtes Insta-Kind mit Millionen von Followern auf der ganzen Welt.
Und als Jens kurz darauf den schockierenden Anruf erhält, dass Poppy spurlos verschwunden ist, nehmen alle an, dass es mit einem kürzlich passierten Ereignis zusammenhängt, bei dem auch ein Kind verschwunden ist, das jedoch nach einigen Stunden wieder unversehrt aufgetaucht ist.
Als Poppy jedoch nicht wieder zurückkommt, stürzt sich die Kommissarin Emer Murphy trotz ihrer psychischen Erkrankung in die Ermittlungen.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist flott, lebendig und abwechslungsreich. Zeitungsartikel, Darknet-Chats und E-Mailverkehr peppen die Story auf.
Abwechselnd liest man aus Sicht von Lotte, Jens, Marie oder Emer, und deckt nach und nach die Puzzleteilchen auf, was zu dem Zeitpunkt des Verschwindens von Poppy passiert ist. Manchmal war dies etwas zäh, da man nichts Neues erfährt bzw. einiges wiederholt wird.
Die Protagonistin ist Emer Murphy, eine leicht übernatürlich begabte Ermittlerin, die aufgrund eines Anfalls in psychiatrischer Behandlung ist. Doch genau diese Anfälle sind ihre Gabe, sie hat einfach ein natürliches Empfinden für die Gründe und Handlungen von Personen, und dies kombiniert mit ihrer perfekten Beobachtungsgabe ist ausschlaggebend für die Lösung des Falls - der mich wirklich nach vielen Wendungen total überrascht und überzeugt hat.
Emer wäre eigentlich noch krankgeschrieben, doch sie muss einfach das kleine Kind finden. Sie ist trotz ihre Probleme eine taffe Frau, deren Selbstbewusstsein und Kraft durch die Medikamente leider in den Hintergrund getreten sind. Ich mochte ihre Hartnäckigkeit, ihre Achtsamkeit und vor allem ihre tolle Kombinationsgabe.
Auch ihr Partner Mons Tidemand war dahingehend sympathisch, da er es Emer ermöglicht hat, bei den Ermittlungen dabei zu sein und zu helfen.
Nach und nach decken sich die wahren Beweggründe der Familienmitglieder auf, deren man etliche kennenlernt, und man ist fassungslos vor so viel Falschheit und Egoismus.
Diese Geschichte behandelt das Leben von Social Media Stars, besonders der Kinder, die sich dagegen nicht wehren können, was ich besonders schockierend finde. Sie müssen funktionieren, sie müssen immer lächeln, sie müssen diverse Dinge präsentieren - und sind von dem Ganzen gestresst (nicht umsonst kann Poppy noch nicht sprechen), sie machen den Eltern zuliebe alles (wiederwillig) mit und haben keine normale, private Kindheit. Schrecklich, dass sogar 2-Jährige gestalked werden, weil deren Leben minutiös im Internet ausgebreitet wird.
Fazit:
Das öffentliche Leben von Social Media-Kids eindrücklich dargestellt. Die Wendungen und die Auflösung des Falls haben mich überrascht und überzeugt.
Bücherfreundin
empfiehlt:





Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
Der Ullstein Verlag hat den Debütroman "Poppy" der norwegischen Autorin Kristine Getz veröffentlicht.
Das Cover ist hinreißend gestaltet, und der Klappentext weckte meine Neugier auf das Buch.
Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht die junge Familie Wiig während einer Zeitspanne von nur 4 Tagen: die Influencerin Lotte, ihr Mann Jens und die zweijährige Tochter Poppy. Die Familie verdient sich ihren Lebensunterhalt mit der Vermarktung des Familienlebens in den sozialen Medien, wobei Poppy als Hauptperson. als unfreiwilliger Star, fungiert. Bereits die Geburt des Kindes war Thema in den Netzwerken, und es vergeht kein Tag, an dem die Familie nicht Berichte postet und kleine Filme veröffentlicht. Die Tätigkeit bringt der Familie mehr als 400.000 Follower, die ihrem scheinbar perfekten Leben folgen, und einen gewissen Wohlstand.
Während eines Aufenthaltes bei den Großeltern verschwindet Poppy spurlos.
Die junge Kommissarin Emer Murphy, nach 6 Wochen Aufenthalt in der Psychiatrie immer noch krankgeschrieben und unter Psychopharmaka stehend, beginnt gegen den Rat ihrer Lebensgefährtin und ihres Arztes mit den Ermittlungen und unterstützt dabei ihren Kollegen Mons Tidemand.
Die Geschichte erinnert mich sehr an "Die Kinder sind Könige" von Delphine de Vigan. Auch in de Vigans Buch geht es um die permanente Internetpräsenz von Eltern, die ihre Kinder in den Medien vermarkten. Auch sie bringen es dank vieler Follower zu einem gewissen Wohlstand. Aber im Gegensatz zu Kristine Getz gelingt es Delphine de Vigan, dem Leser die Ausbeutung, der die Kinder ausgesetzt sind. sehr deutlich und mit viel Intensität vor Augen zu führen.
Bei Kristine Getz vermisse ich die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Internetsucht und Vermarktung von Kindern ohne deren Erlaubnis. Es bleibt vieles sehr an der Oberfläche.
Emer Murphy ist eine interessante Figur, jedoch hätte ich mir ihre Darstellung und die Beschreibung ihrer psychischen Probleme realistischer gewünscht. Die Esotherik-Geschichte rund um Emers Großmutter war meiner Meinung nach überflüssig.
Bei der Ermittlungsarbeit fehlte mir die Fokussierung auf das verschwundene Kind. Stattdessen stehen zunehmend Familienmitglieder und andere Nebenfiguren im Zentrum des Geschehens, so dass die Geschichte für mich zäh wurde, deutlich an Spannung verlor und ich aufpassen musste, vor dem Hintergrund der vielen Personen nicht den Faden zu verlieren.
Der Sprachstil der Autorin ist eher schlicht, keine ihrer Figuren war mir sympathisch, und es mangelte mir an Spannung, die ich in einem Thriller einfach voraussetze. Das Ende war zwar überraschend, hat mich aber nicht überzeugen können.
Tobias Kallfell
empfiehlt:





Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
Mit dem Thriller „Poppy“ von Kristine Getz erhält man einen Einblick in eine ungewöhnliche und irritierende Parallelwelt: In die Welt einer Influencerin. Die Osloer Bloggerin Lotte Wiig postet stets aktuelle Neuigkeiten aus ihrem Privatleben. Dabei steht vor allem ihre zweijährige Tochter Poppy im Fokus, der zahlreiche Follower jeden Tag folgen. Bis Poppy eines Tages verschwindet und Menschen in ganz Norwegen daran Anteil nehmen.
Das Setting dieses Thrillers ist also durchaus aktuell und zudem gesellschaftspolitisch relevant. Man wird an vielen Stellen zum Nachdenken über die negativen Seiten der sozialen Medien angeregt. Insbesondere die fiktiven Chatverläufe in einem Pädophilen-Forum im Darknet waren beim Lesen verstörend. Und auch die Kommentare der Follower von Lotte Wiig zu dem Vorfall mit ihrer Tochter zeugen davon, dass man als Influencerin nicht vor den Urteilen wildfremder Menschen geschützt ist. Den Entführungsfall in diesen Kontext einzubetten, empfand ich als Stärke des Thrillers. Und auch die Ermittlerin Emer Murphy hat Potential. Die Darstellung ihrer psychischen Erkrankung fand ich reizvoll und interessant. Sie ist ein Charakter, der dem Bild einer positiven Heldin widerspricht. Sie hat mit eigenen seelischen Abgründen und ihrer Krankheit zu kämpfen, während sie ermittelt. Das hat mir sehr gut gefallen, auch wenn die Umsetzung dieser Idee ausgereifter, realistischer und differenzierter hätte sein können.
Allerdings gibt es auch einiges zu bemängeln. In erster Linie hat mir die Erzählweise nicht zugesagt. Ich empfand sie zu sprunghaft und verworren bei der Lektüre. Auch die Ermittlungsarbeit finde ich sehr weitschweifig und ohne viel „Zugkraft“ angelegt. Das Entführungsopfer steht mir zu wenig im Mittelpunkt der Ereignisse. Stattdessen ist die Beschreibung der Familie um Poppy viel zu ausführlich. Die Handlung verliert sich in vielen Details und Nebensächlichkeiten. Die Anzahl der Figuren fand ich fordernd, der Personenkreis hätte nach meinem Empfinden stärker auf einige zentrale Charaktere beschränkt werden sollen. Ich habe bei den vielen Namen hin und wieder den Überblick verloren. Alle diese Faktoren wirken sich negativ auf die Spannung aus. Diese ist kaum vorhanden. Auch das Potential der psychischen Erkrankung der Ermittlerin wird erzählerisch zu wenig genutzt. Da wäre mehr drin gewesen! Nicht zuletzt hat sich die Story in eine Richtung entwickelt, die ich so nicht vorhergesehen habe, und die mir nicht zugesagt hat, aber das kann natürlich bei anderen Leser:innen ganz anders sein. Auch empfand ich einiges als zu konstruiert, z.B. das Verhalten des Vaters Jens.
Fazit: Das Setting des Thrillers ist vielversprechend, die Kritik an den sozialen Medien kommt gut zum Ausdruck. Auch die Gestaltung der Ermittlerin hat Potential, auch wenn es in meinen Augen nicht ausgeschöpft wird. Leider ist der Funke beim Lesen aber nicht auf mich übergesprungen, ich fand die Erzählweise zu sprunghaft und zu verworren. Der Fokus lag mir zu wenig auf dem entführten Kind. Eine Sogwirkung wollte leider gar nicht aufkommen. Von mir keine Leseempfehlung und zwei Sterne.
La Calavera Catrina
empfiehlt:





Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
Poppy ist ein Kinderstar auf Instagram. Ihre Eltern profitieren von der Berühmtheit ihrer Tochter durch Werbedeals und veröffentlichen ihre Kindheit schonungslos im Internet. Dabei gibt es auch Kritik, dass Poppy nicht normal und sicher aufwachsen kann. Erst als ein Stalker in ihr Leben tritt und Poppy entführt wird, tun sich Abgründe auf, die zuvor verborgen waren und ihre Mutter Lotte, muss sich ihre Vergangenheit stellen.
Erzählt wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Ermittlerin Emer Murphy, Poppys Mutter Lotte Wiig und deren Schwiegermutter Marie Wiig. Der Entführungsfall entwickelt sich langsam und bleibt bis zum Schluss unvorhersehbar. Gut platzierte Hinweise und Ermittlungserfolge, ergeben ein stimmiges Bild. Das ganze wird abgerundet mit Kommentaren auf dem Blog und im Pädophilenforum. Private Details der Figuren machen die Story langatmig, besonders wenn es um den Schicksalsschlag und die Medikamenteneinnahme von Emer Murphy geht. Das strapazierte meine Geduld, die aber schlussendlich mit einigen überraschenden Wendungen und einem überzeugendem Ende belohnt wurde.
Fazit: Eine entwicklungsreiche Story, die Geheimnisse und Traumata entblättert, während die Gefahren medialer Präsenz von Kindern, die keine Chance haben, sich dagegen zu entscheiden, aufgezeigt werden. Entwickelt sich langsam, überzeugt aber mit wendungsreichem Finale.
ly_dia
empfiehlt:





Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
Mit "Poppy" greift die Autorin Kristine Getz ein Thema auf, das aktueller kaum sein könnte: wie viel soll man im Internet von seinen Kindern preisgeben?
Als die zweijährige Poppy verschwindet, nachdem ihre Mutter ein Bild von ihr im Internet geteilt hat, beginnt die eigentlich krankgeschriebene Kommissarin Emer zu ermitteln. Die eingebauten Blogbeiträge und Textnachrichten sorgen für Abwechslung und lassen die Geschichte sehr realistisch wirken. Des öfteren wurde ich auf eine falsche Fährte gelockt und dadurch wurde das Buch nie langweilig.
Mir hat gefallen, dass es sich bei "Poppy" nicht nur um einen spannenden Thriller handelt, sondern diese gleichzeitig auf die Gefahren des Internets aufmerksam macht. Positiv hervorheben möchte ich auch noch das Cover, welches sich von anderen Thrillern in der Buchhandlung doch sehr abhebt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
brauneye29
empfiehlt:





Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
Zum Inhalt:
Als die zweijährige Poppy verschwindet ruft das auch Emer Murphy auf den Plan, die eigentlich noch krank geschrieben ist. Poppy und ihre Mutter sind beide berühmt, denn die Mutter, eine Influencerin, postet ständig Bilder von Poppy, diesmal kurz vor dem Verschwinden aus dem Garten der Großeltern. Irgendwie hat Emer gleich das Gefühl, dass dieser Fall anders ist als es denn Anschein hat.
Meine Meinung:
Das Buch greift ein Thema auf, dass ganz schön brisant ist. Kinder auf Social Media zu posten und quasi Menschen auf den Plan zu rufen, die man besser nicht auf den Plan ruft. Ich fand das Buch ungeheuer spannend und diese Spannung hielt auch über das gesamte Buch an. Der Schreibstil ist richtig gut und zieht einen förmlich durch das Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Auch die Elemente wie die Foren- und Twitter-Beiträge machten das Buch noch kurzweiliger.
Fazit:
Aktuelles Thema
cosmea
empfiehlt:





Poppy. Dein Kind verschwindet. Und die ganze Welt sieht zu.
von Kristine Getz
In Oslo verschwindet eines Tages die kleine Poppy, die niedliche zweijährige Tochter der Bloggerin Lotte und ihres Mannes Jens Wiig. Poppys tägliche Präsenz in den sozialen Medien und die Werbung für bestimmte Artikel sichern dem Ehepaar bei 440.000 Followern auf Instagram üppige Einnahmen, zerstören aber jegliche Privatsphäre. Wenn die Eltern also Poppys Bild vor dem Haus der Großeltern posten und bekannt geben, dass sich das Kind in Abwesenheit der Eltern dort aufhält, erfahren das Tausende. Gerade ist ein ganz ähnlicher Fall mit der Rückkehr des Kindes noch einmal gut ausgegangen. Jetzt tappt die Polizei jedoch zunächst völlig im Dunkeln. Die nach einem Zusammenbruch noch krankgeschriebene Ermittlerin Emer Murphy erfährt von dem neuen Fall und beginnt sofort mit der Arbeit. Mit ihren besonderen intuitiven Fähigkeiten hat sie schon so manchen Fall gelöst. Sie will Poppy unbedingt zurückholen, zumal sie selbst durch den Verlust eines Kindes traumatisiert ist.
Erzählt wird die komplizierte Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Neben den beiden Handlungssträngen um das verschwundene Kind und die Ermittlerin Murphy kommen wichtige Themen ausführlich zu Sprache: Pädophilie und die Gefährdung von Kindern durch Exposition im Netz, aber auch eine schwierige Familiensituation, in der jeder etwas zu verbergen hat und rücksichtslos seine eigenen Interessen verfolgt. So weiß Ehemann Jens nichts über die Vergangenheit seiner Frau, die als kindlich aussehendes Cam-Girl Charlie von ihrer Schwester Alex im Netz vermarktet wurde und für viel Geld die speziellen Wünsche von Perversen aller Art erfüllte. Ich finde den Roman zwar überwiegend spannend, aber insgesamt ein wenig wirr, zu konstruiert und von daher wenig plausibel. Dieser Auftakt einer Serie um Emer Murphy hat mich eher enttäuscht.
