Kundenrezensionen von Odina





Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten
von Rebekka Eder
„Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten“ von Rebekka Eder erzählt von Kea Loop, die 1892 auf Finkenwerder lebt und sich im Apfelgarten ihrer Mutter in Kristen verliebt, den Knecht der verfeindeten Nachbarn. Doch ihre Liebe wird durch Familie, Grenzen und die Cholera auf eine harte Probe gestellt. Ich bin sehr schnell in die Geschichte hineingekommen, vor allem durch den flüssigen und bildhaften Schreibstil. Die Atmosphäre hat mir besonders gut gefallen: der Apfelgarten, Finkenwerder und die Zeit um 1892 wurden für mich richtig lebendig. Auch die Spannung war gut dosiert, sodass ich immer wissen wollte, wie es für Kea und Kristen weitergeht. Beide habe ich sehr gern begleitet. Ihre Gefühle konnte ich gut nachvollziehen und auch Keas Cousine Rosa ist mir ans Herz gewachsen. Die Freundschaft zwischen Kea und ihr fand ich besonders schön und berührend. Für mich war es ein toller Wohlfühlroman mit historischem Hintergrund und viel Gefühl. Ich warte jetzt sehnsüchtig auf den zweiten Band.





FIVE - Das Ticken der Zeit
von Ilona Bannister
„Five – Das Ticken der Zeit“ von Ilona Bannister handelt von fünf Menschen, die an einem Londoner Bahnsteig auf ihren Zug warten. Jeder von ihnen hat eigene Sorgen, Ängste und Geheimnisse. Als plötzlich ein Streit eskaliert und Panik ausbricht, beginnt ein gnadenloser Countdown: In fünf Minuten wird einer von ihnen sterben. Mich hat das Buch sofort gepackt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd, sodass man schnell in die Geschichte hineingezogen wird. Besonders stark fand ich das hohe Tempo und die ständige Spannung durch den Countdown. Man spürt beim Lesen richtig wie die Zeit abläuft und man möchte unbedingt wissen was passiert und wer am Ende betroffen sein wird. Auch die Charaktere wirken authentisch und glaubhaft. Sie haben Ecken, Schwächen und Geheimnisse, wodurch die Geschichte psychologisch interessant wird. Insgesamt ist das Buch ein echter Pageturner, den ich gerne weiterempfehle.





Die Bernsteinfischerin
von Lisa Quentin
Die Bernsteinfischerin von Lisa Quentin erzählt die Geschichte von Julika, einer Bernsteinforscherin, deren eigenes Leben durch die Pflege ihrer kranken Mutter stillzustehen scheint. Ein besonderer Fund führt sie an die Ostsee, wo sie von einer Liebe erfährt, die Jahrzehnte überdauerte und ihr schließlich Mut für einen Neuanfang schenkt. Das Cover ist passend zum Titel gestaltet und strahlt eine angenehme Ruhe aus. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und bildhaft. Man findet schnell in die Geschichte hinein und kann sich die Schauplätze gut vorstellen. Besonders schön fand ich, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht der beiden Frauen erzählt werden. So begleitet man sowohl Julikas Gegenwart als auch Ebbas Geschichte und erlebt nach und nach wie sich ihre Wege kreuzen. Der Roman ist eher ruhig erzählt, dennoch bleibt es interessant, beide Lebenswege zu verfolgen. Julikas Ehrgeiz und ihr Forschungsfieber haben mir besonders gut gefallen, da ihre Leidenschaft für Bernstein sehr authentisch wirkt. Ebbas Geschichte empfand ich als berührend und voller Gefühl. Vor allem der Gedanke an inneren Frieden hat mir in ihrem Erzählstrang gut gefallen. Insgesamt ist das Buch ein toller Wohlfühlroman für einige schöne Lesestunden.





Tödliches Verderben
von Karin Slaughter
„Tödliches Verderben“ von Karin Slaughter ist der zweite Band der North Falls-Reihe und handelt von der Kleinstadt Verona, deren Frieden zerbricht, als eine Polizistin brutal angegriffen wird. Sheriff Emmy Clifton stößt bei ihren Ermittlungen auf eine alte Verschwörung, in die mächtige Bürger verwickelt sind. Gemeinsam mit ihrer Schwester Jude gerät sie in ein gefährliches Netz aus Lügen, Mord und Verrat. Da es sich um eine Fortsetzung handelt, sollte man den ersten Band gelesen haben um Zusammenhänge und Hintergründe besser zu verstehen. Der Schreibstil ist flüssig, anschaulich und detailreich. Die Atmosphäre wirkt lebendig und düster zugleich. Durch zahlreiche unerwartete Wendungen bleibt die Spannung durchgehend hoch, während nach und nach dunkle Geheimnisse ans Licht kommen. Emmy Clifton ist eine starke, aber auch verletzliche Figur. Ihre Familiengeschichte und persönlichen Schwächen machen sie glaubwürdig und verleihen der Handlung zusätzliche Tiefe. Insgesamt ist das Buch eine gelungene Fortsetzung mit komplexer Handlung, empfehlenswert für alle Slaughter-Fans.





Septembermord
von Chris Chibnall
In „Septembermord“ von Chris Chabnell wird das Dorf Fleetcombe durch den grausamen Mord am Wirt des „White Hart“ aus seiner gewohnten Ruhe gerissen. Detective Nicola Bridge übernimmt gemeinsam mit DC Harry Ward die Ermittlungen und stößt dabei nach und nach auf ein dichtes Netz aus Lügen, Schweigen und dunklen Geheimnissen, das tief in die Dorfgemeinschaft hineinreicht. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und angenehm leicht, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht und sich gut in Fleetcombe zurechtfindet. Die eher kurzen Kapitel sorgen für ein angenehmes Lesetempo. Die Spannung wird überzeugend aufgebaut und durch unerwartete Wendungen immer wieder neu angefacht, sodass man bis zum Schluss miträtselt. Besonders gelungen sind die authentischen Figuren. Nicola Bridge und Harry Ward ergänzen sich als Ermittlerteam sehr gut und bringen eine schöne Dynamik in die Handlung. Auch die Atmosphäre im Dorf sowie die Eigenheiten der Bewohnerinnen und Bewohner sind stimmig dargestellt. Insgesamt ist das Buch ein gelungener Krimi für alle, die spannende Lesestunden und geheimnisvolle Dorfatmosphäre mögen.





Blaues Feuer
von Michael Thode
"Blaues Feuer“ von Michael Thode handelt von Dr. Kristina Sabo, die in der Arktis ein leuchtendes Bakterium entdeckt, das den Energieverbrauch revolutionieren könnte. Doch die Suche nach weiteren Proben wird schnell lebensgefährlich: Sturm, Sabotage und rätselhafte Vorfälle bedrohen die gesamte Mission. Der Autor erzählt diese Geschichte in einem sehr flüssigen und vor allem bildhaften Schreibstil. Besonders gut gefallen haben mir die wissenschaftlichen Informationen, die immer wieder in die Handlung eingebunden werden. Sie wirken interessant und gut recherchiert, ohne den Lesefluss zu stören. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, wodurch sich das Buch sehr gut lesen lässt. Gleichzeitig bleibt die Spannung durchgehend hoch. Immer wieder sorgen geschickt gesetzte Cliffhanger dafür, dass man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Die Mischung aus Naturgewalt, Forschung, Sabotage und unerklärlichen Ereignissen macht den Thriller durchgehend fesselnd. Obwohl es viele Charaktere gibt, sind sie gut dargestellt, sodass man meiner Meinung nach nicht den Überblick verliert. Yorick war mir von seiner Art her besonders sympathisch. Auch mit Kristina und José fühlt man auf jeden Fall mit, da ihre Sorgen, Entscheidungen und Ängste nachvollziehbar geschildert werden. Die restlichen Protagonisten fügen sich ebenfalls wunderbar in die Geschichte ein und machen das Geschehen lebendig. Insgesamt ist das Buch ein rundum gelungener Thriller, der Wissenschaft und Spannung hervorragend verbindet. Ich würde mich über eine Fortsetzung sehr freuen!





Falls jemand fragt, wer wir waren
von Eva Kranenburg
"Falls jemand fragt, wer wir waren" von Eva Kranenburg erzählt die Geschichte von Tilla, die sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Freundin Rena macht. Doch je mehr sie über Renas Leben herausfindet, desto deutlicher wird, dass vieles nicht so war, wie es schien. Gleichzeitig wächst in der DDR die Unzufriedenheit, und Tilla muss sich immer wieder fragen, wie weit sie für die Wahrheit und für ihre Freundschaft gehen möchte. Das Cover ist eher schlicht gehalten, passt aber dennoch zur ruhigen, nachdenklichen Atmosphäre des Romans. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und bildhaft, sodass ich schnell mitten im Geschehen war und mir die Situationen gut vorstellen konnte. Die Stimmung der Zeit und Tillas innere Unsicherheit wurden eindrücklich vermittelt. Sie war mir als Hauptfigur sympathisch. Ihre Sorge um Rena und ihre Entschlossenheit, Antworten zu finden, haben mich berührt. Gleichzeitig gab es einige Momente, in denen ich an ihrer Stelle anders gehandelt hätte, was es mir manchmal schwer gemacht hat, ihre Entscheidungen ganz nachzuvollziehen. Ihre Suche nach Rena war trotzdem bewegend und hat dem Roman viel emotionale Tiefe gegeben. Leider hatte das Buch für mich auch einige Schwächen. Manche Passagen zogen sich sehr in die Länge und ich musste mich stellenweise regelrecht durchkämpfen. Auch die sehr langen Kapitel haben meinen Lesefluss etwas gestört; eine andere Aufteilung hätte mir besser gefallen und die Geschichte vielleicht dynamischer wirken lassen. Insgesamt ist das Buch ein Roman mit einer interessanten Grundidee und doch konnte es mich nicht durchgehend überzeugen.





Sturmland
von Miriam Georg
In „Sturmland“ von Miriam Georg geht es um Cora, eine Reedertochter aus Hamburg, welche unter falschem Namen auf Norderney als Hauslehrerin arbeitet. Dort gerät sie mit ihrer Schülerin in Gefahr und begegnet dem Tagelöhner Onnen. Zwischen ihnen entsteht Nähe, doch beide haben Geheimnisse. Das Cover passt hervorragend zum Stil der Autorin und fängt die Atmosphäre des Romans sehr schön ein. Der Schreibstil von Miriam Georg ist sehr flüssig, bildhaft und gefühlvoll. Ich war von Anfang an gefangen von der Geschichte rund um Cora und Onnen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Protagonisten sind klar und übersichtlich dargestellt. Cora war mir sehr sympathisch und auch Onnen fand ich durch seine Art besonders interessant. Mit der kleinen Emmi habe ich sehr mitgefühlt, denn ihr Schicksal hat mich berührt und sie tat mir sehr leid. Die Handlung ist emotional, spannend und atmosphärisch erzählt. Besonders das Ende hat mich bedrückt zurückgelassen, da ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Insgesamt ein sehr schönes Buch von Miriam Georg, das mich berührt und gefesselt hat. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.





Er lügt
von Rebecca Taylor McKay
„Er lügt“ von Rebecca Taylor McKay handelt von Clara Carmichael, die 1961 mit ihrem Ehemann Spencer ihre Flitterwochen an der Amalfiküste verbringt. Doch hinter der perfekten Fassade aus Sonne, Meer und Luxus lauern Geheimnisse, Misstrauen und gefährliche Wahrheiten. Das Cover macht neugierig und passt gut zur geheimnisvollen Atmosphäre der Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft. Besonders das Setting an der Amalfiküste wird stimmungsvoll beschrieben. Gleichzeitig baut sich nach und nach Spannung auf, die durch unerwartete Wendungen immer wieder verstärkt wird. Die Charaktere sind klar und gut nachvollziehbar gestaltet. Clara wirkt unsicher und verletzlich, was sehr gut zu ihrer Situation passt. Ihre Zweifel und Ängste sind glaubwürdig dargestellt, sodass man gut mit ihr mitfühlen kann. Spencers Verhalten ihr gegenüber war mir schnell suspekt, wodurch die bedrückende Stimmung zusätzlich verstärkt wurde. Insgesamt ist das Buch ein guter Thriller mit tollem Setting und gelungenen psychologischen Elementen.





Der Einsiedlersommer
von Anne Sverdrup-Thygeson
In „Der Einsiedlersommer“ geht es um Eva Wist, die nach einem Verlust in ein Dorf in Vestfold zieht um den ausgestorben geglaubten Eremitenkäfer zu suchen. Dort lernt sie Olga kennen, die ihren alten Eichenwald vor einem Steinbruch schützen will. Durch die Begegnung mit ihr und der Natur findet Eva langsam aus ihrer Trauer zurück ins Leben. Das Cover passt gut zum Titel und zur naturverbundenen Atmosphäre. Der Schreibstil ist flüssig, ruhig und teils melancholisch. Die wechselnde Erzählweise aus Evas und Olgas Sicht macht beide Frauen greifbar; jede hat ihre Eigenarten, beide empfand ich als sympathisch. Leider waren einige Passagen für mich zu langatmig und detailliert, wodurch mein Interesse zwischendurch nachließ. Auch wirkliche Überraschungen blieben aus. Insgesamt ist es ein solides Buch mit schöner Grundidee, konnte mich aber nicht ganz überzeugen.









