Kundenrezensionen von lorireads





All the things I didn't say
von Ann Liang
All the things i didn't say hat mich echt positiv überrascht. Die Geschichte klang zwar schon süß und nach meinem Geschmack, aber da meine Schulzeit nun doch schon einige Jahre hinter mir liegt, war ich trotzdem etwas skeptisch bezüglich des Settings und des Alters der Protagonisten. Aber schlussendlich hat sich das Buch absolut gelohnt und zählt für mich zu den Jugendbüchern, die man auch als Erwachsener gut lesen kann. Außerdem hat es mich hin und wieder sehr an "Better than the movies" erinnert, das ich absolut geliebt habe.
Die Handlung fand ich spannend und auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Hier bekommt man Enemys to Lovers pur, den Sadie und Julius waren sich anfangs wirklich spinnefeind und haben mit ihrer gegenseitigen Abneigung kaum hinter dem Berg gehalten. Es war sehr süß zu lesen, wie sich aus diesen starken Gefühlen langsam etwas anderes entwickelt hat. Ich fand es authentisch beschrieben, wie Sadie ihre Gefühle anfangs zu verleugnen versucht, diese aber nach und nach die Oberhand gewinnen.
Ein Punkt, der mich etwas gestört hat war, dass vieles im Buch stark überzeichnet war. Die intensiven - positiven wie negativen - Gefühle zwischen Sadie und Julius haben noch sehr gut zum Thema gepasst, aber vor allem wie die Schule und die Lehrer teilweise dargestellt wurden, war meiner Meinung nach etwas übertrieben.
Ansonsten mochte ich das Buch sehr gerne und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen. Ich denke, ich werde mir auch die anderen Bücher der Autorin noch näher anschauen, da mir der Schreibstil echt gut gefallen hat.





Picking Daisies on Sundays
von Liana Cincotti
Bei "Picking Daisies on Sundays" hat der erste Eindruck irgendwie etwas ausgelöst. Das Cover und der tolle Farbschnitt, aber auch die ersten Seiten der Leseprobe fand ich so unglaublich süß und ich war gespannt, warum damals in der Highschool nichts aus Levi und Dani geworden ist. Aber natürlich auch, ob die beiden beim zweiten Versuch zueinander finden.
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch dann doch sehr enttäuscht hat. Die Geschichte lies sich zwar flüssig lesen aber dennoch hatte ich Probleme mit dem Schreibstil und der Art und Weise, wie die Beziehung zwischen Dani und Levi beschrieben wurde und sich entwickelt hat. Es wurde zwar sehr viel geredet und vor allem beteuert, wie gern die beiden sich haben, aber irgendwie hat mir die Tiefe dabei gefehlt und auch das Gefühl, wirklich mitzuerleben, warum sie so füreinander empfinden. Allerdings war es vielmehr so, dass die Gefühle einfach da waren und immer wieder betont wurden, aber der Funke dadurch für mich nicht übergesprungen ist. Aber auch insgesamt hat der "Vibe" im Buch für mich nicht so richtig gepasst.
Auf der einen Seite waren die Charaktere ausnahmslos übertrieben dramatisch und emotional. Danis Freunde und ihre Kommilitoninnen, die so sehr mitfiebern und alle hellauf begeistert von Levi sind. Levis kleine Schwestern, als sie Dani nach vier Jahren zum ersten Mal wieder sehen. Aber auch Levi selbst, der ständig verlegen ist oder errötet und vor allem seine Gefühle für Dani so gar nicht verstecken kann. Ich mag das sonst immer total, wenn man anhand von Blicken etc. merkt, wie das Gegenüber sich verliebt. Aber bei Levi ging mir das zu schnell und war zu offensichtlich. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was damals vorgefallen sein kann, das diesen kompletten Kontaktabbruch rechtfertigt, aber gleichzeitig wohl auch gar nicht nochmal aufgearbeitet werden muss, als die beiden wieder Kontakt zueinander haben. Aber Levi und Dani kehren super schnell und selbstverständlich in ihre innige Beziehung zurück und auch die "Auflösung" des Kontaktabbruchs hat mich nicht überzeugt. Eigentlich sollte man meinen, dass so enge Freunde, sich besser gegenseitig lesen können. Was ich auch schwierig fand, war Levis übertriebene Besorgnis und sein Beschützerinstinkt in Bezug auf Dani, aber auch seine Eifersucht.
Das Buch hatte zwar viel Handlung und viele verschiedene Settings, aber auf der emotionalen Ebene hatte ich nicht das Gefühl, dass eine richtige Entwicklung stattfand, sodass ich die Geschichte als sehr langatmig empfunden habe. Durch Danis tief sitzende Unsicherheit, die mir als ihr prägendster Charakterzug im Gedächtnis geblieben ist, wurde jeder Schritt nach vorne im nächsten Moment wieder zurück gegangen.
Im Fazit kann ich nur sagen, dass ich es sehr schade finde, weil das Buch für mich viel Potenzial hatte, aber mich leider nicht von sich überzeugen konnte.





Yesteryear
von Caro Claire Burke
Auf "Yesteryear" wurde ich vor allem durch die spannende Inhaltsangabe und die Leseprobe aufmerksam. An den Thema Tradwifes kommt man, zumindest wenn der Algorithmus richtig trainiert ist, auf Social Media nicht vorbei und auch nicht an der Kritik, die gegenüber diesen Influencerinnen verübt wird. Ich war gespannt, wie die Autorin das in Romanform umsetzt und welche Lehren darauf gezogen werden können.
So Beginn wurde man direkt mitten ins Geschehen katapultiert, bzw. in die Vergangenheit. Natalie hat bereits ihren super erfolgreichen Instagram-Account sowie eine ganze Kinderschar, zwei Nannys und ihre Produzentin Shannon. Aufgrund eines Vorfalls mit Shannon steht sie kurz vor ihrem ersten PR-Skandal. Hier endet Teil 1 des Buches und damit auch die Leseprobe. Ab Teil 2 wurde es dann ganz anders, als ich ursprünglich erwartet hatte, denn die Geschichte dreht sich abwechselnd um Natalies Vergangenheit, ihrem Weg hin zur Yesteryear-Farm und ihrem erfolgreichen Sozial-Media -Auftritt sowie dem "jetzt", in dem Natalie wortwörtlich in der Vergangenheit gefangen zu sein scheint. Beide Perspektiven fand ich total spannend und auch wenn die Geschehnisse ganz unterschiedlich waren, ist es der Autorin durch die regelmäßigen Wechsel gelungen, beides miteinander zu verweben und dadurch immer mehr Spannung aufzubauen. Ich war während des Lesens zunehmend verwirrt und hatte keine Ahnung, wie die Fragen, die sich mir fortlaufend gestellt haben, am Ende auflösen werden. Schlussendlich war es dann die einzig logische Erklärung, aber gleichzeitig auch der Gipfel der Absurdität, aber dennoch ein tolles Ende, in dem beide Handlungsstränge zusammen gebracht wurden. Ich merke jetzt schon, dass mich das Buch sicherlich noch ein paar Tage beschäftigen wird und kann es nur empfehlen, auch wenn es überhaupt nicht so war, wie ich es erwartet hatte. Natalie war eine sehr spannende Protagonistin, wenn auch alles andere als sympathisch und für mich in ihren Sichtweisen auf die Welt auch absolut nicht 'relatable'. Teilweise las sich das Buch wirklich wie ein historischer Roman, weil die Ansichten und vor allem auch die Lebensweise von Natalie und ihrer Familie so weit von meiner Realität entfernt waren. Vor allem nicht, was ihren christlichen Glauben angeht. Trotzdem wirkte sie echt und auch nahbar. Etwas schade fand ich, dass das Thema Social-Media eigentlich keine wirkliche Rolle in dem Buch spielt. Empfehlen kann ich es dennoch sehr!





Summer Tides
von Sarah Fulmar
'Summer Tides' macht einen wunderschönen ersten Eindruck. Cover und Farbschnitt sind absolut stimmig und wenn man sich um Umschlag das Layout der weiteren drei Bände anschaut, gibt die St. Ives Reihe ein tolles Gesamtpaket ab.
Aber auch das Setting am Strand vom Cornwall mit den vielen Sommer-Vibes hat mir richtig gut gefallen und Urlaubsfeeling aufkommen lassen. Summer Tides handelt von Scarlett, die für den Sommer ihre Wohnung in London und ihren 'Freund' zurücklässt, der ihr das Gefühl gibt, nicht genug zu sein und sich nicht auf eine richtige Beziehung zu ihr einlassen kann. Scarlett kommt zu ihrer besten Freundin Emily nach St. Ives, die wenige Monate zuvor dorthin gezogen ist und will ein Strandkiosk betreiben. Sie trifft dort auf alte Freunde der Familie, mit denen Emily und sie früher ihre Sommer verbracht haben und fühlt sich schnell zu Jonah, den ältesten Sohn der Familie hingezogen. Doch ihre Nicht-Beziehung sowie Jonahs Karrierepläne stehen den beiden im Weg.
Scarlett fand ich schnell sympathisch, auch wenn ich mich kaum mit ihrem chaotischen Leben und ihren teilweise recht fragwürdigen finanziellen, aber auch moralischen Entscheidungen identifizieren konnte. Jonah, der unfassbare Angst davor hat, die Fehler seines Großvaters zu wiederholen, sich aber nicht von Scarlett fernhalten konnte, mochte ich ebenfalls gerne. Ich fand es schön, wie sich zwischen den beiden eine besondere Verbindung anbahnt die sie vorher so beide nie kannten.
Leider ist es mir trotzdem nicht ganz gelungen, mich emotional auf die Geschichte einzulassen. Das lag vielleicht auch an dem schnellen Tempo, das für mich nicht ganz mit den tiefen Gefühlen zwischen den beiden zusammengepasst hat. Denn eigentlich gab es gar nicht so viele ausführliche Interaktionen zwischen Scarlett und Jonah, die das gerechtfertigt hätten. Gerade auch am Ende war es mir dadurch ein bisschen zu viel des Guten. Aber trotzdem mochte ich die Geschichte und vor allem auch die Bewohner von St. Ives sehr gerne und ich bin gespannt, was die anderen drei Bände noch so bereithalten





The Iced Caramel Coffee Agreement
von Kyra Groh
Endlich ging es zurück nach Lower Whilby - und ich habe es einfach geliebt! Während Band 1 für mich im Vergleich zu anderen Büchern von Kyra Groh für mich etwas schwächer war, hat mich die Geschichte von Eleanore und Dex komplett mitgerissen und ich konnte das Buch echt nicht mehr aus der Hand legen.
Besonders gefallen hat mir natürlich der tolle Schreibstil der Autorin und ihr Humor, der an vielen Stellen in das Buch eingeflossen ist und mir den ein oder anderen Lacher beschert hat.
Eleanore fand ich schon im ersten Band sehr sympathisch und es wae sehr schön, sie näher kennen zu lernen und mit dabei zu sein, wie sie sich selbst zu lieben lernt und sich nicht mehr so sehr von den Meinungen anderer abhängig macht. Auch ihre Freundschaft zu Jude und auch zu Olive fand ich toll, vielleicht auch gerade weil die drei so unterschiedlich sind.
Hach und Dex... Anfangs fand ich es schon hart, ihn so sehr am Boden zu sehen und ich habe mich echt gefragt, wie es innerhalb von nur einem Buch gelingen soll, dass er eine derartige Wendung durchmachen und eine stabile Beziehung zu Eleanore aufbauen soll. Aber letztendlich fand aus meiner Sicht alles im perfekten Tempo und sehr authentisch statt. Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin die inneren Konflikte von Eleanore und Dex aufgearbeitet hat und wie sie sich gegenseitig das geben konnten, was ihnen vorher gefehlt hat.
Für mich war es eine vollkommen gelungene Geschichte und ein Re-Read ist jetzt schon sicher!





Alle glücklich
von Kira Mohn
"Alle glücklich" von Kira Mohn hat mich sehr bewegt und ich denke, es wird mich auch noch eine Weile beschäftigen. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und flüssig zu lesen, weshalb ich das Buch trotz der komplexen Themen sehr schnell lesen konnte. Der Schreibstil ist auch eher oberflächlich und lässt vor allem viel Spielraum für eigene Gedanken, die sich der Leser machen kann, was mir total gut gefallen kann. Auch die Erzählperspektive, die zwischen den vier Familienmitgliedern wechselt hat mir gut gefallen. Normalerweise bin ich kein Fan von mehr als zwei verschiedenen Erzählperspektiven weil ich immer dazu tendiere, mich besonders für einzelne Personen zu interessieren und mich die Kapitel dazwischen dann eher nerven, aber hier ist das Konzept gut aufgegangen, obwohl alle vier meist mit ihren eigenen Kämpfen zu tun haben und gar nicht so sehr gemeinsam als Familie auftreten. Anfangs fand ich vor allem interessant, wie die vier ihren Alltag leben, welche Unzufriedenheiten es gibt, aber trotzdem kam mir alles noch relativ normal vor. Welche Abgründe die Handlung noch nehmen würde, das hätte ich mir anfangs nicht vorstellen können. Trotzdem fand ich nichts davon unrealistisch, sondern im Gegenteil sehr realistisch und dadurch war die Atmosphäre im Buch teilweise schon etwas beklemmend und hat mich nachdenklich werden lassen. Die einzelnen Familienmitglieder und ihre inneren Kämpfe waren sehr nachvollziehbar beschrieben, sodass man selbst mit Ninas Mann Alexander mitfühlen konnte, obwohl er mir im Laufe des Buches immer unsympathischer wurde. Aber eigentlich ging es hier gar nicht um Sympathien, sondern um das echte, eherliche Leben, deshalb war das gar nicht so wichtig.bDas Ende fand ich richtig gut, auch wenn ich gerne noch weiter gelesen habe. Aber ich denke das war ein guter Zeitpunkt, um die Geschichte zu beenden und der ebenfalls noch Raum für eigene Gedanken bietet.
Für mich war das Buch wirklich ein überraschendes und emotionales Highlight, das ich anfangs gar nicht so erwartet hätte.





To Cage a Wild Bird
von Brooke Fast
Die Grundidee zu "To Cage a wild Bird" hat mich sehr neugierig gemacht und nostalgische Gefühle zu den Zeiten geweckt, als Buchreihen wie die Tribute von Panem oder die Bestimmung erschienen sind. Ich fand es toll, mal wieder in diesem Genre zu lesen, das ich gar nicht mehr ao sehr auf dem Schirm hatte, obwohl ich so viele tolle Reihen geradezu verschlungen habe.
In die Geschichte bin ich gut reingekommen, was für allem am angenehmen Schreibstil der Autorin lag. Die nötigen Hintergrundinformationen zu Dividum und dem Gefängnis Endlock wurden immer wieder in die Handlung eingearbeitet, wobei manche Infos für meinen Geschmack recht spät kamen. Die Einführung in die Regeln und Ordnung Dividums wurde ziemlich schnell abgearbeitet, bis Raven sich auch schon verhaften lassen hat, um ihren Bruder aus Endlock zu retten. Endlock selbst gibt mir nach wie vor einige Rätsel auf. Ja die Wachen verhalten sich größtenteils grausam und die Insassen werden auf der Jagd nicht wie Menschen behandelt. Gleichzeitig
wirkte die Atmosphäre, die im Buch beschrieben wird, wirkte für mich oft gar nicht wie in einem düsteren Hochsicherheitsgefängnis, aus dem niemand lebendig rauskommt. Die Gefangenen haben zum Teil einige Freiheiten, die ich mir nicht wirklich erklären konnte und beim Lesen sind mir auch immer wieder andere Dinge aufgefallen, die nicht zusammenpassen. Insgesamt fand ich die Handlung und auch das Worldbuilding zu platt und habe das Gefühl, dass das Potenzial der Geschichte nicht vollständig genutzt wurde.
Gerade auch als Ravens Rolle zwischen der Rebellion und ihrem Job als Kopfgeldjägerin, der zwar aus der Not heraus entstanden ist, den sie aber anfangs skrupellos verfolgt, hätte man mehr machen können. Sie hat sich bewusst gegen das Erbe ihrer Eltern entschieden, aber trotzdem muss davon noch einiges in ihr gesteckt haben, da sie in Endlock doch recht schnell Veränderungen durchmacht, die gar nicht mehr mit dem Bild einer abgebrühten Kopfgeldjägerin zusammenpassen.
Die Liebesbeziehung zwischen ihr und Vale hat sich meiner Meinung nach viel zu schnell entwickelt und vor allem Vales Gefühle kamen mir anfangs übertrieben stark vor, obwohl er Raven noch gar nicht gut kannte.
Das Ende des Buches hielt einige Wendungen bereit, die man in ähnlicher Form aber schon aus anderen Büchern des Genres kennt und die dadurch einiges an Spannung eingebüßt haben. Insgesamt muss ich sagen, dass das Buch ein netter Ausflug in die Vergangenheit war, aber aus meiner Sicht leider nicht an andere Dystopien herankommt.





Botanic Hearts
von Melanie Sweeney
An Botanic Hearts hat mich zuerst das süße Cover und der Titel angesprochen, die mir cozy Blumenladen-Vibes gegeben haben. Die Leseprobe war interessant und ich fand die Mischung aus Bibliothek und Botanischem Garten, aber auch die potenzielle Liebesgeschichte mit einer alleinerziehenden Mutter spannend. Aber ehrlicherweise muss ich sagen, dass sowohl Tansy als auch Jack mir anfangs beide echt nicht sympatisch waren. Vor allem dieser völlig unnötige Kleinkrieg, den die beiden ab ihrer dritten Begegnung führen und den ich absolut nicht nachvollziehen konnte, ging mir extrem auf die Nerven. Tansy spielt sich meiner Meinung nach total auf, und zeigt sich mehr als undankbar, obwohl Jack sie de facto zweimal gerettet hat. Da spielt es doch keine Rolle wie freundlich er dabei war. Ihre Hingabe für die Rettung der Bibliothek kann ich ja nachvollziehen, aber wenn das gesamte Gelände durch den Hurrican zerstört wurde verstehe ich auch nicht, warum Tansy ein blitzblankes Ersatzgebäude für die Bibliothek erwartet. Aber auch Jacks Null-Bock-Einstellung scheinbar gegen alle Menschen hat mir wirklich nicht gefallen. Er scheint sich nicht die Mühe zu machen, andere kennenzulernen, sondern stempelt alle direkt als unfähig oder nervig ab. Gleichzeitig kamen mir die ganzen körperlichen Bewertungen und sexuellen Andeutungen absolut unpassend dazu vor.
Mit der Zeit kam ich besser in das Buch rein und die Figuren haben auch mehr Tiefe bekommen. Jacks raue Art wurden aufgrund seiner Vergangenheit besser nachvollziehbar und auch bei Tansy habe ich besser verstanden, wie sehr sie unter Druck steht. Trotzdem wurde ich nicht 100% warm mit den Figuren und der Geschichte und die Gefühle zwischen Tansy und Jack haben für meinen Geschmack etwas zu schnell umgeschwenkt. Toll fand ich vor allem Tansys Tochter Briar und ihre Begeisterung für Jack. Ich finde, hier hätte man vor allem am Ende des Buches noch mehr daraus machen können und die Beziehung zwischen Briar und Jack noch mehr beleuchten können.
Alles in allem muss ich sagen, dass Botanic Hearts dann zwar doch ganz nett zu lesen war, aber für mich immer noch zu oberflächlich blieb. Die Nebencharaktere blieben für mich ebenfalls zu blass, wobei ich hier vor allem ebenfalls ein Sympathieproblem hatte. Das Buch ging nicht so ganz in die Richtung, die ich mir vorgestellt hatte.





The Pumpkin Spice Latte Disaster
von Kyra Groh
Da Kyra Groh mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen gehört und ich besonders alle Bände der Sweet-Lemon Agency-Reihe mittlerweile mehrfach verschlungen habe, waren meine Erwartungen an ihr neues Buch entsprechend hoch. Vorweggenommen muss ich leider schonmal sagen, dass das 'Pumpkin Spice Latte Disaster' für mich nicht ganz an meine Lieblingsbücher von ihr heran kommt, aber trotzdem steckt auch in diesem Buch ganz viel Romantik und der tolle Schreibstil, den ich lieben gelernt habe.
Anfangs habe ich schon etwas gebraucht, um mich in Lower Whilby zurechtzufinden und in die Geschichte reinzukommen. Irgendwie war mir alles fast ein bisschen zu viel Klischee, der Kleinstadtvibe war mir etwas zu krass durch die klassischen Themen wie Jeder-kennt-jeden, Jeder-weiß-alles-von-jedem und vor allem auch die Namen der Geschäfte im Städtchen. Gleichzeitig war es auch schön, die typischen Stadtbewohner kennenzulernen, die alle ihre ganz eigenen Marotten haben. Besonders Eleanore hat es mir angetan und ich freue mich darauf, dass sie auch ihren eigenen Band bekommt. Jude und James haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam und durch ihre ganz unterschiedlichen Einstellungen zu Lower Whilby, das für James eher ein Rückzugsort ist, an dem er er selbst sein kann, abseits des Trubels um seine Eltern, während es für Jude der Ort ist, an dem niemand sie so akzeptiert, wie sie ist, sind eine schlechte Ausgangsbasis für eine Beziehung. Nach und nach kristallisieren sich aber immer mehr die tieferen Beweggründe heraus, warum Jude nicht gerne in ihren Heimatort zurückkommt, die dann doch gar nicht so viel damit zu tun haben, dass sie das Kleinstadtleben nicht gutheißen würde. Und spätestens da war ich dann doch wieder begeistert von der Geschichte und davon, wie Jude und James sich einander öffnen, offen über ihre Sorgen und Probleme und die Vergangenheit sprechen und aus der anfänglich doch sehr körperlichen Anziehung doch schnell mehr wird. Die Storys über James' Eltern, die auch stark im Gegensatz dazu stehen, wie liebevoll sie miteinander und ihren Söhnen umgehen, fand ich manchmal auch etwas zu dolle, aber ich denke, hier ist vieles auch bewusst etwas überbetont, um diesen ganz besonderen Kleinstadtvibe zu schaffen, der mich immer mehr für sich eingenommen hat.
Ich denke dass die Themen des Buches für mich nicht die Tropes sind, die ich am liebsten lese, aber dafür hat mir das Buch trotzdem total gut gefallen. Umso gespannter bin ich auf die beiden anderen Bände der Reihe, die mich sehr interessieren, da sowohl Eleanore als auch Olive auf jeweils ihre Art sehr besonders sind.





Organisch
von Enders Giulia; Enders Jill
Das Bestseller-Buch von Giulia Enders, Darm mit Charme, habe ich zwar schon lange auf meiner Liste, habe es bisher aber immer noch nicht geschafft es zu lesen. Bei ihrem zweiten Buch Organisch war ich ebenso neugierig und habe die Gelegenheit direkt genutzt. Da ich eine chronische Darmerkrankung habe und mein Körper sich bei Anzeichen von Stress schnell bemerkbar macht, finde ich es spannend und wichtig, sich mit den Zusammenhängen im menschlichen Körper zu beschäftigen. In der Schulmedizin kommt das meiner Meinung nach viel zu kurz, da sich jeder Arzt nur mit seinem Fachgebiet auseinandersetzt und nur selten der ganze Mensch betrachtet wird. Guilia Enders zeigt anhand verschiedener Organe im menschlichen Körper anschaulich, wie diese miteinander interagieren und in Wechselwirkung stehen und macht klar, das alles miteinander in Verbindung steht. Dabei schafft sie es, auch komplexe Zusammenhänge mit einfachen Worten und Sinnbildern verständlich zu erklären und macht auch ein Sachbuch leicht zu lesen und spannend. Mir haben auch die persönlichen Noten gut gefallen, die immer wieder mit der Reise durch den menschlichen Körper verbunden wurden. Ich habe durch das Buch vieles gelernt und konnte einige Impulse für mich mitnehmen. Es war toll, wie man während des Lesens immer wieder innehalten und das Gelesene am eigenen Körper beobachten konnte, z.B. als es um verschiedene Atemtechniken und deren Wirkungen ging. Gleichzeitig fand ich aber auch die Gesellschaftskritik die an vielen Stellen mitschwang wichtig und auf den Punkt gebracht. Die Wechselwirkungen von Umweltverschmutzungen und den Auswirkungen auf den Körper waren anschaulich beschrieben und machen stellenweise sehr nachdenklich und auch mal wütend. Ich kann das Buch nur empfehlen und muss wohl dringend "Darm mit Charme" nachholen, denn jetzt bin ich sicher, dass auch dieses Buch viel wertvolles für mich zu bieten haben wird.









