Kundenrezensionen von bine525





Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
von Fabio Nola
Es hat mir großen Spaß gemacht, den zweiten Band dieser Neapel-Krimi-Serie zu lesen. Da der Autor früher in Neapel studiert hat und dadurch zu dieser Reihe inspiriert wurde, konnte er viele eigene Erfahrungen und viel Wissen in das Buch einfließen lassen. Schon der erste Band hatte mir sehr gut gefallen, und auch die Fortsetzung ist aus meiner Sicht perfekt gelungen.
Die Mischung aus einem guten Schreibstil, leichtem Humor, Einblicken in das Privatleben der Figuren und einer umfangreichen Ermittlungsarbeit funktioniert hervorragend. Dass ausgerechnet an Karfreitag ein Toter am Hafen gefunden wird und die Fischer darüber alles andere als begeistert sind, wirkt zwar fast schon wie etwas zu viel Zufall – meinem Lesevergnügen hat das jedoch keinen Abbruch getan.
Mit jeder Seite konnte ich die Atmosphäre Italiens spüren, und gleichzeitig wuchs die Vorfreude auf den nächsten Italien-Urlaub. Gerade zur jetzt kommenden Osterzeit passt auch das Erscheinungsdatum des Buches sehr gut, denn im Roman spielen zahlreiche österliche Bräuche eine Rolle.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Qualität des Buches selbst. Trotz der großen Seitenzahl sind die Seiten angenehm dünn, wodurch das Buch insgesamt leichter wirkt. Auch das Cover passt inhaltlich sehr gut zum Krimi.
Wer den ersten Band bereits kennt und somit mit den Figuren vertraut ist, wird sich beim Lesen etwas leichter tun. Um den Überblick zu behalten, habe ich mir von Anfang an ein paar Stichpunkte zu den einzelnen Personen und ihren Namen notiert – sonst hätte man bei der Vielzahl an Figuren leicht den Überblick verlieren können.
Zusammenfassend war es für mich ein Buch mit großem Lesevergnügen von der ersten bis zur letzten Seite.





Das White Octopus Hotel
von Alexandra Bell
Dieses außergewöhnliche Buch hat mich von der ersten Seite an in ein faszinierendes, fiktives Abenteuer entführt. Es verbindet Fantasie, Romantik und leise Melancholie zu einer Geschichte, die lange nachhallt.
Im Mittelpunkt steht die junge Kunstgutachterin Eve Shaw. In ihrer Kindheit hatte sie durch den Tod ihrer Schwester ein prägendes Erlebnis. Auf ihrem Körper trägt sie ein geheimnisvolles Oktopus-Tattoo, das sich ständig bewegt und dessen Existenz sie unter weiter Kleidung zu verbergen versucht. Als wäre das nicht rätselhaft genug, begegnet ihr immer wieder ein Hase – unsichtbar für alle anderen. Spätestens mit dem Besuch eines silberhaarigen alten Mannes, der Andeutungen über Zeit, Schicksal und verborgene Möglichkeiten macht, beginnt für Eve eine Reise ins Ungewisse.
Ihre Spur führt sie ins White Octopus Hotel – ein Ort, um den sich Gerüchte über Zeitreise-Zimmer und magische Artefakte ranken. Doch das Spiel mit der Vergangenheit ist gefährlich: Jede Veränderung könnte ihr eigenes Leben unwiderruflich neu formen. Genau hier entfaltet die Geschichte ihre größte Kraft – zwischen Sehnsucht nach einem anderen Morgen und der Verantwortung für das eigene Gestern.
Die Mischung aus Romantik, skurrilen Figuren und dem tiefen Wunsch nach Veränderung wirkt beinahe selbst magisch. Immer wieder regt das Buch zum Nachdenken an: Was würden wir anders machen, wenn wir könnten? Und welchen Preis wären wir bereit zu zahlen?
Der geheimnisvolle Hase weckt unweigerlich Erinnerungen an „Alice im Wunderland“, doch diese Erzählung ist deutlich düsterer und vielschichtiger. Mit Bezügen zu Kriegszeiten und existenziellen Fragen richtet sich die Geschichte klar an ein erwachsenes Publikum. Sie ist märchenhaft – aber kein Märchen für Kinder.
Ein poetisches, ungewöhnliches Werk für alle, die sich gern zwischen Realität und Traum verlieren – und dabei ein wenig über das eigene Leben nachdenken möchten. Es ist ein eher anspruchsvolles und interessantes Buch.
Das perfekte Tüpfelchen auf dem I ist das wundervolle und farbenprächtige Cover. Es passt perfekt zum Inhalt und springt in der Buchhandlung sofort ins Auge.





Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
von Stefan Ahnhem
Mein erster Gedanke, als dieses Buch auf dem Postweg bei mir ankam, war: Was für ein fetter Schmöker! Schon lange habe ich kein so dominantes und wuchtiges Buch mehr in den Händen gehalten, und die momentan dunkle Jahreszeit mit verhältnismässig viel Lese-Freizeit ist dafür ideal.
Und noch etwas ist mir direkt nach dem Auspacken aufgefallen: Es riecht leider sehr streng und chemisch unangenehm, was vermutlich am Buchdruck liegt. In den vier Tagen, in denen ich das Buch durchgeschmökert habe, hat sich das leider nur minimal gebessert. Bei jedem umblättern empfing mich wieder dieser grässliche Chemiegeruch. Das Cover hingegen ist farblich ansprechend gestaltet. Allerdings weiss ich nicht, weshalb der Titel „Wellengrab“ gewählt wurde, denn für mich hat er keinen klaren Bezug zur Geschichte. Entweder wurde der Titel aus dem Original einfach falsch übersetzt oder ich kapiere es einfach nicht.
Bereits vor längerer Zeit hatte ich einen weiteren Band dieser Serie gelesen, wobei ich mich nicht mehr wirklich an den Inhalt erinnern kann. Meinem Lesefluss hat dieses fehlende Vorwissen jedoch keineswegs geschadet, denn das Buch lässt sich problemlos auch als Einzelband lesen.
In dieser Folge geht es um einen mysteriösen Stromausfall – und natürlich um Mord, wie es sich für einen Kriminalfall gehört. Es macht grossen Spass, Fabian Risk und seiner neuen Kollegin Linn beim Ermitteln quasi über die Schulter zu schauen und dem rätselhaften Fall Schritt für Schritt auf die Spur zu kommen. Das Thema entführte Kinder als Druckmittel geht mir als Mutter besonders nahe. Teilweise empfand ich das Buch als so grausam, dass es für mich eher einem Thriller als einem klassischen Krimi gleicht.
Trotz aller Grausamkeit herrscht jedoch eine durchgehende Hochspannung, weshalb ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es in rasender Geschwindigkeit zu Ende gelesen habe. Ein weiterer Pluspunkt sind die recht kurzen Kapitel, die immer wieder dazu verleiten, nur noch ein Kapitel weiterlesen zu wollen – wobei es natürlich nie dabei bleibt.
Ausserdem ist das Buch sehr zeitgemäss, da Themen unserer aktuellen, alles andere als leichten Zeit aufgegriffen werden, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.





The Woman in Suite 11
von Ruth Ware
Der Thriller las sich von Anfang an auf ganzer Linie spannend und es fiel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen, weil ich immer wissen wollte wie es weitergeht. Die Spannung hat sich meines Erachtens nach stetig gesteigert. Und obwohl es mein erstes Buch von dieser Autorin ist, kam ich auch ohne Vorwissen des ersten Bandes wunderbar mit da sie laufend gute Informationen zur vorherigen Geschichte gab. Leider hat sich das ungefähr ab der Mitte des Buches deutlich geändert. Plötzlich wurde es langatmig und zog sich langweilig dahin. Ich kam vom Modus aus sehr gut unterhalten zu werden immer mehr in einen Zustand wo ich mir nur noch wünschte möglichst bald zum Buchende zu gelangen. An sich finde ich die Idee nach der Einladung auf ein Schiff einen weiteren Band mit dem Aufenthalt in einem Hotel folgen zu lassen sehr gut, nur wurde es in diesem Fall unglücklicherweise schriftstellerisch verbesserungswürdig und nicht gerade optimal, umgesetzt. Da ich auch gedanklich gerne in der Schweiz bin finde ich das Ganze umso mehr schade. Das Cover hingegen gefällt mir sehr gut, passt perfekt in diese Thriller-Reihe und hat auch einen guten Wiedererkennungswert.





Mr. Saitos reisendes Kino
von Annette Bjergfeldt
Ein außergewöhnliches Buch, das mich tief berührt hat. Die junge Protagonistin erinnerte mich an meine eigene Jugend – voller Wünsche, Erwartungen und Hoffnungen.
Das Buch hat mir auch den Tango nähergebracht – mit all seiner Melancholie und Leidenschaft. Mir gefiel diese farbenprächtige, ungewöhnliche Geschichte, die von Fernweh geprägt ist und mit jedem Kapitel neue Facetten zeigt.
Der Papagei auf dem Cover passt perfekt zu diesem bunten Roman. Auch wenn Mr. Saito selbst erst spät erscheint, ist sein Vermächtnis zentral für die berührende Handlung.
In diesen unruhigen Zeiten war das Buch für mich Balsam für die Seele – eine kleine Flucht aus dem Alltag. Eine klare Empfehlung für alle, die wieder einmal etwas ganz Neues lesen möchten.





Das Buch der verlorenen Stunden Roman ¦ 'Dieses Debüt ist ein Lese-Fest für alle, die sich gern mit Büchern wegträumen.' Brigitte. Gebunden.
von Gelfuso Hayley
Nach der Leseprobe und dem Klappentext freute ich mich unglaublich auf dieses Buch der anderen Art. Doch selten bin ich so enttäuscht worden wie diesmal. Das Thema die Zeit zurückdrehen zu können ist faszinierend, allerdings ist mir das Buch zu sehr mit belastenden Themen der vergangenen Zeit gespickt Russland, Juden und der zurückliegende Krieg haben meine Familie geprägt und manches darüber zu lesen, ist immer noch zu aufrührend und belastend.
Ich erhoffte mir eine Art von Märchen für Erwachsene doch das ist leider nicht zutreffend. Es tut mir sehr leid, ich habe selten ein Buch nicht zu Ende gelesen aber dieses hier habe ich nach der 50. Buchseite beendet.
Optisch hätte mir das Buch sehr gut gefallen, vor allem die Vorankündigung eines Buchschnittes in Gold finde ich eine gelungene Idee. Dennoch kann ich bei diesem Buch nur drei Sterne vergeben, da mich der Inhalt leider überhaupt nicht überzeugen konnte.





Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
von Osman Richard; Roth Sabine
Ich habe mich sehr gefreut, Elizabeth, Joyce, Ron und Ibrahim endlich mal im Buchformat wie ich sie im ersten Film kennengelernt habe, lesen zu dürfen.
Die vier liebenswerten Ermittler aus der Seniorenresidenz beweisen auch diesmal, dass man mit Lebenserfahrung, Witz und Teamgeist jedes Rätsel knacken kann.
Während Joyce Tochter Joanna mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt, geraten die vier in einen neuen, turbulenten Fall – inklusive verschwundener Personen und dem aktuellen Thema Bitcoin, der ja passend dazu gestern Nacht ein neues All-time Hoch erreicht hat.
Der Autor verbindet schriftstellerisch gelungen Spannung, Humor und Herz zu einer wunderbar warmen Geschichte, in der die rüstigen und überaus sympathischen Senioren zeigen, dass sie so schnell nichts aufhalten kann und sich besser niemand mit ihnen anlegen sollte.





Plant Lady
von Kang Minyoung; Flügel Kyong-Hae
Die koreanische Frau Yu-Hee ist unzufrieden im Job und entscheidet sich deshalb einen Pflanzenladen zu eröffnen und ihr Leben umzukrempeln. Doch nicht nur ihren Pflanzen gegenüber kümmert sie sich hingebungsvoll, sondern sie ist auch ihren Kundinnen gegenüber eine aufmerksame Zuhörerin und löst deren Männerprobleme. Allerdings bemerkt bald ein Polizist, dass bei den verschwundenen Männern auch immer ein Blumenladen im Fokus ist.
Die koreanische Rachestory einer selbstbewussten modernen Frau mit eigenem schlechten Männererfahrungen, passt in die heutige Zeit von mutigen Zeiten und Feminismus.
Mit nur gut 200 Seiten zum Lesen zieht sich das Buch nicht in die Länge und war sehr unterhaltsam und amüsant. Ideal für ein verregnete Wochenende oder wenn man aus Gründen wie auch immer einen schlechten Tag mit der Männerwelt hat.
Das erhobene glänzende Cover mit einer fleischfressenden Pflanze passt perfekt zum Inhalt dieses Buches und fällt farblich definitiv auf.
Als kleines Hilfsmittel für die für mich schwierig zu merkenden koreanischen Namen habe ich mir schon zu Beginn des Buches Notizen gemacht, um besser den Überblick behalten zu können. Das hat mir sehr geholfen und garantierte mir einen perfekten Lesefluss.





Der Laden in der Mondlichtgasse
von Hiyoko Kurisu
Der Fuchsgeist ist in der japanischen Mythologie ein mächtiges und übernatürliches Wesen. Intelligent, gerissen und mit der Fähigkeit, die Menschen täuschen zu können nimmt er in diesem Wohlfühlroman die menschliche Gestalt des Süssigkeitsladen Besitzers Kogetsu an. Sein Laden in der Mondlichtgasse hat nur von Vollmond bis Neumond geöffnet und ist nur für Menschen mit Problemen erkennbar.
Das zauberhafte Buch liest sich herrlich leicht und ist unwiderstehlich wie Schokolade: süss, manchmal zartherb und hinterlässt ein angenehmes Gefühl nach Glück.
Um es auf den Punkt zu bringen: Dieses Buch war für mich wie Medizin für die Seele.
Das Buch ist perfekt aus dem japanischen übersetzt worden und gekoppelt mit einem 100% stimmigen und beeindruckenden schönem Cover ein perfektes Geschenk für alle die von Zweifeln geplagt sind.





Die Tage im Café Torunka
von Satoshi Yagisawa
Dies ist mein erstes Buch von diesem Autor und es hat mir gut gefallen. Der Inhalt von drei verschiedenen Geschichten ist nichts weltbewegendes, aber spiegelt dennoch ein normales Leben mit Höhen und Tiefen. So sehr ich auch Bücher von japanischen Schriftstellern mag, musste ich mir von Beginn an die für Europäern ungewöhnlichen Namen notieren, um den Überblick zu behalten. Es war auch eine kleine Umstellung für mich, dass es keine Kapitel Unterteilung gibt mir keine Lesepausen vorgegeben werden. Dennoch hatte ich keine Probleme mit dem Buch öfters zu pausieren und danach gleich wieder den Anschluss zu finden.
Um sich der Thematik des Romans anzupassen, trank ich dazu gerne genussvoll eine Tasse Kaffee.
Das Buch kann ich jedem empfehlen der an der Kultur Japans interessiert ist und eher ruhige Lesemomente wünscht.
Das Cover dazu ist sehr passend und spiegelt den Inhalt dar.









