Kundenrezensionen
Beavielleser
empfiehlt:





Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O’Mahony
Vom Cover schaut mich eine mutige, wütende und trotzige Frau an, der man ansieht, dass sie kein leichtes Leben hatte. Und ich sehe ein große Traurigkeit in ihren Augen. Alles zusammen, eine beeindruckende Frau.
Honora musste während der schrecklichen Hungersnot unglaubliches Leid erfahren. Doch im Gegensatz zu vielen anderen hat sie überlebt. Sie verlässt Irland schweren Herzens und wandert nach Amerika aus, in der Hoffnung dort ein besseres, freieres Leben zu finden. Aber auch dort erwartet sie ein hartes Leben, das ihr viel abverlangt.
Ein starkes Buch mit einer bildhaften und feinfühlig Sprache. Man merkt, dass sich die Autorin mit dieser Hungersnot und dem Marsch der verzweifelten Menschen intensiv auseinander gesetzt hat.
Ein Buch, das zeigt wie viel ein Mensch aushalten kann, wenn der Wille und der Kampfgeist dazu vorhanden sind.
HEYN Leserunde, Maria Dörfler
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O’Mahony
Die unfassbar schlimme Hungernot, die Irland Mitte des 19. Jahrhunderts heimsuchte, ist weithin bekannt. Auch, dass wahrscheinlich geholfen werden hätte können, aber nichts geschah, ist und bleibt ein Skandal.
An der fiktiven Figur der Honora wird das Schicksal einer mutigen Frau aus dieser Zeit erzählt, die aufgrund ihrer Konstitution, ihres starken Willens - sonst hätte sie schon als Kind nicht überlebt - das "Weggehen", die "Flucht" aus dieser Hölle überlebt und nach Amerika gelangt. Doch dort setzen sich die Katastrophen fort.
Und da wurde es für mich ein bisschen zu viel an Dramatik, es wird nichts ausgelassen an schlechter Behandlung, unglücklichem Verlauf.
Dass sie dann einen recht passablen Mann findet, macht sie leider auch nicht glücklich. Sie findet ihr Happy End in einer recht unwahrscheinlichen Begegnung und reitet mit diesem Mann einer ungewissen Zukunft entgegen.
Ein durchaus fesselndes Buch, leicht zu lesen, sehr bedrückend - mit einem Traum als Happy End......
brauneye29
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O’Mahony
Zum Inhalt:
Im Jahr 1849 trifft eine große Hungersnot die Iren. Honora und ihr Mann William ziehen mit anderen zum Gutsherrn für Hilfe, doch dieser verweigert diese und sie müssen zurück. Doch Honora ist unwissentlich schwanger und bringt schließlich ihr Kind tot zur Welt. Nachdem sie auch noch ihren Mann verloren hat, bricht sie auf nach Amerika. Wird sie dort ihr Glück finden.
Meine Meinung:
Ich kannte die Geschichte um die große Hungersnot nicht und musste nach Abschluss des Buches erstmal ein wenig recherchieren. Ich finde es gut, dass die Autorin anhand von Honora die Geschichte erzählt hat. Die Geschichte der Honora ist nicht leicht zu ertragen, denn diese macht wirklich viel durch und sie ist trotzdem eine sehr starke Frau, die einfach nicht aufgibt und hat mir extrem gut gefallen. Man möchte gar nicht ermessen, was die Iren in dieser schweren Zeit durchgemacht haben und jetzt doch mehr verständlich, warum sich so viel Iren aufgemacht haben um in Amerika ihr Glück zu suchen.
Fazit:
Beeindruckende Geschichte
clematis
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O’Mahony
Im Jahre 1849 herrscht in Irland eine große Hungersnot. Die irischen Pachtbauern sind abhängig von englischen Gutsherren, erfahren aber von diesen keinerlei Unterstützung. Etliche Menschen verhungern, einige wollen auswandern, überleben jedoch die Schiffspassage nach Amerika nicht, wenige bauen sich im fremden Land ein neues Leben auf. Stellvertretend für sie steht die junge Honora, die ganz allein und völlig auf sich gestellt die Reise in die Ferne antritt, aber auch dort die erhoffte Freiheit nicht so schnell findet. „Lass uns gehen“, wird zu ihrem Leitspruch.
In Amerika beginnt diese sehr berührende Geschichte über eine starke Frau, deren Mut und Ausdauer überaus bewundernswert ist. Anschließend an diesen kurzen Einstieg mittendrinnen kehren wir zu den Anfängen in Irland zurück. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter und dem Aufwachsen bei einem gestrengen Vater ist Honora alsbald von ihrem Ehemann abhängig und steht nach der Hungerkatastrophe von Doolough mittellos da. Auf diesen sehr spannenden, aber auch bedrückenden Teil in Irland folgt ein zweiter Teil über Honoras Zeit in Amerika. Mittels elegantem Sprachstil und detaillierten historischen Fakten (siehe Nachbemerkungen und Interview mit Jacqueline O’Mahony) entführt uns die Autorin in eine düstere Zeit, wo man schon einen enormen Überlebenswillen gebraucht hat, um in einer Situation wie der Honoras noch Hoffnung und Zuversicht zu verspüren, zu grausam spielt ihr das Schicksal mit.
Auch wenn Honora eine fiktive Figur ist, verspürt der Leser sofort eine gewisse Nähe zu ihr, die Authentizität, mit welcher sie stets beschrieben wird, ist großartig, ihr Lebenskampf einzigartig. Die Autorin schafft an allen Orten eine sehr gut vorstellbare und realistische Atmosphäre, man kann nicht anders, als mit der jungen Frau mitzufühlen und Seite für Seite gespannt ihrem Weg zu folgen. Sie will frei sein, scheint aber stets vom bösen Omen des piseog (Rotkehlchen), das in der Nacht ihrer Geburt ins Haus geflogen ist, verfolgt zu werden. Lass uns gehen, überlegt sie immer wieder und wandert von einem Ort zum nächsten. Kann sie irgendwo ihr Glück finden?
Ein großartiger Roman über die schreckliche Hungersnot in Irland, verknüpft mit den Parallelen zu den indigenen Amerikanern. Honoras Reise nach Amerika und weiter bis in den Wilden Westen ist bewegend, berührend, zuweilen erschütternd. Wer an historisch belegten Fakten interessiert ist und eine willensstarke, zupackende Frau kennenlernen möchte, der liegt hier auf jeden Fall richtig. Ich empfehle „Sing, wilder Vogel, sing“ sehr gerne weiter!
