Alle glücklich

Alle glücklich

von Kira Mohn

€ 25,70

Hardcover

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Roman | Was ist, wenn man glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt? | Über die Psychologie der Familie | Fesselnd, bewegend und voller Wucht | SPIEGEL-Bestsellerautorin
2026 HarperCollins Hamburg; HarperCollins Hardcover
288 Seiten
29 mm x 132 mm
Sprache: Deutsch
978-3-365-01083-9

Hauptbeschreibung

Was ist, wenn man doch glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt?

Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß.

Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt - und wer dankt es ihm?

Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes.

Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut!

Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratene Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf.

Bestsellerautorin Kira Mohns Roman besticht mit dem scharfen und dennoch liebevollen Blick auf die Psychologie einer Familie.


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Hardcover
Roman | Was ist, wenn man glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt? | Über die Psychologie der Familie | Fesselnd, bewegend und voller Wucht | SPIEGEL-Bestsellerautorin
2026 HarperCollins Hamburg; HarperCollins Hardcover
288 Seiten
29 mm x 132 mm
Sprache: Deutsch
978-3-365-01083-9


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Kira Mohn, 1972 geboren, ist eine deutsche Bestsellerautorin. Bevor sie als freie Journalistin und Texterin arbeitete, hat sie Psychologie und Pädagogik studiert. Heute widmet sie sich ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin und lebt mit ihren Kindern in München.

Hersteller: Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
Valentinskamp 24, 20354 Hamburg DE
E-Mail: info@harpercollins.de

Hinter dem perfekten Bild 2026-05-05 16:42:00
von Alo

Nach dem Lesen von Alle glücklich brauchte ich erst einmal einen Moment, um zu begreifen, was dieses Buch eigentlich mit mir gemacht hat. Es ist keine Geschichte, die durch große Ereignisse oder dramatische Wendungen auffällt und doch hat sie eine überraschend intensive Wirkung.

Auf den ersten Blick erzählt der Roman von einer vierköpfigen Familie, deren Leben geordnet und beinahe perfekt wirkt. Nach außen hin scheint alles zu stimmen: Es geht ihnen gut, sie funktionieren als Einheit, sie wirken, wie der Titel verspricht, glücklich. Doch schnell wird klar, dass hinter dieser Fassade mehr steckt. Vielleicht müsste der Titel eher als Frage gelesen werden: Sind wirklich alle glücklich?

Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt, aus der Sicht jedes Familienmitglieds. Genau darin liegt die große Stärke des Romans. Die Figuren sind unglaublich fein ausgearbeitet, bis ins Detail durchdacht und wirken dadurch sehr lebendig. Man beobachtet sie nicht nur beim Lesen, man fühlt mit ihnen. Ihre Entscheidungen sind nachvollziehbar, selbst dann, wenn man sie am liebsten aufhalten oder wachrütteln würde.


Besonders beeindruckend ist, wie ehrlich und sensibel hier das Bild einer Familie gezeichnet wird. Es geht um unausgesprochene Erwartungen, um gesellschaftlichen Druck und um das, was zwischen den Zeilen bleibt. Beim Lesen beginnt man unweigerlich, auch über das eigene Umfeld nachzudenken: Was geht in den Menschen vor, die einem nahestehen? Was wird vielleicht nicht ausgesprochen?


„Alle glücklich“ ist ein leiser, aber eindringlicher Roman, der einem viel zum Nachdenken gibt. Eine Geschichte, die zeigt, dass es oft die stillen Zwischentöne sind, die am meisten berühren und dass hinter einem scheinbar perfekten Leben oft viel mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht. 4,5/5 Sterne

Einblicke in die Seelen 2026-04-21 11:28:00
von Ulla
Nach außen hin scheinen die Mitglieder der Familie Holtstein glücklich und zufrieden. Alexander ist Oberarzt im Krankenhaus, Mina arbeitet als Sprechstundenhilfe und MTA bei einem Hausarzt, Ben studiert und die sechzehnjährige Emilia ist gerade frisch verliebt in Julian, der kurz vor dem Abitur steht und mit eigenem Auto und einer Wohnung in München bei ihr punktet. Doch der Schein trügt. Alexander findet immer wieder Gründe warum er bei abendlichen gemeinsamen Essen nicht rechtzeitig da sein kann, Ben verkriecht sich in seinem Zimmer und sitzt fast nur vor dem Computer oder Fernseher obwohl er sich nach einer Freundin, nach Liebe sehnt. Nina nimmt einen Zweitjob als Kassiererin in einem Supermarkt an um eigenes Geld zur Verfügung zu haben und sich nicht für jede Ausgabe rechtfertigen zu müssen. Für alles rund um die Familie ist sie natürlich auch zuständig. Emilia merkt zu spät, welches Spiel ihre erste große Liebe mit ihr spielt.
Wir erleben die Entwicklung der Familie von der scheinbaren Idylle bis zum Chaos aus Sicht aller vier Protagonisten. Deren Probleme können jeden treffen, sie sind emotional geschrieben und man kann mit jedem, mehr oder weniger, mitleiden und mitfühlen.
Großartige Leseüberraschung 2026-03-24 14:27:00
Kira Mohn schreibt in «Alle glücklich» über eine vierköpfige Familie, in der sich mit den Jahren irgendwas verändert hat. Das Gefühl, zusammenzugehören, ist vorbei. Für die 43-jährige Nina ist es schwierig geworden, stillschweigend ihre Rollen als arbeitende Mutter, Haushälterin und Ehefrau auszufüllen. Immer wieder kommt es zum Streit mit ihrem Mann, der weder ihre unsichtbaren Handlungen wertschätzt, noch sie selbst. «Alles, was sie wollte, war Ruhe, Frieden und ein bisschen Aufmerksamkeit von Seiten ihres Mannes.» Ihr Mann Alexander sieht sich als Lebensgrundlagenversorger der Familie und fühlt sich dabei in seinen Bedürfnissen als Mann zurückgewiesen. Die 16-jährige Emilia ist zum ersten Mal mit einen Jungen zusammen und ihr 20-jähriger Bruder Ben bewegt sich kaum aus seinem Zimmer heraus. Für alle vier Familienmitglieder verändert sich etwas und es spitzt sich immer weiter zu: Nina freundet sich mit einer Kollegin an und kümmert sich mehr um sich selbst. Alex wird eifersüchtig und wütend. Nach einer Party ändert sich für Emilia alles und sie gibt sich selbst die Schuld. Ben möchte selbstbewusster werden und endlich herausfinden, was er will. Dabei stößt er auf Videos von Adrian, der ihn mit Selbstdisziplin vom Loser zum Löwen machen will. Wird er sich jetzt endlich trauen, seinen heimlichen Schwarm an der Uni anzusprechen?

Es ist spannend, mitzuverfolgen, was den Vier widerfährt, und wie sie damit umgehen. Statt Mitgefühl, Verständnis und Zusammenhalt kommt es zum Machtmissbrauch, zu falschen Annahmen, Einsamkeit und Verzweiflung. Die Figurenentwicklung ist dabei ganz unterschiedlich. Während der Frauen daran zu wachsen scheinen, sind die Männer in ihrer Opferrolle gefangen und kommen dabei nicht gut weg. «Mussten sie sich eigentlich von jedem Mann in ihrer Umgebung ständig abkanzeln lassen?» Ob das abgespeckte Alpha-Gerede von Adrian, Julians Verhalten, Anastasias Ex oder Ninas Erfahrungen als Verkäuferin. Lediglich Ben hat Respekt vor Frauen und versucht für seine Schwester da zu sein. Die Szene, in der sie gemeinsam einen Film gucken, den ich auch noch selbst gern mag, war einfach schön. Ein kleines bisschen Harmonie in der Familie. Beim Lesen wollte ich beide in den Arm nehmen, bei all dem, was ihnen passiert. Die Eltern sind mit sich selbst beschäftigt und nicht für sie da. Mich hat der Roman auch nach dem Ende nicht ganz losgelassen und es gibt ein paar Punkte, über die man in den Austausch kommen kann – die zum Selbstausfüllen einladen. Kira Mohn deutet nur an und lässt der eigenen Vorstellungskraft Raum. Dazu kommt ein flüssiger und leicht zugänglicher Schreibstil, eine unterschwellige Spannung und eine stille Atmosphäre, obwohl es um tiefgreifende und aufreibende Themen geht. Eine unerwartete und großartige Leseüberraschung für mich, die ich nur empfehlen kann!