Kundenrezensionen von Sonne89





Der kleine Alexander von Humboldt. Eine Reise durch die Wälder dieser Erde
von Verena Linde
Ein richtig schönes Kinderbuch mit großflächigen bunten Illustrationen und sehr naturverbunden. Alexander von Humboldt ist in diesem Buch ein zeitreisendes Kind, welches anderen Kindern die Natur, hier insbesondere den Wald, in all seinen Formen und Farben erklärt. In eine fließende Geschichte eingebunden werden die Informationen spannend aufbereitet und man lernt etwas über die verschiedenen Bodenschichten, die Pflanzen und die Tiere.
Mir gefällt dabei, dass der Lesefluss nicht unterbrochen wird und dennoch viele Kinderfragen direkt geklärt werden.
Zudem ist die Altersklasse der drei Kinder gut gestreut mit fünf, sieben und zehn Jahren.
Durch den Zeitreiseteil ist auch eine Portion Fantasie mit dabei.
Das Buch macht Spaß und weckt die Neugier.
Ich finde das Buch sehr gelungen, um Kindern Lust auf die Natur zu machen.
Lesen und ab in den Wald!





Tödliches Verderben
von Karin Slaughter
Tödliches Verderben ist der zweite Band der North-Falls-Reihe von Karin Slaughter. Ich habe den ersten Band nicht gelesen, hatte aber keine Anschlussprobleme.
Emmy ist Sheriff in North Falls und hat es mit einem sehr schwierigen Fall zu tun: Der Mord an einer Polizistin, die sie gut kannte.
Neben der Ermittlungsarbeit lernt man auch die Beziehungen von Emmy zu ihrer Familie kennen und die Schwierigkeiten, die sie als Frau in ihrem Ort als Sheriff zu bewältigen hat, zudem kommt noch der kürzliche Verlust von Vater und Mutter und am Ende ist doch alles anders als es scheint und es steckt noch viel mehr dahinter.
Für mich ist es nicht Karin Slaughters bestes Buch, da ich es stellenweise sehr langatmig fand, bzw. Emmy sich sehr durch ihr Leben kämpfen muss und es ihr dadurch sichtlich schwer fällt den Fall mit klarem und scharfem Verstand zu sehen. Das fand ich etwas mühsam. Das Buch ist eher ruhiger und arbeitet die Figuren besser aus. Andere Bücher der Autorin fand ich durchaus spannender.
Das ist natürlich Geschmackssache. Im Grunde ein solides Buch über Polizeiarbeit und familiäre Hintergründe.





Die Longevity-Strategie für Frauen
von Viyan Dr. med. Sido
Das Longevity-Buch von Dr. med. Viyan Sido beleuchtet das Longevity-Thema explizit aus Sicht der Frau.
Mittlerweile gibt es viele Bücher auf dem Markt, die sich mit Langlebigkeit beschäftigen eher aber allgemein ausgerichtet sind.
Die sieben Grundsäulen sind dabei natürlich gleich und werden ebenso in dem Buch lange behandelt. Übrigens: Auch als Mann kann man aus dem Buch etwas lernen.
Nur ist auch bekannt, dass bei der Frau die Hormone und der Körper anders funktionieren und dieses Buch richtet sich genau darauf aus.
Besonders gefallen hat mir daher der Teil über die Hormone, aber auch die vielen Hacks und Tipps (siehe z.B. Duftkerzen – das war mir neu).
Bei den Laborwerten hätte ich mir auch eine kurze kopierbare Checkliste für den Arzt gewünscht, die fehlt leider.
Insgesamt hätte ich mir auch mehr Struktur im Buch gewünscht, da es sehr viel Text hat und dadurch auch teilweise etwas erschlagend wirkt. Es erinnert sehr an einen Roman statt an einen Ratgeber. Das hat mich anfangs etwas abgeschreckt, obwohl ich Vielleserin bin.





MARVEL: Who's Who
von Viyan Dr. med. Sido
Das Nachschlagebuch unterteilt sich in die Kategorien „Spiderman und seine Freunde“, Guardians of the Galaxy“ und „Die Avengers“.
Jeder Figur sind mindestens zwei Doppelseiten gewidmet, den bekannteren auch mehr.
Der Beschreibung geht eine Art Steckbrief voraus. Gerade Fakten wie Größe und Gewicht fand ich sehr interessant.
Im weiteren Vorstellungstext werden dann auch kurze Dialoge der Figuren mit anderen gelistet. Das fand ich für die Altersklasse ab 5 Jahren besonders passend, da der Text damit nicht zu trocken, sondern spannend auf die Kinder wirkt. Eine Mini-Vorlesegeschichte also.
Die vielen bunten Bilder sind ebenso spannend für die Kinder.
Da mein Sohn sich momentan viel mit Helden beschäftigt, war das Buch genau das richtige um sich zusammen etwas um die berühmten Filmhelden zu informieren.
Als Marvellexikon finde ich aber die Figurenliste zu kurz gefasst, da nur drei Kategorien behandelt werden. Ich erwarte kein Buch mit allen Figuren aufgrund der Vielzahl und einige sind auch nicht kindgerecht, dennoch empfinde ich es als sehr eingeschränkt auf die drei Kategorien und hätte mir zumindest noch die Fantastischen Vier dazu gewünscht, beziehungsweise auf jeden Fall eine Information auf dem Cover.





Er lügt
von Rebecca Taylor McKay
Ein Ehepaar in den Flitterwochen in Italien Anfang der 60er Jahre. Das passt erstmal ganz gut in die aktuelle Urlaubs- und Sommerzeit und landschaftlich ist die Sprache sehr bildhaft.
Das Buch nimmt für meinen Geschmack etwas zu langsam Fahrt auf.
Nur durch Andeutungen erfährt man häppchenweise was der Protagonistin in der Vergangenheit geschehen ist und welche Ungereimtheiten sich gegenüber ihrem Ehemann ergeben.
Mit unserer Hauptfigur wurde ich leider nicht ganz warm, da sie mir doch sehr naiv und abhängig erscheint, was zum Großteil mit Sicherheit der damaligen Zeit, aber auch ihrem Trauma geschuldet ist. Leider führte das beim Lesen dazu, dass ich mich stellenweise richtig gelangweilt habe.
Durchdrungen wieder von den Landschaftsbeschreibungen, wirkte das Buch stellenweise sehr langatmig.
Leider nicht mein Fall.





Honey
von Imani Thompson
Honey erzählt über das Leben von Yrsa, die an einer Uni gerade ihre Dissertation fertig stellt. Es geht um das typische Unileben und die Gleichberechtigung von schwarzen Frauen in der heutigen Zeit – insbesondere gegenüber Männern.
Yrsa ist eine sehr egozentrische Person, die sich nimmt was sie möchte und auch Leben nimmt, wie sie möchte – einfach weil sie es kann. Eine Psychopathin, wie sie im Buche steht. Besonders gestört hat mich dabei, dass Yrsa hauptsächlich sexuelle Mittel einsetzt, um zu bekommen was sie möchte. Da hätte ich definitiv Köpfchen und Raffinesse vorgezogen.
Der Schreibstil des Buches zeichnet sich durch kurze Sätze aus und ist durch die dritte Person im Erzählstil sehr distanziert.
Zudem gibt es viele Beschreibungen, z.B. Alltagshandlungen von Yrsa, die oft belanglos wirken und mich auch dazu bewegt haben, Passagen zu überfliegen.
Yrsa selbst ist sehr gefühlskalt, pflegt kaum tiefergehende Beziehungen, wodurch es als Leser schwer wird, Zugang zu ihr zu finden.
Insbesondere der Erzählstil erschwerte das Lesen für mich zunehmend, wirkte langatmig und konnte mich nicht abholen.
Leider nicht mein Buch.





Play+ Mein lustiges Spielbuch Pflaster her, sagt Doktor Bär - ab 2 Jahre
von Bernd Penners
Das Buch konnte uns sofort begeistern.
Die Tiere sind farbenfroh und freundlich illustriert.
Auf jeder Seite gibt es etwas zu entdecken, zeitgleich überfordert das Buch aber nicht, da es sich auf den wesentlichen Inhalt konzentriert: Die Verletzungen der Tiere.
Von Ohrenschmerzen über Bauchschmerzen darf das Kleinkind die Tiere verarzten. Mit Magnet-Pflastern geschieht dies ganz leicht. Die Pflaster haben auch eine gute handliche Größe und sind hoffentlich lange verwendbar.
Der Text ist kurz und in Reimform gestaltet und fordert das Kind auf Doktor Bär beim verarzten zu helfen.
Die Tiere benötigen in aufsteigender Menge Pflaster, somit kommt auch das zählen nicht zu kurz.
Die Pflaster gibt es in fünf Farben, passend zu der Pflasterfarbe, die Doktor Bär in der Hand hält.
Das Buch ist freundlich und positiv gestaltet und spricht die Sozialkompetenz der Kinder an.





Ein Haus aus Salz und Tränen
von Erin A. Craig
Wie der Titel schon vermuten lässt, dreht es sich bei diesem Roman um das Haus der Familie Thaumas mit Vater, Stiefmutter und zwölf Schwestern, die ein Herzogtum am Meer bewohnen. Bereits vier Schwestern mussten durch unglückliche Todesfälle ins Salz zurückkehren und mittlerweile ist auch von einem Fluch die Rede, was es den Schwestern erschwert einen Mann kennen zu lernen.
Das Buch nimmt das Märchen „Die zertanzten Schuhe“ auf, wandelt dieses aber in einen düsteren Ton um.
Der Schreibstil ist angenehm und spannend. Annaleigh, die Hauptperson ist gut nachvollziehbar und sympathisch. Zwischendurch weiß man selbst nicht mehr so ganz was real ist und was nicht.
Für mich hatte das Buch ein paar kleine inhaltliche Schwächen, wo ich entweder die Reaktion der Figuren nicht ganz verstand, oder Stellen zu kurz behandelt wurden.
Ganz allgemein ein unterhaltsames Buch mit unvorhersehbarem Ausgang.





Alles ihre Schuld
von Andrea Mara
Bereits die ersten Zeilen starten spannend…Marissa möchte ihren 4-jährigen Sohn Milo von einer Spielverabredung mit einem Schul-/Kindergartenfreund abholen – doch an der richtigen Adresse öffnet eine völlig Fremde, die Milo nicht kennt.
Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit der Suche nach Milo. Der Leser lernt Familienmitglieder und Umfeld kennen. Bald wird klar, dass viel mehr dahinter steckt und es bauscht sich alles immer mehr auf.
Vom Umfeld her musste ich erst mal etwas eintauchen, da die Eltern größtenteils gut betucht sind und Kindermädchen anstellen und ich es auch irritierend fand, dass Vierjährige eingeschult werden und alleine zu Playdates gehen.
Zudem finde ich, dass das Buch zur Mitte hin etwas an Intensität nachlässt und dadurch leicht langatmig wird. Zum Schluss gibt es aber eine überraschende Wendung und das gefällt mir am besten an diesem Buch. Die Personen sind unterschiedlich dargestellt, haben alle ihre eigenen Geheimnisse und man hat immer jemand anderen unter Verdacht. Die Auflösung an sich ist nicht vorhersehbar.
Auch den Ton des Buches finde ich gut getroffen. Spannend und unterhaltsam, ohne zu viel Grauen.





Love, Peace & wir
von Carsten Müller
Carsten Müller ist Sexualtherapeut und schildert in seinem Sachbuch „Love, Peace & Wir“ Praxisbeispiele aus seinem Arbeitsalltag. Dabei dreht es sich um unterschiedlichste Paarkonstellationen, die sich jeweils in einem anderen Lebensabschnitt befinden und die ihrer Beziehung wieder neuen Schwung geben wollen. Dabei geht es nicht um reinen Sex, sondern auch um viel Nähe und Bindung/Verbindung.
Stilistisch zeigt das Buch Situationen aus Sicht des Paares und arbeitet diese dann fachlich auf. Dadurch lässt sich das Buch leicht lesen und nachvollziehbar auf den eigenen Alltag beziehen.
Nicht alles aus dem Buch hat mich angesprochen, aber vieles lässt sich auch auf die eigene Beziehung reflektieren und anwenden.
Tatsächlich fand ich die Paarbeispiele und Dialoge untereinander stellenweise zu sehr ausgearbeitet und hätte mir etwas mehr fachlichen Kontext gewünscht.
Generell ein Buch mit Mehrwert, aber nicht mein bevorzugter Ratgeber auf diesem Gebiet.









