Kundenrezensionen von Niko





Die Straße
von Robert Seethaler
Robert Seethaler erzählt in seinem neuen Buch Die Straße viele Geschichten, die eines gemeinsam haben: eine Straße, die zeitlos ist und überall sich befinden könnte.
An diesem Ort schildert Seethaler kurze Geschichten sowie kürzere oder längere Momente aus dem Leben der Bewohner. Manche Geschichten sind ausführlicher, sodass man sich die Charaktere besser vorstellen kann, andere sind sehr kurz.
Sehr interessant finde ich, wie der Autor so viele Themen auf einer einzigen Straße unterbringen kann. Er erzählt unter anderen von Leben und Tod, Liebe und Verlust, Einsamkeit und Zugehörigkeit. Der Autor ist ein sehr guter Beobachter; er findet immer das, was gerade im Leben gewöhnlicher Menschen passiert.
Der Schreibstil ist zwar flüssig, man muss sich jedoch schnell daran gewöhnen, wann die Geschichte eine andere Richtung einschlägt, da dies im Buch sehr schnell und häufig geschieht.
Insgesamt ein gutes Buch, das ich gerne weiterempfehlen kann. Aus so vielen Kleingeschichten werden sicherlich einigen in Erinnerung bleiben.





Pause
von Kupke Lena
Hanna, die Protagonistin aus Lena Kupke’s Roman „Pause“, kehrt nach einer Panikattacke von Berlin nach Lüneburg zurück, wo ihre Eltern und Geschwister leben. Sie versucht weiterzumachen, ihr Leben weiterzuleben, ohne Hilfe von außen zu bekommen, als es nichts passiert wäre. Doch das ist nicht so leicht und sie muss endlich akzeptieren, dass sie erst eine Pause braucht.
Lena Kupke’s Buch beschreibt den ganzen Prozess, ab dem Zeitpunkt, wo die Dinge nicht mehr zusammenhalten, bis Hanna endlich Frieden mit sich selbst macht und die Heilung möglich wird. Die Autorin lässt die LeserInnen an allen Selbstgesprächen der Protagonistin teilzunehmen und ihre Gedanken und Hoffnungen kennenzulernen. Die wichtigsten Menschen in Hanna’s Leben sind ihre Familie, ihre Schwester und die Eltern. Alle Charaktere haben für mich authentisch gewirkt. Auch wenn niemand so ist, wie Hanna vielleicht bräuchte oder sich gewünscht hätte, sie lieben sich als Familie und halten zusammen auch in den schweren Zeiten.
Das Hörbuch ist von Autorin selbst vorgelesen. Am Anfang musste ich mich an der Stimme gewöhnen, doch nach einer Zeit sah ich wie viel Wärme und Zuneigung die Autorin ihrer Protagonistin einbringt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Lena Kupke erzählt überraschend lustig über ein schweres, aber heutzutage sehr gewöhnliches Thema, psychische Gesundheit und wie man nach einem Zusammenbruch heilen kann.





Das Buch der verlorenen Stunden Roman ¦ 'Dieses Debüt ist ein Lese-Fest für alle, die sich gern mit Büchern wegträumen.' Brigitte. Gebunden.
von Gelfuso Hayley
„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Hayley Gelfuso.
Ich möchte da unbedingt die Gestaltung loben. Sowohl die Umschlagfolie als auch das Hardcover sind wunderschön in passenden Farben gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich gut, berührend, bildhaft und sehr atmosphärisch. Die Autorin legt großen Wert auf kleine Sprüche, die eine große Wirkung haben. Die Geschichte ist emotional und verfolgt zwei Erzählstränge, die sich am Schluss wieder vereinen.
Die 11jährige Lisavet wird im Jahr 1938, in der Kristallnacht, von ihrem Vater, ein jüdischer Uhrmacher, in einer geheimer Bibliothek versteckt. Lisavet wird langsam erkennen, dass das ein Ort außerhalb der Zeit und Raum ist und ist bewahrt von Zeithütern, die entscheiden können, welche Erinnerungen in Bücher aufbewahrt und welche ausgelöscht werden. Diese Idee hat mich sofort fasziniert und gibt dem Buch eine magische Atmosphäre.
Auf einer anderen Ebene kennen wir Amelia, Moira und Ernest im Jahr 1965 und wir bekommen langsam Hinweise, wer die anderen Charaktere sind und was zwischen 1938 und 1965 passiert ist. Dieser Teil hat ein eiliges Tempo, war spannender und hat sich für mich wie ein Thriller angefühlt.
Ich fand die Charaktere in diesem Buch glaubhaft und konnte ihre Entscheidungen gut nachvollziehen. Sehr interessant habe ich gefunden, wie man für die gleiche Figur in unterschiedlichen Situationen unterschiedliche Gefühle entwickeln kann.
Das zentrale Thema des Buches sind die Erinnerungen und rund um dieses Thema wird sehr viel philosophiert: wer entscheidet was wir uns erinnern, gehören die Erinnerungen uns selbst oder sind Teil der Gemeinschaft, wo alle Zugriff haben dürfen, wie ethisch ist es, Erinnerungen zu manipulieren, was passiert mit der Geschichte, wenn die Erinnerungen manipuliert werden, wie stark können wir uns an Erinnerungen verlassen, usw. Ich finde dieser philosophischen Teil, den historischen Hintergrund, den Zweiten Weltkrieg, sehr passend.
Es werden auch andere Themen besprochen, wie Identität, Zeit, Liebe, Familie, Geschichte und die Macht von Geschichten.
Es gibt Zeitsprünge und zwei Erzählstränge, man muss sich zurechtfinden, wo man in Raum und Zeit im Buch ist und dann ist man mit vielen Fragen konfrontiert. All das macht das Buch etwas anspruchsvoll, aber genau deshalb finde ich das Buch lesenswert.
Fazit:
Mir hat das Buch besonders gut gefallen, auch wenn ich von Genre es nicht gut einordnen konnte. Das Buch eignet sich gut für alle, die Fantasy Geschichten mit historischem Hintergrund mögen und für alle, die Geschichten mit Tiefe mögen, die Fragen stellen und nachdenklich machen. Aus meiner Seite bekommt das Buch auf jeden Fall 5*+





Medea
von Rosie Hewlett
Rosie Hewlett schafft mit ihrem Buch "Medea" eine kraftvolle, moderne und feministische Neuerzählung der Geschichte einer umstrittenen Figur der griechischen Mythologie.
Das Buch ist aus Medeas Ich-Perspektive geschrieben und man kann leichter ihre Gedanken und Gefühle verstehen. Der Schreibstil ist lebendig, kraftvoll und emotional, was Medea sehr Nahe wirken lässt. Die Sprache ist kraftvoll, damit gibt die Autorin ihrer Protagonistin eine eigene Stimme in einer patriarchalischen Welt und zeigt, wie die Frauen behandelt werden, teilweise leider auch heutzutage noch.
Hewlett stellt nachdenkliche Fragen, wie zum Beispiel "Was, wenn Medea nicht das Monster ist, sondern das Produkt einer patriarchalen Welt, die sie verrät und missbraucht?" und stellt Medeas Image als Kindsmörderin in Frage, wie viel aus dem griechischen Mythos wahr ist?
Eine große Rolle spielt die Magie, aber Hewlett sieht die Magie nicht als Dämonisierung, sondern zeigt sie als Wissensträgerin.
Auch wenn die Sprache sehr modern ist, die Autorin schafft eine stark mythologische Atmosphäre, was mich begeistert hat.
Fazit:
Das Buch ist fesselnd von Anfang an und ich war bis zum Schluss gut unterhalten. Ich würde das Buch vor allem allen weiterempfehlen, die an griechischer Mythologie, neu, in einer modernen Sprache, erzählt und mit starken weiblichen Charakteren interessiert sind. Das Buch ist eine spannende Lektüre auch wenn man wenig oder kein Vorwissen in der griechischen Mythologie hat.





Der brennende Garten
von V. V. Ganeshananthan
Der Roman „Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan wurde 2024 mit dem Women's Prize for Fiction und dem Carol Shields Prize geehrt.
„Der brennende Garten“ erzählt die bewegende Geschichte der jungen Tamilin Sashi, die in den 1980er Jahren in Jaffna, Sri Lanka, lebt und davon träumt, Ärztin zu werden. Der Bürgerkrieg in Sri Lanka bricht aus und reißt ihre Familie auseinander, zwei ihrer Brüder und ihr Jugendfreund schließen sich den Tamil Tigers an. Sashi kämpft auf ihre eigene Weise für Gerechtigkeit und muss schließlich ins Exil nach New York.
V. V. Ganeshananthan schreibt mit einer ruhigen Stimme und mit viel Tiefgang. Man lernt aus dem Buch sehr viel über die Geschichte Sri Lankas, aber gleichzeitig vergießt V. V. Ganeshananthan nicht die Geschichte mit viel Empathie zu erzählen.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Sashi erzählt, was dem Roman eine besondere Intimität und emotionale Tiefe verleiht.
Das Buch behandelt viele ernsten Themen. Es wird thematisiert, wie junge Menschen radikalisiert werden, wie sie in politische Bewegungen geraten und was das für ihre Angehörigen bedeutet. Es wird sehr gut beleuchtet und was Migration bedeutet, wie das Leben zwischen zwei Welten möglich ist.
„Der brennende Garten“ von V. V. Ganeshananthan ist ein meisterhaftes Werk, das keine leichte Lektüre ist. Der Roman ist bewegend, literarisch stark und von großer gesellschaftlicher Relevanz.





Heimat
von Hannah Lühmann
Der Roman "Heimat" von Hannah Lühmann erzählt die Geschichte von Jana und ihrer Familie, die auf Land ziehen und an einer idyllisches Leben hier träumen.
Zum dritten Mal schwanger, kündigt Jana ihr Job in der Stadt und lebt nun nur im Vorstadt, wo sie neue Freundinnen findet. Sie merkt nicht wie, langsam aber sicher, ihre Ideen von den neuen Freundinnen beeinflusst werden. Die Atmosphäre ist am Anfang idyllisch und im Laufe des Buches wird alles bedrückender.
Der Schreibstill ist flüssig und die Geschichte war die ganze Zeit spannend. Die Atmosphäre habe ich ständig zweideutig gefunden, man glaubt man hat Freunden gefunden, man rückt aber sehr leicht in Extremen. Diese Veränderung spürt Jana nicht an sich selber, obwohl sie ist die, die sich verändert hat, sondern sie spürt nur die Entfremdung von Noah, ihr Mann, der im Laufe des Bucher sich gar nicht verändert hat.
Das Buch ist ein gutes Spiegelbild der heutiger Gesellschaft. Wenn man naiv genug ist und die Sachen nicht gut genug hinterfragt, rücks man in Extreme schneller als man glauben kann.
Für mich war "Heimat" von Hannah Lühmann ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehlen kann.





Eden
von Jan Costin Wagner
Ich fand den Klappentext zu „Eden“ von Jan Costin Wagner sehr spannend.
Nach dem abgesagten Taylor-Swift-Konzert in Wien 2024 und dem Amoklauf 2025 in Graz dachte ich, es wäre passend, ein Buch wie „Eden“ zu lesen. Persönlich hatte ich mit beiden Ereignissen wenig zu tun – das Konzert in Wien wurde abgesagt, wodurch vielen zum Glück eine Tragödie erspart blieb, und Graz liegt nahe an meinem Wohnort, weshalb sich das Ganze vielleicht noch bedrückender anfühlte, obwohl ich direkt in keiner Weise betroffen war.
So las ich „Eden“ mit großem Interesse und vielen Erwartungen.
Das Hauptthema des Buches ist, wie man mit einem großen Verlust – einem Familiendrama – umgehen kann, wie man solche Ereignisse verarbeitet und wie das Leben danach weitergehen kann. Sofie, die 12jährige Tochter von Markus und Kerstin Stenger, wurde bei einem Anschlag während eines Ariana-Grande-Konzerts getötet, für das sie überraschend Tickets von ihrem Vater bekommen hatte. Für Sofies Familie und Freunde ist das kaum zu verkraften, und jede*r geht auf eigene Weise mit dem Drama um. Ich finde, der Autor hat hier gute Arbeit geleistet (dafür die zwei Sterne aus meiner Bewertung) und sehr eindrucksvoll gezeigt, dass beide Elternteile zwar gleich stark betroffen sind, jedoch sehr unterschiedlich mit dem Verlust umgehen. Diesen Teil des Buches konnte ich sehr gut nachvollziehen, und ich hätte mir gewünscht, dass sich das Buch stärker auf genau diese Themen konzentriert.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Der Autor verwendet kurze Sätze, wodurch sich die Geschichte etwas abgehackt anfühlt. Es gibt einige Wiederholungen, und der Satz „Lächeln ist wichtig“ taucht sehr häufig auf – oft im starken Kontrast zu den übrigen Geschehnissen im Buch. Zwar war dies offensichtlich eine bewusste Entscheidung, allerdings fand ich diesen Satz nicht in jeder Situation passend.
Die Kapitel sind abwechselnd aus der Perspektive verschiedener Figuren erzählt, allerdings in der dritten Person, was eine gewisse Distanz zwischen den Charakteren und der Leserin bzw. dem Leser schafft. Auch aufgrund dieser Erzählweise war für mich nicht immer klar, ob das Buch eher für Erwachsene oder für ein jüngeres Publikum gedacht ist.
Die Charaktere sind teilweise oberflächlich dargestellt. Kerstin, Sofies Mutter, trauert auf ihre Weise, verfügt aber über erstaunlich viel Kraft, um sich um ihre demenzkranke Mutter zu kümmern – bis sie eines Tages plötzlich nicht mehr weitermachen kann. Die Kinder, Sofie und Tobias, sind zwölf Jahre alt. Sie halten Referate über Donald Duck, spielen mit Duplo-Steinen und kümmern sich gleichzeitig um Erwachsene. Sofies Freude über das Konzert habe ich nicht gespürt, da sie sich die ganze Zeit Sorgen um Tobias’ Referat gemacht hat. Alle anderen Figuren werden sogar noch oberflächlicher präsentiert.
Was mich an diesem Buch jedoch am meisten gestört hat, waren die unglaublich vielen Themen, die nur oberflächlich angerissen wurden. Von der Darstellung „Muslime sind immer schuld“ über Nationalsozialismus, die Corona-Pandemie, Remigration bis hin zu der Frage, was Menschen im Falle einer Demenzerkrankung verheimlicht wird – all das findet sich in diesem Buch.
Ich habe den Eindruck, dass es in diesem Buch kein „Grau“ gibt – alles wird entweder schwarz oder weiß dargestellt. Sofies Familie erscheint heil und steht im klaren Kontrast zu Tobias’ Familie, in der scheinbar alles schiefläuft. Der Attentäter Ayoub ist Muslim, und in den Augen von Markus Stenger ist nicht nur Ayoub selbst schuldig, sondern auch dessen Familie. Markus nimmt Kontakt zu Ayoubs Angehörigen auf, und mein Eindruck war, dass sein einziger Beweggrund darin bestand, sich davon zu überzeugen, dass alle – insbesondere die Männer – aus dieser Familie schuldig seien.
In einem Abschnitt über Ayoub versucht der Autor, die Gründe für seine Radikalisierung zu beleuchten. Alles, was in diesem Zusammenhang erzählt wird, wird auch über den Attentäter aus Graz berichtet – der allerdings kein Muslim war. Das lässt mich fragen: Musste der Attentäter in diesem Buch unbedingt Muslim sein? Was war der Zweck dieser Entscheidung, wenn ein so sensibles Thema nicht wirklich tiefgründig oder ausgewogen aufgearbeitet wurde?
Fazit:
Das Buch ist zu kurz, um so viele Themen angemessen zu behandeln. Auch wenn sich unsere Gesellschaft heute mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sieht, ist das für mich kein Grund, so viele Aspekte zusammenzutragen und lediglich Schlagworte in einen Topf zu werfen. Es handelt sich dabei um durchweg sehr sensible Themen, bei denen die Haltung des Autors mal gar nicht erkennbar ist – und mal in einem fragwürdigen Licht erscheint.





Das Geschenk
von Gaea Schoeters
Ich habe das Buch "Das Geschenk“ von Gaea Schoeters in einem Rutsch gelesen. Das Buch ist unglaublich toll geschrieben, so realistisch, wenn man im Hinterkopf behält, dass es hier nicht um Elefanten geht, und gleichzeitig ironisch.
Ich war einfach von Anfang an an das Buch gefesselt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
In nur knapp über 100 Seiten packt die Autorin Gaea Schoeters hochaktuelle Themen ironisch anzusprechen. Man lacht, stimmt zu, um am Schluss bleibt man doch ratlos zurück.
Das ganze Buch ist ein Gedankenexperiment: Deutschland bekommt über Nacht 20.000 Elefanten von den Präsidenten von Botswana. Die Autorin schafft mit viel Humor zu zeigen, wie politische Entscheidungen getroffen werden und was eine Entscheidung mit sich bringt. Ich habe so oft gelacht und gleichzeitig mir gedacht... es ist so wahr...
"Das Geschenk“ von Gaea Schoeters ist eins der Bücher, die man lesen muss - es wurde geschrieben, um es unbedingt gelesen zu werden.





Der Barmann des Ritz
von Philippe Collin
„Der Barmann des Ritz“ von Philippe Collin ist ein historischer Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht.
Die Hauptfigur ist Frank Meier, der berühmte Barmann vom Hotel Ritz in Paris.
Das Cover finde ich sehr passend für das Buch. Man ist gleich mit dem Gedanken im Hotel, wo alles leuchtet und im Background der Barmann, der sich zwischen zwei Welten befindet: auf einer Seite die Creme de la Creme der Gesellschaft und auf der anderen Seite seine Kollegen, die oft das gleiche Schicksal teilen. Der Barmann hört viel Information, manchmal mehr, als für ihn gut ist.
Das Buch erzählt abwechselnd zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wie Paris von Nazis besetzt wird und anhand von Meiers Tagebucheinträge, sein Werdegang. Die Tagebucheinträge sind auch fiktiv, die beleuchten aber sehr gut das Innenleben vom Frank Meier.
Obwohl es keine großen persönlichen Emotionen, sondern durchgehend eine ruhige Erzählweise gibt, habe ich den Roman extrem spannend gefunden. Meier ist ein Beobachter und so bekommen wir auch sehr viel mit, was im Paris des Zweiten Weltkrieges passiert ist. Außer Meier sind viele fiktive Charaktere. Wichtig ist, finde ich, dass man einen guten Eindruck bekommt, wie bedrückend die Atmosphäre in diesen Zeiten war.
Ich habe den historischen Roman „Der Barmann des Ritz“ von Philippe Collin sehr gut gefunden. Wer an Geschichten aus dem Zweiten Weltkrieg, wo die Protagonisten extrem viel Mut beweisen mussten, an Spionage und Widerstand interessiert ist, wird sich über das Buch freuen.
Aus meiner Seite eine große Empfehlung!





We Burn Daylight
von Bret Anthony Johnston
"We Burn Daylight" von Bret Anthony Johnston basiert auf einer wahren Begebenheit, der Tragödie von Waco im Jahr 1993, bei der das FBI das Anwesen der religiösen Sekte Branch Davidians stürmte. Der Roman verfolgt die wahre Geschichte von Waco, die Charaktere, Lamb, Jaye und Roy, sind aber fiktiv.
Jaye und ihre Mutter machen sich auf nach Waco, Texas, um sich der Glaubensgemeinde des charismatischen und gefährlichen Anführers Lamb anzuschließen. Lamb ist zwar charismatisch, aber gewalttätig und sehr gefährlich und ist schon im Visier des FBIs. Jaye kennt den Sheriffs Sohn, Roy, und zwischen ihnen wächst eine tiefe Verbindung, nur leider geraten sie zwischen zwei Welten, die gegenseitig kämpfen.
Das Buch wird aus mehreren Perspektiven erzählt: Roys, Jayes und eines Podcast-Interviews. Das fand ich sehr gut gemacht, denn so wurden mehrere Sichtweise beleuchtet.
Die Charaktere sind sehr authentisch und man kann ihren internen Konflikte gut verstehen.
"We Burn Daylight" ist ein packender Roman mit historischen Hintergrund, authentischen Charakteren und ernsten Themen, die nachdenklich machen.
Aus meiner Seite eine klare Leseempfehlung!









