Wild wuchern
von Katharina Köller
€ 23,60
Hardcover
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»Ein Roman wie eine Naturgewalt: Stürmisch, fesselnd und dabei voller Zärtlichkeit.« (Doris Knecht)
2025 Penguin Verlag München
208 Seiten
206 mm x 134 mm
Sprache: Deutsch
978-3-328-60392-4
Hauptbeschreibung
»Katharina Köller erzählt beherzt, feinsinnig und abgründig. Ein soghaftes Alpen-Kammerspiel.« Daniela Dröscher
Marie rennt panisch einen Berg hinauf. Auf der Flucht vor einer Welt, in der vieles aus dem Lot geraten ist, sucht sie Schutz bei ihrer Cousine Johanna. Ausgerechnet bei Johanna, die seit Jahren wie eine Eremitin auf einer entlegenen Tiroler Alm lebt. Marie und Johanna, sie könnten nicht unterschiedlicher sein: die scharfzüngige Wienerin, Luxusgeschöpf aus einer Luxuswelt, zugleich verwöhnt und verachtet von Ehemann Peter - und das »wilde Tier im Körper von einem Menschen« (Marie über Johanna), das beim Erwachsenwerden scheinbar die Sprache verloren und die Gesellschaft hinter sich gelassen hat. Für die beiden Frauen beginnt ein ungewöhnliches Kräftemessen, ein Ringen um ihr Selbstverständnis, aber auch um einen gemeinsamen Weg.
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Hardcover
»Ein Roman wie eine Naturgewalt: Stürmisch, fesselnd und dabei voller Zärtlichkeit.« (Doris Knecht)
2025 Penguin Verlag München
208 Seiten
206 mm x 134 mm
Sprache: Deutsch
978-3-328-60392-4
Weitere verfügbare Ausgaben:
Autor
Katharina Köller wurde 1984 in Eisenstadt, Österreich geboren, hat Philosophie und Schauspiel studiert und ist seit 2011 freiberuflich als Autorin, Schauspielerin und Theatermacherin tätig. 2020 erschien ihr Debütroman »Was ich im Wasser sah«, der mit dem Phantastikpreis der Stadt Wetzlar ausgezeichnet wurde. Ihr zweiter Roman »Wild wuchern« wurde mit dem Puchheimer Literaturpreis 2025 ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Evangelischen Buchpreises 2026. Katharina Köller lebt mit ihrer Familie in Wien und Innsbruck.
Hersteller: Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
Neumarkter Straße 28, 81673 München DE
E-Mail: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de




Packend
2025-04-02 05:15:00
Zwei zunächst rätselhafte Cousinen, die wortkarge, tierliebende, menschenhassende Johanna, die als Almöhi zurückgezogen auf einer Tiroler Alm lebt und die unglückliche Schuh-Designerin Marie, die aus einer durch Gewalt und Erniedrigung geprägten Beziehung aus Wien auf ebendiese Alm flüchtet.
Das Zusammentreffen der vermeintlichen Pechmarie Johanna und der um Anerkennung heischenden, im falschen Leben lebenden vermeintlichen Glücksmarie Marie.
Prägende Kindheitserlebnisse, entzogene und gewährte Eltern- und Großelternliebe, psychische Gewalt in der Erziehung in unterschiedlichster Ausprägung und physische Gewalt in der Ehe, die die Protagonistinnen zu dem gemacht haben, was sie sind.
Extrem starke Erzählsequenzen, wie die Flucht von Marie durch den nächtlichen Wald auf die Alm, der „Kampf“ mit Hubsi, dem Ziegenbock, die Schilderung eines alpinen Gewitters und schließlich das körperlich und schlussendlich auch sprachlich ausgetragene Ringen der Cousinen um Selbsterkenntnis und gegenseitiges Verständnis.
Zweifelhafte Exemplare der Spezies Mann repräsentiert durch den prägenden Großvater und den quälenden Ehemann und symbolisiert durch den Ziegenbock Hubsi.
Viele Klischees, viele Stereotypen, viel Schwarz-Weiß und wenig Grau-Schattierungen, die aber für mich genau so richtig waren.
Am Ende zwar keine Lösung aber den Hauch an Selbsterkenntnis und auch gegenseitiges Verstehen der Protagonistinnen.
Stark ! Absolute Leseempfehlung!




Auf dem schönen Tiroler Berg wuchern die wilden Seelen
2025-04-01 18:01:00
Sie sind von Ihrer Kindheit und ihren Eltern geprägt. Im Leben stehen ohne Selbstvertrauen, sozialer Kompetenzen und emotionaler Intelligenz. Einzige Handlung, die Ihnen bleibt, um die emotionale Abhängigkeit zu lösen, ist der Eskapizmus.
Die Leser bewundern den, kraftvollen, poetischen gesellschaftskritischen, mit bildhaften Metaphern, wunderschöner Natur und österreichischem Dialekt, erzählten Roman.
Aber, es handelt sich nur beim Ersteren um Marktwert und ums Ego der Schriftstellerin.
Die Literatur lässt die österreichischen Frauen im Stich.
Die österreichische Frau wird wieder als Opfer und ohne Moral dargestellt.
Der Roman ist ereignisarm ohne der Verbindung zu den Charaktere und komplett unpassendem Ende. Mir fehlt in der Geschichte starke österreichische Frau, die ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft reguliert und Verantwortung übernimmt.
Der Schriftsteller/in muss auch wie ein Handwerker arbeiten. Es geht um den Herstellungsprozess (Schreiben) und den späteren nutzen.
Fazit: literarischer Appell an alle österreichische Schriftsteller/innen- mehr starke Protagonistinnen ( klare Ziele, nachvollziehbare Schwächen, und die Fähigkeit, zu wachsen und sich zu verändern)




Von der Enge des goldenen Käfig in die Härte der Berge - eine Befreiung?
2025-04-01 17:08:00
Das Leben von Marie, geprägt von Karrieregedanken, Modeströmungen, Abhängigkeiten vom Ehemann, Erkennen der Enge im goldenen Käfig, findet einen Bruch in einer tätlichen Auseinandersetzung mit dem Ehemann. Mit ihrer Flucht auf die entlegene Alm hat sie sich zwangsläufig den Kräften und Auswirkungen der Natur unterzuordnen, quasi ein Wechsel von der Fremdbestimmung durch den Ehemann samt goldenem Käfig hin zur unbedingten Unterordnung in den Lauf der Natur. Das gibt Raum zur Reflexion, und vor allem auch zum zaghaften und vorsichtigen Austausch zwischen den beiden Cousinen.
Ein sehr berührendes Buch, das zeigt, wie die tägliche überlebensnotwendige Auseinandersetzung mit den Kräften der Natur Weite und Erfüllung und Distanz zur vormaligen Enge in einem goldenen Käfig schaffen kann.
Die Erzählung findet keinen klassischen Abschluss, sondern lässt viel Raum für die eigene Fantasie oder - vielleicht? - einen daran anknüpfenden Roman.