Underground Railroad

Underground Railroad

von Colson Whitehead

€ 24,70

Hardcover

nicht lieferbar

Roman. Pulitzer-Preis 2017
2017 Hanser
352 Seiten
217 mm x 147 mm
Sprache: Deutsch
978-3-446-25655-2

Kurztext

Colson Whiteheads Bestseller über eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte Amerikas - ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis 2017

Hauptbeschreibung

Colson Whiteheads Bestseller über eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte Amerikas - ausgezeichnet mit dem Pulitzer Preis 2017 und bei Amazon Prime unter der Regie von Academy-Award-Gewinner Barry Jenkins

Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht - doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben, Kopfgeldjägern, obskuren Ärzten, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit? Colson Whiteheads Roman ist eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, schwarz zu sein in Amerika.


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Hardcover
Roman. Pulitzer-Preis 2017
2017 Hanser
352 Seiten
217 mm x 147 mm
Sprache: Deutsch
Übersetzt von: Nikolaus Stingl
978-3-446-25655-2


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Colson Whitehead, 1969 in New York geboren, studierte an der Harvard University und arbeitete für die New York Times, Harper's und Granta. Whitehead erhielt den Whiting Writers Award (2000) und den Young Lion's Fiction Award (2002) und war Stipendiat des MacArthur "Genius" Fellowship. Für seinen Roman "Underground Railraod" wurde er mit dem National Book Award 2016 und dem Pulitzer-Preis 2017 ausgezeichnet. Für seinen Roman "Die Nickel Boys" erhielt er 2020 erneut den Pulitzer-Preis. Bei Hanser erschienen bisher "John Henry Days" (Roman, 2004), "Der Koloß von New York" (Eine Stadt in dreizehn Teilen, 2005), "Apex" (Roman, 2007), "Der letzte Sommer auf Long Island" (Roman, 2011), "Zone One" (Roman, 2014), "Underground Railroad" (Roman, 2017), "Die Nickel Boys" (Roman, 2019), "Harlem Shuffle" (Roman, 2021) und "Die Regeln des Spiels" (Roman, 2023). Der Autor lebt in Manhattan. Nikolaus Stingl, 1952 geboren, übersetzte u. a. William H. Gass, Ben Lerner, Thomas Pynchon, Colson Whitehead und Emma Cline und wurde mit mehreren wichtigen Übersetzerpreisen ausgezeichnet.

Buchhändlerempfehlung

MMag. Katharina Huchler aus unserer Buchhandlung empfiehlt dieses Buch:

Underground Railroad folgt der Flucht des Sklavenmädchens Cora durch die Südstaaten der USA. Der fundiert recherchierte Roman ist spannend geschrieben und sehr umfassend: Umfassend nicht im Sinne von lang, sondern weil er viele Geschichten aus mehreren Perspektiven unterbringt, ohne dass das Buch überlastet wirken würde: Sklaven, Freigelassene, Abolitionisten, Sklavenhändler und die „ganz normale = weiße Bevölkerung“ finden ihren Platz. Indem sich Colson Whitehead der Sprache aus dem Blickwinkel der Weißen bedient, macht er deutlich, wie die Dehumanisierung des „Humankapitals“ kontinuierlich weitergeführt wurde. Colson Whitehead hat ein eindrückliches Schaubild der Sklaverei geschaffen, das keine grausamen Details verschweigt, sich aber auch nicht in Gewaltbeschreibungen erschöpft. Hier steht der Mensch im Mittelpunkt und die auch durch die furchtbarsten Mittel nicht abzutötende Hoffnung und Sehnsucht nach Freiheit.

Alle Buchtipps von MMag. Katharina Huchler

Alle Menschen sind gleich, es sei denn, wir entscheiden, dass du kein Mensch bist. 2018-08-23 12:43:00
Underground Railroad folgt der Flucht des Sklavenmädchens Cora durch die Südstaaten der USA.

Der fundiert recherchierte Roman ist spannend geschrieben und sehr umfassend: Umfassend nicht im Sinne von lang, sondern weil er viele Geschichten aus mehreren Perspektiven unterbringt, ohne dass das Buch überlastet wirken würde: Sklaven, Freigelassene, Abolitionisten, Sklavenhändler und die ?ganz normale = weiße Bevölkerung? finden ihren Platz.

Indem sich Colson Whitehead der Sprache aus dem Blickwinkel der Weißen bedient, macht er deutlich, wie die Dehumanisierung des ?Humankapitals? kontinuierlich weitergeführt wurde.

Colson Whitehead hat ein eindrückliches Schaubild der Sklaverei geschaffen, das keine grausamen Details verschweigt, sich aber auch nicht in Gewaltbeschreibungen erschöpft.
Hier steht der Mensch im Mittelpunkt und die auch durch die furchtbarsten Mittel nicht abzutötende Hoffnung und Sehnsucht nach Freiheit.
Rassismus aus der Sicht der Opfer und Flucht aus der Sklaverei 2017-11-16 21:19:00
Cora ist eine Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia. Sie wird, wie unzählige Schwarze in Amerika, gedemütigt, geschlagen, vergewaltigt und vieles unsägliche mehr. Alle träumen von der Flucht. Als Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven, hört, ergreift sie ihre verzweifelte Möglichkeit.
Cora ist eine starke Person und eine faszinierende Protagonistin. Durch ihre Jugend und Unerfahrenheit scheint sie etwas naiv, tritt jedoch trotzdem mutig für sich und ihre Helfer ein.

Die Underground Railroad war eigentlich ein geheimes Netzwerk an Menschen, die Sklaven bei der Flucht aus dem Süden über bestimmte Routen in den freien Norden halfen.
Colson Whitehead nimmt die Metapher allerdings wörtlich und lässt die Sklaven über eine Eisenbahnlinie im Untergrund flüchten.

Mich hat die Story sehr berührt. Es wird nichts beschönigt. Schonungslos werden die Misshandlungen beschrieben. Das gesamte System wird einem in seiner ganzen Grausamkeit vor Augen geführt, keine leichte Kost. Cora die Hauptprotagonistin hat mich am meisten fasziniert, ich konnte mich sich zu jeder Zeit in ihre Lage hineinversetzen. Die sonstigen Charaktere allesamt gut ausgearbeitet, machen diese tiefgründige Geschichte zu einer bewegenden Lektüre, die noch lange in Erinnerung bleiben wird. Das ganze wurde toll niedergeschrieben und lässt sich flüssig lesen.
Reale Fiktion 2017-10-05 17:36:00
Schon allein das Cover hat mich neugierig gemacht. Eine schöne Schriftart auf einem etwas undeutlichen Hintergrund. Dunkle Farben, es wirkt düster und passt damit sehr gut zur Thematik. Bevor man mit dem Buch startet, sollte man sich bewusst machen, dass dies kein historischer Tatsachenroman. Der Autor bedient sich zwar historischer Tatsachen, er spinnt diese aber auf seine ganz eigene Weise in seine Geschichte ein. So gab es die Underground Railroad als informelles Netzwerk, dass Sklaven auf der Flucht half wirklich, aber Whitehead nimmt es wörtlich und erschafft eine richtige Untergrundeisenbahn, die fantastisch auf mich wirkte. Auch die Geschehnisse in den einzelnen Staaten der USA haben vielleicht nicht so stattgefunden, aber im kleineren Maßstab oder als Idee waren sie in der Geschichte präsent.
Obwohl ich schon sehr auf den Roman gefreut hatte, da ich im Moment einiges zu diesem schrecklichen Abschnitt in der Geschichte lese, fiel mir der Anfang vom Buch etwas schwer. Die Protagonistin Cora ist ein Charakter, der einen erst einmal auf Abstand lässt, sie öffnet sich erst nach und nach. Auch der Schreibstil ist etwas emotionslos, besonders wenn von den Schrecken der Sklaverei berichtet wurde. Aber ich gewöhnte mich daran und merkte wie gut der Schreibstil passte, denn nur durch die Emotionslosigkeit war für mich die Beschreibungen zum Teil zu ertragen und anderseits passte es sehr gut zu der Emotionslosigkeit der Sklavenhalter.
Der Autor greift viele verschiedene Unterdrückungsmechanismen auf, die mich zum Teil an die Naziherrschaft und/oder Hexenverfolgung erinnert haben. Gekonnt webt er Fiktion und reale Ereignisse in die Geschichte ein. Was ich persönlich etwas schade fand, dass man allein durch den Roman nicht wusste was nun wirklich so oder so ähnlich geschah. Dazu muss man seine Interviews und andere Quellen mit einbeziehen. Aber trotz, dass die ganze Geschichte nicht immer mit historischen Fakten zu hinterlegen ist, zeigte der Roman für mich das ganze Ausmaß der Sklavereiwirtschaft, den Rassismus und die Fähigkeit der Menschen zur Grausamkeit. Das alles wirkt bis heute auf die amerikanische Gesellschaft, weshalb der Roman auch im Spiegel der aktuellen Ereignisse ein wichtiges Zeugnis ist. Er war nicht immer einfach zu lesen, was Sprachstil und die geschilderte Grausamkeiten und deren Emotionslosigkeit anging. Ich musste immer mal inne halten. Doch mir wurde klar warum der Roman so hoch gelobt wird, er große Literatur, die einen auch viel zum Nachdenken bringt und gleichzeitig richtig gut geschrieben ist.