Kundenrezensionen von milky





Verlorene Schäfchen
von Madeline Cash
"Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash handelt vom Familienleben der Flynns: Bud Flynn, seiner Frau Catherine und deren drei Töchtern Abigail, Louise und Harper. Es ist das reinste Chaos in dieser Familie, aber so witzig und amüsant erzählt, dass man diese Familie einfach lieben muss.
Erzählt wird aus unterschiedlichen Sichtweisen. Die jeweiligen Familienmitglieder machen zwar den Hauptteil aus, aber auch andere Nebenfiguren kommen zum Zug, was das Ganze abwechslungsreich gestaltet. Schön ist auch, dass jede der Hauptfiguren einen eigenen, verrückten Charakter hat und sich in einer einzigarten, abgedrehten Lebenssituation befindet. Dadurch wird die Geschichte sehr sympathisch und urkomisch.
Der Roman hat sich perfekt geeignet, um abschalten zu können und stets ein Lächeln auf den Lippen beim Lesen zu haben.





Hope Joanna,2 Audio-CD, 2 MP3
von Horst Evers
Der Roman "Hope Joanna" handelt von der Polizistin Joanna, die in einem außergewöhnlichen Mordfall ermittelt. Dabei wurde ein Händler von einer Schlange gebissen und Joanna macht sich auf die Suche nach dem oder der Täter:in.
Die Geschichte wird von einem personalen Erzähler erzählt, der manchmal Joanna begleitet, aber auch diverse andere Charaktere in dem Buch. Das hat meinen Geschmack gut getroffen, da man als Hörer einen allumfassenden Blick erhält.
Insgesamt hat man beim Hören ständig ein Grinsen auf den Lippen, da die Geschichte sehr amüsant und mit viel Humor geschrieben ist. Der Autor hat die Geschichte im Hörbuch wirklich hervorragend vorgelesen. Das hat mich positiv überrascht. Hingegen der Kriminal-Teil ist dafür etwas zu kurz gekommen. Zwar handelt es sich um die Bearbeitung eines Mordfalls, jedoch kommt keinerlei Spannung auf. Da es dafür mehr Humor beinhaltet, war der Tausch von Spannung und Humor in Ordnung. Wer aber einen spannenden Kriminalroman lesen möchte, ist hier eher an der falschen Stelle.





Die Straße
von Robert Seethaler
Der Roman "Die Straße" von Robert Seethaler handelt von den Bewohnern der Heidestraße. Die Dauer der Geschichte umfasst ein Jahr und der Roman beschreibt die Augenblicke der unterschiedlichen Anwohner in dieser Straße.
Ich kann nur von der Hörbuchversion sprechen, aber der Roman ist nicht mein Fall. Als Hörer habe ich keinen Bezug zu den Figuren aufgebaut, vor allem, weil sie keine Namen hatten und die einzelnen Kapitel sehr kurz waren. Der Sprecher Matthias Brandt hat meiner Meinung nach das Beste aus dem Roman geholt, insbesondere durch Anpassung der Stimme und Beton bei den jeweiligen Bewohnern. Jedoch war es als Hörer trotzdem schwierig zu verstehen, wann die Sichtweise gewechselt wird, obwohl eine Pause zwischen zwei Perspektiven gelassen wurde.
Insgesamt war es schwierig zu verstehen, etwas wirr und ohne eine Verbindung zu den Personen, was ich sehr schade finde.





Die Mitternachtsreise
von Matt Haig
In "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig zieht das Leben von Wilbur Budd nach seinem Tod nochmal an ihm vorbei. Zu Lebzeiten war er ein erfolgreicher und bekannter, aber auch einsamer Mann.
Mit hat es gut gefallen, dass es im Roman viel um das Lesen und Bücher geht. Gleichzeitig ist es tiefgründig und stellt die Prioritäten im Leben in Frage.
Die Geschichte wird allein aus Wilburs Sichtweise in der personalen Erzählweise (Er-Form) geschrieben. Dadurch besitzt man als Leser zwar noch eine gewisse Distanz zur Hauptfigur, jedoch konnte ich trotzdem eine gute Verbindung zu Wilbur aufbauen und mich in ihn hineinversetzen.
Der Schreibstil ist eher ruhig und bedacht und liest sich sehr flüssig und angenehm.
Fazit: wer ein spannendes Buch sucht, das er kaum aus der Hand legen kann, ist hier falsch. Wer aber ein Buch voller Tiefgang, Lebensphilosophie und Liebe zu Büchern sucht, ist hier genau richtig.





Home Before Dark
von Eva Björg Ægisdóttir
Der Thriller "Home Before Dark" von Eva Björg Ægisdóttir handelt von Marsibil und ihrer älteren Schwester Stina, die im Winter 1967 beinahe spurlos verschwindet - nur ihre blutige Jacke wird am Wegesrand gefunden. Der Fundort der Jacke ist derselbe, an dem sich Marsibil mit ihrem Brieffreund das erste Mal treffen wollte. Zufällig auch genau zum selben Zeitpunkt, an dem Stina verschwindet. Diese Tatsache lässt Marsibil nie los und zehn Jahre später beginnt sie, nach ihrer Schwester zu suchen.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven und Zeitsträngen erzählt: Stina im Jahr 1967 und Marsibil im Jahr 1977. Für beides wurde die Ich-Perspektive gewählt, was mir gut gefallen hat, da ich schnell zu den beiden Schwestern eine Verbindung aufbauen konnte. Auch die Stimme der Sprecherin hat dabei geholfen. Die Betonungen und die Veränderungen in der Stimmlage waren sehr passend.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu hören und baut über das ganze Buch hinweg eine Spannung auf. Es macht Spaß, Marsibil zu begleiten und zu erraten, wer etwas mit Stinas Verschwinden zu tun hat und da gibt es einige Verdächtige. Während der Geschichte gab es einige Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte.





Beth is Dead
von Katie Bernet
Der Thriller "Beth is dead" von Katie Bernet handelt von den vier Schwestern Beth, Jo, Amy und Meg. Beth wird zu Beginn des Buches tot im Park aufgefunden und das Rennen zur Ermittlung des Täters beginnt - selbst die Schwestern scheuen sich nicht davor, sich gegenseitig zu verdächtigen.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt: vorher (vor Beths Tod) und heute. Zusätzlich gibt es vier Perspektiven, jeweils als Ich-Erzähler: Beth (nur "vorher"), Jo, Amy und Meg.
Insgesamt habe ich mir sehr viel vom Buch versprochen, jedoch fehlt es meiner Meinung nach den Hauptfiguren an Tiefe. Es gibt zu viele Perspektiven, die sich schnell abwechseln als dass man sich gut in jede der Schwestern hineinversetzen könnte.
Die Schreibweise lässt zwar ein flüssiges Lesen zu, jedoch ist der Text leider nicht spannend geschrieben. Auch wenn man rational weiß: das soll jetzt spannend sein, aber der Funke ist bei mir leider nicht übergesprungen.
Die vier Stimmen der Sprecherinnen waren leider etwas ähnlich, sodass ich nur anhand der Stimme nie so richtig wusste, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Die Betonung und der Übertrag der Emotionen war bei allen gut gelungen, auch wenn der Text bzgl. Emotionen leider nicht viel her gab.
Fazit: die Grundidee hinter der Geschichte ist klasse, leider hat mich der Thriller nicht berührt und ich konnte mich auch nur schwer eine Verbindung zu den Schwestern aufbauen.





Meeresdunkel
von Till Raether
Der Thriller Meeresdunkel von Till Raether handelt von zwei deutschen Familien, die scheinbar durch einen Buchungsfehler für denselben Zeitraum dieselbe Finca auf Mallorca gebucht haben. Zunächst scheint alles gut zu laufen, doch dann zieht ein Sturm auf und die Ereignisse überschlagen sich.
Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht von Henrike, Samuel und Juri geschrieben; jeweils als personaler Erzähler. Henrike ist eine der beiden Familienmütter, Samuel ist der Vater der anderen Familie und Juri ist der achtjährige Sohn von Samuel. Diese Aufteilung ist eher ungewohnt, vor allem Juris Sicht, jedoch rundet sie die Geschichte ab. Der Autor schreibt stets nachvollziehbar und unkompliziert, sodass ein flüssiges und angenehmes Lesen gut möglich ist.
An sich passiert während der Geschichte nicht viel: sie spielt sich zum Großteil in der Finca ab. Die Spannung wird eher dadurch erzeugt, was die Personen voneinander erfahren und wie ihre Vergangenheit nach und nach aufgedeckt wird. Insgesamt hätte der Autor den Leser noch etwas mehr auf die Folter spannen können.





Du musst mich vergessen
von Rosie Walsh
Der Roman "Du musst mich vergessen" handelt von Carrie, einer Chirurgin aus London. Sie verliebt sich sofort in Johan, die beiden führen eine intensive und leidenschaftliche Beziehung und heiraten schließlich in Thailand. Es ist alles perfekt bis Polizisten den Strand stürmen und Johan umgehend verhaften.
Zwölf Jahre später führt sie ein ruhiges Leben mit ihrem Ehemann und den Zwillingen bis Carrie durch Zufall im Internet auf Johan stößt.
Die Geschichte von Carrie wird ausgesprochen gut erzählt und ein flüssiges und angenehmes Lesen ist stets möglich. Carrie als Hauptfigur wird realistisch beschrieben und besitzt eine gewisse Tiefe. Auch in die anderen wichtigen Figuren kann man sich gut hineinversetzen.
Mir gefällt, dass die Geschichte in unterschiedlichen Zeiträngen erzählt wird und immer aus der Ich-Perspektive von Carrie. Dadurch baut sich Spannung auf und man erfährt erst nach und nach, was wirklich passiert ist.
Fazit: es handelt sich zwar um einen Liebesroman, der aber nie kitschig oder aufgesetzt wirkt. Vielmehr geht es darum, gemeinsam mit Carrie herauszufinden, was damals wirklich passiert ist und das birgt einige Überraschungen, auf die man als Leser nie gekommen wäre.





Bachelorette Party
von Camilla Sten
Annelieses Junggesellinnenabschied verspricht ein voller Erfolg zu werden: beste Freundinnen zusammen auf einer einsamen, abgeschiedenen Insel, Yogasessions, Achtsamkeitsübungen und digital Detox – gemeinsame Zeit verbringen ohne den Alltagsstress. Die Hauptperson Tessa sowie ihre Schwester sind Teil der Gruppe und Tessa ist sowohl neugierig auf die kleine Insel als auch ehrfürchtig. Zehn Jahre zuvor wurden vier Freundinnen, die ebenfalls auf dieser Insel waren, als vermisst gemeldet und nie wieder gefunden.
Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt. Der Großteil findet in der Gegenwart statt und ist in der Ich-Perspektive von Tessa geschrieben. Zudem gibt es Rückblicke, um die Geschehnisse der vier Freundinnen zehn Jahre zuvor aufzuklären. Unterschiedliche Zeitstränge empfinde ich immer als positiv, da es aufgrund der Abwechslung nicht langweilig wird und bei beiden Zeitsträngen die Spannung erhalten bleibt.
Einige Handlungen fand ich leider vorhersehbar, die Beweggründe für die Handlungen waren jedoch überraschend. An sich war das Buch schon spannend, es ist jedoch noch Luft nach oben vorhanden.





Solange ein Streichholz brennt,1 Audio-CD, 1 MP3
von Christian Huber
Das Hörbuch "Solange ein Streichholz brennt" von Christian Huber handelt von Alina und Bohm. Alina ist Journalistin bei einem bekannten TV-Sender, jedoch geht ihre Karriere eher bergab als bergauf. Bohm ist ein Obdachloser, dem ein Hund zugelaufen ist und der gerne schnitzt. Beide lernen sich zufällig bei einer Reportage kennen, die Alina über Obdachlosigkeit dreht. Beide kommen sich während des Drehs näher, obwohl das weder von Alina noch von Bohm je die Intention war.
Die Geschichte wird sowohl aus Alinas als auch aus Bohms Perspektive erzählt, was ich als sehr positiv empfinde. So erhält der Leser Einblick in beide Hauptfiguren und kann zu beiden eine gute Verbindung aufbauen.
Christian Huber erzählt sehr feinfühlig und bedächtig. Auch wird das Thema „Obdachlosigkeit“ gut aufgegriffen und von verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Insgesamt erhält der Leser einige Erkenntnisse, die man in sein eigenes Leben einfließen lassen kann.
Die beiden Sprecher:innen des Hörbuchs haben von der Stimme her fantastisch zu den Hauptfiguren gepasst. Beide hatten eine gute Betonung und haben die Emotionen sehr gut mit ihrer Stimme transportieren können.









