Kundenrezensionen
div
empfiehlt:





Fünf Tage im Licht
von Rhiannon Lucy Cosslett
Wichtig
Das Cover und der Klappentext ließen mich vermuten, dass es sich um eine leichte Sommerlektüre beziehungsweise Romanze handelt, jedoch besitzt dieses Buch viel mehr Tiefgang und eine Handlung, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Sophie möchte in den ersten 5 Tagen auf der griechischen Insel dem Druck ihres Freundes Greg entfliehen und beginnt eine Affäre, die sie alles in Frage stellen lässt. Auch das Verhältnis zu ihren Freundinnen spannt sich nach und nach an und die Dynamik verändert sich. Der Schreibstil ist flüssig, jedoch hätte ich mir gewünscht, dass einzelne Szenen oder Kapitel weiter ausgeführt werden. Zudem fand ich die Zwischenkapitel anfangs etwas verwirrend und habe den Zusammenhang nicht direkt verstehen können.
Dieses Buch ist auf jeden Fall mal etwas anderes, vor allem anspruchsvoller und keine typische Lovestory. Ich kann es für die empfehlen, die sich in sommerlichen Gefühlen verlieren wollen und gleichzeitig eine Leidenschaft zur Kunst mitbringen.
Katyleh
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Fünf Tage im Licht
von Rhiannon Lucy Cosslett
Puh, dieses Buch hat mich echt in Sommerstimmung gebracht. Fünf Tage im Licht spielt auf Sifnos und man fühlt die Hitze auf jeder Seite. Sophie ist mit ihren Freundinnen da, letzte Mädels-Urlaub vor einer Hochzeit. Sie will eigentlich nur chillen und mal durchatmen, weil ihr Freund zu Hause wegen Kinderwunsch nervt.
Klar, was passiert: Sie lernt morgens beim Schwimmen Ky kennen. Es knistert sofort und zack, Affäre. Gleichzeitig malt sie ein Aktporträt von ihrer Freundin Alessia, und zwischen den beiden wird’s auch immer angespannter. Fünf Tage, in denen bei Sophie ziemlich viel hochkommt.
Was ich mochte:
Die Stimmung ist der Hammer. Man liegt quasi mit am Strand. Und ich fand’s gut, wie das Buch mit Themen umgeht, die viele von uns kennen: Dieser Druck, dass man "jetzt mal Familie gründen" soll. Was will ich eigentlich selbst? Und wie ehrlich sind Freundschaften unter Frauen wirklich? Das mit der Kunst fand ich auch cool gelöst – Sophie malt nicht einfach nur, durch das Bild passiert richtig was.
Was mich gestört hat:
Ky blieb für mich etwas zu sehr der heiße Urlaubsflirt. Man kapiert, warum Sophie sich reinzieht, aber er selbst war mir zu wenig greifbar. Und am Ende hätte ich mir beim Streit mit Alessia noch einen richtigen Knall gewünscht. Das blieb mir ein bisschen zu leise.
Unterm Strich: Toller Sommerroman, aber mit Tiefgang. Kein reiner Schmöker für den Strand, sondern einer, über den man danach noch nachdenkt. Wenn dir Der Papierpalast gefallen hat, lies das hier.
Nur den 5. Stern gibt’s nicht, weil die Affäre mich emotional nicht komplett gepackt hat. Trotzdem klare Leseempfehlung für den Urlaub oder verregnete Tage auf dem Balkon.
Piet1990
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Fünf Tage im Licht
von Rhiannon Lucy Cosslett
„Fünf Tage im Licht“ ist ein ruhiger, sehr emotionaler Roman, der vor allem von seinen Figuren und ihren inneren Konflikten lebt. Die Geschichte konzentriert sich auf wenige Tage, schafft es aber trotzdem, viele Themen wie Verlust, Nähe, Erinnerung und Neuanfang intensiv einzufangen.
Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre des Buches. Der Schreibstil ist klar, einfühlsam und oft sehr bildhaft, ohne überladen zu wirken. Viele Szenen wirken leise, aber genau dadurch besonders eindringlich.
Die Figuren sind glaubwürdig gezeichnet und ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehbar dargestellt. Nicht jede Entwicklung war für mich komplett überraschend, dennoch hat mich die emotionale Stimmung des Romans durchgehend getragen.
Fazit:
Ein stiller, atmosphärischer Roman über menschliche Beziehungen und emotionale Brüche. Wer ruhige, gefühlvolle Geschichten mit viel Tiefe mag, wird mit „Fünf Tage im Licht“ eine berührende Lektüre finden.
Krani
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Fünf Tage im Licht
von Rhiannon Lucy Cosslett
Sophie ist Künstlerin, sie malt. Auf einer griechischen Insel feiert sie gemeinsam mit ihen Studienfreundinnen Alessia und Iris den Junggesellinnenabschied von Helena. Sophie hadert mit dem Kinderwunsch ihres langjährigen Freundes. Sie versucht, im eigenen Leben anzukommen und sich künstlerisch zu verwirklichen.
Sophie wirkt mit ihrer Verletzlichkeit und ihrer Suche sehr authentisch und glaubhaft. Sie ist eine interessante Protagonistin, der man gerne folgt. Ihre reichen Freundinnen und auch die Männer bleiben dagegen etwas blass. Arbeiten bekannter Künstlerinnen werden geschildert, die Sophie auf ihrem Weg beeinflusst haben und noch beeinflussen werden. Hier gibt es auch Zeitsprünge, aber die verwirren nur wenig. Im Zentrum stehen weibliche Lebensentwürfe zwischen Mutterschaft, gesellschaftlichen Erwartungen und künstlerischem Ausdruck.
Eine Sommergeschichte voller Tiefe und Ehrlichkeit, für Künstlerinnen und Frauen, die das sein könnten.
Phija
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Fünf Tage im Licht
von Rhiannon Lucy Cosslett
Ich habe "Fünf Tage im Licht" schon vor einer Woche beendet und trotzdem begleitet es noch immer meinen Alltag. Die Geschichte setzt sich auf eine ganz einzigartige Weise damit auseinander, was der weibliche Körper ist und wem er gehört. In dem 300 Seiten langen Roman begleiten wir die erfolglose Künstlerin Sophie, welche von ihrem Partner gedrängt wird, sich mit der Frage nach Kindern auseinander zu setzen. Aber kann man eine irgendwann erfolgreiche Künstlerin und gute Mutter sein? Dazu nimmt sie uns auf eine sehr rohe Art mit in ihre Gedanken.
Überrascht bin ich, dass ich an keiner Stelle von dem Roman gelangweilt war. Denn eigentlich ist die Handlung eher wenig ereignisreich. Im Fokus steht die gedankliche Auseinandersetzung mit Themen wie Kinderwunsch, Weiblichkeit, Freundschaft, Klassizismus, welche von Ereignissen eines fünftägigen Junggesellinnenabschieds in Griechenland angestoßen wird. Gerade das Thema Weiblichkeit und Kinderwunsch wird dabei durch die wirklich wundervollen und sehr bereichernden "Zwischenkapiteln" ergänzt. In diesen kurzen Kapiteln werden Selbstaktdarstellungen von teils fast vergessenen Künstlerinnen in den Blick genommen, beschrieben und aus Sophies Blick diskutiert. Gerade aus diesen Kapiteln habe ich für mich unglaublich viel schöpfen können. Gerade die dadurch entstehende Mischung aus Fiktionalität und Realität ist so intensiv, dass sie mich wirklich emotional sehr berührt hat und meine Sicht auf bestimmte Dinge nachhaltig verändert hat. An der Stelle muss ich jedoch anmerken, dass dem Buch eine Triggerwarnung gut getan hätte! Insbesondere die Themen Fehlgeburt und Kindstod traten sehr unvorhergesehen auf.
Aber auch der Teil, der in Griechenland spielt, war spannend zu verfolgen. Gerade Sophie hat mich immer wieder in moralische Dilemmata geworfen. Denn sie ist alles andere als perfekt. Im Gegenteil, sie mach viel falsch, aber ist dabei immer sehr nachvollziehbar. Sie ist vielleicht nicht die klassische Protagonistin, mit welche man sich identifizieren will, jedoch ist das genau richtig so. Denn so blieb, zumindest in meinem Empfinden, mehr Raum für meine eigenen Gedanken.
Das griechische Setting ist zudem wirklich wundervoll umgesetzt. Ich hatte stets sehr klar vor Augen wie es in der kleinen Villa in Strandnähe aussieht, konnte erahnen, was zu hören ist und wie der Ort riecht. All das, ohne dass man in dem Roman von Landschaftsbeschreibungen erschlagen wird. Jedoch hat die Autorin auf eine sehr natürliche Art und Weise eine angenehm bildhafte Sprache, wodurch ich nur so in die Geschichte abgetaucht bin.
Am Ende verblieb ich mit dem Gefühl, dass es wichtig ist einfach glücklich zu werden, auch wenn man manchmal dafür seine Grenzen ziehen muss. Auch wenn das bedeutet, Menschen zu verletzen. Auch wenn das bedeutet, aufzufallen. Aber das eigene Glück, das sollte es einem wert sein. "Fünf Tage im Licht" von Rhiannon Lucy Cosslett ist somit von mir eine dicke Empfehlung!
tinten_fischchen
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Fünf Tage im Licht
von Rhiannon Lucy Cosslett
"Fünf Tage im Licht" ist eines der Bücher die zu überraschen vermögen. Aufgrund des Covers und der Inhaltsbeschreibung rechnete ich mit einem leichten Sommerroman. Bekommen haben ich ambivalente Figuren und eine bittere Abrechnung mit unserer Gesellschaft und Zeit. Die Themen Unterdrückung und Ungleichheit und das daraus entstandene Machtgefälle schwingen im Hintergrund immer mit.
Vor allem der erste Teil, die ersten fünf Tage der Geschichte gehen unter die Haut. Langsam, Stück für Stück werden die Figuren und ihre Beziehungen enthüllt. Neben Feministischen und Sozialen Themen kreisen die Gedanken der Hauptfigur um die Themen Mutterschaft und Kunst. Lassen sich beide Pole vereinbaren und wenn ja wie? Kurz angeschnitten wird noch so viel mehr. Und nichts davon arg mit dem Holzhammer, wie es leider bei "Die Wut, die bleibt" von Mareike Fallwickl der Fall ist.
Rhiannon Lucy Cosslett wirkt noch sehr jung. Sie hat sich mit dem Buch viel vorgenommen und nicht alles geht auf. Der Mittelteil, nachdem die Männer gekommen sind, ist etwas langatmig und gefühlt bewegt sich da alles nur im Kreis. Aber auch eine passende Metapher für die Langeweile und Dröge des Sommers auf einer Touristeninsel ist.
Original-Titel und Cover finde ich übrigens um Welten besser und passender.
