Kundenrezensionen
s.ho
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Abschied auf Italienisch
von Andrea Bonetto
Das Cover verrät natürlich gleich, dass der Roman nicht irgendwo in Italien spielt, sondern in Ligurien. Die typischen bunten Häuser an der steilen Küste sind typisch für diese Region.
Obwohl der Autor aus Deutschland ist hatte ich das Gefühl, dass das Buch von einem Italiener geschrieben wurde.
Was mir besonders gut gefallen hat war, dass es nicht nur um das Lösen des Falls geht, sondern auch ganz viele Hintergrundinformationen zur Region und zu Italien in den Roman eingearbeitet wurden. Das macht es noch einmal interessanter.
Für meinen Geschmack wurde die ganze Handlung etwas in die Länge gezogen, aber ich bin mir sicher, dass das bei den nächsten Bänden weniger auffällt, da in diesem Buch noch die ganzen Hauptpersonen mit ihren Hintergründen eingeführt werden mussten. Dadurch, dass sie mit so vielen Details beschrieben wurden, ist zwar die Handlung manchmal etwas ins Stocken geraten, dafür wirkten die Personen sehr authentisch.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächste Aufgabe von Commissario Vito Grassi.
Petra Sch.
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Abschied auf Italienisch
von Andrea Bonetto
4,5 Sterne
Commissario Vito Grassi lässt sich von Rom nach La Spezia versetzen, weil er im nahe gelegenen Ort Lévanto das Haus seines Vaters geerbt hat, mit dem er nur noch ganz selten Kontakt hatte.
Im Haus wird er vom Mitbewohner seines Vaters Toni, der sich als Frau entpuppt, begrüßt, und entlarvt gleich an seinem ersten Tag einen vermeintlichen Unfalltod als Mord und findet am nächsten Tag eine Leiche auf seinem Grundstück im Olivenhain.
Grassi erkennt schnell: die Fälle hängen zusammen. Doch wie? Und wie hängt sein toter Vater da mit drin?
Die Schreibweise hat mir sehr gut gefallen, es ist alles sehr lebendig; die Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten sind detailliert, aber nicht ausufernd - im Gegenteil: man möchte sofort nach Ligurien fahren und die wunderschöne Gegend kennenlernen! Auch die ligurische Lebensweise und das Dolce Vita kommt sehr gut rüber!
Die Ermittlungsarbeit ist authentisch und die Auflösung real und nachvollziehbar.
Die Figuren sind lebendig und haben Ecken und Kanten, und Vito Grassi hab ich gleich in mein Herz geschlossen, ebenso seine junge Kollegin Marta Ricci. Bei Toni hat es etwas länger gedauert, weil sie so eine verschlossene Person ist.
Fazit:
Ein spannender Fall mit einem sympathischen Ermittler in einem wunderschönen Setting. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!
froschman
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Abschied auf Italienisch
von Andrea Bonetto
Nach dem Tod seines Vaters und eigenen familiären Problemen nimmt Commissario Vito Grassini das Erbe, ein kleines Haus in Ligurien, an und lässt sich in die Küste der Cinque Terre versetzen. Dort wird er knapp vor seinem Ziel von einem Todesfall überrascht und beim Haus in La Spezia wartet Toni, anscheinend die Freundin seines Vaters. Und beides wird für Vito kein Honigschlecken. Bei seiner Dienststelle fällt er mit etwas zu forschem Ton auf. Und Toni hat in seinem Haus das Sagen, sie denkt nicht im Geringsten daran, sein Haus zu verlassen, nicht einmal ins Schlafzimmer kann Vito, sondern er muss auf der Couch schlafen! Bald darauf wird eine weitere Leiche gefunden, nicht weit von seinem Olivenhain entfernt.
Andrea Bonetto hat mit diesem Krimi eine leichte, teilweise auch amüsante Urlaubslektüre geschrieben, die Charaktere, vor allem von Toni und Vito, sind lebendig beschrieben. Das Cover mit der Bucht von La Spezia lädt zum Urlauben ein, es hätte aber durchaus noch mehr Lokalkolorit geben können, die Landschaftsbeschreibungen sind eigentlich zu dürftig ausgefallen.
Ich freue mich jedenfalls schon auf den Nachfolgekrimi, der schon im Kopf von Bonetto herumgeistert.
Das Echo vom Alpenrand
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Abschied auf Italienisch
von Andrea Bonetto
Aus einer gewissen Müdigkeit heraus, lässt sich Commissario Vito Grassi, nachdem er das Rustico seines Vaters geerbt hat, von Rom nach Ligurien versetzen. Damit, dass er es dort gleich mit einem Mordfall zu tun bekommt, hat er genauso wenig gerechnet, wie mit dem Gefühl nach langen Jahren endlich Frieden mit seinem Vater schließen zu können. Viel Zeit seinen Gefühlen nachzuhängen hat er allerdings nicht, denn die Ereignisse überschlagen sich. Und dann ist da noch die Sache mit seinem missglückten Einstand, die er unbedingt ausbügeln muss, wenn er hier tatsächlich Fuß fassen möchte.
FAZIT
Ein gelungener Auftakt zu einer neuen Serie, mit einem Commissario den man unbedingt im Auge behalten sollte.
Babsi_Ha
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Abschied auf Italienisch
von Andrea Bonetto
Das Buch ABSCHIED AUF ITALIENISCH – Ein Ligurien-Krimi von Andrea Bonetto handelt vom Kriminalermittler Vito Grassi, welcher nach dem plötzlichen Tod seines Vaters einen großen Entschluss trifft. Er entscheidet sich seine Familie in Rom für eine Zeit zu verlassen und in die Cinque Terre zu übersiedeln, in das Haus seines Vaters, welches dieser eigenhändig renoviert und sein ganzes Herzblut hineininvestiert hat. Auch seine Dienststelle kann er kurzfristig dorthin verlegen. Dort angekommen trifft er unerwartet im Haus seines Vaters auf Toni, den Namen hatte er zuvor schon öfters von seinem Vater gehört. Was er aber nicht wusste, dass Toni eine Frau ist und auch im Haus seines Vaters lebt. Kaum angekommen und nicht mal seine neue Dienststelle betreten, taucht schon die erste Leiche auf, es wird von einem Unfall ausgegangen. Vito Grassi sieht das aber anders und bringt aufgrund seines Gespürs die Unfalltheorie ins Wanken. Eine Mordermittlung kommt in Gange die Vito leiten soll. Schon nach kurzem kommt es zum zweiten Leichenfund, in der Nähe vom Haus seines Vaters. Erst langsam, dann aber rasant, kommen die Ermittlungen ins laufen.
Ich finde Vito Grassi ist ein toller Ermittler, er hat das richtige Gespür und lebt für seine Arbeit. Wenn es um etwas geht lässt er alles liegen und stehen und ist voll im Einsatz. Seine neue Partnerin Ricci wirkt äußerst sympathisch und trotz ihres jugendlichen Erscheinens wie für diesen Job gemacht. Ich dachte anfangs, dass es öfters zu Reiberein zwischen den Beiden kommen wird, dem war aber nicht so, sie hatten sich schnell gut zusammengerauft.
Die Handlung in Ligurien hat mir die Landschaft der Cinque Terre nähergebracht. Ich hatte ein tolles Bild von der Küste und der Umgebung und fühlte mich direkt in die Geschichte hineinversetzt.
Der Schreibstil war für mich super flüssig und einfach zu lesen, ich hatte keine Passage die ich ein zweites Mal lesen musste. Die Kapitel hätten ab und zu ein bisschen kürzer sein können, aber das ist ja Geschmackssache. Ich mag es Kapitel abzuschließen bevor ich das Buch weglege, was bei mir öfters der Fall ist, wenn ich zwischendurch lese.
Alles in allem war ich gefesselt von der Geschichte, das Buch ist wie ein Krimi sein soll. Ich kann es nur weiterempfehlen. Den nächsten Teil dieser Reihe werde ich mir mit Sicherheit zulegen.
brauneye29
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Abschied auf Italienisch
von Andrea Bonetto
Zum Inhalt:
Sein Revier hat der Commissario Vito Grassi aber so was von im Griff, aber privat? Als der Vater plötzlich stirbt und er sein Haus in Ligurien erbt, geht er kurzentschlossen in die Provinz. Und da gibt es gleich zwei Morde aufzuklären und mit seiner jungen, neuen Kollegin hat er nicht gerade einfach. Und dann gibt es auch die Mitbewohnerin seines Vaters, die überhaupt nicht daran denkt, dass Haus zu verlassen.
Meine Meinung:
Gerade aus dem Italienurlaub zurück gekommen ist das natürlich genau das richtige Buch, da man das Italienfeeling noch spürt. Mir haben die Protagonisten hier sehr gut gefallen. Grassi war mir gleich sympathisch, aber auch Toni hat mir richtig gut gefallen. Insgesamt hatte das Buch interessante Protagonisten und spannende, unterhaltsame Geschichte, die förmlich nach Fortsetzung schreit. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
Fazit:
Hat mir gut gefallen
Tara
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Abschied auf Italienisch
von Andrea Bonetto
„Abschied auf italienisch“ ist der erste Fall für Commissario Vito Grassi des in Italien lebenden deutschen Autors Andrea Bonetto.
Commissario Vito Grassi lebt und arbeitet in Rom. In seinem Privatleben läuft es nicht so richtig rund. Als sein in Ligurien lebender Vater verstirbt und er dessen Haus erbt, nutzt er die Gelegenheit und lässt sich beruflich dorthin versetzen. Die wundervolle Landschaft, der Garten seines Vaters sind ein Traum. Um den Garten kümmert sich Toni, mit der sich Vito so einige amüsante Dialoge liefert.
Es dauert auch nicht lange, bis die erste Arbeit auf den Commissario zukommt. Was zunächst nach einem Unfall mit Todesfolge aussieht, erweist sich nach der Obduktion als Gewaltverbrechen.
Ich mochte den flotten Schreibstil des Autors und bin direkt in die Atmosphäre Liguriens abgetaucht. Dafür sorgen zum einen die tollen landschaftlichen Beschreibungen, aber auch die kulinarischen Genüsse haben dazu beigetragen.
Vito ist ein eigenwilliger, manchmal ein wenig ungeduldiger Protagonist, dessen Ermittlungsarbeiten ich gerne verfolgt habe. Mit den Vorschriften nimmt er es nicht immer so genau und sein Verhalten ist ebenfalls alles andere als diplomatisch. Trotzdem ist er mir nicht unsympathisch. Nebenbei erfahren wir noch einiges über sein Privatleben.
Auch die übrigen Charaktere sind gut gezeichnet. Die Zusammenarbeit zwischen Vito und seiner jüngeren Kollegin Ricci ist nicht gerade einfach, da die beiden so unterschiedlich sind. Aber genau das und die zahlreichen italienischen Ausdrücke machen diesen Krimi lebendig und verleihen ihm ein italienisches Flair, das beim Lesen einfach Spaß macht.
Mir hat der erste Fall von Commissario Vito Grassi richtig gut gefallen, da er alles hat, was ein guter Krimi benötigt: Spannung, gelungene Charaktere, die Atmosphäre Liguriens und ein wenig Humor. Wer sich gerade nach fesselnder Unterhaltung oder Urlaub in Italien sehnt, der liegt mit diesem Buch richtig.
heinoko
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Abschied auf Italienisch
von Andrea Bonetto
Kriminalromane, die in mir unbekannten Gegenden spielen, mag ich sehr. Ligurien war mir bislang völlig fremd. Im Internet holte ich mir das nötige Wissen rund um diesen Landstrich und durch Fotos zusätzlich einen visuellen Eindruck. Mit dieser Vorbereitung konnte ich sehr viel besser die beeindruckenden Landschaftsschilderungen im Buch nachvollziehen: Häuser, die an Felskanten kleben, mit winzigen Gärten, dem Fels abgetrotzt. Wirklich etwas ganz Besonderes, diese Reise nach Ligurien, die ich mit Andrea Bonetto unternehmen durfte.
Commissario Vito Grassi verlässt seine Dienststelle in Rom. Er hatte sich in die Provinz versetzen lassen, denn sein Vater, zu dem er relativ wenig Kontakt hatte, war gestorben und hatte ihm das über Jahre hinweg selbst gebaute Landhaus in Ligurien vererbt, ein Haus mit atemberaubender Aussicht auf die Küste der Cinque Terre. Im Haus findet er Toni vor, eine streitbare Mitbewohnerin des Vaters, die sich bislang um das Anwesen und wohl auch um den Vater gekümmert hatte und keine Absichten zeigt auszuziehen. Zwei Morde halten den Commissario sofort in Trab. Zusammen mit seiner neuen jungen Kollegin muss Vito Grassi seine besonderen Fähigkeiten unter Beweis stellen und tritt dabei in so manches Fettnäpfchen.
Dieser erste Band einer neuen Kriminalroman-Reihe rund um den feinfühligen Commissario Vito Grassi nahm mich von Anfang an gefangen, denn die Lektüre ließ mich einen Krimi entdecken, wie ich ihn liebe: Viel Lokalkolorit, was farbig und atmosphärisch intensiv geschildert wird. Dazu psychologisch nachvollziehbar und fein gezeichnete Protagonisten, die ganz ohne die derzeit so oft in Krimis üblichen Traumata auskommen, aber auch keine Überhelden sind, sondern die sich menschlich nah anfühlen und denen man mit Sympathie oder zumindest Verständnis begegnet. So menschelt es auch in den Dialogen unter den Kollegen, die humorvoll und teilweise mit spitzer Zunge geschrieben sind. Wohltuend empfand ich ganz besonders die folgerichtige Erzählweise, die den Spannungsbogen stets aufrecht erhält.
Fazit: Ein ruhiger, durchaus spannender, komplexer, mit viel Lokalkolorit geschriebener Kriminalroman mit einem sympathischen Commissario, von dem ich gerne mehr lesen möchte.
alekto
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Abschied auf Italienisch
von Andrea Bonetto
Commissario Vito Grassi hat von seinem Vater nach dessen Tod ein Haus in Levanto geerbt, das in den letzten Jahren von dessen Leben zu seinem Projekt geworden ist. Aus einer Laune heraus lässt er sich von Rom nach Ligurien versetzen. Dabei stößt Grassi aber schon bei seiner Ankunft auf unerwartete Probleme in Gestalt von seiner neuen Mitbewohnerin Toni, die zusammen mit seinem Vater das Haus auf dessen Grundstück erbaut und einen kleinen Olivenhain angelegt hat, auf Polizisten aber gar nicht gut zu sprechen ist. An deren Verschlossenheit beißt Grassi sich die Zähne aus, muss sich jedoch mit ihr arrangieren, weil sie für ihn die letzte Verbindung zu seinem verstorbenen Vater ist. An seinem ersten Arbeitstag führt ihn sein Weg zur Carabinieri-Station in La Spezia an einem Tatort vorbei. In einem Tunnel wurde die Leiche von Luisa Amoretti, die zusammen mit ihrer Familie einen Agriturismo betrieben hat, aufgefunden. Die Polizei vor Ort geht von einem Unfall aus. Doch Grassi hat da seine Zweifel.
"Abschied auf Italienisch" ist der erste Fall für Commissario Vito Grassi in seiner neuen Wahlheimat Ligurien. Mit Grassi hat Andrea Bonetto einen kantigen Charakter für seine Krimi-Reihe ersonnen, der als Kollege zwar wenig umgänglich ist, auf dessen auf seiner langjährigen Erfahrung basierenden Instinkt aber Verlass ist. Privat hängt er an seinem Roadster und seiner Plattensammlung, ist aber auch einem guten Cafe und Essen gegenüber nie abgeneigt. Im Fall von Luisa Amoretti ermittelt er an der Seite seiner jungen Kollegin Marta Ricci und wird von Rechtsmediziner Penza unterstützt. Dabei fällt Ricci durch ihren extravaganten Kleidungsstil auf, der von irritierend grünen Kontaktlinsen gekrönt wird, und Dottore Penza durch seine unwillkürlichen Pfeifkonzerte, die jede Situation mit der passenden Melodie unterlegen.
Zu Beginn stehen für einen Cosy Crime typische Elemente im Vordergrund. Eine Hauptrolle spielt dabei neben der guten italienischen Küche, die sich sogar in Grassis experimentellen Kochversuchen niederschlägt, sonst aber in den frischen Speisen eines Fischrestaurants, bei köstlichen Antipasti und mehr zeigt, die malerische Schönheit des idyllischen Ligurien. Die lässt sich in der Aussicht vom Grundstück, das Grassi von seinem Vater geerbt hat, oder auf einer Fahrt mit dem Roadster entlang der Küste genießen. Da mir die Gegend von Levanto bis La Spezia zuvor nicht bekannt gewesen ist, habe ich die in der Rückseite des Einbandes enthaltene Karte von Ligurien als hilfreich empfunden.
Humorvolle Szenen ergeben sich bei Andrea Bonetto aus den skurril angelegten Figuren, die doch sympathisch rüberkommen, sowie der Akklimatisierung des Städters Grassi an das Landleben. Letztere verläuft nicht ohne Probleme, wenn Grassi mit dem fehlenden Handynetz, der langsamen Internetverbindung und den nicht vorhandenen Lademöglichkeiten für seinen Roadster zu kämpfen hat. Zu den schrägen Figuren zählt neben Dottore Penza etwa auch Francesco, der im Dunkeln ausgestattet mit einem Nachtsichtgerät und bewaffnet mit einem nicht geladenen Jagdgewehr über Grassis Grundstück schleicht, um Toni zu beschützen.
Da zudem das Kompetenzgerangel der verschiedenen italienischen Polizeiorganisationen im Mittelpunkt steht, dauert das eine ganze Weile, bis die Ermittlung im Fall von Luisa Amoretti in die Gänge kommt. Solange Luisas Tod als Unfall angesehen wird, ist der Capitano der Carabinieri Bruzzone für dessen Untersuchung zuständig. Erst als sich die Hinweise auf ein Verbrechen nicht von der Hand weisen lassen, übernimmt die Polizia di Stato, die durch Grassi und seine neue Chefin Questore Feltrinelli vertreten wird.
Wenn die Ermittlung dann Fahrt aufnimmt, schaltet Andrea Bonetto von seiner eingangs ruhigen Erzählweise ein paar Gänge hoch. Dabei baut er die Handlung seines Krimis logisch auf. Dieser Schreibstil bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass ich insbesondere aufgrund von nur wenigen, unzureichend ausgebauten falschen Fährten den größten Teil der Auflösung recht früh vermutet habe. So konnte mich "Abschied auf Italienisch" in seinem weiteren Verlauf mehr als Drama überzeugen, da die in seinem Kern beinhaltete Geschichte für mich Züge einer klassischen griechischen Tragödie aufgewiesen hat. Die Abgründe, die sich im Leben der daran beteiligten Figuren aufgetan haben, hat Andrea Bonetto glaubhaft für mich werden lassen.
Leider ist es dem Autor nicht gelungen, die unterschiedlichen Teile seines Romans zu einem in sich stimmigen Ganzen zusammenzufügen. Denn der Krimi beginnt als ein um Lokalkolorit angereicherter Cosy Crime, um dann als intensives Drama, das seine Tragik aus der Fallhöhe seiner Figuren bezieht, zu enden. Indem ich den Schluss dieses Buchs als stärker als dessen Einstieg, der für meinen Geschmack ein wenig langatmig ausgefallen ist, empfunden habe, hätte ich mir gewünscht, dass "Abschied auf Italienisch" sich auf das Drama konzentriert und auf den Großteil seiner Cosy Crime-Elemente verzichtet hätte. Davon hätte ich nur die besondere Kulisse der malerischen Küste Liguriens beibehalten, weil diese ein ungewohnter, zumindest mir zuvor nicht bekannter Schauplatz ist, der einen interessanten Kontrast zu den dort aufgefundenen Leichen bildet. Um den düsteren Unterton, der im späteren Verlauf dieses Krimis mehr hervortritt, zu betonen, hätte sich angeboten etwa dem über dem Totenbett seiner Mutter zwischen Grassi und seinem Vater eskalierenden Konflikt und Grassis Verwicklungen in Mafia-Fälle während seiner Zeit als Polizist in Rom mehr Raum zu geben.
