Ins fahle Herz des Sommers

Ins fahle Herz des Sommers

von Andreas Eschbach

€ 23,60

Hardcover

Sofort verfügbar in Bregenz

Roman. Ein Roman, der nachdenklich macht: Was, wenn die Zukunft schon begonnen hat - nur ohne uns?
2026 Bastei Lübbe
240 Seiten
20 mm x 130 mm
Sprache: Deutsch
978-3-7577-0200-7

Hauptbeschreibung

Was, wenn die Zukunft längst begonnen hat - nur ohne uns?Seit Jahren brennt die Sonne erbarmungslos vom Himmel. Die Hitze ist unerträglich, der Süden unbewohnbar, der Staat nur noch Fassade. Wer es sich leisten konnte, ist rechtzeitig nach Nordschottland, Grönland, Kanada oder Sibirien gezogen. Nur wenige Menschen sind in ihrer Heimat geblieben. Fausto ist einer von ihnen. In einem weitgehend aufgegebenen Dorf kämpfen er und einige wenige Nachbarn ums Überleben. Der Alltag ist hart und wenig abwechslungsreich. Bis eines Tages eine schöne, schweigsame junge Frau auftaucht, der die Hitze beneidenswert wenig auszumachen scheint. Fausto verliebt sich und schöpft Hoffnung. Er ahnt nicht, welch unerhörtes Geheimnis mit Valérie verbunden ist ...Ein eindringlicher Roman um ein hochaktuelles Thema und ein beklemmendes Gedankenexperiment


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Hardcover
Roman. Ein Roman, der nachdenklich macht: Was, wenn die Zukunft schon begonnen hat - nur ohne uns?
2026 Bastei Lübbe
240 Seiten
20 mm x 130 mm
Sprache: Deutsch
978-3-7577-0200-7


Weitere verfügbare Ausgaben:

Autor

Andreas Eschbach, geboren 1959 in Ulm, wurde vor allem durch den Thriller Das Jesus-Video bekannt, gefolgt von Bestsellern wie Eine Billion Dollar und Ausgebrannt. Sein Roman NSA - Nationales-Sicherheits-Amt befasst sich mit der brisanten Frage: Was wäre, wenn es im dritten Reich bereits Computer und das Internet gegeben hätte - und deren totale Überwachung? Andreas Eschbach lebt seit 2003 mit seiner Familie als freier Schriftsteller in der Bretagne.

Hersteller: Bastei Lübbe AG
Schanzenstrasse 6-20, 51063 Köln DE
E-Mail: produktsicherheit@bastei-luebbe.de

Hitzewelle 2026-05-10 22:40:00
von Miro
Fausto lebt in einem kleinen Dorf mit wenigen anderen Bewohnern. Sie alle sind damit beschäftigt, am Leben zu bleiben. Wir befinden uns in einer Welt, nach dem Klimawandel. Regen ist eine dumpfe Erinnerung an bessere Tage. Es wächst nichts mehr, die Menschheit ist stark dezimiert und die meisten sind in den hohen Norden ausgewandert.

Fausto hat den Absprung verpasst. Aber er ist gut darin, Dinge zu finden und Sachen zu reparieren. Nacht für Nacht macht er sich auf den Weg, um letzte Vorräte zu finden, denn alles, was nicht gut versteckt ist, wurde längst geplündert. Das Leben könnte für ihn weiterhin so dahinplätschern, doch dann taucht eine junge Frau im Dorf auf, die erstaunlich gut mit dieser Hitze zurechtkommt. Was sie für ein Geheimnis trägt, wird hier natürlich nicht verraten.

Dieser Roman lebt nicht unbedingt von der Handlung. Es passiert schon was, aber nicht allzu viel. Was den Roman ausmacht, ist das düstere Bild, das Eschbach zeichnet, von unserer Welt nach dem Klimawandel. Die unbändige Hitze und der Wassermangel schaffen eine lebensfeindliche Welt, die unweigerlich zum Zusammenbruch geführt hat. Es leben noch einige Menschen hier, aber die Ressourcen werden nicht ewig halten. Das Ende steht definitiv bevor.

Aber es ist auch eine Welt, die vorstellbar ist, wenn die Menschheit nicht bald bereit ist, umzudenken. Der Klimawandel ist nicht mehr leugbar. Dadurch kreiert der Autor mit dieser Dystopie eine mögliche Zukunft mit Gänsehauteffekt.

Fausto ist ein sympathischer Protagonist. Er ist hilfsbereit und großzügig und zeigt, dass es möglich ist auch unter widrigsten Bedingungen die Menschlichkeit zu bewahren. Anhand seiner Erinnerungen erfahren wir, wie sich die Welt gewandelt hat und was ihm alles widerfahren ist, bevor er in diesem verlassenen Dorf gestrandet ist.

Ich habe mich gerne in das fahle Herz des Sommers begeben und mit von der düsteren Stimmung mitreissen lassen. Daher vergebe ich gerne 4 Sterne für diese Dystopie.
Die Zukunft hat schon begonnen 2026-05-04 20:20:00
Die Zukunft hat schon begonnen

Die Sommer werden immer heißer und länger. Der Regen bleibt aus. Wer konnte, ist schon längst in den Norden gezogen, nach Kanada, Sibirien und in andere Gebiete, die durch den Klimawandel jetzt geradezu paradiesisch sein müssen. Fausto ist geblieben, als einer von wenigen in dem Dorf irgendwo in Frankreich. Sie kämpfen täglich ums Überleben. Eines Tages taucht eine junge Frau auf, der die Hitze überhaupt nichts auszumachen scheint, und Fausto verliebt sich Hals über Kopf …

232 Seiten für ein so komplexes Thema - das hätte mir gleich zu denken geben sollen. Das Szenario ist gut, man hätte tatsächlich viel mehr daraus machen können, wenn man dem Buch mehr Raum gegeben hätte. Zuweilen hatte ich den Eindruck, ein etwas umfangreicheres Exposé in Händen zu halten, dessen ausführliche Ausarbeitung erst noch erfolgen muss.

Der Anfang ist recht gemächlich. Eindrücklich und fast körperlich erfahren wir die brütende Hitze, die sengende Sonne, die alles Leben verdorren lässt. Das ist wirklich gut beschrieben. Aber dabei passiert erst mal nichts, was ich nicht in anderen dystopischen Romanen schon mehrfach gelesen hätte. Bis Valérie auftaucht. Mit ihr wird es spannend, wenn auch nicht unbedingt überraschend. Vieles ist so vorhersehbar.

Die Handlung ist eingleisig. Wir befinden uns die ganze Zeit an Faustos Seite. Trotzdem bleibt selbst der Protagonist ziemlich blass, von den übrigen Figuren mal ganz abgesehen.

Durch Faustos Gedanken, die sich viel mit der Vergangenheit beschäftigen, wird man erinnert, dass wir uns im richtigen Leben gerade in dieser Vergangenheit befinden, wo vor extremen Klimaänderungen gewarnt wird. Könnte unsere Zukunft auch wirklich so aussehen wie Faustos Gegenwart?


sonnige Hitze, blasse Figuren 2026-04-28 10:19:00
Fausto ist ein sympathischer Protagonist, der in seinem Dorf in Frankreich geblieben ist, das fast alle anderen irgendwann verlassen haben, weil es außer Sommer nur noch Sommer gibt, und Hitze und Dürre unerträglich und lebensgefährlich wurden. Er und einige wenige Dorfbewohner (mit denen wir Leser aber nicht so tief in Kontakt kommen wie mit Fausto), bleiben und schlagen sich durch, plündern verlassene Häuser nach Nahrungsmitteln, Medikamenten und alles, was man gebrauchen kann. Es wird niemand mehr zurückkehren in die sonnenverbrannten Geisterstädte!
Fausto lebt mit dem Sonnenstand, tagsüber hilft nur, Zuhause zu bleiben. Wir kennen solche Tage vereinzelt auch schon: warten bis die Sonne untergeht und mit ihr die Atem raubende Hitze, in der man sich kaum bewegen kann... Doch wir haben noch andere Tage mit kühlerem Wetter... Faust nicht!

Die gnadenlose Hitze ist spürbar gut beschrieben in diesem dystopischen Roman, der uns ein mögliches Zukunftsszenario darbietet, das schon gut nachvollziehbar für uns ist.
Der Anfang des Romans war wie ein Sog, man liest sich flott durch die Seiten, die Dystopie ist hervorragend gelungen.

Und dann erschein Valerie...
Wer ist diese wortkarge Frau, kühl im wahrsten Sinne, die in das Nachbarhaus eingezogen ist und dann auch schon sehr bald zu Fausto zieht?
Schnell kommt Fausto ihr näher und ab hier verliert mich der Roman...
Polizei taucht auf, die Brüder des Nachbarhofs, und die Geschichte verläuft etwas seltsam. Die Nähe zu den Charakteren leidete. Der Verlauf hätte besser ausgebaut werden können, denn die Idee des Romans ist super!