Kundenrezensionen
Schlafmurmel
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Refugium
von John Ajvide Lindqvist
Refugium" war mein erster Roman von Lindqvist, und schon beim Auspacken hat mich das beeindruckende Cover fasziniert. Das schwarze Design mit dem weißen Ast erinnert wohl an den Mittsommer in Schweden – sehr ausdrucksstark! Die Hauptfiguren, Julia und Kim, werden von Anfang an außergewöhnlich und spannend in die Geschichte eingeführt. Besonders begeistert hat mich, dass Julia eine ehemalige Polizistin und Schriftstellerin ist, die die Millennium-Reihe fortsetzen soll. Ihre Zusammenarbeit mit Kim Ribbing, einem Experten für die digitale Welt und selbst traumatisiert, führt zu einer aufregenden Affäre.
Als jedoch der Auftrag für die Millennium-Reihe scheitert, zieht sich Julia in ihr Ferienhaus im schwedischen Schärengarten zurück. Dort wird ihr Mittsommerabend von lauten Schüssen und einem fliehenden Boot unterbrochen. Gemeinsam mit Kim eilt sie zum Nachbargrundstück und entdeckt den Unternehmer Helander und seine Festgesellschaft erschossen auf der Terrasse. Nur die Tochter, die sich unter einem Tisch versteckt hatte, hat überlebt. Traumatisiert spricht sie kein Wort mehr, aber Kim, der selbst schwere Kindheitserlebnisse hatte, findet einen Zugang zu ihr. Die Polizei, darunter auch Julias Ex-Mann, beginnt mit den Ermittlungen, doch diese verlaufen im Sande. Julia und Kim übernehmen daraufhin selbst und machen erschreckende Entdeckungen, die weit über das Vorstellbare hinausgehen.
Mehr möchte ich nicht verraten, aber "Refugium" ist definitiv eine klare Leseempfehlung. Jetzt warte ich gespannt auf die Fortsetzung!
Nele33
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Refugium
von John Ajvide Lindqvist
"Refugium" des Autors John Ajvide Lindqvist ist der Auftaktband zu einer Thriller-Trilogie.
Julia Malmros ehemalige Polizistin und mittlerweile auch Autorin wird beauftragt den Folgeband der Millenium Reihe zu schreiben, nachdem die Reihe so ein wahnsinniger Erfolg war. Wer die Millenium Reihe kennt, weiß, dass die IT eine wichtige Rolle gespielt hat, aus diesem Grund bekommt Julia Kim Ribbing, seines Zeichen IT Crack und Hacker an die Seite gestellt. Während der Arbeit an dem Buch in Julias Haus werden im Nachbarhaus die Gäste einer Mittsommerparty ermordet, nur eine Tochter der Gastgeber überlebt.
Julia und Kim fangen an zu ermitteln warum die Partygäte sterben mussten.
Die Protagonisten wurden ausführlich eingeführt und haben wie auch in der Millenium Reihe so ihre Traumen mit im Gepäck. Der Schreibstil war sehr gut zu lesen, doch durch die ausführlichen Beschreibung und einer gewissen detailverliebtheit blieb die Spannung an manchen Stellen leider auf der Strecke.
Das Buch wird als Thriller angepriesen, als diesen habe ich ihn aufgrund des fehlenden Spannungsaufbaus nicht empfunden.
Unterhalten hat mich das Buch und die Story jedoch so gut, dass ich auch den Folgeband lesen werde.
"Refugium" des Autors John Ajvide Lindqvist ist der Auftaktband zu einer Thriller-Trilogie.
Julia Malmros ehemalige Polizistin und mittlerweile auch Autorin wird beauftragt den Folgeband der Millenium Reihe zu schreiben, nachdem die Reihe so ein wahnsinniger Erfolg war. Wer die Millenium Reihe kennt, weiß, dass die IT eine wichtige Rolle gespielt hat, aus diesem Grund bekommt Julia Kim Ribbing, seines Zeichen IT Crack und Hacker an die Seite gestellt. Während der Arbeit an dem Buch in Julias Haus werden im Nachbarhaus die Gäste einer Mittsommerparty ermordet, nur eine Tochter der Gastgeber überlebt.
Julia und Kim fangen an zu ermitteln warum die Partygäte sterben mussten.
Die Protagonisten wurden ausführlich eingeführt und haben wie auch in der Millenium Reihe so ihre Traumen mit im Gepäck. Der Schreibstil war sehr gut zu lesen, doch durch die ausführlichen Beschreibung und einer gewissen detailverliebtheit blieb die Spannung an manchen Stellen leider auf der Strecke.
Das Buch wird als Thriller angepriesen, als diesen habe ich ihn aufgrund des fehlenden Spannungsaufbaus nicht empfunden.
Unterhalten hat mich das Buch und die Story jedoch so gut, dass ich auch den Folgeband lesen werde.
Gavroche
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Refugium
von John Ajvide Lindqvist
Ich habe in den letzten Jahren sehr viele Thriller gelesen, aber dieser hier rangiert definitiv ganz oben auf meiner Liste. Erfrischend anders, spannend, unvorhersehbar, geheimnisvoll und einfach nicht aus der Hand zu legen.
Julia Malmros hat früher bei der Polizei gearbeitet, schreibt nun aber schon seit Jahren erfolgreich Kriminalromane. Nun soll sie einen neuen Band der "Millenium"-Reihe verfassen, benötigt aber Hilfe bei Fragen der digitalen Welt. Und so lernt sie als Experten Kim Ribbing kennen. Lange, schwarz gefärbte Haare, ein langer Mantel und einen Körper voller Narben und einiges jünger als Julia. Die Geschichte von Ribbing erfährt man so nach und nach, ist aber längst nicht zu Ende erzählt.
Von dem Mord auf der Schäreninsel erfahren wir direkt zu Beginn des Buches, dann springen wir jedoch in der Zeit zurück.
Mir haben die interessanten Persönlichkeiten, das Zusammenspiel und das hohe Spannungsniveau sehr gefallen. Dazu kommt ein toller Schreibstil. Der Fall ist am Ende des Buches gelöst, aber es bleiben dennoch Fragen offen hinsichtlich Ribbings Geschichte.
KimVi
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Refugium
von John Ajvide Lindqvist
Julia Malmros, Autorin und ehemalige Polizistin, wird ausgewählt, die Fortsetzung der Millenium-Reihe zu schreiben. Um Salanders legendäre Hackerfähigkeiten glaubhaft zu beschreiben, vermittelt der Verlag Julia den Kontakt zu Kim Ribbing. Als die beiden das Mittsommerfest in Julias Ferienhaus verbringen, fallen auf der Nachbarinsel unzählige Schüsse. Julia und Kim setzen über. Das Bild, das sich den beiden bietet, ist grauenhaft. Die Gäste, die auf der Nachbarinsel gemeinsam feierten, wurden grausam hingerichtet. Nur Astrid Helander, die Tochter der Familie, konnte sich im letzten Moment retten. Die einzige Überlebende des Massakers ist schwer traumatisiert. Julias Ex-Mann übernimmt die Ermittlungen. Allerdings lässt der Fall Julia Malmros und Kim Ribbing ebenfalls keine Ruhe, deshalb beginnen sie auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen...
"Refugium" ist der Auftakt der Stormland-Trilogie. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und ist in relativ kurze Kapitel unterteilt. Anfangs werden die Hauptcharaktere ziemlich ausführlich eingeführt. Obwohl die Spannung dadurch etwas zu sehr auf Sparflamme kocht, sind die Beschreibungen durchgehend interessant. Die kurzen Kapitel sorgen, trotz fehlender Spannung, für ein hohes Tempo, dem man sich bereits nach kurzer Zeit kaum noch entziehen kann.
Handlungsorte und Charaktere werden detailliert beschrieben. Dadurch hat man beim Lesen die entsprechenden Bilder zu den beschriebenen Szenen vor Augen und kann sich ganz auf die Ereignisse einlassen. Die Ermittlungen, die die Polizei anstellt, geraten in den Hintergrund und werden von einigen Zufällen geprägt. Julia Malmros und Kim Ribbings Nachforschungen wirken dagegen deutlich effektiver. Gemeinsam mit allen Akteuren versucht man die Puzzleteilchen zusammenzutragen und an die richtige Stelle zu setzen. Man folgt einigen Spuren und muss sich dabei auch auf die komplizierte Beziehung zwischen den Hauptprotagonisten einlassen können. Dabei wirken beide nicht immer sympathisch, aber durchaus so interessant, dass man dem Geschehen gerne folgt.
Zum Ende hin stellt sich die bis dahin vermisste Spannung schließlich doch noch ein. Der Auftakt der Trilogie gipfelt in einem rasanten Finale, das man atemlos verfolgt. Der Epilog weckt die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe.
nil_liest
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Refugium
von John Ajvide Lindqvist
Was vor knapp 20 Jahren seinen Anfang nahm ist ungebrochen eine Thriller-Faszination: die Millenium-Trilogie von Stieg Larsson (Verblendung – Verdammnis – Vergebung) und die Folgebände von David Lagercrantz. Und hier setzt im Grund die Geschichte ein, denn der Autor von ‚Refugium‘ John Ajvide Lindqvist hatte auch eine Fortsetzung zu der Millenium- Trilogie geschrieben, aber wurde mit dem Manuskript wieder nach Hause geschickt. Aber der gute Mann hat den Kopf nicht in den Sand gesteckt, sondern sein Werk umgeschrieben.
Gut zu wissen, denn auch in ‚Refugium’ gibt es eine Autorin und ehemalige Polizistin, Julia Malmros, die in Stieg Larssons Fußstapfen treten soll…. Eine Art Meta-Ebene zu dem was dem Autor selbst passiert ist.
Julia trifft auf Kim Ribbing, eine Hackerin und zwar an einem Tatort. Mittsommer auf den Schäreninseln, hier gibt es eine Reihe an brutalen Morden auf dem Grundstück eines reichen Industriellen. Nur eine Person überlebt. Julia und Kim steigen in die Ermittlungen ein und decken Unglaubliches auf. Es führt sie bis nach China und es gibt natürlich Verstrickungen aller Art.
Wirklich spannend und in bester Millenium-Manier geschrieben, werden hier Fans der Reihe wieder auf ihre Kosten kommen und sich freuen können. Auch Lindqvist hat dies als Trilogie angelegt und dies ist der erste Band der Stormland-Reihe. Es folgt also mehr mit Band 2: Signum und Band 3: Elysium. Alle mit diesem äußerst gelungenen Baum-Cover.
Nun kommt ein kleines aber: Manches Mal beim Lesen musste ich mich wundern und fragte mich ob der Autor hier neben dem Thriller ein wenig zu viel Witz eingebaut hat, wenn er den chinesischen Ermittler beispielsweise Bruce Lee nennt…vielleicht wächst sich das nach dem Erfolg von ‚Refugium‘ aus.
froschman
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Refugium
von John Ajvide Lindqvist
Die Autorin Julia Malmros, eine ehemalige Polizistin, ist an der Arbeit zu ihrem neuen Krimi, der eine Fortführung der Milleniums-Trilogie von Stig Larsson werden soll. Der EDV-Spezialist Kim Ribbing soll sie dabei unterstützen, er soll Lisbeth Salanders Hacker-Knowhow weiterführen. Doch während der Recherchen zu dem neuen Thriller wird in der Nähe von Julias Ferienhaus ein grausames Verbrechen verübt, bei dem sechs Personen ihr Leben verlieren, darunter ihr ehemaliger Schulkollege Olof Helander. Nur seine Tochter Astrid überlebte den Anschlag, weil sie sich unter den Landesteg ins Wasser fallen ließ. Seither spricht sie mit niemand, außer mit Kim.
Kim nutzt seine Fähigkeiten und sucht im Darknet quer durch die Kontinente nach den Tätern, während Julia ihre Kontakte zur Kripo spielen lässt. Ausgerechnet ihr Exmann Johnny Munther wird mit den Ermittlungen betraut, was nicht immer von Vorteil ist.
John Ajvide Lindqvist baut auf die Charaktere der Milleniums-Trilogie, nur vertauscht er dabei die Geschlechter. Aus Mikael Blomkvist wird Julia Malmros und aus Lisbeth Salander wird Kim Ribbing. Der Plot selbst ist gut aufgebaut und lässt sich leicht lesen. Die Beziehung zwischen Julia und Kim sowie auch Kims Misshandlungen durch seinen Großvater spielen eine etwas zu große Rolle. Alles in Allem trotzdem ein toller Thriller.
Lesemaus
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Refugium
von John Ajvide Lindqvist
"Refugium" ist der Auftakt einer fesselnden neuen Spannungstrilogie aus Skandinavien. Die Geschichte dreht sich um Kim Ribbing, die ehemalige Polizistin Julia Malmros bei ihren Recherchen für einen neuen Krimi unterstützen soll. Doch als die Gäste eines Mitsommerfests in der Nähe von Kims Ferienhaus grausam ermordet werden, ist plötzlich nichts mehr wie geplant. Einzig Astrid Helander, die Tochter der Familie, überlebt, doch sie ist verstummt.
Es war eine nervenaufreibende Reise, bei der Kim den Tätern im World Wide Web und rund um den Globus auf der Spur ist, während Julia ihre Kontakte zur Kriminalpolizei nutzt. Eine besondere Spannung entsteht durch die Perspektivwechsel, Rückblenden und überraschenden Wendungen, die einen immer wieder aufs Neue überraschen und den Spannungsbogen hochhalten.
Die Handlung war durchaus komplex durch verstrickte Verwicklungen. Dadurch erfordert das Buch eine konzentrierte Lektüre, um den Überblick zu behalten. Während der erste Teil des Buches das hohe Tempo und die packende Atmosphäre aufrechterhält, gibt es im mittleren Teil einige Längen, die den Lesefluss gelegentlich etwas verlangsamten. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben alle ihre Ecken und Kanten.
Insgesamt bietet "Refugium" einen gelungenen Auftakt für die Spannungstrilogie. Obwohl es im mittleren Teil einige Längen gibt und die Handlung komplex ist, werden Fans von düsteren skandinavischen Thrillern auf ihre Kosten kommen.
April1985
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Refugium
von John Ajvide Lindqvist
》Die Körper der Erschossenen lagen wie weggeworfen da, als hätte sie jemand dorthin getragen und dann achtlos fallen gelassen. Das letzte Abendmahl.《
(Zitat aus ‚Refugium‘, S. 93)
Meine Meinung:
Was John Ajvide Lindqvist leider nicht gelungen ist, schafft seine Romanheldin Julia Malmros mit Links. Diese erhält die große Chance in die Fußstapfen des bereits verstorbenen Stieg Larsson zu treten und die weltweit gefeierte ‚Millenium‘-Reihe fortzusetzen. Bei der Recherche zu ihrem neuen Roman, lernt die ehemalige Ermittlerin den Hacker Kim Ribbing kennen. Und wie die Figuren in Julias Thriller schlittern Kim und die Autorin mitten in einen Mordfall und beginnen nach ‚Blomkvist und Salander‘-Manier zu ermitteln.
Parallelen zur Millenium-Reihe sind absolut beabsichtigt und gewollt. Kopiert wird dabei nichts; nur inspiriert. Ich finde die Idee richtig genial und habe jedes Kapitel in vollen Zügen genossen.
Lindqvists Schreibstil ist sehr einnehmend und unkompliziert. Das in Verbindung mit den sehr kurzen Kapiteln von teilweise nur 2-3 Seiten hat mich regelrecht durch den Thriller rauschen lassen. Für mich hat sich das Lesen angefühlt wie einen Film zu schauen. Und tatsächlich hatte ich im Hinterkopf auch die Ganze Zeit über die ‚Wallander‘-TV-Serie.
Aber zurück zu Julia und Kim – ein ungleiches Paar, das vom Schicksal zusammen geführt wird. Während ich Julias Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte, manche sogar sehr unpassend und übergriffig fand, habe ich für Kim schnell Symphatien entwickelt. Als Kind von seinem Großvater misshandelt, später von Therapeuten als Versuchskaninchen missbraucht, setzt er sich heute für Opfer von Gewaltverbrechen ein. In diesem Fall ist es die 14-jährige Tochter des ermordeten Unternehmers, die einzige Überlebende des Massakers, die Kim zu schützen versucht. Während Julia ihre Kontakte zur Kripo nutzt – Ex-Mann Johnny ist zufälligerweise der leitende Ermittler – führt Kims Recherche den Hacker nach Shanghai, Kuba und Norwegen.
Die Handlung ist rasant, der Spannungsgrad hoch, die Auflösung nachvollziehbar. Am Ende läuft alles zusammen, der Nebel lichtet sich und man hat diesen ‚Aha‘-Moment, an dem man plötzlich alles versteht, was 300 Seiten vorher so gar nicht ins Bild gepasst hat. Es gibt zwar einige Längen; durch die kurzen und knackigen Kapitel fallen diese aber nicht wirklich auf.
Neben den Mordfällen sind es vorallem die Charaktere, die die Geschichte tragen. Vorallem auf Kims Geschichte – wie diese weiter geht – bin ich sehr gespannt, hat mich dieses Ende doch sehr zerstört zurück gelassen.
》Die meisten Geheimnisse waren wie Rauch, sie hatten die Angewohnheit, überall hindurchzuquellen, aber dabei verbreiteten sie einen Brandgeruch, der nicht verborgen blieb.》
(Zitat aus ‚Refugium‘, S. 256)
Fazit:
Ein Mord am Midsommar, eine Krimiautorin und ein Hacker, die Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander alle Ehre machen. Eine Ermittlung, die quer über den Globus von Schweden nach China, Kuba und Norwegen führt.
Ich habe die rund 500 Seiten innerhalb von 3 Tagen verschlungen. Der Schreibstil ist mitreißend, die Figuren sind facettenreich und lassen tief blicken und am Ende wird alles schön aufgelöst. Tja, man könnte eigentlich zufrieden sein, wenn da nicht trotz abgeschlossener Mordermittlung ein fieser Cliffhanger wäre. Ich warte auf die Fortsetzung.
kabo16
empfiehlt:





Refugium
von John Ajvide Lindqvist
Mittsommer, dass größte Fest der Schweden, wird mit viel Alkohol, gutem Essen und der Familie und Freunden überall im Juni gefeiert. Aber mit Schüssen?
Nein, das müssen auch Julia Malmros und Kim Ribbing mit großem Entsetzen feststellen. Auf der Nachbarinsel wird geschossen. Sechs Menschen sterben, nur die 14 jährige Astrid überlebt das Massaker unter einem Bootssteg.
Also ein sehr spannender Einstieg. Leider beginnt das Ganze erst ab Seite 91. Vorher geht es eigentlich nur um Julia, eine bekannte Buchautorin, die den neuen Millennium-Roman schreiben soll. Und um Kim, eine Art Superheld, der in seiner Kindheit misshandelt wurde. Außerdem ist er der jugendliche Liebhaber von Julia. Eine sehr merkwürdige Beziehung. Auf jeden Fall versuchen sich die beiden nun als Privatermittler, denn einer der Ermordeten ist ein Jugendfreund von Julia, die früher selber bei der Polizei gearbeitet hat.
Wie es der Zufall will, ist Jonny Munther, nicht nur der Chefermittler in diesem Fall, sondern auch noch ihr Exmann.
Was mich beim Lesen am meisten genenervt hat: Alle Personen werden meistens mit Vor und Zunamen genannt. Wenn es die Hauptpersonen sind, die immer wieder vor kommen, dann ist es nur noch störend.
Für einen Thriller, kommt mir zu viel Rettung in letzter Sekunde. Immer gibt es gleich Lösungen, richtige Fährten, die Polizei ist immer etwas langsamer als Kim, der die halbe Welt bereist - oder unsere Autorin, die alles im Netz findet.
Warm geworden bin ich mit keiner der Hauptpersonen. Am ehesten noch mit Jonny, der stinknormale Gefühle, wie z.B. Eifersucht zu lässt.
Es liest sich flüssig, ist an einigen Stellen witzig, aber insgesamt ist es mir zu glatt. Von nordischen Thrillern bin ich ein anderes Format gewohnt.
