Kundenrezensionen von ekiam





Cinnamon Spice Love
von Harper Graham
Cinnamon Spice Love hat mir insgesamt gut gefallen. Die Geschichte ist angenehm geschrieben; besonders das Cozy-Small-Town-Feeling konnte mich überzeugen. Maple Falls mit seinen Bewohnern, die zusammenhalten und sich gegenseitig helfen, hat genau die gemütliche Atmosphäre, die man sich von einer solchen Geschichte wünscht. Auch die Herbststimmung kommt wunderbar zur Geltung und das nicht nur durch den Sturm zu Beginn der Geschichte.
Die Liebesgeschichte zwischen Madison und Zach ist eine Second-Chance-Romance mit einigen Hindernissen. Das Problem: Viele davon sind hausgemacht. Vor allem die fehlende Kommunikation zwischen den beiden zieht sich bereits seit ihrer Jugend durch ihre Geschichte und hat sich leider auch Jahre später nicht wirklich verändert. Während Zach zumindest ein bisschen aus der Vergangenheit gelernt hat und irgendwann auch für sich einsteht und Grenzen setzt, scheint Madison ihre Lektion noch nicht vollständig gelernt zu haben. Sie spricht weiterhin nicht offen mit Zach, obwohl einige Konflikte dadurch vermutlich deutlich schneller gelöst werden könnten.
Gerade beim letzten großen Konflikt wurde mir das besonders deutlich. Die Lösung liegt eigentlich ziemlich nahe, trotzdem dauert es eine ganze Weile, bis sie gezogen wird. Auch die Gründe dafür, warum eine Beziehung zwischen den beiden angeblich nicht funktionieren kann, wiederholen sich für meinen Geschmack etwas zu häufig. Dadurch hat sich die Geschichte zwischendurch leider etwas gezogen.
Für etwas zusätzliche Spannung sorgt dagegen die Frage, von wem der mysteriöse Brief stammt. Ich hatte zwar schon ziemlich früh eine Vermutung, die sich am Ende auch bestätigt hat, trotzdem wollte ich wissen, ob ich richtiglag.
Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich insgesamt eine schöne Zeit in Maple Falls. Die gemütliche Kleinstadt, das herbstliche Setting und die vielen kleinen Momente mit den Bewohnern haben mir richtig gut gefallen. Die Liebesgeschichte hätte für mich etwas weniger Schleifen und dafür etwas mehr offene Kommunikation vertragen können; für einen gemütlichen Herbstnachmittag ist die Geschichte aber trotzdem wunderbar geeignet.





Cinnamon Spice Love Maple Falls
von Harper Graham
Cinnamon Spice Love hat mir insgesamt gut gefallen. Die Geschichte ist angenehm geschrieben und der Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich gut durch das Hörbuch gekommen bin. Besonders das Cozy-Small-Town-Feeling konnte mich überzeugen. Maple Falls mit seinen Bewohnern, die zusammenhalten und sich gegenseitig helfen, hat genau die gemütliche Atmosphäre, die man sich von einer solchen Geschichte wünscht. Auch die Herbststimmung kommt wunderbar zur Geltung und das nicht nur durch den Sturm zu Beginn der Geschichte.
Die Liebesgeschichte zwischen Madison und Zach ist eine Second-Chance-Romance mit einigen Hindernissen. Das Problem: Viele davon sind hausgemacht. Vor allem die fehlende Kommunikation zwischen den beiden zieht sich bereits seit ihrer Jugend durch ihre Geschichte und hat sich leider auch Jahre später nicht wirklich verändert. Während Zach zumindest ein bisschen aus der Vergangenheit gelernt hat und irgendwann auch für sich einsteht und Grenzen setzt, scheint Madison ihre Lektion noch nicht vollständig gelernt zu haben. Sie spricht weiterhin nicht offen mit Zach, obwohl einige Konflikte dadurch vermutlich deutlich schneller gelöst werden könnten.
Gerade beim letzten großen Konflikt wurde mir das besonders deutlich. Die Lösung liegt eigentlich ziemlich nahe, trotzdem dauert es eine ganze Weile, bis sie gezogen wird. Auch die Gründe dafür, warum eine Beziehung zwischen den beiden angeblich nicht funktionieren kann, wiederholen sich für meinen Geschmack etwas zu häufig. Dadurch hat sich die Geschichte zwischendurch leider etwas gezogen.
Für etwas zusätzliche Spannung sorgt dagegen die Frage, von wem der mysteriöse Brief stammt. Ich hatte zwar schon ziemlich früh eine Vermutung, die sich am Ende auch bestätigt hat, trotzdem wollte ich wissen, ob ich richtiglag.
Als Hörbuch ist Cinnamon Spice Love insgesamt gut umgesetzt. Die Sprecherin und der Sprecher sprechen angenehm langsam und deutlich, auch die Abstände zwischen den Wörtern waren für mich gut. Die Stimmen selbst waren allerdings nicht ganz mein Fall. Gerade zu Beginn musste ich deshalb einige Stellen noch einmal hören und mich stärker konzentrieren, um nichts zu verpassen.
Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich insgesamt eine schöne Zeit in Maple Falls. Die gemütliche Kleinstadt, das herbstliche Setting und die vielen kleinen Momente mit den Bewohnern haben mir richtig gut gefallen. Die Liebesgeschichte hätte für mich etwas weniger Schleifen und dafür etwas mehr offene Kommunikation vertragen können; für einen gemütlichen Herbstnachmittag ist die Geschichte aber trotzdem wunderbar geeignet.





Royal Rumors: How (Not) to Fall in Love
von Tina Köpke
Auf Royal Rumors bin ich vor allem wegen des Versprechens „Maxton Hall trifft auf Gossip Girl“ aufmerksam geworden und tatsächlich bekommt man hier genau die Mischung aus College Romance, High Society, Klatschpresse, ein bisschen Intrigen und Drama, die ich erwartet hatte.
Das Cover gefällt mir persönlich zwar nicht besonders, passt aber zumindest zur Geschichte, denn die Klatschpresse und die Gerüchte rund um die High Society spielen eine wichtige Rolle. Auch sonst ist Royal Rumors ein ziemlich typischer Vertreter des Romance-Genres: Man weiß relativ schnell, worauf die Geschichte hinauslaufen wird, und wirkliche Überraschungen oder unerwartete Wendungen gab es für mich nicht.
Natalie und Ben mochte ich als Protagonisten grundsätzlich gerne. Natalie ist durch ihre familiäre Vergangenheit und ihre Erfahrungen mit der Klatschpresse geprägt und steht Beziehungen deshalb zunächst sehr skeptisch gegenüber. Trotzdem lässt sie sich auf den Deal mit Ben ein. Was mir bei ihr allerdings etwas gefehlt hat, war die Entwicklung hin zu mehr Selbstständigkeit in ihren Entscheidungen. Immer wieder lässt sie sich von den Einstellungen und Meinungen anderer beeinflussen, leider meistens genau dann, wenn es wichtig gewesen wäre, sich eine eigene Meinung zu bilden oder diese zu vertreten.
Auch in die Gefühlswelt der beiden hätte ich gerne etwas tiefer hineingeschaut. Stellenweise wirkten die Protagonisten für mich etwas flach und manche Entwicklungen dadurch nicht ganz nachvollziehbar. Die Chemie zwischen Natalie und Ben war dafür definitiv vorhanden. Besonders ihre Kabbeleien zu Beginn haben mir richtig gut gefallen.
Etwas anstrengend fand ich dagegen die Nebencharaktere Warren und Josie. Ihre sehr seltsame und stellenweise übergriffige Dynamik war mir stellenweise einfach zu viel; insbesondere weil wir den Hintergrund ihrer Konflikte noch gar nicht wirklich kennen. Da die beiden offenbar noch ihren eigenen Band bekommen, kann ich mir allerdings vorstellen, dass sich einiges davon später noch aufklärt.
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Er ist angenehm und locker und sorgt dafür, dass sich das Buch einfach wegliest. Trotz meiner Kritikpunkte wollte ich deshalb immer wissen, wie es weitergeht.
Insgesamt hatte ich mit Royal Rumors eine unterhaltsame Lesezeit. Wer College Romance mit Fake Dating, High Society, Klatschpresse und vorhersehbarem Romance-Plot mag, bekommt hier genau das, was draufsteht. Mir hätte die Geschichte an einigen Stellen etwas mehr Tiefe bei den Figuren gewünscht, aber für gute Unterhaltung hat es allemal gereicht.





Der Kürbisdieb
von Alice Hemming
Nach Der Schneedieb ist Der Kürbisdieb bereits unser zweites Buch rund um das Eichhörnchen und auch dieses Abenteuer hat uns wieder begeistert.
Eichhörnchen und Vogel haben gemeinsam fünf Kürbisse großgezogen. Doch plötzlich verschwindet einer nach dem anderen. Für Eichhörnchen ist natürlich sofort klar: Hier muss ein Kürbisdieb am Werk sein! Als dann auch noch Vogel spurlos verschwindet, ist der Fall endgültig klar und Eichhörnchen macht sich auf die Suche nach dem Täter. Dabei sammelt es fleißig Hinweise und verfolgt Federn, Fußabdrücke und Schleifspuren. Die Auflösung ist letztlich zwar einfach, aber dafür logisch und passt wunderbar zur Geschichte.
Besonders schön fand ich, dass es dabei nicht nur um die spannende Suche nach dem vermeintlichen Dieb geht. Die Geschichte erzählt auf warmherzige Weise von Freundschaft und davon, dass man manchmal etwas Geduld braucht, bevor sich ein Rätsel tatsächlich lösen lässt. Und natürlich darf auch eine gehörige Portion Eichhörnchen-Einfallsreichtum nicht fehlen.
Wie schon bei Der Schneedieb sind die Illustrationen für mich ein echtes Highlight. Sie sind liebevoll und detailreich gestaltet und stecken voller kleiner witziger Szenen. Es macht einfach Spaß, sich die Bilder gemeinsam mit den Kindern genauer anzuschauen und immer wieder neue Kleinigkeiten zu entdecken.
Die Erklär-Seite am Ende des Buches hat mir ebenfalls gut gefallen. Dort werden einzelne Aspekte aus der Geschichte noch einmal aufgegriffen und zusätzliche Informationen vermittelt. Das ist nicht nur eine schöne Ergänzung, sondern macht das Buch auch für etwas größere Kinder interessant, die vielleicht schon genauer wissen möchten, was hinter dem Gelesenen steckt.
Eine warmherzige, spannende und humorvolle Herbstgeschichte zum Vorlesen und Miträtseln und für uns eine wundervolle Erweiterung des Bücherregals.





Only Between Us
von Ellie K. Wilde
Only between us hat mir richtig viel Spaß gemacht. Ich hatte eine tolle Zeit mit Siena und Brooks und konnte das Buch dank des wunderbar flüssigen Schreibstils kaum aus der Hand legen. Die Geschichte ist mit viel Witz, Charme und Warmherzigkeit erzählt, ohne dass dabei die emotionaleren Seiten der Figuren zu kurz kommen.
Auch der Spice kommt definitiv nicht zu kurz und ist nicht nur hot, sondern angenehm abwechslungsreich. Siena und Brooks sind dabei durchaus erfinderisch.
Geschrieben ist die Geschichte im Dual POV, sodass wir sowohl Sienas als auch Brooks' Perspektive kennenlernen. Das führt natürlich wie so oft dazu, dass man als Leser*in zwischendurch am liebsten beide einmal kräftig schütteln möchte, weil ein klärendes Gespräch offenbar viel zu einfach wäre. Gleichzeitig konnte ich die Gedanken und Entscheidungen beider sehr gut nachvollziehen.
Siena wirkt nach außen unglaublich stark, hat ihre Verletzlichkeit und die Erfahrungen ihrer Vergangenheit aber sehr gut hinter dieser Fassade versteckt. Brooks steht ihr darin in nichts nach. Beide wurden von Menschen verletzt, die auf den ersten Blick gewisse Ähnlichkeiten mit dem jeweils anderen haben. Umso schöner fand ich, dass beide offen genug bleiben, ihre anfänglichen Vorurteile zu hinterfragen und zu erkennen, dass sie sich in ihrer Einschätzung geirrt haben.
Ich liebe den Fake-Dating-Trope ohnehin, aber hier hat mir besonders gefallen, dass die Geschichte nicht nur die klassischen Elemente dieses Tropes bedient. Hinter dem vermeintlichen Spiel steckt deutlich mehr: Es geht um Vertrauen, Verletzlichkeit, vergangene Verletzungen und darum, einem anderen Menschen trotz schlechter Erfahrungen eine echte Chance zu geben.
Dazu kommen jede Menge Humor, Herzklopfen und zwei Protagonisten, deren Dynamik einfach Spaß macht. Für mich eine rundum gelungene Sports Romance und ein Buch, mit dem ich eine richtig tolle Lesezeit hatte.





Carcassonne Labyrinth - Gesellschaftsspiel & Brettspiel ab 8 Jahre
von Klaus-Jürgen Wrede; Max J. Kobbert
Ich war ehrlich gesagt zunächst ziemlich skeptisch, als ich gehört habe, dass hier Carcassonne und Das verrückte Labyrinth miteinander kombiniert werden. Zwei Klassiker in ein neues Spiel zu packen, kann schließlich auch schnell nach „Wir nehmen zwei bekannte Namen und schauen mal, was daraus wird“ klingen. Zum Glück ist das bei Carcassonne Labyrinth überhaupt nicht der Fall.
Das Spielgefühl der beiden Klassiker wurde tatsächlich sinnvoll miteinander verbunden. Man schiebt die Plättchen wie beim verrückten Labyrinth, verändert dadurch ständig die Wege und muss gleichzeitig seine eigene Landschaft mit Straßen und Städten aufbauen. Dabei wirkt die Kombination weder überladen noch gewollt, sondern erstaunlich stimmig. Carcassonne Labyrinth fühlt sich tatsächlich wie ein eigenständiges Spiel an und nicht einfach wie ein Mash-up zweier bekannter Spiele.
Auch der Einstieg ist angenehm unkompliziert. Die Regeln sind schnell erklärt und nicht besonders anspruchsvoll, sodass man direkt losspielen kann. Die Partien bleiben außerdem schön kurz, was gerade für die empfohlene Altersklasse ab acht Jahren gut passt. Trotzdem ist das Spiel auch für uns Erwachsene keineswegs langweilig: Wer seinen Zug nicht nur irgendwie, sondern möglichst clever planen möchte, muss durchaus ein bisschen den Kopf einschalten.
Für geübtere Spieler gibt es zusätzlich eine Profi-Variante, die noch einmal etwas mehr Denkarbeit ins Spiel bringt. Dadurch lässt sich Carcassonne Labyrinth sowohl als kurzes Spiel zwischendurch als auch wunderbar als kurzes Spiel nach einer längeren Spielerunde einsetzen. Besonders schön finde ich außerdem, dass es eine Solo-Variante gibt.
Bei der Ausstattung gibt es allerdings noch etwas Luft nach oben. Die Haptik der Landschaftsplättchen gefällt mir sehr gut und erinnert tatsächlich stark an die originalen Carcassonne-Plättchen. Etwas enttäuschend fand ich dagegen die Qualität der Karten für die Profi-Variante. Auch das Inlay könnte praktischer gestaltet sein. Eine zusätzliche Plastiktüte für das Spielmaterial hätte den Auf- und Abbau deutlich erleichtert.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte hat mich Carcassonne Labyrinth wirklich positiv überrascht. Die Mischung aus Schieben, Bauen und taktischem Planen funktioniert besser, als ich zunächst erwartet hatte. Das Spiel ist schnell erklärt, bietet kurze Partien und trotzdem genug Denkarbeit, damit auch Erwachsene ihren Spaß daran haben.
Von uns wird Carcassonne Labyrinth jedenfalls sicher noch öfter aus dem Regal geholt.





Juli im Land der Zeitgeister
von Wieland Freund
Juli im Land der Zeitgeister hat uns richtig begeistert! Die Geschichte ist wundervoll geschrieben, altersgerecht und gleichzeitig aufgrund einiger überraschender Wendungen spannend genug, um auch beim Vorlesen immer wieder mitzurätseln. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, und besonders schön fand ich die Überschriften: Sie verraten bereits ein kleines bisschen darüber, was im jeweiligen Kapitel passieren wird, ohne zu viel vorwegzunehmen. Bei uns hat das sogar die Neugier auf das nächste Kapitel geweckt.
Besonders gut gefallen haben mir die Figuren. Juli ist eine großartige Protagonistin, deren Cleverness mich immer wieder beeindruckt hat. Auch die Hexe Unruh fand ich spannend: Zunächst wirkt sie eher unsympathisch und sogar bedrohlich, doch im Laufe der Geschichte verändert sich dieser Eindruck. Mal wieder zeigt sich, dass der erste Eindruck eben nicht immer der richtige sein muss. Mein persönliches Highlight war allerdings Zeitgeist Trim, der den Zauberer immer wieder auf höchst kreative Weise beschimpft und das ganz ohne vulgär zu werden.
Auch die Welt der Zeitgeister ist toll gestaltet. Das Land der Großen Uhr mit seinem Zifferblatt, den verschiedenen Orten und dem riesigen Uhrwerk lässt sich durch die Beschreibungen gut vorstellen. Zusätzlich hilft die Karte am Anfang des Buches dabei, sich in dieser ungewöhnlichen Welt zurechtzufinden.
Ein kleines Manko hatte für mich allerdings das Cover: Es passt nicht ganz zu meiner Vorstellung der Geschichte, vor allem weil die Uhr im Buch anders beschrieben wird als die auf dem Cover. Außerdem hätte ich mir noch eine Zeichnung einer Uhr gewünscht, auf der die verschiedenen Bestandteile beschriftet sind. Gerade gegen Ende werden einige Fachbegriffe rund um das Uhrwerk verwendet, die sich mit einer solchen Übersicht wahrscheinlich noch leichter verstehen lassen würden.
Der für mich deutlich größere Kritikpunkt betrifft allerdings den Umgang mit Tieren. Insbesondere bei einem Tier werden im Verlauf der Geschichte für mich Grenzen überschritten, die ich gerade in einem Kinderbuch problematisch finde. Das hat meinen ansonsten sehr positiven Eindruck deutlich getrübt.
Trotzdem hatte ich insgesamt eine tolle Lesezeit mit Juli und ihrer Reise durch das Land der Zeitgeister; nur für die eine Situation hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht.





The Secret Fiancée
von Catharina Maura
Secret Fiancee hat mir insgesamt eine richtig gute Lesezeit beschert. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass sich das Buch geradezu wegliest. Auch die spicy Szenen sind toll geschrieben – allerdings wiederholen sich manche Elemente für meinen Geschmack etwas zu häufig. Hier wäre für mich stellenweise etwas weniger tatsächlich mehr gewesen.
Die Geschichte spielt in der Welt der Reichen und Schönen, trotzdem wirken Lex und Raya angenehm bodenständig. Besonders schön fand ich, dass nicht nur die Gefühle zwischen den beiden Protagonisten spürbar sind, sondern auch die enge Verbundenheit innerhalb ihrer Familien. Die Familienmitglieder stehen füreinander ein und ihre Beziehungen untereinander bekommen ausreichend Raum, sodass sich die Geschichte nicht ausschließlich um die Liebesgeschichte dreht.
Mit Lex hatte ich allerdings nicht immer ganz einfache Momente. Sein Besitzanspruch Raya gegenüber war mir stellenweise deutlich zu viel. Seine Kontrollsucht wird durch seine Vergangenheit zwar plausibel erklärt, trotzdem konnte mich die Geschichte dazu nicht vollständig überzeugen. Raya wiederum braucht ziemlich lange, bis sie wirklich für sich selbst einsteht. Gerade vor dem Hintergrund von Lex' Vergangenheit lässt sie ihm für meinen Geschmack sehr viel durchgehen.
Auch beim Drama war mir an einigen Stellen etwas zu viel des Guten. Natürlich braucht es Konflikte, um eine Geschichte voranzutreiben, und einige der dramatischen Entwicklungen waren für die Handlung durchaus wichtig. Zwischendurch hatte ich aber trotzdem das Gefühl, dass die Geschichte noch eine weitere Eskalation eigentlich nicht gebraucht hätte.
Trotz dieser Kritikpunkte hatte ich mit Secret Fiancee viel Spaß. Die Geschichte ist gut geschrieben, emotional und spicy, und besonders die Familienbeziehungen haben mir gefallen. Nicht alles konnte mich vollständig überzeugen, für eine richtig gute Unterhaltung hat es aber allemal gereicht.





Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag
von Emma Flint
Die gute Fee mit der schlechten Laune ist ein kurzweiliges und unterhaltsames Kinderbuch voller kleiner Missgeschicke und humorvoller Momente. Durch die kurzen Kapitel eignet sich die Geschichte wunderbar zum Vorlesen, aber auch zum selbstständigen Lesen. Ich würde das Buch allerdings sogar schon etwas vor dem empfohlenen Lesealter ab 8 Jahren empfehlen. Für ältere Kinder dürfte die Geschichte stellenweise etwas zu vorhersehbar und wenig spannend sein.
Das Buch ist der Auftakt einer Reihe und entführt in eine ziemlich ungewöhnliche Fantasywelt. Hier sind alle Feen glücklich, verbreiten Freude und ernähren sich dafür von Süßigkeiten, denn Zucker ist für ihre Magie unverzichtbar. Diese Welt war mir persönlich allerdings etwas zu überzogen. Vor allem die Notwendigkeit von Zucker fand ich stellenweise schwierig. Auch die ständig schlecht gelaunten Wandelwichte waren mir irgendwann etwas zu anstrengend.
Dafür konnte mich Molli als Hauptfigur überzeugen. Sie passt so gar nicht in das Bild, das die anderen von einer guten Fee haben. Ihr Feenlachen klingt eher nach einer rostigen Fahrradklingel, Zuckerwatte kann sie nicht begeistern und das vermeintlich gruselige Leben der Menschen findet sie viel spannender als das perfekte Feenleben. Besonders witzig fand ich, dass ausgerechnet einige bekannte Kinderbuchklassiker als verbotene Menschenbücher auftauchen.
Hinter Mollis Anderssein steckt eine schöne Botschaft: Sie versucht nicht, sich zwanghaft an die Erwartungen der anderen anzupassen, sondern steht zu sich selbst. Und obwohl sie dabei immer wieder in kleine Katastrophen gerät, findet sie ihren eigenen Weg, Freude zu verbreiten. Gerade für Kinder ist das eine schöne Aussage: Man muss nicht so sein wie alle anderen, um etwas Besonderes zu können oder anderen Freude zu machen.
Insgesamt ist Die gute Fee mit der schlechten Laune ein humorvoller und leichter Reihenauftakt mit einer sympathischen Hauptfigur, vielen kleinen Schlamasseln und einer schönen Botschaft. Die Fantasywelt und die Vorhersehbarkeit konnten mich nicht ganz überzeugen, Spaß beim Lesen hatte ich aber trotzdem.





Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
von Kasie West
Der Klappentext von Worst Date Ever hat mich ehrlich gesagt zunächst nicht angesprochen. Erst die Leseprobe hat mich neugierig gemacht und zum Glück habe ich danach weitergelesen, denn das Buch hat mir deutlich besser gefallen, als ich nach der Beschreibung erwartet hatte.
Ich mag Kasie Wests Schreibstil sehr. Die Geschichte liest sich locker und flüssig, und besonders die Schlagabtausche zwischen Margot und Oliver per Nachrichten haben mir richtig gut gefallen. Ihre Gespräche waren für mich eines der Highlights des Buches und haben immer wieder für unterhaltsame Momente gesorgt.
Etwas irritiert hat mich allerdings der Klappentext im Nachhinein. Dort wird der Eindruck vermittelt, dass Margot ihre große Liebe auf keinen Fall über eine Dating-App kennenlernen möchte. Tatsächlich nutzt sie diese im Verlauf der Geschichte immer wieder und lernt darüber auch hauptsächlich potenzielle Partner kennen. Das passt für mich nicht so ganz zu dem Bild, das der Klappentext vermittelt.
Margots Entwicklung hat mir dagegen sehr gut gefallen. Gerade ihre Entwicklung im Hinblick auf ihren Beruf und ihre familiären Beziehungen fand ich stimmig und authentisch und sie hat die Geschichte für mich deutlich runder gemacht. Etwas schwer nachvollziehbar war für mich allerdings, warum sie über so lange Zeit daran festhält, dass Oliver das schlechteste Date ihres Lebens war, während sie gleichzeitig immer wieder über die Dating-App mit ihm Kontakt sucht. Dass sie trotz dieses angeblich katastrophalen Dates über Jahre hinweg mit ihm schreibt, hat für mich nicht ganz zusammengepasst.
Auch Olivers Verhalten fand ich stellenweise ziemlich rätselhaft. Ich konnte deshalb gut nachvollziehen, dass Margot nicht so recht wusste, was sie von ihm halten soll. Die spätere Auflösung konnte mich dann aber überzeugen und hat einiges von seinem Verhalten nachvollziehbarer gemacht.
Insgesamt hatte ich mit Worst Date Ever eine richtig gute und unterhaltsame Lesezeit. Besonders der Schreibstil, die Dialoge und Margots persönliche Entwicklung haben mir gefallen. Schade finde ich eigentlich nur, dass der Klappentext für mich nicht wirklich wiedergibt, was das Buch letztendlich ausmacht, denn dadurch hätte ich es beinahe gar nicht gelesen.









