Kundenrezensionen
La Calavera Catrina
empfiehlt:





Sorry not sorry
von Anika Landsteiner
Ich habe das Sachbuch «Sorry not sorry» als Hörbuch gehört, gelesen von der Autorin, und das hat den persönlichen Eindruck noch verstärkt. Als würde Anika Landsteiner strukturiert in einem Podcast ergründen, worin ihre Scham wurzelt und sich verinnerlichter Diskriminierung und alten Glaubenssätzen widmen. Dabei ist es übersichtlich in Themen aufgeteilt, die man auch durcheinander hören kann.
Die Scham zieht sich vielschichtig durch alle Lebensbereiche von Frauen: die negative Bewertung des Alterungsprozesses, Geschlechterungerechtigkeit, Frauenfeindlichkeit, Geld und seine Wertigkeit, der Beziehungsstatus, die Ehe, die Periode, ungewollte Schwangerschaft usw. Umso wichtiger finde ich dieses Hörbuch und die Botschaft, die daraus hervorgeht. Besonders, weil Landsteiner ihre Plattform nutzt, um ihre Erfahrungen mit Endometriose zu teilen und aufklärt. Allerdings blieb eine wirklich intensive Auseinandersetzung mit dem Scham für mich aus. Es wir zunehmend subjektiver, oberflächlicher, verallgemeinernder und feministischer. Trotzdem, Anika Landsteiner bricht mutig Tabus und macht einen wachrüttelnden Realitätscheck, bei dem sich garantiert jede Hörerin wiedererkennt oder Diskussionbedarf verspürt. Zum Nachdenken und neu ausrichten - einfach mal reinhören.
C.P.
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Sorry not sorry
von Anika Landsteiner
Das Hörbuch hatte mich ab der ersten Minute schon auf seiner Seite. Ich entschuldige mich auch immer viel zu häufig und das "störe ich gerade?" am Telefon ist ein ständiger, unterbewusster Einschub. Ich habe mich also in vielem widergespiegelt gefunden, habe einige interessante Denkanstöße mitbekommen und auch den ein oder anderen neuen Fakt noch gelernt.
Generell ist es ein Buch, was ich allen Leser:innen oder Hörer:innen uneingeschränkt empfehlen würde. Ich muss aber auch zugeben, dass für mich nicht viele neue Dinge dabei waren. Einige der angesprochenen Themen des Buches sind nichts neues für mich gewesen, da ich schon andere Bücher über diese Themen, wie zum Beispiel "invisibile women" von Caroline Criado-Perez, bereits gelesen habe.
Dennoch habe auch ich noch Passagen mir rausziehen können, über die ich länger nachgedacht und auch mit meinem Partner diskutiert hatte. So zum Beispiel die Farbe Pink, die bei Mädchen als süß, niedlich und "mädchenhaft" ausgelegt wird, sobald eben jenes Mädchen in die Pubertät kommt plötzlich ganz anders gelesen wird und teils assoziiert wird mit zickig oder arrogant.
Das einzige, was ich wirklich als schade empfinde, ist das Fehlen jeglicher Quellenangaben. Ja, Buchtitel werden referenziert, aber es wurden viele Studien am Rande erwähnt, die ich mir im Nachhinein gerne einmal näher angesehen hätte. Eine Quelle habe ich mehr oder weniger erfolglos dann recherchiert und fand es schade, dass ich die Originalquelle nicht finden konnte und sich somit viel auf online Quellen gestützt wurde. Kann man machen, geht aber auch wirklich besser.
Das Hörbuch, das von der Autorin selber eingesprochen wurde, ist wirklich gut vertont. Ich finde es immer toll, wenn Werke von den Autor:innen selber präsentiert werden, da auf Grund der Nähe zum eigenen Werk manchmal Nuancen hintergründig nochmals anders präsentiert werden. Und in diesem Fall bot sich ja auch durch die Erfahrung als Sprecherin durch die Podcasts von Anika Landsteiner wirklich gut an.
SalMar
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Sorry not sorry
von Anika Landsteiner
Anika Landsteiner behandelt in ihrem Buch über weibliche Scham alle Bereiche des Lebens, in denen frau diesem Gefühl begegnen kann: Vom eigenen Körper, über das Single-Dasein, bis hin zu sexueller Gewalt – mit sorgfältig recherchierten Essays, die ins Detail gehen und gleichzeitig doch in gut strukturierten „Häppchen“ gereicht werden.
Die Autorin war mir bereits durch ihre Romane bekannt gewesen und hatte mich damit inhaltlich und durch ihren Schreibstil sehr begeistern können. Vermutlich hätte ich sonst nicht zu diesem Buch gegriffen – Sachbücher lese ich eher selten und auch das Thema hat mich eher abgeschreckt. Will ich mich in meiner kostbaren Lesezeit nicht lieber unterhalten lassen, anstatt mich damit zu beschäftigen, wofür man sich als Frau so alles schämt?
Mein Fazit: Es hat sich unbedingt gelohnt, über meinen Schatten gesprungen zu sein! Anika Landsteiner schreibt so reflektiert und persönlich über die einzelnen Themenbereiche, immer mit viel Raum für unterschiedliche Meinungen, noch dazu mit so vielen offensichtlich gründlich recherchierten Hintergrundinformationen, dass es tatsächlich Spaß macht, sich damit zu beschäftigen.
Ich habe auf jeden Fall viel gelernt, viel über mich selbst nachgedacht und bereits beim Lesen etliche Personen im Kopf gehabt, denen ich das Buch unbedingt weitergeben möchte. Unbedingte und absolute Leseempfehlung!
nil_liest
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Sorry not sorry
von Anika Landsteiner
Bei einem feministischen Buch sollte man nicht zuerst die Gestaltung loben, den der Inhalt überwiegt die Verpackung. Aber ich muss es einfach gleich loswerden, denn: stabil, praktisch, gut gemacht – I like.
Anika Landsteiner, die mit ihren Romanen `So wie du mich kennst`und `Nachts erzähl ich dir alles` viele Leseherzen erobert hat, publiziert nun ein Sachbuch über weibliche Scham. So der Deckel und der Klappentext. Es ist zwar ein Sachbuch, aber sehr kontextualisiert mit eigenem Erleben der Autorin und im Grunde ein großes (zu Recht!) Fragezeichen warum Frauen vieles im Leben mit Scham begegnen. Keine tiefgreifende Analyse, eher ein soziologisches Stimmungsbarometer, dass uns etwas transparent macht und in Worte fasst, was die meisten Frauen auf die ein und andere Weise schon selbst erlebt haben.
Fazit: Ein knapp 240 Seiten langer Denkanstoß
Petra Gruber
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Sorry not sorry
von Anika Landsteiner
Das Thema weibliche Scham und woher sie kommt finde ich faszinierend. Ja, wir schämen uns für so Vieles und das meiste davon ist nichts, wofür man sich wirklich schämen müsste oder sollte. Unser Körper, unsere finanzielle Situation, die Periode, unsere Leistungen (die oft klein gemacht werden),...
Anika Landsteiner widmet sich in ihrem Buch in mehreren Themenfeldern dem Thema Scham. Gut recherchiert, angestoßen von eigenen Erfahrungen geht es um die Themen Körper, Geld, Singlesein, Reality-TV, ungewollte Schwangerschaften, Altern, Periode, Heiraten, sexualisierte Gewalt, Wut.
Das alles sind wichtige Themen, doch leider plätschert das Buch so vor sich hin. Das Grundthema "Scham" gerät immer mehr in dern Hintergrund, es geht viel mehr um wichtige Themen des Feminismus. Doch die Essenz bleibt aus und es steckt wenig Neues darin. Im Vordergrund steht das persönliche Erleben und die persönliche Entwicklung der Autorin.
Ich hatte mir mehr zum Thema Scham erwartet, auch ein paar Hinweise, wie man damit umgehen kann. So blieb es für mich etwas schal, hatte Längen und ging am Hauptthema vorbei.
xx
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Sorry not sorry
von Anika Landsteiner
Anika Landsteiner, selbsternannte Feministin, schreibt in ihrem Buch über das Gefühl weiblicher Scham - dem Zwang sich für etwas schämen und entschuldigen zu müssen. In 10 Kapiteln beleuchtet sie verschiedene Themenbereiche, die von der 'me too'-Bewegung, über Endometriosis, nackte Körper, Hochzeiten und Co reichen. Spannend empfand ich vor allem die Einblicke in die medizinische Forschung wenn es um 'Frauen- vs Männerleiden' geht.
Das Buch beleuchtet durchaus wichtige gesellschaftliche und politische Themen. Meine hohen Erwartungen an das Buch wurden leider enttäuscht da bereits Altbekanntes zum wiederholten Male (oberflächlich) diskutiert wurde. Hinzu kommen Landsteiners eigene Erfahrungsberichte, nicht unterinteressant, dennoch mit einem sehr wütenden Unterton geschrieben. Das hinterließ bei mir den Eindruck, dass der Mann wieder an den Pranger gestellt wurde. Mir fehlte die Analyse aus verschiedenen Blickwinkeln.
Etwas irritierend fand ich teils die Kapitelwahl. Während die Autorin ein Kapitel dem Thema Reality Shows im Fernsehen - verbunden mit Fremdschämen und weiblicher Scham - verknüpft (für mich sehr weit hergeholt), werden andere umso wichtigere Themen nicht tiefgründig genug diskutiert. Endometriosis, Verhütung und Heirat hätten mehr Potenzial gehabt - gerade im Hinblick auf Aufklärungsarbeit der jüngeren Leser*innen, und andere Themen wie Erziehung, Scham im Arbeitsumfeld, etc wurden überraschenderweise nicht thematisiert.
Ein flüssig geschriebenes Buch, gespickt mit einigen Trendwörtern (z.B. cis Mann, catcalling, etc.), welches Schamthemen oberflächlich zusammenfasst. Sicherlich lesenswert für jemanden, der sich mit dem Thema zum ersten Mal auseinander setzt - aber wer tut das schon in der heutigen Zeit?
