Kundenrezensionen
Tappeiner Elisabeth aus der Athesia-Filiale in Schlanders
empfiehlt:
Pause
von Lena Kupke
Nach einigen Schicksalsschlägen landet Hanna in ihren 30ern wieder zu Hause bei ihren Eltern im beschaulichen Lüneburg. Sich damit anzufreunden, dass Heilung Zeit – und die Hilfe anderer Menschen – benötigt, tut sie sich nicht ganz leicht. Doch die Auseinandersetzung mit ihrer Familie und ihrer Trauer, bringt Hanna wieder näher zu sich selbst.
Kupkes Figuren sind so nahbar und echt, dass man sie für die eigenen Nachbarn und Freunde halten kann. Absolute Leseempfehlung.
Niko
empfiehlt:





Pause
von Lena Kupke
Hanna, die Protagonistin aus Lena Kupke’s Roman „Pause“, kehrt nach einer Panikattacke von Berlin nach Lüneburg zurück, wo ihre Eltern und Geschwister leben. Sie versucht weiterzumachen, ihr Leben weiterzuleben, ohne Hilfe von außen zu bekommen, als es nichts passiert wäre. Doch das ist nicht so leicht und sie muss endlich akzeptieren, dass sie erst eine Pause braucht.
Lena Kupke’s Buch beschreibt den ganzen Prozess, ab dem Zeitpunkt, wo die Dinge nicht mehr zusammenhalten, bis Hanna endlich Frieden mit sich selbst macht und die Heilung möglich wird. Die Autorin lässt die LeserInnen an allen Selbstgesprächen der Protagonistin teilzunehmen und ihre Gedanken und Hoffnungen kennenzulernen. Die wichtigsten Menschen in Hanna’s Leben sind ihre Familie, ihre Schwester und die Eltern. Alle Charaktere haben für mich authentisch gewirkt. Auch wenn niemand so ist, wie Hanna vielleicht bräuchte oder sich gewünscht hätte, sie lieben sich als Familie und halten zusammen auch in den schweren Zeiten.
Das Hörbuch ist von Autorin selbst vorgelesen. Am Anfang musste ich mich an der Stimme gewöhnen, doch nach einer Zeit sah ich wie viel Wärme und Zuneigung die Autorin ihrer Protagonistin einbringt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Lena Kupke erzählt überraschend lustig über ein schweres, aber heutzutage sehr gewöhnliches Thema, psychische Gesundheit und wie man nach einem Zusammenbruch heilen kann.
Martina Schmidt
empfiehlt:





Pause
von Lena Kupke
„Die Millisekunde vor der Bewusstlosigkeit, in die man hineingleitet, in diesen Pausenraum, fühlt sich wie eines der schönsten Gefühle an, wie etwas, das ich ganz lange herbeigesehnt habe, alles ist dann friedlich, es gibt kein Müssen mehr, keine Sorgen, kein Scheitern, keinen Ehrgeiz, keine Katastrophen, keine Verluste, keinen Schmerz, nur Ruhe.“ S. 65
Inhalt:
Hanna überkommt eine Panikattacke und ist gezwungen die nächste Zeit bei ihren Eltern zu verbringen. Doch wie soll ihr das helfen mit 36 Jahren wieder unter einem Dach mit ihren Eltern zu leben als wäre sie wieder ein Teenager? Irgendwie muss sie es schaffen zu heilen, ihre Familie neu wahrzunehmen und eine frische Liebe in ihr Herz zu lassen.
Cover:
Das Cover fällt durch die orange Farbe auf. Durch die Person im Pyjama und dem Titel kann man schon vermuten, worum es geht.
Meine persönliche Meinung:
Das Buch nimmt einen gleich mit hinein in die Situation und man wird sofort warm mit der Protagonistin. Besonders gut hat mir gefallen, dass Hanna als Person immer im Vordergrund stand. Alle Beziehungen sind ein Teil von ihr, aber nehmen niemals überhand oder werden gelöst. Auch die neue Liebe bleibt bis zum Schluss offen wie sehr sie sich darauf einlässt und es wird nicht zu einer rasanten Liebesgeschichte. Hanna mit ihrer Erschöpfungsdepression, ihren Gedanken, ihren Missgeschicken und Zweifeln war zentraler Punkt des Buches. Das macht es auch so authentisch. Nicht alles lässt sich lösen oder ändern, nicht sofort ist man über eine Krise hinweg und muss erst langsam heilen. Diese ganze Situation ist sehr realistisch geschrieben und trotzdem schwingt Humor in Form von Sarkasmus mit. So lockert es das schwere Thema auf, nimmt ihm aber nicht den nötigen Ernst.
Fazit:
Ein ehrliches Buch erzählt von einer Frau mitten in einer Erschöpfungsdepression mit allen Höhen und Tiefen.
M
empfiehlt:





Pause
von Lena Kupke
Lena Kupke erzählt in ihrem Debüt Roman Pause über die 36 jährige Hanna. Nach einem plötzlichen Zusammenbruch und einem Krankenhausaufenthalt muss Hanna wieder bei ihren Eltern einziehen. Dort fühlt sie sich wieder als Kind und fällt in alte Strukturen zurück findet aber auch gleichzeitig Halt in ihrer Familie und beginnt langsam sich mit ihrem Zusammenbruch und den Gründen auseinanderzusetzen und sich neu wieder aufzubauen. Lange erfährt man nicht , welche Schicksalsschläge, die immer nur angedeutet werden, zu Hannahs Überforderung geführt haben. Das Buch liegt mit Einband und Lesebändchen gut in der Hand, das Cover ist passend. Der Schreibstil der Autorin sehr gut zu lesen, die Personen der Geschichte, besonders Hanna habe ich mir sehr gut vorstellen können und direkt ins Herz geschlossen. Ein Buch, das nicht nur sehr gut unterhält, sondern auch Stoff zum nachdenken bietet und nachwirkt.
Gute_Laune
empfiehlt:





Pause
von Lena Kupke
Nach einer heftigen Panikattacke kommt die 36jährige Hanna erst einmal bei ihren Eltern unter, weil weder ihr Freund noch jemand anderes sie in Lüneburg abholen und nach Berlin zurückbringen kann. Sich wieder wie ein Kind zu fühlen, würde ihr gut tun, doch wie ein Kind behandelt zu werden, weniger. Ganz langsam realisiert Hanna, dass ihr gar nichts anderes übrig bleibt und vielleicht ist das ja genau das, was sie jetzt braucht?
Hannas Panikattacken kommen nicht aus heiterem Himmel. Das weiß sie auch, aber sie mag und kann sich nicht mit dem wahren Grund auseinandersetzen. Als sie in ihrem alten Kinderzimmer, das jetzt ihrem Vater als Büro dient, strandet, geraten die Dinge ganz langsam in Bewegung. Lena Kupke hat genial geschildert, wie man selbst mit 36 Jahren plötzlich wieder zum Teenager wird, weil man wieder bei den Eltern lebt. Sie hat in diesem Buch erstaunlich klar eingefangen, wie es Hanna geht, woher ihr Verhalten kommt, wie schwer das alles ist. Einen echten Neuanfang kann man manchmal nur dann schaffen, wenn man regelrecht darauf gestoßen wird. Ob er klappen wird, erfahren wir vielleicht in einem weiteren Buch? Ich fände es sehr schön!
Dies ist kein Liebesroman, obwohl er sehr viel mit Liebe zu tun hat. Doch geht es hier um andere Arten von Liebe viel stärker, als um die Liebe zweier Partner, auch wenn diese mehrfach thematisiert wird. Da ist die Liebe zwischen Lena und ihrem Freund die Liebe zwischen ihren Eltern, die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, die Liebe von Hannas Schwester Sara zu ihrer Lebensgefährtin und die Liebe von Menschen, denen man wichtig ist. Es geht hier aber auch um Selbstbewusstsein, um Ehrlichkeit, um familiäre Verbindungen und um das Loslassen. Dennoch ist das Buch nicht schwermütig, sondern mit super viel Humor und Wortwitz gefüllt. So entsteht Mut und Stärke, die man beide als Leser oder Hörer spüren kann.
Pausen sind wichtig, oft schwer einzulegen, zumal das Leben rings um einen herum eben niemals pausiert. Doch genau da liegt auch der Kern. Eine Pause legt man zwischendurch ein, vorher und hinterher geht es wieder weiter. Und das ist es, was Hanna in ihrer Pause im Elternhaus herausfinden muss. Tolle Lektüre, tiefgründig und doch aufbauend. Ich gebe fünf Sterne!
peppi
empfiehlt:





Pause
von Lena Kupke
Lena Kupkes Debütroman erzählt die Geschichte von Hanna, die nach einem Zusammenbruch gezwungen ist ihr Leben anzuhalten und als erwachsene Frau ins Elternhaus zurückkehrt. Hier hat sie nicht nur mit ihrer eigenen Erschöpfung zu kämpfen, sondern auch mit alten Mustern und familiären Spannungen.
Hanna ist keine Heldin, die sich spektakulär ins Leben zurück kämpft. Sie wirkt glaubhaft.
Der Roman zeigt auch wie schwer es ist als erwachsene Tochter ins Elternhaus zurückzukehren, indem Rollenbilder und Gesprächsverhalten seit Jahrzehnten feststehen. Gut gefällt mir hier, dass die Eltern mit eigenen Grenzen und Ängsten gezeigt werden.
Die Autorin vermeidet melodramatische Selbstgespräche. Sie zeigt Erschöpfung und und Überforderung in alltäglichen Details. Ihr Schreibstil ist klar und sehr beobachtend.
Lest das Buch, es lohnt sich !
marcialoup
empfiehlt:





Pause
von Lena Kupke
Dieses Cover wirkt auf den ersten Blick durch die Farbgebung fast altbacken, aber vielleicht ist es damit auch genau richtig. Die Person sitzt im zu großen Pyjama mit einer Tasse in der Hand und einer Pflanze in der Ecke irgendwie einsam in den Himmel schauend. Sich darauf einlassen lässt PAUSE und das Cover verstehen, und nach der Lektüre noch viel mehr.
Die Protagonistin Hanna bringt sehr nahe, was Panikattacken mit einem machen. Selbst auch schon Erfahrungen damit, weiß ich, wie wichtig ein sicherer Ort ist.
Nach einer intensiven Panikattacke landet Hanna im Krankenhaus, aus dem sie persönlich abgeholt werden soll. Doch keiner ihrer Freunde findet Zeit dazu, dafür viele Ausreden...
Bei der Gelegenheit hinterfragt sie das Wort Freunde...
So bleibt Hanna nichts anderes übrig als von ihren Eltern abgeholt zu werden und weil sie nicht weiß wohin, bleibt sie zunächst in ihrem Elternhaus.
Ganz neu muss sie sich auseinandersetzen mit diesem eingespielten Leben, mit der Art ihrer Eltern und der Tatsache, dass sie mit 36 Jahren wieder in ihre Kindheit rutscht, die automatisch vordergründig wird durch Gerüche, alte Muster, Erinnerungen in den Ecken der Zimmer, Nachbarn und Dorfbewohner, die Hanna schon als Kind kannten und die Anwesenheit ihrer Eltern für die sie immer Tochter bleibt.
Doch auch in der beschützenden Sicherheit ihrer Wurzeln bleiben Panikattacken nicht aus und Hanna wühlt in Vergangenheit und aktuellem Geschehen wie in zwei Welten. Sie verliert ihren Job, ihr Lebensgefährte reagiert locker aber distanziert und man vermutet, dass diese Beziehung in den Seilen hängt...
Manchmal bekommt man das Gefühl, dass Hanna doch nicht so willkommen ist bei ihren Eltern die regelmäßig durch die Blume fragen, wann sie wieder geht.
Hanna lässt viele Tränen laufen, die einfach so kommen und findet sich selbst immer wieder in unterschiedlichen Gemütszuständen vor. Was will sie eigentlich und wo ist ihre Zukunft, wo sind ihre Ziele?
Mich überrascht der Schreibstil der Autorin positiv! Auf gelassene Art bringt sie uns die Charaktere ohne Umwege nahe, jeder entwickelt seine eigene Sympathie, die Echtheit der Szenen wirkt nach und der Umgang mit allem und jedem ist ungezwungen.
Die Geschichte ist ehrlich, hoffnungsvoll und mit einem Schmerz behaftet, der heilen soll... Auch Spiegel sind für viele enthalten.
Das Thema Panikattacken wird aufgegriffen und ergänzt durch Kindheit, Eltern, Abgrenzung sowie auch Halt und Zuhause.
Stellenweise ist es etwas langatmig oder mit Szenen besetzt, die mir zu dorftratschig erscheinen.
Dafür gefällt mir das Cover mit jedem Hingucker mehr!
