Kundenrezensionen
Nicole Koppandi
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Wut und Liebe
von Martin Suter
Noah und Camilla sind ein Paar, bis sich Camilla aus Vernunft von Noah trennt. Sie liebt ihn nach wie vor, jedoch ist er ein erfolgloser Künstler und sie nicht mehr bereit, für ihrer beider Leben aufzukommen – mit einem Job, den sie gar nicht mag. Sie liebt Noah, aber nicht das Leben mit ihm.
Noah nimmt das nicht hin. Er will um Camilla kämpfen, er liebt sie und möchte sie zurück. In der „Blauen Tulpe“ lernt Noah die Witwe Betty Hasler kennen, deren Mann nach drei Herzinfarkten aufgrund der vielen Arbeit verstorben ist. Schuld daran soll Peter Zaugg sein, der ehemalige Partner von Bettys verstorbenen Mann, da er ihn in den Tod getrieben hätte. Bettys Ansinnen ist nichts anderes als Rache: Peter Zaugg muss vor ihr sterben und sie bietet daher Noah eine Million Schweizer Franken für seinen Tod. Attraktiv für Noah, denn mit Geld könnte er seine Camilla zurückgewinnen und ihr das gewünschte Leben bieten.
Der Roman liest sich nett, hat Wendungen, die ich nicht erwartet hatte, kommt aber keinesfalls an seine „Vorgänger“ ran, Suter hat schon besser geschrieben.
Der blaue Mond
empfiehlt:





Wut und Liebe
von Martin Suter
Als großer Suter Fan wurde ich auch mit dem aktuellen Werk nicht entäuscht. Es geht um nichts geringeres als die Liebe. Und ein bisschen Geld, um zu leben. Aber wenn das Geld nicht reicht bzw. einseitig von der Partnerin Camilla in die Beziehung gebracht wird, weil Noah als freischaffender Künstler schon lange auf Durchbruch wartet, sind Differenzenn vorprogrammiert.
Der Schreibstil ist hervorragend, literarisch, spannend, sachlich, mit Witz und indirekt voller Emotionen.
Zum Glück (oder?) tritt zufällig die ältere Dame Betty in Noahs Leben, scheint sich hier eine kriminelle Lösung aller Geldsorgen anzubahnen? Vor allem das Ende hat es in sich. Komplett unvorhergesehen macht es den Roman einzigartig. Für mich Lesegenuss pur. Der Roman wird auch auf seiner Lesereise im Herbst mit hochkarätiger Besetzung lebendig werden.
Barbara Pernter aus der Athesia-Filiale in Bozen
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Wut und Liebe
von Martin Suter
Noah ist Künstler mit Leib und Seele. Nur leben kann er von seiner Kunst nicht, und seine Freundin Camilla muss für den gemeinsamen Lebensunterhalt aufkommen. Doch Camilla hat sich mehr vom Leben erhofft. Auch wenn sie Noah liebt, trennt sie sich von ihm, um mit einem reichen Mann zusammenzuziehen. Noah will seine verlorene Liebe zurückgewinnen. Dabei könnte ihm eine alte Dame behilflich sein, beziehungsweise das Geld, das sie ihm in Aussicht stellt, wenn er bereit ist etwas für sie zu erledigen.
Martin Suters neuer Roman ist eine spannende Geschichte über Liebe und Rache, bei dem auch die Figuren ganz meinen Geschmack treffen. Auch der Einblick in die Künstlerwelt, und wie schwierig es ist in dieser Szene zu bestehen, fand ich sehr faszinierend. Die zentrale Frage ist aber, wie weit Noah gehen wird, um Camilla zurückzugewinnen. Die Möglichkeit, die ihm geboten wird, ist verlockend. Doch genügen sehr viel Geld und die Sehnsucht nach Liebe, um eine moralische Grenze zu überschreiten? Wie bei jedem guten Thriller gibt es auch hier mehrere Wendungen und der Leser darf sich nie zu sicher sein, denn letztlich kommt dann doch alles anders als man glaubt.
Ulla
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Wut und Liebe
von Martin Suter
Noah und Camilla lieben sich, sie leben zusammen bis aus heiterem Himmel Camilla die Beziehung verlassen will. Sie liebt ihn immer noch, doch sie erhofft sich mehr vom Leben als in ihrem ungeliebten Job den erfolglosen Kunstmaler Noah durchzufüttern. Noah ist am Boden zerstört und sucht in der Kneipe bei einem Mojito Trost. Ebenfalls vor einem Mojito sitzt Betty, seit drei Jahren Witwe. Die Schuld am Tod ihres Mannes gibt sie seinem Geschäftspartner, der ihren Mann bis zur Erschöpfung und mehreren Herzinfarkten hat arbeiten lassen. Dafür soll er büßen. Geld hat sie genug und Noah, der dringend Geld benötigt um Camilla wieder zurück zu bekommen, geht auf ihr unmoralisches Angebot ein.
Wir erleben ein junges liebendes Paar, das an den Alltagssorgen zerbricht, die Sorgen eines Künstlers, nicht gut genug zu sein, um Machenschaften im Kunstbetrieb um fragwürdige Geschäftsmethoden und Racheakte einer alten Frau.
Der Roman ist spannend mit immer wieder neuen Wendungen hervorragend geschrieben, lebhafte Dialoge mit gelegentlichen schweizerischen Ausdrücken und ein überraschendes, unerwartetes Ende stehen für ein rundum gelungenes Buch.
Carmen19994
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Wut und Liebe
von Martin Suter
Martin Suters Wut und Liebe hat mich von der ersten Seite an begeistert. Besonders fasziniert hat mich der feinsinnige und manchmal schalkhafte Wortwitz, mit dem Suter seine Figuren und Situationen lebendig und authentisch gestaltet. Sein Sprachstil ist elegant, dabei aber nie steif – im Gegenteil: Er bringt eine Leichtigkeit ins Buch, die das Lesen zu einem echten Vergnügen macht.
Neben dem sprachlichen Können überzeugt der Roman auch durch eine gekonnte Spannungskurve. Die Handlung entwickelt sich mit einem angenehmen Tempo, das immer wieder überraschende Wendungen bereithält und mich als Leser bis zum Schluss gefesselt hat. Es gelingt Suter, die emotionale Tiefe seiner Charaktere mit einer mitreißenden Story zu verbinden, sodass man sowohl mitfiebert als auch schmunzelt.
Das Ende des Buches war für mich besonders gelungen – überraschend, aber stimmig, und es hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck. Es ist genau diese Mischung aus Humor, Spannung und unerwarteten Entwicklungen, die Wut und Liebe für mich zu einem echten Highlight macht.
Insgesamt ist Martin Suters Roman ein lesenswertes Werk, das mich tief berührt hat und mich gleichzeitig bestens unterhalten konnte. Eine perfekte Lektüre für alle, die intelligenten Humor und spannende Geschichten gleichermaßen schätzen.
nil_liest
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Wut und Liebe
von Martin Suter
Was haben ein mittelloser Künstler, eine karrierebewusste Buchhalterin und eine wohlhabende, alte Dame gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts – doch in Martin Suters neuem Roman Wut und Liebe kreuzen sich ihre Lebenswege in einer Geschichte über emotionale Abhängigkeiten, moralische Abgründe und die verzweifelte Suche nach Kontrolle über das eigene Leben.
Noah ist Anfang dreißig, ein Maler mit Talent, aber ohne wirtschaftlichen Erfolg. Seine Freundin Camilla – Buchhalterin, rational, zukunftsorientiert – trägt die finanzielle Last der Beziehung. Als sie sich trennt, wirkt es wie eine kluge Entscheidung: „Ich liebe dich, aber nicht das Leben mit dir.“ Eine nüchterne Trennung – oder doch eine Flucht vor einem Leben, das nicht den Erwartungen entspricht?
Was folgt, ist keine klassische Liebesgeschichte. Es ist vielmehr ein Roman über das, was nach dem Liebes-Aus bleibt: Wut, Leere, der Drang, sich zu beweisen – und eine fast groteske Hoffnung, durch materielle Sicherheit die Liebe zurückzugewinnen. Genau an diesem Punkt tritt Betty Hasler auf den Plan. Alt, scharfzüngig und reich, bietet sie Noah einen „Deal“ an, der auf Rache basiert – und auf ein Millionenvermögen. Moralisch fragwürdig? Absolut. Doch Suter macht deutlich: In der Grauzone zwischen verletzter Würde und menschlichem Verlangen gibt es selten eindeutige Entscheidungen.
Was Suter in diesem Roman wieder mal gelingt, ist die Balance zwischen psychologischer Tiefe und leichter, eleganter Erzählweise. Die Figuren wirken nie wie Stereotype – oft verwirrend, manchmal töricht, aber immer nachvollziehbar in ihren Widersprüchen. Besonders Noah, der zwischen Hilflosigkeit, kreativer Sehnsucht und wachsender Wut schwankt, entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer tragischen Figur – nicht, weil er scheitert, sondern weil er glaubt, mit dem richtigen Einsatz die Liebe zurückkaufen zu können.
Auch Camilla ist mehr als nur die „kalte Berechnende“. Im zweiten Handlungsstrang gewinnt sie an Profil, versucht sich selbst zu behaupten – und verfängt sich dabei in einer eigenen Spirale aus Täuschung, Ernüchterung und Selbstinszenierung. Das Besondere: Auch sie wird von ihrer Version der Liebe angetrieben, aber in einer ganz anderen Tonlage als Noah.
Zwischen den Kapiteln entfaltet sich allmählich ein Beziehungs- und Gesellschaftsdrama, das sich gegen Ende zu einem fast thrillermäßigen Wirtschaftskrimi zuspitzt. Mit einem Gespür für Tempo und Timing lässt Suter die Handlung Fahrt aufnehmen, verwebt Kunstwelt mit Finanzskandalen, persönliche Niederlagen mit struktureller Ungerechtigkeit. Und dabei bleibt stets die titelgebende Ambivalenz: Wut und Liebe – beide Gefühle bedingen einander, nähren sich gegenseitig, fließen ineinander über.
Anna625
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Wut und Liebe
von Martin Suter
Ich weiß nicht, wie Suter es macht, dass man in seinen Romanen immer direkt mittendrin ist, aber mit "Wut und Liebe" hat er es schon wieder getan.
Dieses Mal geht es um Noah, seines Zeichens Maler mit bisher eher bescheidenem (also gar keinem) Erfolg, und Camilla, seine Freundin, die sich jedoch von ihm trennt, da sie Noah zwar liebt, das Zusammenleben mit ihm aber nicht. Als Noah zufällig die Witwe Betty kennenlernt, die ihm mehr im Scherz als ernstgemeint eine halbe Million dafür bietet, den Mann zu ermorden, den sie für den Tod ihres Ehemannes verantwortlich macht, kommt Noah ins Grübeln - ein Mord wäre moralisch absolut verwerflich, klar, aber mit einer halben Million könnte er problemlos Fuß in der Künstlerszene fassen, und vor allem: Camilla zurückgewinnen.
Was ich an Suter so sehr mag, ist, dass immer dann, wenn man glaubt, die Geschichte durchschaut zu haben, von irgendwo doch noch ein Plottwist daherkommt, der mit einem Mal alles in ganz anderem Licht erscheinen lässt. Das war auch hier wieder der Fall und in meinen Augen die größte Stärke des Romans. Und auch, wenn mich die Handlung dieses Mal nicht zu 100% packen konnte und "Wut und Liebe" für mich ein wenig hinter den bisherigen Romanen zurückbleibt, habe ich die Geschichte von Noah, Camilla und Betty mit all ihren Verstrickungen und verdeckten Intrigen sehr gerne gelesen - Suter kann es irgendwie einfach.
Zwar nicht Suters bester, aber allemal ein lesenswerter Roman!
Sina
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Wut und Liebe
von Martin Suter
Der Name Martin Suter ist vielen Literatur-Fans ein Begriff. Der Schweizer Schriftsteller hat bereits zahlreiche Romane geschrieben und wurde mit Preisen ausgezeichnet. Für mich war »Wut und Liebe« das erste Werk des erfolgreichen Autors.
Noah ist ein mittelloser Künstler, welcher sich von seiner Freundin Camilla aushalten lässt. Als diese es satt hat für seine großen Träume in einem langweiligen Bürojob zu schuften, trennt sie sich.
Kurz darauf lernt Noah die deutlich ältere Betty kennen - eine Witwe mit Rachegelüsten - und erhält ein dubioses Angebot, dass ihm ermöglichen könnte seine große Liebe zurückzugewinnen.
Die Einteilung in kurze Kapitel, sowie der flüssige und angenehme Schreibstil haben mir das Buch leicht zugänglich gemacht. Die Geschichte lies sich alles in einem gut lesen, jedoch hat es mich leider thematisch an der ein oder anderen Stelle verloren. Ungefähr ab der Mitte zog sich die Handlung etwas und nahm erst zum Ende hin wieder stark an Fahrt auf. Die Figuren waren mir teilweise zu einfach gestrickt und ich habe keinerlei emotionale Bindung zu ihnen verspürt. Die Motive hinter ihren Taten waren für mich zudem oft nicht oder nur geringfügig nachvollziehbar und moralisch fragwürdig.
Im Großen und Ganzen eine nette leichte Lektüre für zwischendurch, mit ein paar überraschenden Wendungen, die jedoch keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat und ich sicherlich schnell wieder vergessen werde.
HEYN Leserunde, Miriam Brandl
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Wut und Liebe
von Martin Suter
Mit vielen literarischen Mojitos und noch mehr Champagner lotst Martin Suter die Leserin durch ein klug gesponnenes Netz aus Lügen und Intrigen.
Zentrales Thema ist der trügerische Schein in seinen unterschiedlichsten Variationen: Geldwäsche (Stichwort: Panama papers), Parallelleben, Betrug im Geschäft mit der Kunst, Heuchelei in der Liebe.... etc.
Wer also - wie die Protagonisten (und ich auch:-)) ein gewisses Maß an moralischer Flexibilität mitbringt, wird dieser Geschichte mit großem Genuss folgen.
Über Suters Erzählstil muss man nicht mehr viel sagen: gewohnt eloquent, souverän und treffend erzählt er von menschlichen Abgründen und größeren und kleineren Irrtümern.
Es mag vielleicht nicht sein bester Roman sein, aber auch ein mittelguter Suter garantiert immer großes Lesevergnügen.
Fazit: süffig zu lesen, überaus unterhaltsam und zwischendurch auch ein wenig philosophisch!
Lesenswert!
