Kundenrezensionen
CanYouSeeMe
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Nach dem Lesen des Klappentextes war ich mir immer noch nicht so recht sicher, was mich bei der Lektüre von Jacqueline O’Mahonys "Sing, wilder Vogel, sing" erwartet. Im Endeffekt habe ich dieses Buch als sehr packenden, mitreißenden Roman mit einer interessanten und eigensinnigen Protagonistin erlebt.
Hintergrund der Handlung bildet die Doolough-Tragödie, die mir tatsächlich kein Begriff war und welche ich zunächst nebenher recherchieren musste. Die Einbettung in einen realen geschichtlichen Kontext hat mir gut gefallen und hat der Handlung noch etwas mehr Tiefe gegeben. Dabei ist die Handlung in verschiedene Teile eingeteilt, die mit leichten Zeitsprüngen Protagonistin Honora durch Etappen ihres Lebens begleiten. Dabei erlebt sie viele einschneidende und belastende, sicherlich auch traumatisierende Dinge, die sich teils immer wieder in ihr Bewusstsein schieben, von Honora aber stark in den Hintergrund ihrer Gedankenwelt geschoben werden. Immer voran steht ihr unbändiger Wille nach Freiheit, dem sie mit jeder Faser ihres Seins nachhängt.
Den Schreibstil in Übersetzung durch pociao und Roberto de Hollanda habe ich als sehr angenehm und flüssig zu lesen erlebt.
Letztendlich wollte ich dieses Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es innerhalb eines Wochenendes ausgelesen.
Cxicken
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Der historische Roman "Sing, wilder Vogel, sing", welcher von Jacqueline O’Mahony verfasst wurde, befasst sich mit Irland und den USA in den 1850er Jahren.
Die junge Honora wurde von ihrer Geburt an, als etwas Außenstehendes behandelt. Als sie denkt, dass sie endlich angekommen ist, wird sie und ihr Dorf von einer unbeschreiblichen Hungerkrise getroffen. Als einzige Option sieht sie die Flucht in das freie Amerika. Doch wird dort ihr Leben anders? Oder wird sie immer weiter fliehen?
Trotz der schlichten Gestaltung gefällt mir das Cover sehr gut. Durch die Abbildung der Frau wird die Geschichte etwas greifbarer.
Die Themen finde ich wirklich sehr interessant. Ich wusste wirklich sehr wenig über die Hungerkrise in Irland um 1849 und die Überfahrt in die USA. Natürlich habe ich jetzt durch den Roman kein wirkliches Detailwissen bekommen, aber einen groben Überblick habe ich schon. Auch tabuisierte Themen wie die (gezwungene) Prostitution wurden umfassend aufgearbeitet, sodass man seine Sichtweisen durchaus erweitern kann.
Den Schreibstil finde ich großartig. Natürlich wird eine zeitgemäße Sprache verwendet, aber ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt.
Auch die Figuren empfinde ich als sehr umfassend ‚formuliert‘. Man hat einen guten Überblick über die Charaktere und man kann mit der Protagonistin sympathisieren und ihre Emotionen nachempfinden.
Der historische Roman ist interessant, da ich mich zum einen generell für diesen historischen Zeitabschnitt interessiere. Des Weiteren mag ich Romane, in denen eine Frau die Protagonistin ist.
Fazit: Ein wirklich toller historischer Roman, der die beschriebenen Ereignisse großartig aufarbeitet. Unbedingt lesen, wenn einem diese historische Epoche interessiert.
Nicole Koppandi
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Voriges Wochenende hab ich dieses Buch gelesen. Der Roman hat alles, was es braucht, um zwei Tage darin zu versinken. Die Geschichte liest sich süffig, hat einen realen Hintergrund, ausreichend Drama und Spannung und natürlich darf die Liebe nicht fehlen.
Der Roman ist nicht hochliterarisch, jedoch war er für mich genau richtig an dem Wochenende, um darin abzutauchen.
Es geht um die Hungersnot in Irland um 1850 und wie die Hauptprotagonistin Honora, eine alleinstehende junge Frau, deshalb nach Amerika emigriert, um zu überleben. Aber auch dort meint es das Leben nicht gut mit ihr. Bereits als Kind war Honora eine Außenseiterin und wird es ihr Leben lang bleiben. Alles was sie möchte ist Freiheit und nie mehr hungern zu müssen.
Ich war richtig gefesselt von dieser kämpferischen, starken Frau, die trotz vieler Härten und Ungerechtigkeiten nicht aufgibt. Die reale historische Verknüpfung mit der Hungersnot in Irland und der fiktiven Honora finde ich sehr gelungen.
Elisabeth Wallinger
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Nicht falsch verstehen, das Cover ist wunderschön, aber ich hab mir ehrlich gesagt was anderes erwartet. Was lieblicheres eher, aber nicht so was.
Kurz und gut, es ist die Geschichte eines jungen Mädchens, aufgewachsen in Irland zur bescheidensten Zeit, die diese wunderschöne Land je erlebt hat. Auf die Hungersnot folgt die Auswanderung und in Amerika geht’s auch nicht gerade fein zu.
ABER DIESES BUCH IST EINFACH GROSSARTIG!
Verstörend, auf bedrückend Art schön und auf beklemmende Weise fesselnd. Ein Leseerlebnis, das man diesen Herbst nicht missen sollte! PFLICHT!
Kokoloreslot
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Das Cover und die Gestaltung passt sehr gut zu dieser tragisch schönen Liebes- und Lebensgeschichte. Es beginnt in einem irischen Dorf 1849. Die junge Honora geht anders mit ihrem schweren Schicksal um, und sieht Hoffnung in einer Reise nach Amerika.
Der Schreibstil hat mir von Anfang an sehr gefallen. Es sind Schilderungen, die einen sofort in den Bann ziehen und die ich nicht mehr vergessen werde, wenn ich Honora vor meinem inneren Augen sehe. Sie ist eine tolle Figur, so stark, entschlossen und mutig. Sie ist glaubhaft, und es komme keine Zweifel auf, dass es gut ist, Dinge anders zu machen als andere es tun. Dabei widerfährt ihr großes Unrecht. Die Entbehrungen, die sie erlebt, die Ausgrenzung im Dorf, die Gewalt, alles wird eindringlich beschrieben und besonders der erste Teil des Buches und die Tragödie hat mich sehr bewegt. Es ist ein Roman, das große Gefühle hervorruft und mich überwältigt hat. Die vielen historischen Bezüge wirken mühelos und hervorragend recherchiert. Besonders die Hintergründe zwischen den Iren und den amerikanischen Ureinwohnern haben das Buch noch interessanter gemacht.
Fazit: Es ist eine atemberaubende Geschichte, die mich nicht losgelassen hat. Toll geschrieben und mit einer Heldin, deren unerschütterlicher Überlebenswille imponiert. Es ist die Hoffnung, die bei all dem Unglück nicht verloren gegangen ist. Diese Lesereise kann man genießen.
HEYN Leserunde Caro F.
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Ein berührendes, verstörendes Buch. Es erzeugt Bilder im Kopf, die ich, offen gestanden, so eigentlich nicht haben wollte. Ja, ich hatte von der großen Hungersnot in Irland schon gehört. Aber so drastisch wurde sie mir noch nie vor Augen geführt. Völlig neu (für mich), aber umso interessanter: der Vergleich des Verhältnisses der Briten zu den Iren mit dem der (allesamt von neu eingewanderten Siedlern abstammenden) „Amerikaner“ zu Amerikas Ureinwohnern. Krass auch der Umgang mit und die Lebensrealität der Menschen, die das Leben der sogenannten „besseren“ Schichten überhaupt erst ermöglichten. Alles in allem: kein Gute-Laune-Buch, aber unbedingt lesenswert!
liesmal
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Mitte des 19. Jahrhunderts, zur Zeit der Hungersnot, lebt die junge Honora in einem kleinen Dorf in Westirland. Seit ihrer Geburt ist sie eine Außenseiterin. Daran beteiligt ist nicht zuletzt ein kleines Rotkehlchen, dem in der irischen Mythologie eine besondere Bedeutung zukommt.
Am Beispiel der fiktiven Protagonistin Honora bringt die Autorin Jaqueline O’Mahony mir nicht nur die Geschichte vieler hungernder Menschen, die damals nach einem beschwerlichen Weg auf der Suche nach Hilfe ihr Leben lassen mussten, ganz nah.
"Man stelle sich vor, in einer Welt zu leben, in der es möglich war, solche Dinge (ein eisernes Tor) herzustellen, in der man sagen konnte: Lass uns Blumen für das Tor entwerfen, damit das Tor schöner wird, und dann Zeit, Mühe und Geld in die Fertigung dieser Blumen steckte, während jenseits des Tores Menschen waren, die nichts hatten." In einem einzigen Satz werden Mangel auf der einen und Überfluss auf der anderen Seite so deutlich gemacht, dass ich eine Gänsehaut bekomme.
Honora ist eine der wenigen Überlebenden, arm, hungrig, aber auch sehr mutig. Sie sieht keine andere Chance, als sich auf den Weg nach Amerika zu machen, um dort ein besseres Leben in Freiheit führen zu können.
Doch auch in Amerika ist das Leben nicht einfach. Honora gerät in schreckliche und menschenunwürdige Situationen. Sie muss viele Hindernisse überwinden. Das Wort „Freiheit“ rückt immer wieder in weite Ferne.
Gekonnt flicht die Autorin die Verbindungen zwischen Iren und indigenen Amerikanern in ihre Geschichte ein.
Großartig und wichtig, um die Geschichte der Iren zu verstehen, waren für mich die Nachbemerkung der Autorin sowie ein Interview unter dem Titel „Die gesamte moderne irische Geschichte ist aus der Hungersnot hervorgegangen“.
HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Ausgrenzung, Unterdrückung, Not und unvorstellbares Elend aus der Zeit der großen Hungersnot in Irland, mischt die Autorin Jacquline O´Mahony mit der inneren Weigerung der Protagonistin Honora sich in Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit zu verlieren. Tatkraft, Hoffnung und Unbeirrbarkeit bleiben der rote Faden durch das gesamte Buch.
Ich wurde mitgenommen zu den inneren Dialogen von Honora und durfte Zeugin werden, wie sich innerer Widerstand gegen die von außen vorgegebenen Bedingungen immer wieder Bahn bricht. Wie Hoffnung auf ein „besseres“ Leben immer wieder neu genährt wird und das Streben nach äußerer „Freiheit“ durch die innere Freiheit und Unabhängigkeit letztendlich Erfolg verspricht.
In schöner Sprache verschachtelt die Autorin die zeitliche Abfolge immer wieder, erhält so geschickt den Spannungsbogen und überreizt damit nicht das für mich erträgliche Maß für die Beschreibung von Elend und Schmerz. In Summe ein ermutigendes und den Horizont erweiterndes Buch, genauso, wie ich mir ein ausgezeichnetes Buch wünsche. Unbedingte Leseempfehlung!
HEYN Leserunde, Dagmar Pfleger
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, weil es der Autorin so wunderbar gelungen ist, die Gefühle, das Innere der Protagonistin zu Papier zu bringen, wodurch ich mich in einem regelrechten Lesesog befand. Honoras irisches Drama verwoben mit dem Mut, dem Glauben an die Zukunft und ihrer beeindruckenden Resilienz konnten von O‘Mahony für mich beeindruckend in diese Geschichte gepackt werden. Unbedingte Leseempfehlung!
HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska
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Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
„Unter der britischen Unterdrückung hatte Irland (indigene Bevölkerung) schwer zu leiden und von 1820 bis 1930 kamen 4,5 Millionen Iren in die USA, die meisten von ihnen nach der großen Hungersnot in Irland von 1845 bis 1852.“
Aus dieser Geschichte wird ein Roman. Atemberaubend, großartig geschrieben. Protagonistin Honora (übers. die Geehrte) ist eine starke, pragmatische Frau, die sich selbst treu bleibt „ich habe nur mich“, sich ihren starken Willen und den Wunsch nach der Wertschätzung durch andere Menschen, Würde und einem selbstbestimmten Leben bewahrt. Überlebungskünstlerin.
Das Buch lebt durch innerlich ablaufenden Selbstgesprächen. Eine meditative Versenkung der Seele in sich selbst. Sehr mystisch und ermutigend.
Fazit überwältigend, bemerkenswert, mystisch
sehr empfehlenswertes Buch!
