Kundenrezensionen von Klassikfan





Dem Meer entgegen
von Lidija Hilje
„Dem Meer entgegen“ ist ein Buch, dass berührt, den Sommer an der kroatischen Küste einfängt und über verpasste Chancen, Neuanfang und die Frage, wohin man im Leben will, handelt.
In diesem wunderbaren Setting verfolgt der Leser eine Liebesgeschichte, die sehr authentisch wirkt, weil sie auch die Tücken des Lebens einfängt. Eine Liebe, die nicht immer gradlinig verläuft, mit der Zeit immer reifer wird und verschiedene Perspektiven aufzeigt.
Der Autorin gelingt es neben der wunderbaren Sprache, die Gefühlswelt der Protagonistin Ivona so emphatisch rüberzubringen, dass ich mich als Leser dieser Person sehr nahe fühlte. Ich habe mit ihr gehofft, gezweifelt und habe sie sehr gut verstanden.
Für mich ist das für das Gelingen eines Romans von solchen Dingen immer sehr abhängig und ich war froh, es hier präsentiert zu bekommen und das in diesem tollen Sprachstil.
Dicke Leseempfehlung.





Die Träume, die wir hatten
von Christiane Hoffmann
Christiane Hoffmann ist Erste Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, der schon öfter interessiert bei Marcus Lanz zuhören durfte, hat ein Buch vorgelegt, das ich gerne empfehle.“ Die Träume, die wir hatten“ ist ein Buch das auch gut zu ihrer Familiengeschichte passt, denn Frau Hoffmann stammt aus einer Flüchtlingsfamilie, väterlicherseits aus Schlesien, mütterlicherseits aus Ostpreußen.
Das Buch das Einblicke in das Leben einiger junger Frauen in Russland gibt, aufgewachsen in gebildeten Familie , mit dem großen Wunsch in einer Demokratie zu leben.
Fantastisch recherchiert, erlebt der Leser hier eine Geschichte , die berührt, die historische Ereignisse mit persönlichen Erlebnisse kombiniert und dadurch noch überzeugender und nahbarer wird. Das Buch macht sensibel und weckt Verständnis für die russische Geschichte und die Bevölkerung dieses Landes, setzt aber schon politisches Interesse des Lesers voraus.
Der Schreibstil ist klar, flüssig und verständlich.
Ein empfehlenswertes Buch.





Was sie nicht weiß
von Shari Lapena
spannender Thriller
" Was sie nicht weiß" von Shari Lapena ist ein Buch in dessen Schreibstil man sich erst einmal einlesen muss, dass dann aber an Spannung keine Wünsche offen lässt.
Sam und Bryden sind verheiratet und haben eine Tochter. Als Bryden ihre Tochter von Kindergarten abholen will und dann spurlos verschwinden, weiß keiner so genau, was los ist. Eine fieberhafte Suche beginnt und die ermittelnden Kommissare, aber auch der Leser erfährt, dass nichts ist, wie es scheint. Ist das Paar wirklich so glücklich , wie es den Anschein hat, haben die Nachbarn etwas zu verbergen ?
Und vor allem , wo ist Bryden ?
Der Thriller von Shari Lapena ist wirklich ein sehr spannender Fall, der immer wieder neue Perspektiven eröffnet und damit die Spannung manchmal ins unermessliche steigert.
Man braucht etwas, um sich an den zu Anfang etwas emotionslosen Schreibstil zu gewöhnen, der im Gegensatz zu diesem doch so emotionalen Thema steht, aber im Laufe des Buches entwickelt sich immer mehr eine Sogwirkung, die einen das Buch schlecht aus der Hand legen lässt.
Absolute Leseempfehlung !





Maja & Natascha
von Elyse Durham
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Ich bin weder Ballettfan, noch habe ich irgendeine Ahnung von der Welt des Balletts und trotzdem hat mich dieser Roman, der mich genau in diese Welt geführt hat begeistert.
Maja und Natascha sind Schwestern und verlieren nach ihrer Geburt ihre Mutter, die in der Ballettwelt zuhause war. Auch Maja und Natascha treten in diese Welt ein, nicht wissend, dass ihre Geschwisterliebe damit auf die Probe gestellt wird. Wir befinden uns im Kalten Krieg, in dem Amerika und Russland nicht nur im Wettrüsten in harter Konkurrenz zueinander stehen.
Beide Mädchen möchten Karriere machen und auf Weltbühnen auftreten, doch die Politik schiebt ihnen einen Riegel vor, denn nur ein Familienmitglied darf ins Ausland. Ein Konkurrenzkampf entspinnt und man fragt sich, ob die Geschwisterbeziehung dies aushält.
Mich hat dieses Buch fasziniert, nicht nur,dass ich als Nichtballettkenner in diese Welt eintauchen durfte, sondern ich habe auch viel über die jeweilige politische Situation während des kalten Krieges in Amerika und Russland erfahren und dies auf eine Art und Weise, die mich fasziniert hat und in das Buch hineingesogen hat.
Eine große Leseempfehlung für diesen Debütroman.





Freunde fürs Leben
von Fredrik Backman
Frederik Brackmann’s Bücher sind für mich immer wieder Wunderschöne Leseerlebnisse, die von Menschen , ihre Problemen , aber auch von Freundschaft und dem Besonderen im Leben handeln.Gerade Freundschaft hat immer wieder einen hohen Stellenwert, so auch in diesem Buch.
Hier erzählt der Autor rückblickend die Geschichte von vier Freunden, die alle in schwierigen familiären Verhältnissen aufwachsen und einen letzten gemeinsamen Sommer zusammen verbringen. Jeder hat sein Schicksal und für jeden sind die Zukunftsaussichten nicht unbedingt rosig, aber sie sind zusammen und sich gegenseitig eine Stütze.
Das Buch , das auf zwei Zeitebenen geschrieben ist ist, berührt das Herz, lässt einen lachen und weinen, hat aber wie häufig bei Frederik Brackmann immer einen positiven Beiklang, der manch traurige Geschichte erträglicher macht.
Ein Buch das ich nicht vergesse und das sicherlich zu meinen Highlights in diesem Jahr gehört.





Guten Morgen, schönes Wetter heute
von Tanja Kokoska
„Guten Morgen, schönes Wetter heute“ von Tanja Kokoska, ist ein Buch wie eine warme Umarmung im richtigen Moment. Es lässt das Leben schöner erscheinen und den Glauben an das Gute im Menschen unterstreichen.
Viele kleine Geschichte aus der Hausgemeinschaft eines Hauses werden erzählt, jeder hat sein Schicksal, man kennt sich, aber jeder lebt für sich allein.
Man klappt das Buch auf, ist gleich im Geschen und mittendrin in dieser Gemeinschaft.Man fühlt sich jedem einzelnen dieser Menschen nahe, die man fast alle mag und mit denen man mitfühlt, hofft und nur das Beste für sie will.
Herr Bello war für mich ein Held, der über sich hinauswächst und zeigt, was alles möglich ist, wenn man den richtigen Anstoß hat.
Schön war es zu sehen, wie nach und nach aus Einsamkeit Einzelner eine Gemeinschaft wurde, der man auch gern angehört hätte.
Für mich ein Lesehighlight in diesem Lesejahr.





Eine Maus namens Merlin
von Simon Van Booy
Helen Cartwrigt ist 83 Jahre alt und kehrt nach 60 Jahren aus ihrer Wahlheimat Australien nach England zurück. Ihr Mann und ihr Sohn sind beide verstorben und haben Helens Lebenswillen sterben lassen, genauso wie ihre Liebsten gestorben sind. Sie warten nur noch auf den Tod, damit sie wieder mit ihnen vereint ist.
Doch dann verändert eine kleine Maus ihr ganzes Leben. Stellt sie zu Anfang noch eine Mausefalle auf, die sie in einem Baumarkt kauf, folgt danach ein Kontakt mit den Angestellten einer Bücherei, denn sie will mehr über Merlin erfahren, wie sie die Maus nennt, denn den Tod von Merlin möchte sie nicht, weil das zu grausam ist. Sie überlegt ihn ihn in ein Tierheim zu brinegen, indem er gut gepflegt wird und vielleicht mit anderen Mäusen zusammenleben kann.
UNd so bekommt Helen durch Merlin immer mehr Kontakt zu anderen Menschen. die ihre Einsamkeit beenden und sie auf andere Gedanken bringt.
Noch nie ist meines Wissens das Thema Alterseinsamkeit so warmherzig umgesetzt werden, sie in diesem Buch. Eine kleine Maus, die den Lebenswillen einer einsamen Frau wiederbelebt, nur durch ihre reine Anwesenheit.
Ein wunderbares Leseerlebnis in einem flüssigen Schreibstil und mit einer mehr als sympathischen Protagonistin.





Elbland
von Claudia Rikl
"Elbland " von Claudia Rikl ist für mich eines der wenigen Highlights im noch neuen Lesejahr 2026. Ich kenne schon ihr Buch " Wellenkinder" was mir damals auch sehr gut gefallen hat und was sie unter dem Namen Liv Marie, Bahrow geschrieben. Welches ihr wahrer Name ist und welcher Pseudonym, wiß ich leider nicht.
In "Elbland erzählt Claudia Rikl eine Familiengeschichte, angelehnt an das Schicksal ihrer Großmutter, die sicherlich kein Einzelfall ist. Traumatische Erlebnisse, die nie aufgearbeitet wurden und somit an weitere Generationen weitergegeben wurden.
Wir lernen Nina kennen, die ihre schwer depressive Mutter bis zu ihrem Tod gepflegt hat. Ihre Schwester hat das Elternhaus schon früh verlassen und auch ihr Vater ging und gründete eine neue Familie. Alles schmerzhafte Erlebnisse für Nina. Sie erinnert sich, dass dieser Bruch mit einem Urlaub im Jahhr 1987 zusammenhing, dem Urlaub nachdem ihre Familie zerbrach.
Sie will unbedingt herausfinden , was geschah und begibt sich auf Spurensuche im Heimatland ihrer Mutter.
Auf drei Zeitebenen 1945/1987 und in der Gegenwart ist diese Geschichte geschrieben, die Stück dür Stück aufklärt, was geschehen ist und warum diese Familie zerbrach.
Mit vielen interessanten Informationen aus der Vergangenheit und in einem sehr emphatischen Erzählstil, erlebt der Leser das Schicksal einer Familie, die sicherlich kein Einzelfall ist. Menschen, die für ihr Leben gezeichnet sind und ihre Erlebnisse nie verwinden können und in nachfolgende Generationen weitergeben.
Eine dicke Leseempfehlung





Little Hollywood
von Inga Hanka
" Little Hollywood" von Inga Hanka war für mich eine kleine Reise zurück in die Vergangenheit. " Little Hollywood " ist eine Videothek in die sich die Protagonistin dieses Buches , Leo, flüchtet, um ihren Alltagsproblemen zu entfliehen und die sind nicht ohne. Ein Schlägervater und weitere Probleme in der Familie , erinnern und das ist hier schon öfter erwähnt worden, ein wenig an " 22 Bahnen". Ich finde es immer etwas schwierig, da Vergleiche anzustellen, denn Probleme sind immer individuell.
Trotzdem ist solch ein https://www.instagram.com/phijudas_buchwelt/ergleich legitim und sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen, handelt es sich doch bei deiden um junge Protagonisten, die ihren Weg, trotz schlechter Startbedingungen finden müssen.
UNd so ist dieses wirklich atmosphärisch geschriebene Buch auch eine Geschichte über Neuanfang, Sinnsuche und Freiheit, die mir, abgesehen davon, dass sie mich in meine Jugend zurückgeführt hat, was mir ausnehmend gut gefallen hat, lange im Gedächtnis bleiben wird.
Dicke Leseempfehlung.





Sie wollen uns erzählen
von Birgit Birnbacher
Die Diagnose ADHS ist heute keine Seltenheit, im Gegenteil und so fand ich es sehr erfrischend, ein Buch über dieses Thema zu lesen das ein wenig aufzeigt, wie Menschen sich mit dieser Diagnose fühlen, auf wie viele Vorurteile und Unverständnis sie stoßen, nur weil sie nicht in die Regeln und Strukturen unserer Gesellschaft passen, sondern Zeit, Aufmerksamkeit und Verständnis benötigen, um sich anpassen zu können.
Wieviel Kraft kostet es auch Angehörige, sich ständig gegen dieses Schubladendenken zustimmen, dass ihnen immer wieder begegnet. Kein Wunder, dass dann auch das eigeneNervenkostüm auf der Strecke bleibt.
Birgit Birnbacher greift dieses Thema in ihrem Roman“ Sie wollen uns erzählen“ auf und ich finde es ist ihr ein einer sehr emphatisch hin Art und Weise gelungen die Gefühle und Gedanken der Betroffenen zu transportieren.
Oh war jemand für mich, dem ich mich sehr nahe gefühlt habe, aber auch seine Mutter hatte mein volles Verständnis.
Wie weit soll das Unverständnis und Schubladendenken noch gehen, dass feinfühlige Menschen damit nur weiter stigmatisiert.









