Kundenrezensionen
Tyrolia-Testleser
empfiehlt:





Joshua Jackelby
von Benedict Mirow
Testleserin HANNAH, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Götzis)
Joshua, genannt Josh, ist ein einfacher Zeitungsjunge, der in London im Jahr 1851 wie viele, viele andere Straßenkinder versucht, seine Zeitungen zu verkaufen. Als er eines Tages die Welpin Hazel aus der Themse rettet, wird er Zeuge eines Diebstahls. Einem Professor werden die Pläne für seine bahnbrechende Erfindung gestohlen, ein Flugapparat. Außerdem brennt der Zirkus, der in der Stadt ist ab. Dort verstecken sich zwei Geschwister, bei denen es sich um geflohene Dienstboten handelt. Zusammen mit seinen Freunden Leroy, Charlotte, dem Arzt Doctor Snow und seiner treuen Hündin Hazel macht er sich auf eine gefährliche Verbrecherjagd.
Ich fand dieses Buch spannend, weil es in der Vergangenheit in London spielt. Außerdem gab es den Arzt Doctor Snow wirklich, was ich interessant finde. Das Buch behandelt Themen wie Sklaverei und Straßenkinder. Es liest sich wie ein Krimi und trotzdem handelt es auch von Freundschaft. Das Cover ist ebenfalls sehr ansprechend. Ich finde es ist für Jungs und Mädchen ab 11 Jahren geeignet, die gerne lesen und Abenteuer-Geschichten mögen.
Tyrolia Testleser:in aus der Tyrolia-Filiale in Innsbruck
empfiehlt:
Joshua Jackelby
von Benedict Mirow
Testleser MATTHIAS, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Brixlegg)
In diesem Buch geht es um den armen, weisen Zeitungsjungen Joshua, der im Jahre 1851 in London die „Times“ (Zeitung) verkaufte. Er lebte mit seinen Freunden Charlotte, Leroy und seiner Hündin Hazel in der Waterloo Station. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil Joshua mit seinen Freunden verhindert, dass einer der größten Diamanten der Welt gestohlen wird. Besonders interessant war, dass man mehr über diesen besonderen Edelstein, den Koh-i-Noor, erfahren hat. Man erfährt mehrere Informationen über die Stadt London und wie es dort früher war. Am „Themsenfieber“ sind damals viele Menschen gestorben und das Leben war um diese Zeit nicht sehr leicht für die Menschen besonders für arme Leute wie Joshua und seine Freunde. Ich kann das Buch sehr weiterempfehlen, weil es viele geschichtliche Details enthält und spannend zu lesen ist.
drachenzahn
empfiehlt:





Joshua Jackelby
von Benedict Mirow
Diese spannende und atmosphärisch dichte Abenteuergeschichte rund um den Jungen Joshua Jackelby spielt im viktorianischen London. Autor Benedict Mirow gelingt es, die düstere Stimmung jener Zeit mit Armut, Krankheit und gesellschaftlichen Spannungen eindrucksvoll einzufangen. Der Ton bleibt durchgehend spannend und kurzweilig.
Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit einer skrupellosen Straßenbande, den sogenannten „Kings“, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Gleichzeitig breitet sich die Cholera unaufhaltsam aus. Die Warnungen des Arztes John Snows, der tatsächlich um diese Zeit gelebt hat und den Zusammenhang zwischen verunreinigtem Trinkwasser und der Seuche erkannte, verhallen wirkungslos. Stattdessen wird der Fremdenhass angeheizt, insbesondere gegenüber den ausländischen Zirkusartisten.
Das harte Alltagsleben zu dieser Zeit wird auch anhand von Joshuas Freunden nachempfunden. So arbeitet Joshuas Freundin Charly unter harten und gesundheitsschädlichen Bedingungen in einer Kohlefabrik. Zusammen mit ihr und seinem Freund Leroy versuchen sie einen gestohlenen Himmelsgleiter zurückzuholen. Das Fluggerät bringt zusätzlich Spannung in die Handlung und steht symbolisch für Hoffnung und Fortschritt in einer düsteren Zeit.
Empfohlen wird das Buch ab zehn Jahren. Ich denke aber, dass ältere Kinder und Jugendliche mehr mit dem Text anfangen können, da einige Themen wie Armut, Krankheit, soziale Ungerechtigkeit und Vorurteile doch recht düster beschrieben werden. Insgesamt hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Mich hat jedoch die Naivität mancher Erwachsener gestört sowie dass der eigentliche Drahtzieher doch recht schnell vorhersehbar war, nachdem er das erste Mal auftauchte.
Fazit: Wer sich für authentisch erzählte Geschichten mit historischem Hintergrund und einer Prise Abenteuer begeistert, wird hier definitiv fündig.
fantasia
empfiehlt:





Joshua Jackelby
von Benedict Mirow
Der Autor bedankt sich bei seinen Leserinnen und Lesern, dass sie ihm in seine „bunte Welt der Magie“ gefolgt sind. Und ich denke, das haben sie gerne getan.
Junge wie Junggebliebene finden in dieser Geschichte nicht nur spannende Abenteuer, sondern auch viele Denkanstöße. So erfährt man z.B. etwas über die Ausbeutung in den englischen Kolonien, das Leben und die rechtlose Situation armer Kinder und Waisen oder über die Ursachen der Cholera. Diese Themen sind so fein in die Handlung eingewoben, dass sie ohne erhobenen Zeigefinger wirken und den Leser dadurch umso mehr berühren.
Historisch ist das Buch gut eingebunden; der Autor schildert die Situation Ende des 19.Jahrhunderts sehr anschaulich und lebendig.
Freundschaft, Nächstenliebe und Tierliebe ziehen sich wie ein warmherziger roter Faden durch die Geschichte.
Ich habe das Buch mit Freude gelesen und empfehle es gerne weiter.
Marw76
empfiehlt:





Joshua Jackelby
von Benedict Mirow
Cover: Das Cover ist wirklich ein Hingucker und ist mir direkt ins auge gefallen. Ich finde es wunderschön gemacht und dann auch noch sehr detailgetreu mit den Protagonisten im Vordergrund und der Kutsche und den Banden unten im Hintergrund. Es passt sehr gut zur Geschichte und lädt zum längeren Betrachten ein. Auch die tolle Karte in den Buchklappen ist eine Erwähnung wert und ebenfalls wirklich toll gezeichnet!
Inhalt: London, 1851. Joshua Jackelby, ein cleverer Zeitungsjunge, träumt von einem eigenen Pferd und einer Zukunft als königlicher Bote. Als er einen verletzten Hundewelpen aus der Themse rettet, ahnt er nicht, dass dies sein Leben für immer verändern wird. Zusammen mit seinen Freunden und seiner treuen Hündin Hazel stellt sich Josh den düsteren Schatten Londons: einer Welt aus Straßenbanden, Schurken und verborgenen Geheimnissen. Im Wettlauf gegen die Zeit jagt er Dieben nach, die einem genialen Erfinder seine Pläne für eine bahnbrechende Flugmaschine gestohlen haben – und deckt dabei eine Verschwörung auf, die bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft reicht. Und damit geraten Josh und seine Freunde in Lebensgefahr!
Meine Meinung: Mir hat dieses Kinder- und Jugendbuch, das den Leser mit ins London des 19. Kahrhunderts mitnimmt richtig gut gefallen! Der Schreibstil passt gut zum Genre, ist einfach und kindgerecht und dennoch sehr bildhaft und lebendig geschrieben. Vorallem das Leben von damals wird wirklich eindrücklich und unbeschönt beschrieben und deshalb ist das Buch auch eher eine Empfehlung für ältere Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene, die sich für das Genre und die Geschichte intressieren. Die Charaktere sind authentisch und sympathisch beschrieben, vorallem der Zusammenhalt zwischen Jackelby und den Jungs vom Bahnhof ist immer spürbar und hat mir sehr gut gefallen. Obwohl das Buch düster ist und eher ein Mix aus historischem Roman und Krimi darstellt (natürlich Kinderkonform), besticht es auch durch exotische Ideen wie einen Ballon der einen in die Lüfte trägt oder einem Zirkus mit Artisten und Wahrsagern. Mir hat die Geschichte bis zuletzt gut gefallen und die Spannung war immer da. Das Ende war mir fast ein wenig zu actiongeladen, aber dies ist immer auch Geschmackssache und ich vergebe deshalb gerne eine Leseempfehlung und 4,5 von 5 Sternen.
leseratte1604
empfiehlt:





Joshua Jackelby
von Benedict Mirow
"Joshua Jackelby" ist ein ganz toller Jugendroman, der in London im Jahr 1851 spielt. Es ist wirklich gut gelungen, diese Zeit so zu beschreiben, wie sie vermutlich war: Straßenkinder und Straßenbanden, Arme und Reiche, ....! Gleichzeitig ist es aber nicht altmodisch geschrieben, sondern so dass "die heutige Jugend" es gut lesen kann. Die Schriftgröße ist relativ groß, so dass auch dies nicht abschreckt.
Das Buch ist spannend, aufregend, actiongeladen und hat mit Joshua, Leroy und Charlotte drei tolle jugendliche Charaktere und auch die Erwachsenen allen voran der Doktor John Snow (der laut Nachwort tatsächlich in London zu dieser Zeit gelebt hat) sind toll dargestellt und charakterisiert. Auch Joshs Hündin Hazel, die er vor dem Ertrinken gerettet hat und ein Pfau spielen in diesem Buch eine wichtige Rolle.
Mein Tipp: Lest dieses tolle Buch!
Anndlich
empfiehlt:





Joshua Jackelby
von Benedict Mirow
1851, London. Joshua ‚Josh’ Jackelby verdient sich als Zeitungsbote sein Geld, um über die Runden zu kommen. Sein Traum ist es irgendwann als königlicher Bote zu arbeiten und endlich wieder auf einem Pferd zu reiten. Eines Tages rettet Josh einen kleinen Hundewelpen aus der Themse und ahnt nicht, dass ihm die Hündin Hazel fortan nicht mehr von der Seite weichen wird. Ein Band, das Josh brauchen kann, genauso wie seine treuen Freunde Leroy und Charlotte. Gemeinsam mit den Waterloo Boys müssen sie sich immer wieder gegen die Straßenband der ‚Kings‘ durchsetzen und geraten bald in ein noch größeres Abenteuer. Denn dem Professor Bellows werden Pläne für eine Flugmaschine gestohlen, dessen Diebstahl noch viel größere Folgen haben könnte. Joshua und seine Freunde machen sich auf die Suche nach den Dieben.
Joshua Jackelby von Benedict Mirow entführt einen in das viktorianische London und dreht die Zeit zurück. Das Buch ist nicht klassisch in Kapitel unterteilt, sondern wird durch Daten und Uhrzeiten unterteilt. Jeder Tag beginnt mit den ‚Extrablatt‘ rufen der Zeitungsverkäufer und sorgt direkt dafür, dass man sich in die Vergangenheit versetzt fühlt. Dieser Einstieg ist sehr geschickt gewählt, nimmt einen direkt ein und weckt die Vorfreude auf den nächsten Tag. Die Seiten lesen sich auch sehr schnell, denn gefühlt passiert immer etwas und die Spannung steigt von Tag zu Tag. Die Atmosphäre ist gut getroffen, die Welt Joshuas ist deutlich rauer und von Armut, Krankheit und Tod geprägt. Gesellschaftliche Strukturen werden hinterfragt und kritisiert, Freundschaften sind dabei ein sehr wichtiger Bestandteil und auch, dass nicht alle Individuen einer Gruppe dem Vorurteil oder Klischee entsprechen. In diesem ganzen Konstrukt, dass sehr authentisch wirkte, war das fliegende Abenteuer der Kinder für mich etwas zu viel, gleichzeitig hat es für die Kinder nochmal die Spannung erhöht.
Joshua ist ein toller Protagonist, der sich trotz eigener Armut für andere einsetzt und Josh wächst im Verlaufe der Geschichte immer wieder über eigene Ängste hinaus. Seine Freundschaft zu Leroy und Charly zeigt sich als eine ganz besondere, in der alle füreinander einstehen, die Eigenarten der anderen akzeptieren und auch den Freiraum, den sie benötigen. Aarya und Rashna fügen sich auch schnell in dieses Bild ein, das über Freundschaft gezeichnet wird und geben gleichzeitig noch viel mehr mit auf dem Weg.
Joshua Jackelby ist ein viktorianisches Abenteuer, dass durch seine realistischen Beschreibungen durchaus eine düstere Atmosphäre erzeugt und damit nicht nur unterhaltend ist, sondern auch über frühere Zeiten ins Gespräch kommen lässt.
