Kundenrezensionen von HEYN Leserunde Lieselotte Fieber





Die Namen
von Knapp Florence; Kögeböhn Lisa
In dem Roman wird mit der Frage gespielt, wieviel macht die Persönlichkeit einen Menschen aus und wieviel die Projektion der Eltern auf einen bestimmten Namen. Was macht es mit einem Kind, das einen s.g. Generationennamen trägt?
Gleichzeitig wurde ich als Leserin angeregt, über die verschiedenen Wendepunkte in meinem Leben nachzudenken und ob ich vielleicht nicht doch falsch abgebogen bin……
Eine absolute Leseempfehlung, aber nur, wenn man bereit ist, sich auch auf die Abgründe menschlichen Verhaltens einzustellen und auszuhalten.





Die Passantin
von George Nina
Die Protagonistin steigt aus ihrem Leben aus, in dem sie nicht ins Flugzeug steigt und somit für ihre Familie und die gesamte Welt, nach dem Flugzeugabsturz, fälschlicherweise für tot gehalten wird. Sie beginnt ein Leben in der Anonymität, in einem Haus, das nur von Frauen, mit unterschiedlichen Schicksalen, bewohnt wird. Hier muss sie sich den Folgen ihres Verschwindens, ihrer Persönlichkeit, ihrer Rache stellen. Das Ende ist raffiniert erzählt und die gesamte Geschichte manchmal etwas zu dick aufgetragen, aber sehr rasant erzählt.
Die Frage hat sich mir am Ende gestellt: was wäre, wenn ich alles zurücklassen würde, irgendwo neu beginnen, immer auf der Flucht sein… geht das überhaupt?





Himmel ohne Ende
von Engelmann Julia
…..und dann wieder so grau. Die Autorin schafft es meisterlich, die manchmal sehr chaotische Gedanken- und Gefühlswelt einer 15jährigen darzustellen. Ein Roman, der Menschen aller Altersgruppen ansprechen kann, wenn man bereit ist, in die Welt einer 15jährigen einzutauchen!





Botanik des Wahnsinns
von Engler Leon
Ja und Nein – wie auch das Leben, einer in diesem Debütroman von Leon Engler beschriebenen Familie.
Wie der Autor, der unter anderem auch Psychologie studiert hat, gekonnt Fachausdrücke, Beschreibungen verschiedener psychischer Krankheiten mit einer Familiengeschichte kombiniert hat, fand ich äußerst interessant und kommen diese mitunter meinen beruflichen Erfahrungen sehr nahe.
Leichtfüßig? Nein
Ernst? Ja
Zärtlich? Nein
Brutal? Ja
Ironisch? Ja
Ehrlich? Ja
Eine uneingeschränkte Leseempfehlung will ich nicht abgeben. Für Personen, die sich für Psychiatrie bzw. Psychologie interessieren, sehr wohl.





Wild wuchern
von Köller Katharina
„So schön, einfach vom Berg zu fallen, federleicht und vom Aufwind aufgehoben, irgendwie ganz frei“…
Ich befand mich beim Lesen dieses Romans mitten im Sturm. Und dieser Sturm ließ mich bis zum Ende nicht mehr los.
Die Flucht von Marie aus Wien in die Berge von Tirol zur ihrer Cousine Johanna, wird in kurzen Sätzen, mitunter sehr grob dargestellt.
Die Stärke des Romans liegt in der dichten Zeichnung der Charaktere der beiden Cousinen. Die Sprachlosigkeit der beiden Protagonistinnen erzeugt eine subtile Spannung. Und wenn die beiden sprechen, sind die Dialoge ohne Rührseligkeit, durchdrungen von viel Skepsis und das Herantasten an das gegenseitige Vertrauen.
Ein Roman der nachhallt, wie ein Echo in den Bergen.





Honey
von Victor Lodato
Honey hat genug von ihrem Leben und will dieses beenden. Vorher versucht sie sich aber ihrer Vergangenheit zu stellen, was sie bisher mit Tabletten und Alkohol verhindern konnte.
Im Laufe dieses Prozesses muss Honey jedoch erkennen, dass sie die Verhaltensmuster ihrer Familie in sich trägt und nicht das Opfer ist, sondern auch Täterin.
Die Geschichte wird mit sehr viel Einfühlungsvermögen, Witz, Leichtigkeit und auch mit viel Tiefgang erzählt.
Zusätzlich werden künstlerische Betrachtungen in die Handlungen eingeflochten, die erst gegen Ende des Romans an Bedeutung gewinnen.
Eine absolute Leseempfehlung!





Sing, wilder Vogel, sing
von Jacqueline O'Mahony
Die Sprache des Buches ist poetisch und einfühlsam, wodurch die inneren Konflikte der Charaktere umso lebendiger werden.
Besonders die Metapher des „wilden Vogels“ symbolisiert den Drang nach Unabhängigkeit.
Kein leichtes Buch, aber wer sich für die Geschichte Irlands zur Zeit der Hungersnot und der Auswanderungswelle nach Amerika interessiert, ist es absolut empfehlenswert!





Malnata
von Salvioni Beatrice
Durch die facettenreiche Darstellung der Hauptfiguren taucht man tief in deren Gedanken und Emotionen ein und wird auf eine tiefgründige Reise durch die Abgründe der menschlichen Seele entführt.
Die Sprache ist einfühlsam und lebendig, die Handlung gut strukturiert und hält bis zum Ende die Spannung aufrecht.
Leseempfehlung!









