Kundenrezensionen von Paul Kretzschmar





Zeit für Fragen im Café am Rande der Welt
von John P. Strelecky
John Streleckys "Zeit für Fragen-im Cafe am Rande der Welt" ist nicht nur ein Ratgeber in Lebensfragen, sondern so viel mehr.
Mit diesem Buch widmet sich der erfolgreiche Autor den 46 wichtigsten Fragen seiner Leser, die ihn im Laufe seiner schriftstellerischen Karriere immer wieder erreichten.
Die Bandbreite seiner Antworten ist zwischen außergewöhnlichen, skurrilen und philosophischen Ratschlägen angesiedelt.
Leicht verständlich, lehrreich und humorvoll taucht er auf höchst unterhaltsame Weise tief in lebensverändernde Erfahrungen ein, die ihm geholfen haben, aus Alltagsproblemen tiefgreifende Erkenntnisse für ein glückliches Lebensumfeld zu gewinnen, und diesen Wissensschatz an seine Leserschaft weiterzugeben.
Anhand von zahlreichen eigens erlebten Beispielen, wird so viel Nützliches generiert, und neue Wege aufgezeigt, dass Jeder für sich einen großartigen Gewinn aus den tiefgründigen Antworten entnehmen kann.
Ich habe viel interessante Anwendungsmöglichkeiten für mich gefunden, die mir halfen, eine positivere Einstellung zum Leben zu finden, und vieles mehr.
Ich fühle mich dadurch bereichert und zusammenfassend bestens unterhalten.
Es ist eine außerordentlich wichtige Ergänzung seiner bisherigen Werke, und wem diese zusagten, der kommt an diesem inspirierenden Buch nicht vorbei!





The Big Five for Life
von John P. Strelecky
Leider ist dieses Buch für mich nicht zu vergleichen mit der Weltbestsellerreihe vom "Cafe am Rande der Welt", die mir gut gefallen hat.
Zufällig lernst Joe, ein mit dem Job und dem Leben unzufriedener Angestellter, den höchst erfolgreichen Geschäftsmann Thomas kennen, dessen Unternehmensstrategie darin besteht, alle seine Mitarbeiter zu befähigen und zu motivieren stets ihr Bestes zum eigenen Wohl, und gleichzeitig zur ganzen Firma zu geben.
Als Thomas sterbenskrank wird, übernimmt Joe die Aufgabe seines Mentors, viele Menschen am Wissen und dem Erfolgsgeheimnis teilhaben zu lassen. Führungskräfte und Firmeninhaber dürften davon sicher profitieren, aber für Otto Normalleser bietet die Lektüre keine weltbewegenden Neuigkeiten.
Der typisch amerikanische, anspruchslose Schreibstil sprudelt regelrecht über vor Binsenweisheiten, die langatmig, seicht und trivial daherkommen, samt überbewerteten Kernaussagen.
Interessant ist das Thema allenfalls für Marketingzwecke.
Mich persönlich hat es enttäuscht und ist mir keine Leseempfehlung wert.





Wiedersehen im Café am Rande der Welt
von John P. Strelecky
Der Autor John Strelecky hat mit dem Lebensratgeber "Wiedersehen im Cafe am Rande der Welt" die Fortsetzung seines Weltbestsellers "Das Cafe am Rande der Welt" vorgelegt.
Dieses Buch ist umfangreicher als der Vorgänger.
Dadurch werden auch mehr Lebensweisheiten vermittelt, die dem Leser ein positives Gefühl bescheren und gute Laune bereiten.
Der Hauptprotagonist John begegnet auf Hawaii, im genannten Cafe, Jessica, die im gleichem Hamsterrad steckt, wie er früher, und ihren Sinn des eigenen Lebens sucht. John zeigt ihr dabei Möglichkeiten auf, ihre verloren gegangenen Wünsche für ein glückliches und erfülltes Leben neu zu definieren und zu finden. Dabei gelangt sie zu der Erkenntnis, was wirklich zählt, und wie sie aus ihrem stressigen Job herausfinden kann.
Nachdenklich machend und unaufgeregt authentisch, zeigt der Autor AHA-Effekte auf, die auch mir, als interessiertem Leser neue Erkenntnisse vermittelt, und mich meine bisherige Erwartung ans Leben überdenken lässt.
Angenehm lesbar, habe ich mich erneut gut unterhalten gefühlt, und kann gern eine Leseempfehlung für diese interessante Lektüre abgeben!





Das Cafe am Rande der Welt. Eine Erzählung über den Sinn des Lebens
von John Strelecky
Eigentlich ist dieses philosophisch angehauchte, relativ kurze Buch, nicht mein bevorzugtes Genre.
Aber da es sich um einen bekannten Weltbestseller handelt, wurde meine Neugierde geweckt, und ich habe es nicht bereut. Es war von Beginn an leicht lesbar, und ich konnte mich gut in die Rolle des Hauptprotagonisten hineinversetzen.
Die einfach verständliche Erzählweise entfaltet sich nach und nach zu existenziellen, nachdenklich machenden Fragen, nach den wahren Sinn des Lebens, und damit zu einer Reise zum eigenen Selbst.
Im Mittelpunkt stehen die drei wichtigen Fragen:
Warum bist du hier?
Hast du Angst vor dem Tod?
Führst du ein erfülltes Leben?
Jeder Mensch muss darauf selbst seine Antworten finden.
Ein inspirierendes Büchlein das helfen soll bewusstere Lebensentscheidungen zu treffen und das Leben zu führen, das man sich wünscht und das einen glücklich macht, ohne es auf die Zukunft zu verschieben.
Eine berührende, sowie ermutigende Lektüre, die vermittelt, dass materieller Erfolg nicht zwangsläufig alles ist, für das es sich zu leben lohnt.
Ich habe mich erfrischend gut unterhalten gefühlt und gebe gern eine Leseempfehlung ab!





Die Toten von morgen
von Kim Koplin
Mit "Die Toten von von Morgen" hat Kim Koplin nach "Die Guten und die Toten", die Fortsetzung seiner in der Berliner Schattenwelt spielenden Serie fortgesetzt.
Das Buch ist unabhängig vom Vorgängerband lesbar, aber es erhöht natürlich die Lesefreude, den bekannten Protagonisten wieder zu begegnen.
Der auf seine Einbürgerung wartende Flüchtling Saad gerät bei der Arbeitssuche erneut in kriminelle Kreise der Berliner Unterwelt und damit auf die schiefe Bahn, sowie in tödliche Machenschaften. Die Kriminalanwärterin Nihal ist wiederum gezwungen alle legalen, und mitunter grenzwertigen Mittel auszuschöpfen, um sein Leben, und letztendlich das seiner Tochter Leila zu retten, deren liebreizende Art sie bedingungslos zwingt, über sich hinauszuwachsen und allen Gefahren zu trotzen.
Nihals eigenwillige, trotzige, aber insbesondere taffe und durchsetzungsfähige Charaktereigenschaften, verleihen ihr, insbesondere in den Augen der kleinen Leila, einen Heldenstatus.
Der angenehm lesbare und mit feinem Humor gewürzte Schreibstil (Beispiel Seite 52: "...Wenn sein Schw... noch so steif wird wie seine Knie, kann er sich freuen..."), lockern das Geschehen, trotz der mitunter vorherrschenden brutalen Handlungen lustig auf und generieren ein wahres Lesevergnügen.
Ich habe mich jedenfalls wieder prächtig unterhalten gefühlt und kann bedenkenlos eine Leseempfehlung aussprechen!





Komm spielen
von Linwood Barclay
Dies war mein erstes Buch, das ich von Linwood Barclay gelesen habe, aber es wird garantiert nicht mein letztes sein.
Ich habe es soeben beendet und bin immer noch völlig überwältigt!
Der Einschätzung des Horrorkönigs Stephen King, der es als "Grandios" bezeichnete, kann ich nur aus vollster Überzeugung zustimmen.
Es ist so viel mehr als ein beliebiger Thriller. Es ist ein übernatürlicher, paranormaler Mystery-Psycho-Thriller mit einer gehörigen Portion Horror, und ein wenig Fantasie. Er erinnert mich sehr an die Werke von Stephen King.
Der Schreibstil ist genial, authentisch sowie angenehm lesbar. Von Beginn an entwickelt sich eine komplexe, bedrückende Atmosphäre und wie in einem Sog, wird die Handlung zunehmend packender.
Alle, immerhin 61 relativ kurzen Kapitel, enden mit einem Cliffhanger, der meist nur aus einem nüchternen Satz besteht und keine Möglichkeit bietet, das Buch einfach zur Seite zu legen, sondern förmlich zum weiterlesen zwingt.
Fünf Teile (Akte) sind jeweils einem Hauptprotagonisten gewidmet. Die Orte und Charaktere sind filmreif beschrieben. Es gibt keinerlei unnötige Längen, im Gegenteil, jeder Satz trifft punktgenau. Selbst wenn sich die Handlung zwischenzeitlich schon erahnen lässt, gibt es ständig unvorhergesehene Überraschungen, die zeigen, dass der Buchtitel perfekt passend gewählt wurde. Ich muss ehrlich gestehen, dass meine hohen Erwartungen an dieses Buch noch übertroffen wurden, und ich mich ausgezeichnet unterhalten gefühlt habe. Für alle Thriller-Fans, denen fesselnde Spannung wichtig ist, ist meine unbedingte Leseempfehlung ein Muss für diesen Pageturner!





Totentanz
von Holger J. August
Nach "Bomberjahre" und "Ausgeliefert" hat der Autor Holger J. August mit "Totentanz" seinen 3. Südtirol-Thriller um die quirlige Reporterin Marie Pichler und den früheren, brummigen Star-Journalisten Tom Bauer aus Sterzing verfasst.
Mehrere mysteriöse Verbrechen erschüttern die Südtiroler Gegend. Marie beginnt zu ermitteln und dank ihrer guten Verbindungen zur Polizei sowie anderen Bekannten, ist sie stets die Erste an den Tatorten um für ihre Zeitung zu berichten. Mit der Zeit fallen ihr gewisse Zusammenhänge zwischen den Taten auf, die aber von ihren Vorgesetzten und den Kriminalbeamten als unglaubwürdige Zufälle abgetan werden. Sie lässt sich jedoch nicht beirren und bringt sich deshalb letztendlich in große Gefahr.
Die in Tage aufgeteilten relativ kurzen Kapitel, ermöglichen ein interessantes Leseerlebnis, das durch die sympathischen Hauptprotagonisten mit ihren unterschiedlichen Charakteren charmant ergänzt wird. Eine düstere Atmosphäre sorgt für die nötige Spannung und einige Cliffhanger für ein überraschendes Finale.
Die toll wiedergegebenen Landschaftsbeschreibungen hinterlassen ein bildhaftes und interessantes Profil der Region und die privaten Probleme der Handelnden sind dank des feinen Humors angenehm unterhaltsam. Allerdings geht dies alles insgesamt etwas zu Lasten des Spannungsaufbaus für einen Thriller, da die polizeiliche Ermittlungsarbeit und die klare Motivlage zu wenig herausgearbeitet wurde. Deshalb würde ich das Buch eher in das Genre eines Regionalkrimis einordnen, der aber durchaus eine Leseempfehlung wert ist, und mich zusammenfassend gut unterhalten hat.





Guilty Pleasure
von Linda Schipp
Mit "Guilty Pleasure" hat die Autorin Linda Schipp einen ziemlich außergewöhnlichen Thriller verfasst, der Grenzen auslotet, die heutzutage in der Welt der Reality-Formate immer weiter verschoben werden. Im Trash-TV geht es bei der Profilierung der Protagonisten heute nur noch darum, Aufmerksamkeit um jeden Preis zu erringen, nach dem Motto: Sex Sells. Scham ist für Akteure und Zuschauer inzwischen ein Hindernis im Wettkampf um den Quotenwahnsinn. Die Frage, wo dies alles noch hinführen soll, mit Hilfe von Darknet und den neuesten KI-Möglichkeiten, versucht die Autorin in diesem fesselnden Thriller spektakulär zugespitzt zu ergründen. Die Kulisse dafür bietet ein, auf einer einsamen Insel gelegenes Hotel, in dem tabulos und ohne Regeln, allen noch so verbotenen Gelüsten gefrönt werden kann, auch wenn sie in Albträumen enden. Als Höhepunkt wird diese Reality-Show mit Hilfe von Fliegenähnlichen Mini-Kameras live in die ganze Welt gestreamt .
Ich muss gestehen, dass ich anfangs einige Probleme hatte, mich in die Handlungskomplexe hineinzufinden, da alle Akteure sich in Geheimnisse verstrickten, deren Zusammenhänge nicht immer leicht zu durchschauen waren, und ständig wechselnde Schauplätze ein aufmerksames Lesen erforderten.
Das farbenfrohe Cover sowie der von Anfang an moderne, zunehmend spannendere Schreibstil, mit clever gesetzten Cliffhangern, sorgten dafür, dass das Interesse nicht abflaute.
Je weiter die Handlung fortschritt, desto extremere Wendungen sowie überraschendere, komplexere, mitunter grausame und schockierende Ereignisse, bis zum genialem Ende, ließen keine Lesepause mehr zu.
Viele falsche Fährten und Vermutungen führten zu krassem Rätselraten , wobei die Fantasie der Autorin bemerkenswert, und mitunter sogar etwas übertrieben wirkte. Außerdem ist für sensible Leser eine Triggerwarnung empfohlen.
Zusammenfassend kann ich feststellen, dass ich mich gut unterhalten gefühlt habe und eine wohlwollende Leseempfehlung geben kann!





Noch fünf Tage
von Helena Falke
Als die milliardenreichen Harmans und ihre Kinder bei einem Silvesterfestmahl einem Giftanschlag zum Opfer fallen, überlebt vorerst nur die Spitzenköchin Liz, die einzige Zeugin. Aber ihr bleiben nur fünf Tage, um den Mord aufzuklären und ihre Tochter Cosima zu schützen.
Ein außergewöhnliches Setting, dessen Leseprobe bereits neugierig machte, versprach ein interessantes Leseerlebnis.
Der tagebuchartige Schreibstil, in dem die Uhrzeitangabe jedem Kapitel vorangestellt wird, und deren Verrinnen Liz dem Tod ständig näher bringt, ist ein geschickter Schachzug zur Spannungssteigerung.
Die Suche nach dem Täter ist kompliziert, da es, wie meist, eine Anzahl möglicher Verdächtiger gibt, und die Zeit unerbittlich drängt.
Leider lässt der Spannungsbogen zwischendrin ziemlich nach, da viele Nebensächlichkeiten in Bezug auf Kochkünste, Mode und das Leben der Superreichen einfließen, die die Handlung unnötig verlängern. Erst zum Ende zu offenbart sich immer deutlicher ein perfider Plan, der jedoch glücklicherweise in einem versöhnlichen Showdown endet.
Der herzzerreißende Abschied, der sterbenden Mutter von ihrer Tochter, ist hohe Schreibkunst und großes Kino.
Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt und gebe gern eine Leseempfehlung.





REM
von Annika Strauss
Die Autoren Annika Strauss und Sebastian Fitzek haben mit "REM" einen Horror-Thriller verfasst, der auch gut in das Genre Sci-Fi passen würde.
Ich war auf Grund der relativ vielen negativen Bewertungen zuerst etwas skeptisch, aber auch neugierig, ob es mein Interesse findet, und konnte das am Ende bejahen.
Im ersten Viertel plätscherte die Handlung so dahin, ohne echte Höhepunkte.
Dann plötzlich wurde es zu echt blutigen Horror mit teilweise verstörenden Szenen, zwischen Träumen und Realität, die in eine durchgehend beklemmende, düstere und bedrohliche Atmosphäre mündeten.
Das Geschehen wurde durch immer wiederkehrende Albträume geprägt, und wenn man die Autorenfantasie akzeptiert, und sich darauf einlässt, ist es ein ungewöhnlich fesselndes Horrorerlebnis. Die vielen kurzen Kapitel halten die Spannung hoch. Während des Lesens fühlte ich mich unwillkürlich an den uneingeschränkten Horror-König Howard Phillips Lovecraft erinnert, dessen Monster ähnlich monströs ausfallen. Außerdem fand ich es ebenfalls ein wenig an den Filmklassiker "Matrix" angelehnt.
Zusammenfassend kann ich betonen, dass die Charaktere gut herausgearbeitet sind. Der flüssige, tiefgründige und emotionale Schreibstil haben meine Erwartungen erfüllt und mich packend unterhalten.
Ein Leseexperiment der beiden Autoren, das ich durchaus als gelungen bezeichnen möchte, und für das ich gern eine Leseempfehlung ausspreche!









