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Der Club der Bücherfreundinnen
von Amy Lynn Green
Auf den "Club der Bücherfreundinnen" von Amy Lynn Green , erschienen bei Francke-Buch hatte ich schon lange mein Augenmerk gerichtet.
Bereits das Cover mit dem Hintergrund einer alten Bibliothek ,der Buchtitel und die ansprechende Inhaltsbeschreibung hat mein Bücherherz direkt erreicht.
Zusammen mit Louise, Avis, Ginny und Martina bin ich eingetaucht in die Zeit und die damit verbundenen Herausforderungen des 2.Weltkriegs
So unterschiedlich die Frauen und ihre Lebensschicksale auch sind, finden sie sich zusammen in einer alten Bibliothek, die von der Schließung bedroht ist.
Avis, die durch familiäre Bande zur Bibliotheksleiterin avanciert gründet aus der Not heraus einen Leseclub. Zu diesem Buchclub erscheint auch die rechtmäßige Besitzerin der Bibliothek, Louise, die mit ihrem Erbe eher auf Kriegsfuß steht und bereit ist, die Bibliothek zur Entstehung eines Kindergartens zu opfern. Ginny, ein junges Mädchen, das mit seiner Familie von ihrer Heimatinsel zugunsten Kriegsinteressen vertrieben wurde, und den Zugang zu Büchern über die beim Clubtreffen angebotenen Leckereien findet. Und dann gibt es noch Martina, die mit ihren beiden Kindern auf der Flucht ist und als Einzige ein großes Interesse an den Büchern selbst hat.
Über die miteinander gelesenen Bücher und den gegenseitigen Austausch darüber lernen sie sich besser kennen, erfahren von ihrer Vergangenheit und wachsen zu einer starken Gemeinschaft.
Verborgene Geheimnisse werden offenbar und lebensgefährliche Bedrohungen erschüttern Freundschaften und Beziehungen.
Mein Leseeindruck:
Als leidenschaftliche Bücherfreundin mit historischem Faible habe ich mich in der Bücherwelt dieses Romans sofort heimisch gefühlt und habe mit Interesse die Entstehung des immer größer werdenden Bücherclubs und die Vielfalt der dafür ausgewählten Lektüre verfolgt.
Die Charaktere der Hauptprotagonistinnen sind authentisch gezeichnet und aufgrund ihren Erfahrungen und Erlebnissen nachvollziehbar.
Ihre Entwicklung vollzieht sich in langsamen Zügen angepasst an den historischen und biographisch geprägten Hintergrund.
So ist auch bei mir nicht sofort der Funke übergesprungen, da jede der vier Frauen mit ihrem Lebenspaket beladen sich nur zaghaft öffnete. Die miteinander gelesenen Bücher waren dabei ein Türöffner, um Geheimnisse und verborgene Ängste zu offenbaren.
Der Glaube an einen durch alle Lebenssituationen begleitenden Gott ist hier wie ein zartes Band , das der Unterschiedlichkeit der Frauen gemäß und ihren Erlebnissen durch kleine Fäden sichtbar wird.
Auch wenn das Buch in vielen Passagen einem dahinfließenden Lebensstrom gleicht, spürt man zwischen den Zeilen den immer näher kommenden Sturm, der sich im letzten Teil des Buches fast thrillerhaft entlädt...
Mein Fazit:
Ein lesenswerter Roman, der die Lebensschicksale von vier ungleichen Frauen in der Tiefe beleuchtet, Vergangenheit ans Licht bringt und aufzeigt, welche Möglichkeiten sich durch Bücher widerspiegeln und welche Kraft das Lesen und der Austausch darüber entfaltet. Man spürt ,dass
Bücher wahre Kommunikationskünstler sind und unausgesprochene Wahrheiten auf einem leisen aber eindrücklichen Weg transportieren.
Eine wunderbare Botschaft, für alle die Bücher lieben und die, die bereit sind dieses Metier zu entdecken.
Pearl
empfiehlt:





Der Club der Bücherfreundinnen
von Amy Lynn Green
Der Roman führt den Leser in das Jahr 1942 nach Amerika und die Küste von Maine. Vier Frauen erleben hier den Zweiten Weltkrieg. Da immer mehr Männer auch in der USA eingezogen werden, leisten nun die Frauen die Arbeit der Männer. Avis kommt auf die Idee einen Buchclub zu gründen, damit sie mal den Alltag vergessen und eine andere Welt abtauchen können. Die Frauen sind sehr unterschiedlich. Louise ist eine reiche Erbin die von ihrem Vater eine private Bücherei geerbt hat. Avis Montgomery ist die romantische in der Runde. Ginny Atkins mit ihrer italienischen Wurzeln und die junge Mutter Marina die neben ihren beiden Kindern noch in einer Fabrik arbeitet. Alle haben ihr Päckchen zu tragen und finden im Bücherclub offene Ohren und Verständnis. Sie haben Geheimnisse, denn es geht auch hier um Verbrechen, die Lebensmittelknappheit, bis zum Heimatverlust.
Fazit:
Taffe Frauen die in einer nicht einfach Zeit leben, doch die Liebe steht hier trotz allem immer im Mittelpunkt der Handlung. Manchmal etwas langatmig.
LEXI
empfiehlt:





Der Club der Bücherfreundinnen
von Amy Lynn Green
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bücher gute Freunde sind, aber andere Leser noch bessere!
„Er drückte die Bände an seine Brust und atmete ihren Duft ein, als wären sie einer seiner Blumensträuße, und einen Augenblick lang verspürte Louise so etwas wie Sehnsucht. Wie es wohl war, Bücher so sehr zu lieben?“
Der verstorbene Luther Cavendish liebte Bücher mehr als alles andere auf dieser Welt. Er hinterließ seiner Tochter die sogenannte „Cavendish Association Library“, eine Privatbücherei, an der sein ganzes Herz hing. Doch Louise Cavendish interessiert sich nur wenig dafür und möchte die Bücherei schließen. Der Bibliothekar und seine Schwester Avis, die ihn für die Dauer seines Kriegseinsatzes vertritt, sind entsetzt. Als die spontane Idee zur Gründung eines Buchclubs Realität wird, kämpfen Avis und einige Mitstreiter um den Erhalt der Privatbücherei. Die bunt gemischten Mitglieder des neuen Buchclubs entwickeln sich nach und nach zu einer kleinen, eingeschworenen Gemeinschaft, welche die Liebe zum Buch vereint. „Menschen brauchen Geschichten, weil sie unser unbewusstes Bedürfnis nach Liebe, Gerechtigkeit und Neuem stillen.“
Amy Lynn Green siedelt ihre Geschichte im Jahr 1942 an, in zahlreichen Rückblenden erzählt sie darüber hinaus von den Jugendjahren ihrer Protagonistin Louise. Als Schauplatz fungiert eine kleine Küstenstadt in Maine, wo der Krieg bereits allgegenwärtig ist. Die Kriegshandlungen von der anderen Seite des Ozeans erreichen sogar schon die Küste von Derby und stellen die Bewohner vor einige Herausforderungen. Die Autorin verbindet geschickt fiktive Handlungen mit historisch belegten Ereignissen, auf die sie im Anhang des Buches eingeht. In den regelmäßigen Treffen des Buchclubs beschränken sich die Gespräche bald nicht mehr nur auf literarische Themen. Aus Zufallsbekannten werden Freunde, nachdem die oftmals mühsam gewahrten Fassaden aller Beteiligten langsam bröckeln und sie ihr Innerstes offenlegen. Aus anfänglicher Skepsis erwachsen gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung. Der Buchclub wird nicht zuletzt durch seine Mitglieder zum Lichtblick für alle Beteiligten, die neben der Liebe zur Welt der Bücher auch der gemeinsame Kampf um das Überleben der Bücherei verbindet.
Die Charakterzeichnung ihrer Akteure ist der Autorin vortrefflich gelungen. Amy Lynn Green ersann facettenreiche Protagonisten und Nebenfiguren, die in hohem Maße authentisch wirken. Ihre Gefühle, Gedanken und Sehnsüchte, aber auch ihre Vergangenheit werden dem Leser im Verlauf der Seiten nahegebracht. Eine zentrale Rolle spielt dabei Louise Cavendish, eine elegante ältere Dame, die umgeben von ihren Dienstboten in „Windward Hall“ lebt. Durch ihre strenge, humorlose Art und ihre steinerne Miene wirkt sie auf andere Menschen einschüchternd. Romantik ist für Louise eine lächerliche Illusion, doch sie hat nicht immer so empfunden. Avis Montgomery sorgt während der Abwesenheit ihres Bruders für einen reibungslosen Ablauf in der Bibliothek. Die junge Frau hegt zunächst keine allzu große Affinität zur Literatur, engagiert sich dennoch leidenschaftlich für die Bibliothek. Avis ist der Ansicht, dass man etwas, das man liebt, nicht kampflos aufgeben darf. Mit Ginny Atkins bringt die Autorin ein echtes Unikum ins Spiel – ein etwas chaotischer, sehr impulsiver und völlig ungekünstelter Wirbelwind, der nicht nur romantische Bücher, sondern auch das köstliche Teegebäck bei den Treffen des Buchclubs schätzt und kein Blatt vor den Mund nimmt. Ginnys Arbeitskollegin Martina Bianchini ist eine junge Mutter aus Boston und leidenschaftliche Leserin, öffnet sich anderen Menschen jedoch nur zögernd. Eine schwere Last aus der Vergangenheit überschattet Martinas Neuanfang in Derby. Ihrer italienischen Mamma verdankt sie einige klugen Ansichten und Lebensweisheiten: „Ich habe von meiner Mutter gelernt, dass Lieben und Geliebtwerden die größten Freuden und das größte Risiko sind. Manchmal beides gleichzeitig.“ Als interessante Nebenfiguren dieses Buches fungieren Avis Montgomerys Ehemann Russell, Louises Köchin Delphie, ein verwundeter Kriegsveteran namens Freddy sowie Martinas Ehemann Patrick.
Das interessante Thema sowie der einnehmende Schreibstil der Autorin machten diesen Roman aus der Feder von Amy Lynn Green zu einem echten Lese-Highlight. Ich genoss es, die Bewohner der fiktiven Küstenstadt im Kampf gegen die Schließung der Bücherei zu begleiten. Durch die Enthüllung der Vergangenheit kommt es zu spannenden Szenen, auf die ich aufgrund etwaiger Spoiler nicht näher eingehen mochte. Nicht zuletzt ist es dem interessanten Plot, den hervorragend gezeichneten Figuren und zahlreichen klugen Einsichten und Lebensweisheiten zu verdanken, dass ich es kaum schaffte, mich von den Seiten dieses Buches zu lösen. „Der Club der Bücherfreundinnen“ hat ganz eindeutig das Potenzial dazu, auch noch nach dem Zuschlagen der letzten Seite nachzuwirken.
Abschließend möchte ich noch auf die wunderschöne optische Aufmachung dieses Buches hinweisen. Die Abbildung von zwei Frauen vor einem lichtdurchfluteten Fenster einer Bibliothek zieht die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Eine harmonische Farbgestaltung und die gefällige zentrierte Anordnung von Titel, Autor und Verlag runden das positive Gesamtbild ab. Abgesehen von den bereits erwähnten Anmerkungen der Autorin findet man darüber hinaus am Ende des Buches noch eine Leseliste des Buchclubs mit sämtlichen im Inhalt erwähnten Titeln. Dieser Roman hat mich dermaßen in den Bann gezogen, dass ich mir jene Titel und Autoren, die ich bis dato noch nicht kenne, auf jeden Fall näher ansehen werde.
Ich vergebe begeisterte fünf Sterne und möchte diesen Roman ganz besonders Menschen mit einer Leidenschaft für Bibliotheken, Bücher sowie den regen Austausch darüber ans Herz legen. „Bücher sind dafür da, um Diskussionen auszulösen. Lass es einfach zu!“
Petra
empfiehlt:





Der Club der Bücherfreundinnen
von Amy Lynn Green
Die Autorin Amy Lynn Green lässt die Geschichte des Buchclubs , die sie uns erzählt in der fiktiven Kleinstadt Derby in Maine in der Zeit des Zweiten Weltkrieges, spielen.
Im Mittelpunkt stehen vier Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten.
Avis Montgomery, die jung verheiratet ist und sich eher für Tipps zur perfekten Führung einer Ehe in den unterschiedlichsten Zeitschriften interessiert, übernimmt die Leitung der privaten Bücherei von Louise Cavendish, als ihr Bruder zum Militärdienst eingezogen wird. Louise ist eine ältere alleinstehende Dame, die die Bücherei von ihren Vater geerbt hat, aber nicht seine Liebe zu Büchern. Dann gibt es noch Ginny Atkins, die sich anfangs mehr für die im Buchclub angebotenen Leckereien interessiert . Ihre Arbeitskollegin Martina Bianchini findet mit ihren beiden Kindern Ablenkung vom grauen Alltag.
Sie entdecken das Lesen für sich und das Lesen verbindet sie. Sie können sich einander öffnen und ihre Probleme teilen.
Ein unterhaltsamer Roman, der meine Leseempfehlung erhält.
