Kundenrezensionen von Astrid





Plötzlich Zeitsprung
von Ulrike Rylance
Was heute völlig selbstverständlich ist, sorgt bei Roxy für Staunen, Verwirrung und jede Menge komische Momente. Schließlich landet sie direkt aus dem Jahr 1985 in unserer digitalen Gegenwart – einer Welt, die ihr manchmal fremder erscheint als ein Ausflug ins Weltall.
Der Zusammenprall zweier Welten liefert reichlich Stoff für humorvolle Missverständnisse rund um Technik, Sprache und Popkultur. Gerade dieser Kontrast macht den Charme der Geschichte aus und zeigt mit einem Augenzwinkern, wie sehr sich unser Alltag in den vergangenen vier Jahrzehnten verändert hat.
Ein weiteres Highlight sind die abwechslungsreichen Illustrationen, die die Geschichte wunderbar auflockern und auch lesefaule Kids bei der Stange halten.
Ein unterhaltsamer Zeitsprung für alle!
Perfekt für Kinder ab etwa elf Jahren, die humorvolle Geschichten, fantastische Elemente und ungewöhnliche Abenteuer lieben. Aber auch für Erwachsene, die die 80er selbst erlebt haben und beim Lesen genüsslich in nostalgischen Erinnerungen schwelgen möchten.





Ponyhof Brombeerwald (Erstlesebuch, Bd. 1)
von Holly Ginster
„Ponyhof Brombeerwald – Ein Zuhause für Fee“ ist eine warmherzige, liebevoll illustrierte Geschichte über Freundschaft, Vertrauen, Mut und Neuanfänge. Im Mittelpunkt stehen Julika und die scheue Ponystute Fee, die gemeinsam lernen, Vertrauen aufzubauen und sich in ihrer neuen Umgebung einzuleben. Die leicht verständliche Sprache, die große Schrift und die kleinen Rätsel machen das Buch besonders für junge Leserinnen und Leser geeignet. Neben einer herzerwärmenden Geschichte vermittelt es spielerisch interessantes Pferdewissen und eignet sich auch wunderbar zum Vorlesen. Ein rundum empfehlenswertes Buch für kleine Pferdefans!





Die Grüne Sonne
von A. E. Rothe
Vier Kinder, ein magisches Segelschiff und eine spannende Mission rund um die Welt! In Ägypten treffen Tom, Alex, Pit und Möhre auf geheimnisvolle Pyramiden, einen uralten Pharao und einen skrupellosen Gegenspieler. Hinzu kommt die Unterstützung durch einen verschroben wirkenden Wissenschaftler.
A. E. Rothe verbindet Fantasy, Geschichte und Wissen auf wunderbare Weise. Spannende Abenteuer, sympathische Charaktere und jede Menge Humor sorgen dafür, dass man mitfiebert und ganz nebenbei Neues über fremde Kulturen lernt.
Ein Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!
Für Kinder ab 9 Jahren und alle, die Abenteuer lieben.





Hilfe, Tiger! Bilderbuch
von Özge Bahar Sunar
Was mir (und nicht nur mir, sondern auch dem Vorlesekind) an 'Hilfe, Tiger' besonders gut gefällt, sind die zauberhaften Illustrationen. Sie verleihen dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre und laden dazu ein, die Bilder immer wieder anzuschauen. Besonders die liebevolle Gestaltung der Figuren und die vielen kleinen Details haben es uns angetan.
Schön finde ich zudem die Botschaft der Geschichte: Respekt und Hilfsbereitschaft werden auf eine liebevolle und kindgerechte Weise vermittelt. Das Buch lädt dazu ein, über das Miteinander und den wertschätzenden Umgang mit anderen nachzudenken – wichtige Themen, die Kindern ganz selbstverständlich nähergebracht werden können.





Mit dir bin ich mutig
von Frances Stickley
'Mit dir bin ich mutig' ist ein wunderbar farbenfrohes Kinderbuch, dessen gezeichnete Detailverliebtheit beim gemeinsamen Lesen auch dem Vorlesenden Freude macht. Die Geschichte handelt von einem großen, überaus ängstlichen Bären und seinem kleinen, einfallsreichen und willensstarken Freund, dem Häschen.
Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst für das einzustehen, was einem wichtig ist. Oft braucht es nur einen kleinen Schritt, um jemandem zu helfen, der Unterstützung braucht. Wenn wir füreinander da sind und gemeinsam für das Richtige eintreten, können wir mehr bewirken, als wir es allein je könnten.
Einander helfen, kann man im Herbst beim Äpfel klauben, beim Geburtstagskuchenschmausen oder aber, indem man einem Freund hilft, der sich der Angst verschrieben hat und seinen Mut mithilfe seines ideenreichen Freundes erst entdecken muss.





Creepy Castle - Die Schule der Geisterjäger (1). Total verspukt!
von Thomas Poppe; Heiko Wolz
Mein Neffe sagt ...
Ich gebe das weiter, was mein Neffe gesagt hat:
»Die Geschichte ist lustig, vor allem, wenn der kleine Dämon Whisk wieder einmal etwas angestellt hat. Gruselig ist sie nicht arg, aber spannend. Finn ist cool, und Weeny hat viel Geduld mit ihm. Die streiten sich manchmal recht ordentlich. Aber das ist normal (sagt meine Tante). Am Ende haben sie sich doch vertragen und zusammengeholfen. Und dann habe ich auch erfahren, warum Finn so komisch ist: Er ist ein Geist! Kein Wunder, dass ihm das auf die Nerven geht, wäre er doch so gern einfach normal. Über den kleinen Dämonen könntet ihr (er meint die Autoren) ein eigenes Buch schreiben. So einen hätte ich gern. Ach ja, und die Zeichnungen (Illustrationen sagt meine Tante dazu) im Buch gefallen mir.«





Mord im Grand Alpine Hotel
von Agatha Christie; Lucy Foley
Ich habe mich gefreut auf den neuen Agatha-Christie-Roman, der eigentlich ein Lucy-Foley-Roman ist, aber mit Miss Marple daherkommt – ganz so, als wäre Mrs Christie noch am Leben und hätte diesen Krimi geschrieben. Und ich habe mich nicht umsonst gefreut!
Zum Inhalt mag ich nichts verraten. Der Klappentext muss interessierten Lesenden genügen, um Feuer zu fangen. Aber zum Stil möchte ich schon etwas sagen.
Dadurch, dass die einzelnen Kapitel jeweils einer bestimmten Akteurin oder einem bestimmten Akteur gewidmet sind – klar erkennbar schon an der Benennung –, erhält man als Lesender stets Einblicke in die Gedankenwelt der jeweiligen Person. Allerdings immer nur gerade so viel, dass das Miträtseln weiterhin Spaß macht. Denn zu viel darf natürlich auf keinen Fall verraten werden.
Ich gestehe: Ich hatte zahlreiche Verdächtige, die mir nach und nach abhandenkamen, weil sie selbst ihrem Mörder zum Opfer fielen. Und obwohl sich die Welt der möglichen Täter dadurch langsam, aber sicher ausdünnte, blieb das Ende überraschend. Denn die scharfsinnige und ausgesprochen unauffällige, dafür umso bessere Beobachterin Miss Marple lässt sich bei ihren Ermittlungen nicht ablenken – und kommt der Wahrheit unbeirrbar auf die Spur.
Das Buch ist eine würdige Nachfolge und ist sprachlich nicht 'altmodisch', auch wenn die Handlung 1950 spielt.
Für mich eine äußerst kurzweilig verfasste Hommage an Agatha Christie und ihre legendäre Ermittlerin.





Das Jahr der Wale,2 Audio-CD, 2 MP3
von Kelly Anderson
Das Buch ist kein „Reißer“ im herkömmlichen Sinne, ebenso wenig ein klassischer Liebesroman – und schon gar nicht oberflächlich oder nach einem beliebigen 08/15-Muster erzählt. Vielmehr ist es eine Geschichte, die nachhallt und zum Nachdenken anregt. Auch darüber, wie schnell und unerwartet ein Leben zu Ende sein kann.
Es hat mich daran erinnert, wieder mehr auf die eigene innere Stimme zu hören und bewusster wahrzunehmen, wie sehr wir uns von unserer Umgebung beeinflussen lassen. Warum folgen wir so oft den Empfehlungen und Vorstellungen anderer Menschen – Menschen, die es meist gut mit uns meinen oder zumindest glauben zu wissen, was für uns das Beste wäre – anstatt auf unser eigenes Herz zu hören?
Wir streben nach Glück, nach Geld, Anerkennung und gesellschaftlichem Ansehen und verlieren dabei nicht selten den Blick für uns selbst. Wir funktionieren, passen uns an und laufen einem vermeintlich erfüllten Leben hinterher, bis uns irgendwann die eigene Gesundheit einen Strich durch die Rechnung macht. Und vielleicht bleibt dann noch Zeit, innezuhalten, umzudenken und einen anderen Weg einzuschlagen.
Genau darin liegt für mich die besondere Qualität dieses Buches: Es lädt dazu ein, den gewohnten Trott zu unterbrechen, wieder auf die eigene Wahrnehmung zu vertrauen und die leisen inneren Stimmen nicht länger zu überhören. Es erinnert daran, die Natur und ihre Wirkung auf uns bewusster wahrzunehmen und den eigenen Empfindungen wieder Raum zu geben.
Ich fand „Das Jahr der Wale“ wunderbar – nicht, weil es eine leichte oder vordergründig spannende Geschichte erzählt, sondern weil es etwas in einem selbst in Bewegung bringt und noch lange über die letzte Seite hinaus nachwirkt.





Die Villa
von Markus Heitz
Doreen und ihre Tochter Marina sind ein unglückliches Duo, das nicht gut miteinander auskommt. Der Einzug in die sanierungsbedürftige Villa lenkt von ihren Basisproblemen ab, schafft aber neue. Durch die Ersteigerung wird das mit einer Vorgeschichte heftig belastete Haus zu einem Spiegel ihrer Wünsche und Ängste und weckt aber auch eine Macht, die die beiden Frauen nicht kontrollieren können.
Spannend! Denn wer entscheidet hier wirklich über ihre Leben – sie oder die Macht der Glückssträhne, die sie ergriffen hat? Die Verheißung von Erfolg, Anerkennung und Sicherheit entpuppt sich jedenfalls rasch als Trugbild, was die Beziehung der beiden zu zerreißen droht und jede Menge Menschenleben kostet.
Als also Doreen begreift, auf welchen Pakt sie und ihr Kind sich eingelassen haben, ist schon ziemlich viel Blut geflossen, wurden Beine gebrochen und Menschen zerfetzt. Auch fremde Menschen kommen zu Schaden, die eigentlich nichts mit der Villa zu tun haben, sondern einfach zu 'Kollateralschäden' werden.
Die Geschichte bleibt nahe an den beiden Protagonistinnen, schafft für mich jedoch keine Verbindung, die Charaktere bleiben mir zu flach. Dafür fesselt sie mit der Verlockung des schnellen Glücks, auch wenn dafür ein blutiger Preis zu zahlen ist.





Feindbild Frau
von Ingrid Brodnig
Keine leichte Kost, nichts für den schnellen Lesegenuss zwischendurch: Dieses Buch zeigt eindringlich, wie das Feindbild Frau gezielt kultiviert und gesellschaftlich verankert wird.
Für Frauen, die in der Öffentlichkeit stehen – Politikerinnen, Ärztinnen, Anwältinnen und viele andere –, gehören digitale Hetze, geschlechtsspezifischer Hass sowie verbale und reale Gewaltandrohungen längst zum Alltag.
Wer sich im Internet bewegt, stößt rasch auf Kommentare, die von Hass, Verachtung, Ignoranz, Spott und Gewaltfantasien geprägt sind. Nichts davon lässt sich mit einem achselzuckenden Verweis auf die Freiheit des Netzes entschuldigen. Nichts davon darf verharmlost oder schöngeredet werden.
Immer wieder frage ich mich, ob unsere Gesellschaft tatsächlich von so vielen Menschen geprägt ist, die verbal eskalieren, Gewalt androhen oder sogar Freude daran empfinden, andere einzuschüchtern. Liegt diese Enthemmung daran, dass sich Täter hinter Pseudonymen und der vermeintlichen Anonymität des Internets verstecken können? Oder erleben wir gerade eine Entwicklung, die zur neuen Normalität werden soll – und an die sich Frauen gefälligst gewöhnen sollen? Doch kann und darf man sich an Hass gewöhnen?
Besonders erschreckend ist, dass diejenigen, die Frauen mit Hass, Drohungen und Einschüchterungen überziehen, oftmals kaum Konsequenzen zu befürchten haben. Gesetzliche Lücken und unzureichende Durchsetzung bestehender Regelungen begünstigen diese Straflosigkeit. Dabei gäbe es durchaus Möglichkeiten, wirksamer gegen die überwiegend männlichen Täter vorzugehen.
Gleichzeitig zeigt das Buch auf, welche Strategien der Gegenwehr Betroffenen zur Verfügung stehen und wie Zivilgesellschaft und Politik reagieren können.
Gewalt im Netz bedroht die Demokratie. Hass ist keine Meinung, und Gewalt hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.









